Katja Stock - Die Rose lebt weiter

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Die Rose lebt weiter: краткое содержание, описание и аннотация

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Martina ist 44 Jahre alt und führt ein glückliches und zufriedenes Leben. Sie freut sich auf ihre Silberhochzeit, die beiden Söhne sind fast erwachsen, sie arbeitet in einem Beruf, der ihr Freude macht und sie ausfüllt. – Doch eines Tages gerät ihre heile Welt aus den Fugen, als sie völlig überraschend von Gefühlen zu ihrem langjährigen Kollegen Jens überwältigt wird, wie sie sie noch nie in ihrem Leben verspürt hat. Damit wird ihr scheinbar so perfektes Leben infrage gestellt und ein kompliziertes Liebesdrama beginnt, in dem sie all ihre Prinzipien und Lebensauffassungen über den Haufen wirft. Nach ihrer Beichte beginnt der traurigste und nervenzerreißendste Abschnitt ihres Lebens. Ihrem Ehemann Holger gelingt es, sie durch Selbstmorddrohungen an sich zu binden. Martina versucht, es allen recht zu machen, und stellt ihre eigenen Bedürfnisse zurück, um die Ehe zu retten. An der Grenze des Erträglichen flüchtete sie zu Jens. Plötzlich ist das Spiel vorbei, Holger hat seine Drohung wahr gemacht. – Mit dem Schreiben ihrer eigenen Geschichte will sie sich von der nicht enden wollenden Schuld befreien.

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Der Termin der Silberhochzeit rückte immer näher, ich hätte mich schon längst um die Vorbereitungen kümmern müssen, aber ich schob es immer wieder hinaus. Das Einzige, was ich erledigt hatte, war mein Kleid. Ein Kleid nach meinem Geschmack, im Stil der Rock’n’Roll-Zeit, weil ich so viel abgenommen hatte, freute ich mich, wie gut es mir stand. Als nächstes wollte ich die Tischkarten kaufen, aber ich hatte keinen Elan. „Was mache ich nur? Lasse ich doch die Silberhochzeit platzen? Rede ich mit Holger? Wird er dann zum Stier und schmeißt mich raus?“ Mein Vater hatte früher oft gesagt: „Wehe, du hast mal einen anderen, Holger bringt den Kerl um und sprengt das Haus in die Luft.“

Er war schon immer eifersüchtig gewesen, war aber in den letzten Jahren vertrauensvoller geworden. Wenn ich jetzt ehrlich zu ihm war und er mich tatsächlich rausschmiss, ließe ich mich scheiden und dann? Egal, dann würde ich eben alleine dastehen, aber war wenigstens ehrlich. Ich fragte meine Freundin Martina, was sie davon hielt. Sie sagte: „Sei doch vernünftig. Was hast du dann gekonnt? Du machst deine Familie unglücklich und dich selbst ebenfalls. Was willst du denn Holger sagen? Dass du einen anderen Mann liebst, der dich aber nicht will? Das ist lächerlich. Warte ab, wie sich alles entwickelt, vielleicht schaffst du es, zu Holger zurückzufinden. Ich habe oft überlegt, was besser wäre, ihm die Wahrheit zu sagen oder es ein Leben lang als Geheimnis zu hüten. Wie ich Holger kenne, wirst du sicher mit dem Schweigen besser fahren. Er würde dir nicht verzeihen und dir die Ehe zur Hölle machen, dir keinen Freiraum mehr lassen. Eure Ehe könnte daran zerbrechen. Denk auch an deine Kinder und deine Eltern.“

Ich hatte lange über diese Worte nachgedacht und hin und her überlegt. In ein paar Tagen würde mein Großer mit dem Studium fertig sein. Informatiker! Ich konnte doch stolz sein. War ich ja auch. Aber das stolze Muttergefühl konnte nicht meinen „heiligen“ Familiensinn wieder beleben. Der Abschlussball stand an und ich wollte noch abwarten und meinem Sohn dieses Ereignis nicht verderben. Mein Kleiner würde dann ins Ferienlager fahren und es wäre eine günstige Gelegenheit, den Rest der Familie erst einmal schonend damit zu konfrontieren. Dieses Datum brannte sich in meinen Kopf ein und ich wurde jeden Tag unruhiger und unsicherer. „Was werde ich machen? Ist es wirklich richtig, alles aufs Spiel zu setzen, alle zu enttäuschen, Leid erzeugen?“ – Also entschied ich mich für die von Martina vorgeschlagene Variante des Schweigens und hoffte, dass mein Leben wieder in die richtigen Bahnen kommen würde. Ich brauchte mich nun vor keinem zu rechtfertigen, brauchte die Gäste nicht auszuladen, musste mich nur ein wenig verstellen. Und schon war das Leben wieder perfekt. Aber diese Schauspielerei musste erst einmal gelernt sein, ich war auf dem besten Weg dahin. Was war bloß aus mir geworden?

Ich wollte mich in der Mittagspause wieder mit Jens treffen. Die Vorfreude auf diese paar Minuten ließ kurzzeitig alles andere in den Schatten treten. Wir saßen auf einer Bank und keiner konnte seine Gefühle verbergen, dann liefen wir ein Stück. Jens versuchte mir näherzukommen. Ich war entsetzt. Am helllichten Tage, wo jeden Augenblick Spaziergänger auftauchen können. Gereizt fuhr ich ihn an: „Jens, für so etwas bin ich die Falsche. Ich brauche Zärtlichkeit und Zeit.“ Er ließ mich los und antwortete wütend: „Ich bin auch nur ein Mann. Zeit haben wir nie und Zärtlichkeit musst du dir zu Hause holen.“

Nach diesen Worten hätte ich ihm am liebsten eine geknallt. Dieser Satz hatte gesessen und ich versuchte, ihn zu hassen. Ich empfand Wut und wollte so schnell wie möglich in mein Auto. Er war ebenfalls wütend, entschuldigte sich nicht einmal. Aber ich schaffte es wieder nicht, ihn fallen zu lassen. Am nächsten Tag bemühte sich jeder, so vorsichtig und freundlich zu dem anderen zu sein, wie es nur ging. Doch der Satz hatte sich in mein Gehirn eingebrannt und tat so weh. Ich brauchte sehr lange, bis ich das vergessen konnte.

Die Wochen verstrichen, die Silberhochzeit rückte näher. Viele Leute nahmen an den Vorbereitungen meiner Feier indirekt teil. Und ich fühlte mich immer mehr hinterlistig und falsch. Auch gesundheitlich ging es mir nicht gut. Doch vergingen die Schmerzen meist wieder schnell und ich verdrängte das Erlebnis. Das Herzrasen kam in unterschiedlichen Abständen und Stärken. Dabei bekam ich Atemnot und das Herz tat am nächsten Tag noch weh, wie bei einem Muskelkater. Ständig plagten mich Bauchkrämpfe wie bei einer Gallenkolik. Als Jens einmal mitbekam, dass ich mich im benachbarten Raum auf die Stühle legen musste, um die Schmerzen auszuhalten, wurde er regelrecht panisch. So hatte ich ihn noch nie erlebt. Er telefonierte mir sogar hinterher, ob ich heil zu Hause angekommen wäre. Da merkte ich, wie wichtig ich ihm war. Aber sein Drängen, endlich zum Arzt zu gehen, ignorierte ich. Was alleine kommt, geht auch wieder alleine! Für eine Gallenoperation hatte ich derzeit keine Nerven, vielleicht kamen die Schmerzen auch nur von der ganzen Hektik. Außerdem ging es mir schon viele Jahre so.

Meinen Urlaub legte ich so, dass ich solange wie möglich arbeiten gehen konnte, trotzdem hatte ich fast drei Wochen frei. Mit Jens wollte ich mich vorher noch einmal treffen, um mal wieder aufzutanken, weiter denken wollte ich einfach nicht. Wie immer hatten wir wenig Zeit. Wir mussten uns verstecken und es war alles andere als romantisch. Mit der Uhr im Nacken suchten wir Nähe und versuchten, all die traurigen Tatsachen zu verdrängen. Auf der einen Seite hoffte ich, dass die Gefühle verschwinden würden, andererseits tat ich aber auch nichts dafür, um von ihm loszukommen. Ich war so hilflos und leer. Ich sah nur, dass es galt, die nächsten drei Wochen abzuarbeiten. Doch wenn ich wieder zurück sein würde, dauerte es nicht lange, bis Jens in Urlaub fuhr. Diese Aussichtslosigkeit erdrückte mich beinahe.

Der Tag unserer Silberhochzeit war herangerückt. Natürlich hielt Holger sich nicht daran, dass wir uns nur eine Kleinigkeit schenken wollten. Ich bekam 25 riesengroße rote Rosen und eine Lederreisetasche, weil ich nichts hätte, wenn ich zum Lehrgang müsste. Mir blieb fast das Herz stehen. Ja, der Lehrgang war verschoben worden auf „ungewiss“. Ich klammerte mich an diese zwei Tage, an denen ich mit Jens alleine sein würde. Und Holger schenkte mir nichtsahnend noch eine Tasche dafür …

Die Eltern schenkten wie immer Geld und ich fühlte mich schuldig, es anzunehmen und so tun, als ob alles in Ordnung wäre. Meine Mutter hatte unser Hochzeitsbild in einen silbernen Rahmen gebastelt. Sie hatte sich so viel Mühe gegeben und war so ahnungslos. In ihren Augen verlief die Ehe perfekt: Uns ging es gut, Streit bekam sie nicht mit, die Kinder waren versorgt, wir unternahmen viel, alle waren fleißig und hilfsbereit, sozusagen rundherum trautes Familienglück. Wie sollte ich ihr jemals erklären, dass ich auf „Abwege“ geraten war? Viel mehr Angst hatte ich aber vor meinem Vater. Holger kannte er nur fleißig und hilfsbereit. Wie könnte ich so einem guten Mann so etwas antun? Ich würde es ihm nicht erklären können. Und ich wollte es ja Holger auch gar nicht antun. Aber ich kriegte Jens nicht aus meinem Kopf raus, keinen Tag, keine Stunde, fast schon keine Minute mehr.

Nach dem Essen wurden alle fürs Fotoalbum verewigt und weil ich krank war und Holger am nächsten Tag arbeiten musste, war die Feierei relativ schnell beendet. Ich war froh, im Bett liegen zu können und hoffte, dass die Tabletten rasch wirkten. Das war er also, der große Tag nach 25 Ehejahren! Es war ein Tag wie jeder andere gewesen, als hätten wir Geburtstag gefeiert. Nun denn, gut so, ich hätte mich ohnehin über nichts besonders gefreut. Es stand sowieso noch die Feier mit unserer Clique bevor.

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