Uwe Törl - Hurra, wir dreh’n uns noch
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„Mann, Alter, nu kriech dich ma widder ein, eh! Wat soll ick denn machen, dass mir hier wer beachten tun tut? Kiek mir doch an. Grad so, dass ick mit ’nem Hydranten uff Oochenhöhe …“
Ja, genau Grips, denk ich mir so, wie ich die Gruftine begucke. Wer soll dich beachten mit deiner Schädel-Maus, zwischen dem weisen Tresen und den weisen Regalen in deinem weisen Zelt?
„Nun kommt mal zur Ruhe, jetzt kommt gleich das Gedicht.“ Grabs hatte sich mit Rocco für gute Sicht postiert: „Mal sehn, was heute passiert?“
„Wieso, was sollte denn passieren?“, wollte ich schon wissen, obwohl es mir reichte nur zu zuhören.
„Na weil bis jetzt immer irjend wat war. Den nimmt doch kener ernst, so wie er aussieht“, wusste Rastarocco zu berichten. „Als Schwarzer, mit so ’nem langen grau’n Bart.“
„Na so schwarz ist er ja nun auch nicht. Eher braun, oder nicht?“
„Ja, so Vollmilch-Nuss“, meldete sich Grabs.
Gripsy schüttelte ihr’n Kopf: „Wieso Nuss?“
„Weil, Abschreg iss’n Männchen?“
„Wat ick och frache.“ Mir kamen Bedenken, dass Gripsy Grabs’ Irokesen aus lauter überschwänglicher Spontaneität mit ihren grotesken Nägeln verschnitt.
„Letzte Woche“, gab Rocco wieder Laut, „hat ihn so ’ne Lütte jefracht, ob er een verkleideter Feuerrübel wär. Wisst ihr dit noch?“
„Wie könnten wir det verjessen, wa?“, war Gripsy wieder begeistert. „Da fühlte der Kur…, der Türke in Abschreg sich beleidicht. Kannst kein Deutsch du? Das heißen Feier Riebel doch! De halbe Halle hat jelacht.“
Ich konnte mir lebhaft vorstellen, was hier los war, so wie die Gruftine den kurdischen Türken imitierte.
„Na endlich“, machte Grabs Meldung, „kommt’s Gedicht.“ Tatsache, der Enkel, der Hosenscheißer stand schon am Mikro. Ein aufgeregtes Kratzen in den Lautsprechern versprach Kultur.
„Du guter Weihnachtsmann du Lieber …“
„Heißt lieber guter, du lieber guter! Und ich nicht der Weihnachtsmann bin. Ich Nikolaus! Man, du weist nicht? Musst wissen doch, kleine Anhalter du. Schon groß du wie Flasche fünf Raki. Machen noch mal, du!“
Der arme Kerl, dachte ich mir. Doch der kleine fünf Flaschen Raki große Anhaltiner zog kurz und schmerzfrei durch:
„Lieber Weihnachtsmann du Guter,
ich steh hier bei dein Bruder.
Kannst holen du ihn schnell?
Der gerbt mir sonst mein Fell!“
Jetzt war Leben in der Bude, die Halle tobte. Zumindest was an Fußvolk um diese späte Mittagszeit da war. Ich selber war begeistert, mir tat mein Bauch weh vor Lachen. Spontan entschieden wir uns für Applaus, stehende Ovationen wenn man so will. Nur Gripsy lümmelte mit einer Arschbacke auf der einzig verfügbaren Sitzgelegenheit. Von diesem dreibeinigen Bambusbarhocker unterstützte sie mit Hilfe zwei ihrer Finger pfeifend unseren haltlosen Jubel. Doch so wie es aussah, mussten wir auf eine Zugabe verzichten. Die Oma zerrte ihren Enkel von der Bühne. Opa wurde vergessen, zog es ihn doch schon vor des Enkels Vortrag ein wenig nah in Richtung Bratwurststand, wo um diese Zeit bereits der Glühwein triumphierte. Gleich links zwischen Bühne und Grabs Unikaten-Zelt für Finger, Ohr und Hälse sah ich in weiser Voraussicht meiner Zukunft entgegen. Aber noch war ich bei Gripsy.
Der erste Kandidat für den heutigen Tag und für’n Kurden schon zu viel. Der Nikolaus ließ sich in einen museumsreifen Ohrensessel fallen. Ein lautes Ratzen verriet den Schwung, welcher den Sessel ein ganzes Stück gefährlich nah der hinteren Bühnenkante verschob. Mit einer Mischung aus Begeisterung und Unverständnis, dass solches zugelassen, brauchte es einen Moment, bis wir uns wieder beruhigt hatten. Ich sah noch in Richtung Bühne, als mir die Originalität dieses Nikolauses auffiel. Wer sonst schien geeigneter, als Abschreg mit seinem türkischen Teint, die Glaubwürdigkeit dieses osmanischen Nationalheiligen hoch zu halten. Nur schien das Niemandem aufzufallen. Bis auf den beiden Persern vielleicht, welche zwei Zelte weiter wie wild gestikulierten. Lautstark protestierten sie in einem Kauderwelsch nahostasiatischer Halsschmerzen, mit wüstem Gehüste, wie ich glaubte, gegen ihren heiligen Nik, belehrte mich der lautstarke Schlussspruch eines Besseren: „Und Allah richte deine Zunge!“ Dazu fuchtelte einer der beiden mit einem überdimensionalen Käsemesser in der Luft, als wolle er fünf Schafe mit einem Streich ihre Hälse verschneiden. Statt der imaginären Hammelhälse fielen diesem einseitigen Glaubenskrieg im kleinen Kreis so knapp zwei Dutzend Bommeln über ihrem Eingang zum Opfer. Dieses wiederum veranlasste seinen Mitstreiter, welcher sich mit einem Käsehobel bewaffnet hatte, den aufgebrachten Messerjückel in die Schranken zu weisen. Freiwillig ergab er sich dem Käsehobel, nachdem er trotz allem ein letztes Mal noch unkontrolliert seine Klinge durchzog. Zwei Ritsch und ein Ratsch ließen die linke Seite ihres Zelteinganges in Streifen zurück.
„Ich hab das Dönerzelt entdeckt.“
„Ja, die Knofifahne, die jriechst de nich wech“, bestätigte mir Rocco. „Du siehst se nich, aber du riechst se.“
Oh man Rocco, denk ich mir so, bei dir ist ja schon einiges kaputt. Hier riecht es eher nach altem Öl als nach Knoblauch. Außerdem spielte ich auf das Käsemesser an, welches doppelt so lang war wie eins von Gripsys Beinen. Oder sollte nur ich die Aktion mitbekommen haben?
„Nee“, versicherte mir Rocco: „dit iss bei denen Alltach.“
„Wohl doch eher Show!“, klärte Grabs auf und meinte, dass die wenigstens einmal die Woche ihre Zeltplane tauschten. Zumindest die Lappen um den Eingang.
„Na gut, meinetwegen Show. Doch wieso stinkt dann deren Döner-Bu… Zelt nach vergessenem Ölwechsel?“ „Pommes!“, füllte Gripsy meine Wissenslücke. „Pommes unter enner eijenwillichen Knofitunke, mit extra Käse. Dazu reichen se, wechen dem Oche, wat wie bekannt mitessen tut, einjelechdit Jemise. Eene Peperoni und vier, fünf schwarze Oliven.“
Angewidert vom alten Altöl in türkischen Friteusen auf osmanischen Weihnachtsmärkten im Lande Anhalt, brachte der Gedanke an Knoblauchsoße auf Pommes, auch wenn die Oliven entsteint waren, nicht grad Besserung, wenn ich an den extra Käse dachte. Gripsy bot mir noch einen Tee an. Ich lehnte dankend ab und griff nach dem Glas, welches man mir nötigend vor den Bauch drückte.
„Aber diesmal ohne extra Zucker!“, wehrte ich den Brocken Kandis erfolgreich ab. „Zeig mir lieber Mal das Buch, da hinten.“
„Welches will’ste denn sehn, Alter?“ Zwischen all den gebrauchten Büchern, die die Gruftine hier, mehr schlecht als recht, versuchte unters Volk zu bringen, hatte ich bedenken, dass sie sich bei ihrer Größe zwischen den drei Regalen verlief. „Da oben, das Linke mit den roten Flecken. Hinter der verschimmelten Eidechse da“, zeigte ich auf das rechte Regal hinter ihrem kleinen Behelfstresen.
„Seltene Steine“, las sie vor. „Dit soll’s sinn?“
„Na, zeig erst mal.“ Grabs machte einen langen Hals, als Gripsy ihren Bruder bemühte: „Kannste ma, Bruderherz?“
„Na logo Lütte, ick kann.“ Und während Rocco nach meiner auserkorenen Lektüre griff, weil er’s wohl, auch ohne eine Bockleiter zu belästigen, konnte, veränderte Grabs ihr Gesicht ähnlich dem, dieser verschimmelten Eidechse.
Ich blätterte ein wenig die Seiten durch, wie ich es in Händen hielt. Seltene Steine, einfach erklärt – stand im Buch noch einmal als Titel. Unterteilt in mehrere Kapitel, fielen mir zwei zum Schrecken der Punkine besonders auf. Edelsteine im Handel – und das andere wurde – Wie erkenne ich Fälschungen – benannt. Mit dem Wissen, das mich Grabs skeptisch beobachtete, las ich letzteren laut, um erstaunt zu enden: „Was es alles gibt?“
Mit großen Augen und meinem breitesten Grinsen sah ich zur Punkine hoch, dass sie sich so sehr erschrak, dass selbst ihr Irokese sich sorgvoll krümmte.
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