Katja Stock - Die Rose lebt weiter

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Martina ist 44 Jahre alt und führt ein glückliches und zufriedenes Leben. Sie freut sich auf ihre Silberhochzeit, die beiden Söhne sind fast erwachsen, sie arbeitet in einem Beruf, der ihr Freude macht und sie ausfüllt. – Doch eines Tages gerät ihre heile Welt aus den Fugen, als sie völlig überraschend von Gefühlen zu ihrem langjährigen Kollegen Jens überwältigt wird, wie sie sie noch nie in ihrem Leben verspürt hat. Damit wird ihr scheinbar so perfektes Leben infrage gestellt und ein kompliziertes Liebesdrama beginnt, in dem sie all ihre Prinzipien und Lebensauffassungen über den Haufen wirft. Nach ihrer Beichte beginnt der traurigste und nervenzerreißendste Abschnitt ihres Lebens. Ihrem Ehemann Holger gelingt es, sie durch Selbstmorddrohungen an sich zu binden. Martina versucht, es allen recht zu machen, und stellt ihre eigenen Bedürfnisse zurück, um die Ehe zu retten. An der Grenze des Erträglichen flüchtete sie zu Jens. Plötzlich ist das Spiel vorbei, Holger hat seine Drohung wahr gemacht. – Mit dem Schreiben ihrer eigenen Geschichte will sie sich von der nicht enden wollenden Schuld befreien.

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Ostersamstag wollten wir wie jedes Jahr tanzen gehen. Ich wusste nicht, wie ich das überstehen sollte. Ich konnte mit keinem reden und durfte mir nichts anmerken lassen. Ich war als die lebensfrohe Martina bekannt, alle warteten drauf, dass ich lustig wurde. Es forderte viel Kraft, sich so zu verstellen. Das erste Mal war auch Roberto mit seiner Frau Karin dabei. Doch das rauschte alles an mir vorbei, ich bekam Jens einfach nicht aus dem Kopf.

Am anderen Tag zählte ich die Stunden, bis Ostern endlich vorbei war, obwohl es auf Arbeit nicht besser werden würde, zumal Jens in einer Woche in Urlaub ging. Er wollte im Nachbarhotel von Sonja wohnen, die ebenfalls dort ein Zimmer gebucht hatte, zufällig, angeblich. Ich wusste nicht, ob ich das glauben sollte. Gab es so viel Zufall? Es wurde sogar schon getuschelt, dass er mit seiner Mätresse nun schon gemeinsam Urlaub mache und vor nichts zurückschrecke. Eigentlich schämte ich mich für ihn, als ich das hörte.

Immer wenn ich mich über Ostern unbeobachtet fühlte, schrieb ich an einem Brief für Jens, den ich ihm nach den Feiertagen geben wollte. Es sollte die Antwort auf seine SMS sein, ein Abschied. Ich schrieb alles auf: Wie ich mich seit dem ersten Kuss fühlte, wie vertraut er mir geworden war, meine Gefühle aufgewühlt hatte. Ich öffnete mich ihm mit Worten, die ich noch nie vorher geschrieben hatte. Ich wollte diesen Abschied per SMS einfach nicht hinnehmen und ertränkte allen Schmerz in meinen eigenen Abschiedszeilen.

Endlich war Ostern vorbei und ich konnte endlich wieder arbeiten gehen, sofort verabredete ich mich mit Jens für die Mittagspause. Meinen Brief hatte ich ihm gleich früh auf den Tisch gelegt, sodass er Zeit hatte, ihn bis mittags zu lesen. Wir trafen uns an einem Teich, im Grunde idyllisch, doch ich fror, wohl aus Angst und Enttäuschung. Jens gab mir den Brief zurück und meinte, es täte ihm leid. Er könne sich nicht von Sonja trennen, sie sei fast zusammengebrochen, weil sie ihn liebe. Das hätte sie ihm noch nie so deutlich gesagt und gefordert, dass er mit mir Schluss mache. Meinen Brief wollte er mit mir gemeinsam zerreißen und wegwerfen, denn er konnte ihn nicht aufbewahren. Unter Tränen vollzogen wir diese Zeremonie und verabschiedeten uns. Dann gingen wir uns bis zu seinem Urlaub so gut es ging aus dem Weg und ich schwor mir, ihm nie mehr hinterherzulaufen.

Zu Hause war ich gereizt, sodass Holger immer öfter zu den Kindern sagte: „Lasst eure Mutter in Ruhe, sie hat schon wieder schlechte Laune.“

Ich suchte mir Arbeit im Haus, um so oft wie möglich für mich alleine zu sein. Holger war auch unzufrieden, mit seiner Arbeit und mit seinem Chef. Er wollte wieder mal alles hinschmeißen. Ich tröstete ihn, dass er den Job schon viele Jahre machen würde, noch nie arbeitslos gewesen war und immer pünktlich sein Geld bekäme. Die Abstände, dass er mit seiner Arbeit so unzufrieden war, wurden immer kürzer.

Von Jens hörte ich den ganzen Urlaub nichts. Ich weinte häufig, konnte kein Radio mehr hören, sobald ein schönes Lied kam. Da bekam ich einen Termin in seinem Wohnort. Ich wusste, dass er seinen vorletzten Urlaubstag allein zu Hause verbringen wollte. Es kostete mich viel Überwindung, nicht einfach hinzufahren und zu klingeln. Mein Termin dauerte bis Mittag, mein Auto hatte ich auf einem Parkplatz beim Supermarkt abgestellt. Als ich zu meinem Auto zurückkam, stand auf einmal Jens vor mir. Er hatte in der Zeitung gelesen, dass es einen Termin gab, bei dem ich dabei sein würde und hat mich gesucht und auf mich gewartet. Das Gefühl, das mich durchströmte, als ich ihn so vor mir sah, kann ich kaum beschreiben: Glück, Wärme, Frieden, Ruhe …

Er war braungebrannt und schaute mich traurig und zugleich glücklich an. Wir setzten uns in sein Auto, um nicht gesehen zu werden. Er hatte schon eine Stunde gewartet und nur noch wenig Zeit, weil er zum Arzt musste. Er sah, wie dünn ich geworden war, mittlerweile hatte ich fast elf Kilo in knapp sieben Wochen verloren. Er sagte, auch Sonja habe sieben Kilo abgenommen. Das gab mir sofort einen Stich ins Herz und brachte mich zur Realität zurück. „Sie ist ja noch im Urlaub, deshalb kann er sich also so frei bewegen? Warum zeigt er mir seine Gefühle und seine starke Sehnsucht, wenn ihm im gleichen Atemzug Sonja durch den Kopf geht? Spielt er mit mir?“ Trotzdem ließ ich alles geschehen und sagte nichts.

Meine Freundin Martina hatte mich, als ich sie damals eingeweihte, darauf hingewiesen, was sie als Krebsschaden in meiner Ehe vermutete, wie sie es seit vielen Jahren sah: Immer nur Arbeit, kein Staubkorn im Haus, kein Unkraut im Garten, ständig Leute um uns herum, keine Zweisamkeit. Sie sagte damals: „Du musst ab und zu mal einen Höhepunkt schaffen in deiner Ehe, das schweißt zusammen.“

Diese Weisheit wollte ich umsetzen. Am Wochenende hatte Holger Geburtstag. Ich schenkte ihm einen Gutschein für eine Kahnfahrt. Anstatt aber nur für uns beide, organisierte ich diese Fahrt mit „Begleitung“. Roberto und ein anderes Pärchen sollten ebenfalls mitkommen. Das ging natürlich daneben. Holger war keineswegs erfreut von dem Gutschein und weigerte sich mitzukommen. Ich war enttäuscht. Außerdem schenkte ich ihm eine CD von Andrea Berg. Das war seine Musik, ich fand sie nicht so besonders, wollte ihm aber diese Freude machen, auch wenn mich der Kauf Überwindung gekostet hatte. Doch auch dieses Geschenk begeisterte ihn nicht. Da dachte ich das erste Mal: „Du bist doch selbst schuld, wenn ich Gefühle für einen anderen Mann entwickle.“ Kurzzeitig verschwand sogar mein schlechtes Gewissen.

Die Feier mit der Clique ging mit viel Alkohol und großer Lautstärke über die Bühne, es widerte mich alles an. Ich wollte diese Feierei einfach nicht mehr, die mir so endlos erschien bis mitten in die Nacht hinein. Jeder übertrumpfte sich von Mal zu Mal mit den Vorbereitungen, das Essen wurde immer mehr, damit auch die Reste. Vom Aufräumen am nächsten Tag ganz zu schweigen.

Es war Jens’ erster Arbeitstag. Sonja war noch im Urlaub. Wie würde er sich verhalten? Ich hatte mir die letzten Tage etwas überlegt und wollte einen endgültigen Abschied hinbekommen. Darum bat ich ihn um ein Treffen mittags, wieder am Teich. Er sagte: „Ja, das geht, Sonja ist ja noch im Urlaub.“

Das ärgerte mich so sehr, trotzdem schaffte ich es nicht, ihn in den Hintern zu treten. „Warum komme ich von diesem Mann nicht los, was ist bloß in mich gefahren? Wieso nehme ich seine Verletzungen einfach hin, ich renne ihm ja regelrecht hinterher?“

Mittags regnete es wie aus Kannen und wir saßen dieses Mal in meinem Auto. Ich sagte ihm, dass ich meine Vorhaben immer mit einem Datum verbinde, zum Beispiel: Ab dem 1.1. fange ich an abzunehmen; oder bis zu meinem Geburtstag muss ich das und das fertig haben … So sei es auch jetzt, ich hätte mir vorgenommen, bis Monatsende von ihm loszukommen und mit ihm einen „Abschied“ zu erleben, um das Kapitel beenden zu können. Ich bat ihn, uns an diesem Tag etwas Zeit zu nehmen und über alles zu reden. Ich wollte sowieso Überstunden abfeiern, zu Hause würde ich sagen, dass ich ab Mittag frei hätte. Er willigte ein, auch wenn er diese Art Abschied nicht verstand und nicht wusste, wie das funktionieren sollte. Wo und wie wir uns treffen wollten, dazu traute sich keiner etwas zu äußern. Wir lagen uns schließlich weinend in den Armen, es war alles so traurig und aussichtslos.

Mit diesem Gespräch begann mein eigentliches und abgebrühtes Fremdgehen, wenn es auch zunächst nur beim Küssen blieb. Ich hatte gezielt ein Treffen geplant, welches weit über eine Mittagspause hinausgehen würde. Einerseits war ich glücklich, dass ich das Ende mit Jens hinausschieben konnte, andererseits war ich über mich selbst erschrocken, wozu ich fähig war. Mir wurde erst viel später bewusst, dass ich damit meine Unfähigkeit „Entscheidungen zu treffen“ ins Leben gerufen habe. Ich war immer ein Mensch gewesen, der in schwierigen Situationen nur kurz überlegen musste und dann entscheiden konnte, wie es weitergeht. Wenn ich dann etwas beschlossen hatte, zog ich es durch bis zum Ende, motivierte auch andere, die unentschlossen waren. Ich hatte nie nach Ausreden gesucht, um etwas nicht zu Ende zu bringen. Und auch Unehrlichkeit war untypisch für mich.

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