Dominique Manotti - Roter Glamour

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Die brillante Chronik einer authentischen Staatsaffäre Über der Türkei explodiert ein Flugzeug voller Waffen. In Paris wird eine Frauenleiche auf einem verlassenen Parkplatz abgeladen. Zwischen beiden Ereignissen liegen viele tausend Kilometer, und doch … Präsidentenberater François Bornand versucht eine Staatskrise zu verhindern und schickt seinen Mann fürs Grobe ins Rennen. Mord und Verrat häufen sich – im Namen der Staatsräson? Bei ihrer Ermittlung kommt Polizistin Noria Ghozali der Sphäre der Macht gefährlich nahe. Roter Glamour wurde mit dem ›Prix Mystère de la Critique‹ und dem ›Prix du roman noir du Festival de Cognac‹ ausgezeichnet und fürs Kino verfilmt.

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»Nicht doch ein kleines Tröpfchen?«

Draußen atmet sie tief durch. Das entspannt. Heute Abend einen Bericht … Worüber? Die Puff-Oma-Gang? Santonis Freizeitgestaltung? Da wären mir die Pekingenten doch lieber gewesen.

Mal unten bei den Sozialbauten vorbeischauen. Direkt gegenüber ein Geschäft mit Spielwaren, Bürobedarf, Büchern, geführt von einem alten Ehepaar in weißen Kitteln, klein, krumm, freundlich.

»Polizei«, sagt Noria.

Die beiden sehen sich an, sie schiebt sich hinter ihn.

»Routinebefragung. Verkaufen Sie Knallfrösche?«

»Sicher. Vor allem jetzt, vor dem 14. Juli. Wie alle Spielwarenläden. Nicht wahr, Mutti?«, sagt er und dreht sich zu seiner Frau um.

Sie nickt.

»Knallfrösche mit langer Lunte?«

»Ja, auch.« Er zögert. Natürlich weiß er von der Sache mit der Hundekacke. Aber deswegen gleich die Polizei rufen …

»Und Ihre Kunden sind …«

»Da sind sie ja«, sagt die kleine Alte, »wie immer um die Mittagszeit, wenn’s draußen schön ist.«

Zwei Jungs, zehn, zwölf Jahre alt, im Trainingsanzug, arrogante kleine Machos. Noria nimmt sie an der Hand und lässt sie auf einer Bank gegenüber dem Geschäft Platz nehmen.

»Noria Ghozali, Polizeiermittlerin.«

»Nasser«, sagt der größere der beiden.

Ende der Vertraulichkeiten.

»Die Knallfrösche in den Hundehaufen hier auf dem Hügel sind von euch.«

»Wen stört das? Wir sind nicht die Ersten und nicht die Einzigen.«

»Aber ihr seid die Letzten. Ihr hört auf, ihr sagt das euren Kumpels, und wir reden nicht mehr darüber. Ihr findet schon was anderes, da habe ich volles Vertrauen in euch. Man muss flexibel sein.«

Zurück im Kommissariat. Noria durchquert den Bereitschaftsraum, grüßt die uniformierten Polizisten, steigt die Treppe zu den Büros im ersten Stock hoch – und bleibt stehen. An die Wand geheftet drei kleine fotokopierte Plakate: »Keine Kanaken bei der französischen Polizei«, dazu eine Zielscheibe auf einer Silhouette, die der ihren gleicht. Sie steht wie gelähmt auf der Treppenstufe. Allein. Lass dich nicht fertigmachen. Das bist nicht du. Steuert langsam auf die Toiletten zu, stocksteif. Schließt sich ein. Wäscht sich gründlich die Hände, dann das Gesicht, betrachtet sich dabei prüfend im Spiegel, bringt den Haarknoten in Ordnung. Dann geht sie in ihr Büro und schreibt den Bericht. Urheber der Anschläge identifiziert. Problem erledigt.

Am Abend steigt sie die Treppe mit zusammengekrampftem Magen wieder hinab. Die Plakate sind nicht mehr da. Sie durchquert den Bereitschaftsraum, vorbei an den uniformierten Polizisten, es herrscht Schweigen.

Donnerstag, 28. November

Hoch über einsamen, schneebedeckten Bergen und einem tiefgrünen See hinterlässt ein Flugzeug seine Spur am stahlblauen Himmel. Das abgedroschene Werbebild einer altmodischen Luftfahrtgesellschaft. Und dann geht das Flugzeug in Flammen auf, explodiert, zerfällt in ein Dutzend großer Feuerbälle, die zu Sternen zerstieben, bevor sie in einem Regen brennender Trümmer langsam in Richtung Erde trudeln. Die Detonation wälzt sich als endloses Echo durch das Gebirge.

Ein behaglicher Salon in Beige- und Brauntönen: zwei Ledersofas, ein paar wuchtige Sessel, Couchtisch aus Glas und Stahl, dicker weißer Wollteppich, zwei große Fenster, von schweren Samtvorhängen verdeckt. An der Wand eine von einem Spot angestrahlte, auf artige Weise anzügliche Rötelzeichnung von Boucher, auf der eine rundliche, nackte junge Frau aufs Anmutigste von einem kaum bekleideten jungen Mann bedrängt wird. Männer zwischen vierzig und sechzig, dunkler Anzug und Krawatte, sehr konventionell, reden, trinken Champagner, Whisky, Cocktails, serviert von Frauen zwischen zwanzig und dreißig, die vom einen zum anderen gehen, alle hinreißend schön, eng anliegende Kleider, gut geschnitten, gedeckte Farben, dezente Dekolletés, zurückhaltender Schmuck, lächelnd, aufmerksam.

Gerade wurde ein Waffengeschäft mit dem Iran unter Dach und Fach gebracht, eintausend Raketen, illegal geliefert, da das Land mit einem Embargo belegt ist. Da war die Anspannung natürlich groß. Zumal die Lieferung im letzten Moment um ein paar Tage verschoben werden musste. Der Flughafen von Malta, über den die Fracht laufen sollte, war Schauplatz einer regelrechten Schlacht zwischen ägyptischen Spezialeinsatzkräften und palästinensischen Geiselnehmern gewesen. Zu guter Letzt aber, ein paar Dutzend Tote später, war der Flughafen befreit und gestern wieder für den Verkehr freigegeben worden, und heute Morgen nun war die mit Raketen beladene Boeing 747 Cargo von Brüssel-Zaventem über Malta-La Valetta in Richtung Teheran abgeflogen. Sie muss zur Stunde in Teheran gelandet sein. Und jetzt, da das Geschäft abgewickelt ist, darf gefeiert werden.

Bornand spielt den Hausherrn. Groß, sehr schlank, ein attraktiver Sechziger, leicht gelocktes, volles Haar, ein wenig angegraut, langes schmales Gesicht, dessen Züge durch die vertikalen Falten und den quer dazu verlaufenden dichten Schnurrbart, sorgsam gestutzt und komplett weiß, noch markanter wirken. Er trägt einen körpernah geschnittenen hellgrauen Anzug, der seine schlanke Statur noch betont, und geht von Gruppe zu Gruppe, um ein Wort zu sagen, eine Schulter zu berühren, ein Glas nachzufüllen.

Flandin, Chef der Elektronikfirma SEA, die den Iranern die Raketen verkauft hat, linke Hand auf dem Hintern eines Mädchens, Champagnerglas in der Rechten, unterhält sich mit einem libanesischen Banker, groß, fett, der ihm in den leuchtendsten Farben ein Kamelrennen in der Wüste schildert, das ein saudischer Prinz organisiert hatte. Flandin lacht, und als Bornand hinzutritt, hebt er sein Glas. »Auf unseren Gastgeber, meine Herren, der alles für den Erfolg unseres Geschäfts getan hat.«

Bornand erwidert seinen Trinkspruch. Flandin. Ich habe den richtigen Mann ausgesucht. Ein sehr guter Elektronikingenieur, als Firmenchef aber nur begrenzt brauchbar, immer knapp an Kapital und abhängig von seinem Auftragsbuch. Als Lieferant bestens geeignet und dabei immer schön unter Kontrolle. Da steht er nun, entzückt darüber, mit den Mächtigsten und den Reichsten zu verkehren, und als Dreingabe der Kick, ohne jedes Risiko an einer illegalen Transaktion beteiligt zu sein.

»Und auf alle Geschäfte, die noch folgen«, greift der libanesische Banker den Toast auf.

»Ohne jeden Zweifel«, gibt Bornand lächelnd zur Antwort.

Mit Karim, seit über zehn Jahren sein Freund, hat er sich einst zusammengetan, um die BIL zu gründen, die Banque internationale du Liban, unverzichtbarer Unterhändler bei allen Waffengeschäften im Mittleren Osten, und die sind zahlreich.

Der Banker neigt sich zu dem Mädchen, das Flandin gerade betatscht, angelt eine ihrer Brüste aus dem Dekolleté, gießt langsam Champagner über die Rundung ihrer erschauernden Haut, bis ein Rinnsal die Brustwarze erreicht, wo der Mann es hingebungsvoll trinkt.

Bornand schenkt sich ein Glas Champagner ein. Die französische Politik im Mittleren Osten neu austarieren, die Beziehungen zum Iran wieder aufnehmen. Die Realpolitik findet hier statt, im Salon eines Stundenhotels, und der Regisseur, an dem keiner vorbeikann, bin ich.

Ein iranischer Offizier sitzt zurückgelehnt in einem Sessel, die Augen halb geschlossen, selige Miene, und raucht eine Zigarette, die Katryn ihm gedreht hat, mit einer Prise Heroin darin. Katryn, eine Klasse für sich. Sie hat sich auf die Armlehne gesetzt. Schwarzer Haarhelm, sehr blasser Teint, rote Lippen, ihm zugeneigt; sein Blick folgt gebannt einer irisierenden Perle, die, von einem unsichtbaren Faden an ihrem Hals gehalten, bei jeder ihrer Bewegungen in der Vertiefung unter ihrer Kehle hin und her pendelt und erzittert, wenn sie spricht, ein perlmuttschimmernder Kontrapunkt zu ihrem weißen Gesicht. Aufmerksam und komplizenhaft lauscht sie dem Offizier, der voller Wehmut vom einstigen Glanz am Hof des Schahs erzählt, von der Bekassinenjagd in den Reisterrassen an den Flanken des Elburs und dem Abstieg durch die Orangenhaine bis zu den Ufern des Kaspischen Meers. (Rückblende: Bornand sieht wieder die flink im Zickzack davonfliegenden Bekassinen vor tiefblauem Hintergrund.) Sie gibt ihm ein Stichwort, wenn er den Faden verliert, als wäre sie von Kindheit an bei diesen Jagden dabei gewesen: Sie beherrscht ihr Handwerk und arbeitet ökonomisch.

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