Uwe Törl - Hurra, wir dreh’n uns noch
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„Ich bin wo?“
„Auf der anderen Seite, wo sonst? Eh Alter. Ick hab’ dir doch jesagt, dass wir uns auf der anderen Seite sehen. Wohl verjessen wa? Oder haste deine Troppen noch nich jenommen?“
Wie, meine Troppen? Was denn für Troppen? Ein wenig überrascht fällt mir für ihren Verkaufsstand eine etwas völlig unlogische Feststellung ein: „Du kannst ja ganze Sätze reden?“
Entsetzt kniff sie ihre auf düster geschminkten Augen gefährlich bös zusammen: „Hältst mich woh für doof?“ Den Spruch kenn ich doch. Vor gar nicht allzu langer Zeit, um genau grad eben, drei Zelte zuvor. Ich mach einen Schritt nach hinten, um noch einmal in Richtung heiliges Türkenzelt zu blicken. Man schien sich Handelseinig. Der Späthippie schlenkerte das Resthaar, welches sein eigen, über das Partylicht reflektierende Haupt und verschwand sicheren Schrittes im Waldorfer Spendenzelt. Ich geh den Schritt zurück und seh der Gruftine direkt in ihre toten Pupillen. Aber nein, unmöglich. Ein Unterschied wie Wind und Wetter. „Nein, ich halte dich nicht für …“
„Rocco iss mein Bruder“, erklärt sie meinem noch überraschten Gesicht.
„Ach! Rastarocco ist dein Bruder?“
„Hab Ick doch jesacht! Sach ma, hörste mir nich zu, oder wat?“
„Na das ist ja ’n Ding.“
„Un ick hoffe, du hast nichts aus seiner Unterm-Tresen-Kollektion jekoft!?“
„Nein! Nein hab ich nicht!“
„Dei Glück, Alter. Sonst müsst’ ick dir jetzt töten!“
„Was hab ich aber auch Glück!“
„Ja Alter, du scheinst hier det blinde Huhn.“
„Das was?“„Verjiss’ it!“
„Und was treibt der Hippie in Waldorf? Der passt da ja wohl gar nicht?“, lenke ich ab.
„Der macht da den Sozi und hat ’n Weihnachtsmarkt hier, mit unserm Dozenten ausjeheckt, wa.“
„Dem Türken?“ Erstaunt sieht sie mich an. „Dein Bruder!“, kläre ich sie auf.
„Natürlich, wer och sonst. Und der Türke iss jar keen Türke“, flüstert sie geheimnisvoll, „der iss ’n Kurde und häßt Abschreg.“
„Abschreg?“
„Bst, leise!“
„Abschreg, was ist das denn für ein Name? Soll das kurdisch sein?“
„Türkisch, kurdisch, osmanisch, wo ist der Unterschied? Aber bst, sonst jibbt dit Ärjer mit ’n Türken.“ Dazu nickt ihr Kopf in Richtung übernächstes Zelt.
„Aha! Und was verkauft nun euer Kurdentürke? Apfel-Tee, Türkischen Honig oder doch eher Raki?“
„Das du nich uff Döner jekomm bist, Alter? Jeder Dödel fracht dämlich nach Döner.“
„Bin ich jeder?“, versuchte ich ein ernstes Gesicht. Ihr linker Mundwinkel, welcher sich hinterhältig nach oben formte, verriet mir, dass ich hinter meinem ernsten Gesicht albern aussehen musste. Dafür versicherte sie mir, dass ich nicht Jeder bin: „Nee, du bist nich wie jeder Dödel.“
Na das ist ja mal schön. Nur war das jetzt in Gruftines Welt was Gutes? „Was ist denn nun mit euerm osmanischen Dozenten? Verkauft der auch was oder agiert der nur aus dem Untergrund?“
„Fast, wo eher Hinterjrund. Haste doch noch Glück. Na ja, als Huhn, als Blindes.“
„Was hast du denn nur mit dem Huhn? Und wieso hab ich Glück?“
„Weil iss glei 14.00, …“
„High Gripsy, fängt glei an!“, kam jetzt noch die Punkine zu uns rüber.
„High Grabs! De ersten Looser sinn schon da. Omma, Oppa, Hosenscheißer.“
„Genau“, bestätigt Punkine, oder besser Grabs: „der Rotzer kackt sich voll ins Hemd, wa!“
„Wer kackt in wessen Hemd und was ist überhaupt los?“, wollte ich wissen. Gripsy, die Gruftine, macht mich schlau: „Du wolldist doch unsern Dozenten, den Osmanen, ma sehen. Der hat jetzt sein Auftritt.“
„Was denn für ein Auftritt?“
In dem Moment verstummte das zuletzt eingespielte „Leise rieselt der Schnee“. Erneutes Kratzen entfleuchte den Lautsprechern quer der Halle. Gripsy zeigte direkt durchs Kettenkarussell und meine Augen folgten ihrem Finger. Was ich da sah – Weihnachten war im Arsch! Von mir aus kann der Weltuntergang kommen! Hier war ja alles zu spät! Als hing ein brauner Pope, dank des Karussells, in Ketten. Hielt mein Glaube sich bis zu diesem Zeitpunkt in Grenzen, so fiel er hier vollends von mir ab.
„Ist das euer …?“
„Willst ’nen Tee? Appel vom Kurden.“
„Von dem Weihnachtsmann da? Das geht doch gar nicht, ein Ne…“
„Jetzt Obacht Alter!“
„… Schwarzer? Wie passt denn das zusammen? Und wie sieht der überhaupt aus? Was stellt der dar, es ist noch kein Fasching?“
„Hier, dein Tee.“
„Wie ein russischer Papst, oder was? Danke!“
„Russischer Papst?“
„Na guck ihn dir doch an. Ein Umhang für’n Prinzen aller Jecken und Narren. Dazu diese turmhohe Rohrmütze, anbei am langen Stock der unfertige Notenschlüssel bolschewikischer Sauflieder und ich darf nicht Neger sagen? Na Hallo!“
„Na Hallo?“
„Na aber so was von – Na Hallo!“
Grips und Grabs verleierten die Augen: „Du bist woh vom Dorf wa?“
„Und das direkt aus dem Wald.“
Dazu schallte es krächzend „Hü hü hü!“ aus den Boxen.
„Hü hü hü? Eh, dit jeht ja ma jar nich!“
„Sei doch mal ruhig Grips!“
„Der hat doch bei Rocco jenascht!“, erboste sich Gruftine.
„Nur zwee Kekse“, stand ihr Bruder plötzlich hinter uns.
„Rocco, du Sauhund!“, vergas sie plötzlich ihre Halsschmerzen.
„Man Lütte, nu hab dir ma nich so. Iss alles Easy, alles cool!“
„Alles cool?“
„Nun seid doch mal still! Abschreg nuschelt so schon genug!“ Grabs war säuerlich und Rastarocco bot seine Kekse feil.
„Ne Danke!“, wehrte ich ab.
„Sinn jesund, Bruder – Kräuterkekse.“
„Nur ohne Schnittlauch.“
„Natürlich nur ohne Schnittlauch!“, grinste Rocco mich breit an: „Man Bruder, dass du noch hier und nich in … Is’ mir schlecht!“ Rocco erspähte plötzlich Grabs Pappe Undefinierbares unter einer eigenwilligen Soße, welche vielleicht mal neben einer Tube Majo stand. Es wär ja nicht einmal aufgefallen, hätte Rocco nicht darauf hingewiesen. Warum die Gesamtpräsentation dieser schon halb aufgefutterten Portion Schmierfingerfood aussah wie ein Rudel geschlechtskranker Nacktschnecken mit Pilzbefall, wollte ich, weil angewidert, nicht auf den Grund gehen.
„Nimm du ’n Keks Alter“, riss Gripsy mich aus meinem Würgereiz, „eh, ick schwör dir, denne haste verschissen, wa!“
„Was bist du denn für ’ne kleene Meckerzigge?“
„Eh, Vorsicht Alter!“
„Seid doch mal leise!“
„Alter, Vorsicht eh!“, äffte ich die Gruftine, versteckt hinter meinem Teeglas, nach.
Dafür durfte ich mir: „Noch so’n Spruch, Hodenbruch!“, anhören. Ihr rechter Zeigefinger in Schussposition unterstützte ihre Ansage.
„Kurzsichtig?“ Grad so, dass ich es ausgesprochen hatte, schnellte besagter Finger in meine Richtung. Genau vier Kekse breit vor meinem linken Auge kam er zum stehen. Ihrer Körpergröße geschuldet, gestaltete sich ihr Arm mit besagtem Finger im deutschen Winkel. Grabs mahnte ungewohnt streng zur Obacht: „Gribs!“
„Hä, wat iss ’n?“
„Dein Arm!“
„Ja, mein Arm?“
Was mir Anlass gab, mich zu erbarmen. Ergab sich mein rechter Zeiger der Fingerhakelei, wie er den ihren heim ins Reich holte. „Die Farbe steht dir nicht!“
„Oh“, bemerkte sie ihren Fauxpas, „wat een Mist. Ausjerechnet vorm Türken!“
„… Kurden“, flüsterte ich. „War ja nich wejen de Zieche!“ Tja, was blieb da noch? Sie müsste sich schon auf ’nen Wassereimer stellen, um mir in die Augen zu sehn. Sollte sie rein fallen, könnte sie ja noch die ein, oder andere Bahn ziehn. Das verriet ich ihr aus Sicherheitsgründen wegen meiner Hoden natürlich nicht – nich wahr! Nur war mir noch ein wenig nach stänkern: „Wo sind eigentlich deine Halsschmerzen geblieben?“, bemühte ich mich, mit einer Stimme als würde ich mit Pappnägel gurgeln, um Auskunft: „Stand dir wohl der Wunderdoktor zu nah im Rücken? Oder lag es eher am Zauberberg, den dein Bruder fast vom Tresen riss?“
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