Uwe Törl - Hurra, wir dreh’n uns noch

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Hurra, wir dreh’n uns noch: краткое содержание, описание и аннотация

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»Die ganze Geschichte an Haaren herbeigezogen! An der Nase rumgeführt, geschummelt und … Hatt’ ich schon betrogen? Betrogen, gelogen, das ist nämlich …« »Bla, bla, …« »Was?« »… is’ so ähnlich!« »Seite für Seite, Null und Nichtig! Nu sage mal was!« »Ja, ja, is’ richtig.«

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„Ne, lass mal gut sein.“

„Iss vom Feinsten!“

„Natürlich vom Feinsten, aber so was voll von Logo.“

Ich heuchelte ein wenig Begeisterung. Nur waren das nicht meine Kräuter, welche er da seine Ernte nannte. „Ich bin mehr so der Schnittlauch-Typ.“

„Schnittlauch?“ Ich dachte, diesem botanischen Behelfsdruiden fielen die Locken aus seinem Rasta. Entgeistert fragte er nach: „Du rauchst Schnittlauch?“

Ja gut, ich hätte diesem ungläubigen Kruzifixhändler in dem Moment die Geschichte vom Pferd erzählen sollen, nur fiel mir das ziemlich spät. Also erklärte ich ihm: „Das Grünzeug kommt aufs Ei! Rührei, kennst’e doch, oder …“

„Klar, kenn ick! Hältst mich wo für doof, oder wie?“

„Vernebelt“, murmelte ich. „Wie meenst’n dit …?“

„Und Petersilie“, lenke ich ab: „Petersilie, die schmeiß ich in die Suppe.“

„Dass de die nich rochst iss mir schon klar.“

„Was, die Suppe?“

„Quatsch, die Petersilie! Man Bruder, wie bist’n du troff? Vielleicht solltist ’de doch ma …“

„Besser mal nicht.“

„…vom Feinsten?“

„Noch nicht mal vom aller Feinsten!“

„Vom aller Feinsten iss och nich! Zumindest nich bei mir, wa!“, warf er mir ein wenig beleidigt entgegen. Weil, das wär wohl gestreckt, erklärte mir der rastagelockte Kräuterexperte. Doch dann wurde unser Austausch von Fachkenntnis jäh unterbrochen, weil Kundschaft in Form eines Späthippies den heiligen Leinwandladen betrat. Jetzt, da zwei Kenner unter sich, war es Zeit für mich, meinen Rundgang fortzusetzen. „Man Bruder, war echt cool. Aber ick muss, wa!“

„Was muss, das muss! Na dann, bis zur nächsten Ernte.“

„Schnittlauch, wa?“

„Mir kommt nix anderes in die Pfeife.“

Der Späthippie hob unsicher fragend seinen Zeigefinger. Wie er ihm das erklären wollte, wollte ich mir nicht mehr antun, auch wenn es bestimmt interessant gewesen, war ich schon zwei Zelte weiter.

Vorbei an selbstgedrechseltem Holzspielzeug heimelicher Hinterhofwerkstätten Südsachsens (man hätte keinen besseren Standort wählen können), welchem sich eine moderne Zelt-Hexe mit traditioneller Glaskugel, über welcher ein eigenwilliges Pendel schwebte, anschloss. Rechts dieses Utensils ein Weihnachtsteller mit etwas abwegigem Belag, bestückt mit ein paar Würfeln, in welche das runische ABC graviert, seltsam verbrannten Federn, Knochen von Ratten, dem Schädel einer Krähe, zwei größeren Eierschalenhälften, aus deren Inhalt von Mausespeck geformte, blutunterlaufene Augen herausklotzten, sodass man diese Gesamtpräsentation, dank eingebläuter Höflichkeit, freundlich grüßte. Auf der linken Hälfte der zu groß geratenen Christbaumkugel, befand sich ein schwarzer Drache. Schon wieder so ein kurioses Getier, nur dass anstatt des Teelichtes, wie bei seinem Vorgänger im Kreolenzelt, jener sich auf zwei stinkende Räucherstäbchen stützte und ihm der aufgeklappte Blätterwald von Tarot zu Klauen lag. Unzufrieden flackerte im Rücken dieses anhaltinischen Versuchsmediums vor weinrotem Samt in mattgelbem Neon „Deine Zukunft aus meiner Hand“ – ein Druckfehler, wie ich meinen möchte. Ich konnte nicht anders, ich las laut: „Deine Zukunft aus meiner Hand. Ist da nicht was verkorkst? Wär’ nicht deine Zukunft dann meine Zukunft? Und meine Hand nicht deine Hand?“

„Klugscheißer“, erschrak sie mich und sprang hinter ihrem Tresen hervor, um nach meiner Rechten zu greifen: „Jetzt ist deine Hand, also deine Zukunft, in meiner Hand. Kurzum: Deine Zukunft, aus meiner Hand!“

Verdutzt zog ich meine Hand zurück: „Ist das nicht Quatsch?“

„Quatsch? Das ist sicher!“

„Ich kenn meine Zukunft auch so.“

„Ach?“, sah sie mich hinterhältig grinsend an. „Naja, also … äh, ja also ich denke das, ich esse nachher noch ’ne Bratwurst.“

„Ne Bratwurst, aha!“

„Na nich, oder doch?“, kamen mir Zweifel, wie sie mich so durch ihr Kassengestell süffisantierte: „Und das wär dann deine Zukunft? ’Ne Bratwurst!“ Ich erweiterte um ein Brötchen mit Senf. Wieder sah sie mich spöttelnd an.

„Was ist jetzt?“, wollte ich schon wissen.

„Bei dem Senf geh ich noch mit.“

„Aber?“

„Aber mit dem Brötchen seh ich schwarz.“

„So schwarz wird das Brötchen schon nicht sein?“

„Es geht nicht um die Farbe, es geht um dessen Existenz.“

Ungläubig schüttelte ich den Kopf. „Ein Brööhtchän“, versuchte ich es noch einmal in verbaler Slomogen. Es ist mir schon klar, dass so’n Brötchen nicht das ewige Leben hat. Auf was hab ich mich da nur eingelassen?

„Ich hab dich schon verstanden. Nur, das mit dem Brötchen hängt von deiner Geschwindigkeit ab.“

„Jetzt ist es aber gut“, winkte ich ab: „Habt ihr hier Rennsemmeln?“

„Du wirst es ja sehn.“

„Genau, ich werde es sehn! Und außerdem“, erklärte ich ihr: „kann ich eh besser Vergangenes erleuchten, als die Zukunft erhellen!“

„Na dann mal los! Erleuchte mich!“, spielte sie die Überrascht-Erstaunte, welche sich in diesem Atrium frei von jeglicher Konkurrenz wähnte.

„Dein Vater hat auf dem Bau gearbeitet!“

Ich schätzte diese zur Carmen rausgeputzte, Endlosstudentin auf Anfang dreißig, ihren Vater somit auf knapp Üsechzig. Deswegen – gearbeitet. Mit sechzig bist du auf dem Bau fertig. Die Bandscheiben signalisieren Unlust und Kniescheiben werden aus Kostengründen nur zweimal getauscht. Dafür gibt es Krücken – gönnt dir für eine Fünf Euro Zuzahlung jede Krankenkasse, mit besten Genesungswünschen und einem dazugehörigen obligatorischen Lächeln.

Das Zukunftsorientierte hellsehende Medium sah gar nicht mehr so hell. Ihre Kinnlade ergab sich der Schwerkraft und mit großen Augen wollte sie wissen: „Woher?“ Dazu klimperte sie sehr erstaunt noch zwei-, dreimal mit einem vollständigen Satz plastisch verlängerter Wimpern, dass ich meinte, in der Ferne das künstlerisch-klangvolle Klacken katalanischer Kastagnetten zu vernehmen.

„Als Maurer, nehme ich mal an! Und heute ist er ein zufriedener Hausmeister, oder knurriger Frührentner. Nur wie gesagt, ist das Heute jetzt. Und für das Jetzt ist es bei mir heute zu dunkel.“

„Hausmeister!“, starrte sie mich geistesabwesend an.

„Na gucke ma, Captain Future, nu guckste!“

Und wie sie guckte. „Wie in aller Welt …?“

Ich brachte das Pendel, welches sich bei näherer Betrachtung als Lot zu erkennen gab, zum Schwingen. Wenn man schon solch Werkzeug zweckentfremdet, sollte man wenigstens diese Maurerschnur gegen ein Seidenband oder ähnliches austauschen. Auch die Kalkreste zu entfernen währe von Vorteil. „Betriebsgeheimnis!“, ließ ich sie, mit immer noch erschlafftem Südgesicht, Rätsel ratend zurück und wünschte der Verblüfften dann doch besser noch maximale Kampferfolge.

Vorn am Tresen war mir schon bei Ankunft ein Plakat aufgefallen, welches mit Datum ins Auge stach:

„21. 12. 2012“ und dem Diskussionsfreien Slogan:

„Weltuntergang! – Der erste wird dein letzter sein!“

Die gut gemeinte, aber doch zukunftslose Perspektive unterstrich man mit den aufschlussreichen Lettern „Dein Leben nach dem Morgen – Nur noch heute!“ und einmal für quer die unsinnige Verlockung „Zum halben Preis“. Ich wagte es nicht, danach zu fragen. – Einmal reicht! Zuversichtlich, dass der Weltuntergang ein Hirngespinst zugekokster majanesischer Wanderschamanen. Denn wenn wirklich, was macht dann diese Witch of Modern Art noch auf ihrem Posten? Da wär ich doch schon lang auf Party! Oder nich’, oder doch? Obwohl, so aufgebrezelt wie sie sich hatte, war sie schon in Partystimmung und direkt auf dem Sprung. Oder wie, oder was?

„Was?“, zerkratzte mir doch was mit grusliger Stimme mein Innenohr. Wie ich mich nach rechts dem nächsten Zelt zuwandte, starrte mich zwischen zwei Bücherstapeln die mir schon bekannte Gruftine von unten herauf an. Grimmig grollig wiederholte sie raunend: „Da bist’e ja!“

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