Sabine Koch - Aborigines Gestern und Heute

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Dieses Buch ist für Australien-Reisende geschrieben. Die heutigen Probleme der Aborigines wie Alkoholmissbrauch, Gewalt in den Familien, Kriminalität, hohe Arbeitslosigkeit, etc. bilden den Schwerpunkt des Buches. Die aufgezeigten geschichtlichen, religiösen, und sozialen Hintergründe, im Kontext mit den Denk- und Verhaltensweisen der Aborigines, machen die Probleme verständlich. Die Maßnahmen der Regierung und ihre Folgen werden erläutert, Lösungsansätze aufgezeigt. Neutrale, wertefreie Informationen wie Statistiken und Gesetzestexte werden durch Zeitungszitate, Artikelauszüge aus Fachmagazinen und die Meinung der Autoren ergänzt. Abgerundet wird das Buch mit Empfehlungen für den Umgang mit Aborigines im Reisealltag. Das Wissen um deren Moralvorstellungen, Anstandsregeln, religiöse Sitten und Gebote baut verbreitete Vorurteile ab und gibt eine Orientierungshilfe, die dem Reisenden einige Fettnäpfchen erspart.

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Zusätzlich werden die „ Moieties “ in „ skin groups “ unterteilt (ein anthropologischer Begriff, der nichts mit der Hautfarbe zu tun hat). Jedes Stammesmitglied bekommt bei seiner Geburt zusätzlich den Namen der „ skin group “, zu der es gehört. Manche Aborigine-Stämme haben sechs oder acht „ skin groups “, die meisten jedoch vier (zwei pro „ Moiety “).

Neben der Einordnung in das Verwandtschaftssystem bekam jeder Aborigine während der Initiation sein Totem zugesprochen. Dies konnte ein Tier, eine Pflanze oder ein unbelebter Teil der Landschaft (ein Felsen oder ein Stein) sein. Wer von diesem speziellen Totem abstammte, für den war es dann wie ein Schutzgeist. Hatte jemand beispielsweise ein Krokodil als Totem, durfte er diese Tiere nicht töten und auch kein Krokodilfleisch essen. War das Totem eine essbare Pflanze, trug der Totemträger die Verantwortung dafür, dass diese als Nahrung für den Clan verfügbar war.

In diesem ausgeklügelten Verwandtschaftssystem spielt jedes Stammesmitglied eine bestimmte Rolle, die mit bestimmten Aufgaben und Rechten verbunden ist; etwa, wer welche Rituale durchführen und wer daran teilnehmen darf. Es gelten strenge Verhaltensregeln gegenüber den Mitgliedern der Familie: Zum Beispiel darf ein Mann nicht direkt seine Schwiegermutter ansprechen, die Kommunikation erfolgt immer über eine dritte Person.

Im täglichen Leben der Aborigines trugen die praktischen Auswirkungen dieses Verwandtschaftssystems zum Überleben als kleine Gruppe bei. So passten beispielsweise einige Frauen auf alle Kinder auf, während die anderen sich um die Nahrungssuche kümmern konnten.

Initiation – Einführung in die Erwachsenenwelt

Mit zunehmendem Alter der Mädchen kümmerten sich ausschließlich die Frauen um sie und brachten ihnen alles bei, was sie über Schwangerschaft und Geburt wissen mussten. Weil Mädchen auf natürliche Weise durch die Menstruation zur Frau werden, hatten die meisten Stämme kein besonderes Ritual, um sie als erwachsen zu erklären. Nach der ersten Menstruation waren Mädchen heiratsfähig. Meist wurden sie schon bei der Geburt einem Mann versprochen.

Die Initiation der Jungen verlief bei den meisten Stämmen in drei Phasen über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Die einzelnen Phasen konnten mehrere Wochen andauern und beinhalteten bestimmte Rituale. Im Alter von zehn bis zwölf Jahren wurden die Jungen zunächst von der Welt der Frauen und Kinder getrennt. Zusammen mit den Männern zogen sie einige Wochen, den „ songlines “ folgend, durch ihr angestammtes Land und erlernten unter anderem die Fertigkeiten des Jagens. Dieses Umherziehen wird als „ walkabout “ bezeichnet.

InitiationsZeremonie im Jahr 1898 Mit der Beschneidung des Geschlechtsorgans - фото 19

Initiations-Zeremonie im Jahr 1898

Mit der Beschneidung des Geschlechtsorgans war die Einführung in die Welt der Männer vollzogen. Dem wiedergeborenen jungen Mann wurde eine Frau versprochen und er erwarb die Fähigkeit, Vater zu werden. Zur Erkennung der heiratsfähigen jungen Erwachsenen (Männer wie Frauen) wurden ihnen in dieser zweiten Initiationsphase Narben (meist mehrere einfache Linien) auf Schultern, Brust oder Bauch beigebracht (die sogenannte Skarifizierung). Bei den Stämmen an der Küste entfernte man einen der vorderen Schneidezähne.

In der letzten Phase wurden schließlich geheime religiöse Geschichten aus der Traumzeit an die jüngere Generation weitergegeben. Frauen waren der Zutritt zu diesen Zeremonien und das Wissen über die Rituale streng verboten.

Die Initiationszeremonien wurden oft gemeinsam von benachbarten Stämmen auf einem heiligen Platz durchgeführt. Diese Zusammenkünfte waren große soziale Ereignisse für alle Stammesmitglieder und dauerten oft mehrere Wochen. In den abgelegenen Communities finden auch heute noch regelmäßig Initiationszeremonien statt.

2.2 Was ist übrig geblieben? Religion und Tradition heute

Nur in wenigen, sehr abgelegenen Gegenden (vor allem im Northern Territory ) ist die traditionelle Religion der Aborigines noch präsent und wird regelmäßig in Zeremonien gepflegt. Dennoch nehmen 70 Prozent der Aborigine-Kinder zwischen drei und 14 Jahren und 63 Prozent der Erwachsenen an kulturellen Veranstaltungen und Zeremonien teil.

Obwohl die christlichen Missionsstationen zu Beginn kaum erfolgreich waren, gehören heute 73 Prozent der Aborigines einer christlichen Konfession an. Etwa ein Viertel gibt keine Zugehörigkeit zu einem Glauben an; nur noch ein Prozent bekennt sich zur traditionellen Religion.

Anfangs waren in den meisten Missionen traditionelle Glaubenspraktiken der Aborigines streng verboten, es wurde eine totale Abkehr vom alten Glauben verlangt. In neuerer Zeit haben sich aber viele Kirchen geöffnet und unterstützen sogar traditionelle Gesänge oder Tänze während des Gottesdienstes. Unter den Aborigine-Christen gibt es solche, die sich ganz vom traditionellen Glauben losgesagt haben, nicht mehr an Ritualen teilnehmen und bei ihren Kindern auch nicht mehr die Initiation durchführen lassen. Andere vermischen den christlichen Glauben mit spirituellen Elementen aus ihrer ursprünglichen Religion. Vor allem die Geschichten aus der Traumzeit haben für viele Aborigines noch eine große Bedeutung.

Auch wenn der alte Glaube nur noch vereinzelt gelebt wird, so ist die Bindung der Aborigines zu ihrem angestammten Land nach wie vor sehr stark und die Bestattung auf ihrem traditionellen Land ist ihnen sehr wichtig. Ein Verstorbener muss auf seinem traditionellen Land beerdigt werden, nur dann kann sein Geist in die Natur zurückkehren und zusammen mit den Ahnen leben. Gemeinsam beschützen sie dann das Land und sorgen für die Lebenden.

Da die meisten Aborigines heute nicht mehr in ihrem traditionellen Stammesgebiet leben, sind mit der Beerdigung oft weite Reisen quer durch Australien verbunden. Alle Verwandten sind verpflichtet, an der Bestattung teilzunehmen.

Die Nichtteilnahme an einer Bestattung wird nach traditionellem Recht streng bestraft.

Früher hatte jeder Stamm unterschiedliche Bestattungsformen, etwa Verbrennung oder Mumifizierung, die in bestimmten Zeremonien durchgeführt wurden. Manchmal wurde der Leichnam auch einfach in der Natur, beispielsweise in einem hohlen Baumstamm abgelegt. In vielen Stämmen ist es Sitte, dass nach dem Tod keine Gegenstände des Verstorbenen mehr in der Gruppe existieren dürfen, sie werden vernichtet. Bei einigen Stämmen darf auch der Name des Verstorbenen nicht mehr genannt werden.

Daraus leitet sich übrigens ab, dass viele Aborigines nicht fotografiert werden möchten: Nach ihrem Glauben darf nach dem Tod kein Bild mehr von ihnen existieren.

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