Gerd Frey - OUTPOST

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Der Erzählungsband «Outpost» ist die Fortführung des Erzählungsbandes «Dunkle Sonne», der im Jahr 2002 im Shayol-Verlag erschien und der 2003 den ersten Platz des Deutschen Phantastik Preises (dpp) für die beste Original-Kurzgeschichten-Sammlung belegte.
"Outpost" beinhaltet sämtliche nach «Dunkle Sonne» in verschiedenen Büchern und Magazinen publizierten Kurzgeschichten und zudem die nicht in «Dunkle Sonne» enthaltenen satirischen Kurzerzählungen um den Abfallverkäufer. Diese Geschichten entstammen der Zeit der ersten ernsthaften Gehversuche Gerd Freys als Autor und wurden behutsam überarbeitet, ohne den eigentlichen noch etwas rohen Charakter der Geschichten zu verändern.
Inhaltlich bietet «Qutpost» daher eine durchaus unkonventionelle Mischung aus Science-Fiction, Fantasy Horror und Erotik.

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Die Präsenz eines mächtigen Wesens erstickte jegliche magische Energie im Raum. Die Kreatur suchte ihn, während ihm nur noch ein Ausweg blieb. Kolvar lief auf das massive Eingangsportal zu. Die Türen waren mit eindrucksvollen Schnitzereien versehen. Teufelsköpfe, in deren Augenhöhlen rote Edelsteine blitzten. Höhnisch starrten sie ihm entgegen. Kaum näherte er sich den beiden Türhälften, wanden sich schmale Äste aus dem alten Holz. Sie wuchsen in rasender Geschwindigkeit und schlangen sich dabei so dicht umeinander, dass sich die Tür nicht mehr öffnen ließ.

Kolvar hob den Stab. Seine Hände zitterten, während er den Zauber des Einfachen Verkümmerns sprach. Seine magischen Kräfte waren jedoch noch vom Kampf gegen Marwak geschwächt. Kurzzeitig schrumpften die Äste um eine Winzigkeit, nur um sich daraufhin umso machtvoller zu entfalten. Kolvar war gefangen. Obwohl er nicht genau wusste, was da auf ihn lauerte, war er sicher, dass es sein Ende bedeuten würde.

Der Boden bebte. Dumpfe, machtvolle Schläge. Die Erschütterungen waren so stark, dass Kolvar den Halt verlor und schmerzhaft gegen das Treppengeländer torkelte. Ihm blieb keine Wahl. Er zog eine winzige blaue Perle aus seinem Umhang und schleuderte sie so heftig auf den Boden, dass diese zerplatzte. Ein greller Lichtblitz erhellte die Eingangshalle und ein schimmerndes Portal entfaltete sich direkt vor ihm. Kolvar besaß nur diese eine Perle und es ärgerte ihn furchtbar, dass er das seltene Artefakt einer Portalmagie bei so einer unergiebigen Gelegenheit verschwenden musste.

Das wabernde Oval zeigte einen Ausschnitt sonnenbeschienen Waldes, auf den Kolvar mit wehendem Mantel zulief. Als hinter ihm der Boden aufbrach und wütendes Brüllen alle anderen Geräusche hinweg fegte, trat er schon in das weiche Gras einer weit entfernten Lichtung.

Die Aussicht aus dem Kristallglasfenster seines Arbeitszimmers erlaubte Kolvar einen umfassenden Blick auf den weitläufigen Garten seines Anwesens. Die altersschwache Sonne spendete mehr Licht und Wärme als üblich und hüllte die kunstvoll beschnittenen Bäume in sanftes rötliches Licht. Der Gärtner, den Kolvar seit einiger Zeit beschäftigte, vollbrachte wahre Wunder. Die aus aller Welt stammende Flora gedieh prächtig. Der wolkenlose Himmel überspannte die Landschaft mit der Illusion von Frieden und Unschuld.

Kolvar ging mit gemächlichen Schritten zurück an seinen Arbeitstisch. Dort lag, in der Mitte aufgeschlagen, Marwaks Buch. Daneben ruhte die silbern glänzende Kapsel. Es war ein grausiges Mitbringsel, das ihm da in die Hände gefallen war. Kein Wunder, dass Marwak es in diesem unterirdischen Versteck verborgen hatte. Kolvar musste das Buch erst mühsam übersetzen, da wichtige Teile in der geheimen Sprache der Schwarzmagier verfasst waren. Durch das Buch erfuhr er, dass sich im Innern der Kapsel ein Samen befand, der als »die Saat des Bösen« bezeichnet wurde.

Der Samen besaß tatsächlich teuflische Eigenschaften. Benetzte man ihn mit dem Blut eines Menschen und vergrub ihn, während man die in der Zeremonie vorgeschriebenen Beschwörungsformeln sprach, entwickelte sich der Samen innerhalb weniger Tage zu einer riesigen Frucht. Innerhalb der Frucht wuchs jedoch eine groteske Kreatur heran: Es war ein Doppelgänger jenes Menschen, von dem das Blutopfer stammte. Der Doppelgänger würde sich – sobald der Reifeprozess abgeschlossen war – aus der Frucht befreien, sein Ebenbild aufsuchen, es erschlagen und dessen Platz einnehmen. Dabei war der Doppelgänger jedoch jener Person untertan, welche die Zeremonie durchgeführt hatte. Kolvar war hier ein Schatz in die Hände gefallen, der den Verlust seiner Fluchtportalperle mehr als ausglich.

Kolvar setzte sich auf seinen hochlehnigen Arbeitsstuhl und blätterte nachdenklich in der Anleitung, die die Aussaat des Samens beschrieb. Er hatte lange auf eine Gelegenheit wie diese gewartet. Wie oft hatte ihn Ikondrar verspottet und ihn in der Akademie der Magier vor aller Augen gedemütigt. Eines musste sich Kolvar jedoch zähneknirschend eingestehen: Ikondrar war ein begabterer Magier als er. Doch das gab ihm nicht das Recht, ihn derart herablassend zu behandeln.

Kolvars ernstes Gesicht entspannte sich langsam, bis sich schließlich sein Mund zu einem dünnen Lächeln verzog. Seine Zeit würde kommen und Ikondrar würde für seine Anmaßungen büßen.

Die alles in Dunkelheit hüllenden schweren Regenwolken zogen davon und entblößten die blasse Silberscheibe des zerborstenen Mondes, dessen schroffe Buchkante im Moment im Schattenbereich lag. Dahinter leuchteten Tausende abgesprengter Gesteinsbrocken im Sonnenlicht. Ein dunkler und abgründiger Himmel, in dem nur wenige Sterne funkelten. Wenn man zu lange in die unendliche Leere blickte, konnte man den Verstand verlieren.

Kolvar wartete seit Einbruch der Nacht neben einem kleinen Gasthaus, aus dessen Schornstein eine klägliche Rauchfahne sickerte. Das kurze Unwetter hatte so heftig gewütet, dass selbst die Bettler an trockeneren Orten Unterschlupf gesucht hatten.

Es drang nur wenig Licht aus den schmutzverkrusteten Fenstern der Gastwirtschaft. Die strohgedeckte Hütte lag am Rande der Stadt, direkt neben einem eingefallenen Rest der ehemaligen Stadtmauer. Schäbige und ungepflegte Häuser, wohin er auch blickte. Die Armut war allgegenwärtig.

Kolvar fand es befremdlich, dass ein vermögender Arzt wie Baldrug in einem solchem – seinem Stand eigentlich unangemessenen – Gasthof einkehrte.

Es sollte noch einige Zeit dauern, bevor sich die Tür öffnete und der Arzt hinaustrat. Leicht angetrunken torkelte er über die Straße. Trotz der Kälte trug er seinen Mantel offen. Für Diebe und Totschläger wäre er so ein leichtes Opfer gewesen.

Kolvar trat aus dem Schatten.

»Einen schönen Abend, Herr Baldrug«, rief er ihn an. »So spät noch unterwegs? Plagt Euch der Kummer oder betrauert Ihr noch immer den tragischen Tod Eures Weibes?«

Baldrug hielt inne. Ein volles, jedoch von Traurigkeit gezeichnetes Gesicht, aus dem er Kolvar mit kleinen feuchten Augen anblickte. Kolvar konnte keine besondere Regung darin ausmachen. Er starrte Baldrug mit unverhohlener Abscheu in die Augen.

»Was … wollt Ihr … und woher wisst Ihr über den Tod meiner … Frau?«, fragte Baldrug mit schwerer Stimme, während er leicht vor und zurück schwankte.

»Ich weiß inzwischen Vieles über Euch«, flüsterte Kolvar. »Und das trotz der Tatsache, dass sich mein Interesse nur indirekt auf Eure Person bezieht.« Er umfasste Baldrugs Arm und zog ihn vom Eingang fort. »Machen wir einen kleinen Spaziergang, dann verrate ich Euch mehr.«

Baldrug verharrte unschlüssig, folgte ihm dann aber doch die mit groben Steinen gepflasterte Straße entlang. An deren Rändern häuften sich Küchenabfälle und Fäkalien, die selbst der starke Regen nicht mehr wegzuwaschen in der Lage war. Sie passierten einen Wachmann, der zusammengesunken und mit ausgestreckten Beinen schnarchend auf dem nassen Boden saß. Der Geruch von billigem Wein und Erbrochenem stach Kolvar in die Nase.

Sie verließen die trügerische Sicherheit der Stadt und erreichten einige Zeit später einen Landstrich, dem die Menschen der Gegend die Bezeichnung Nebeltal gegeben hatten. Das Licht des Mondes erhellte dürftig die Umgebung. Den schmaler werdenden Pfad säumten kahle Bäume, deren feuchte, glatte Rinde das Mondlicht reflektierte. Sie erreichten schließlich eine Lichtung, von der weitere Wege abgingen.

Baldrug hielt inne: »Nun sagt schon. Was wisst Ihr … und vor allem: Was wollt Ihr von mir?«

Kolvar zog seinen löwenkopfgeschmückten Zauberstab aus dem Umhang und schlug ihn hart auf den Boden. Leise murmelte er einen Zauberspruch. Direkt vor ihm fauchte plötzlich eine große, hell leuchtende Kugel silbern flackernde Funken aus der Dunkelheit. Innerhalb der Erscheinung zeichneten sich dunkle Schatten ab. Lichter, Farben und Formen wogten hin und her, flossen zusammen und lösten sich wieder voneinander. Schließlich bildeten sich deutlichere Konturen. Die schlanke Silhouette einer Frau wurde sichtbar. Baldrug wich einen Schritt zurück, als er erkannte, was sich dort abzeichnete.

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