Sabine Koch - Aborigines Gestern und Heute

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Dieses Buch ist für Australien-Reisende geschrieben. Die heutigen Probleme der Aborigines wie Alkoholmissbrauch, Gewalt in den Familien, Kriminalität, hohe Arbeitslosigkeit, etc. bilden den Schwerpunkt des Buches. Die aufgezeigten geschichtlichen, religiösen, und sozialen Hintergründe, im Kontext mit den Denk- und Verhaltensweisen der Aborigines, machen die Probleme verständlich. Die Maßnahmen der Regierung und ihre Folgen werden erläutert, Lösungsansätze aufgezeigt. Neutrale, wertefreie Informationen wie Statistiken und Gesetzestexte werden durch Zeitungszitate, Artikelauszüge aus Fachmagazinen und die Meinung der Autoren ergänzt. Abgerundet wird das Buch mit Empfehlungen für den Umgang mit Aborigines im Reisealltag. Das Wissen um deren Moralvorstellungen, Anstandsregeln, religiöse Sitten und Gebote baut verbreitete Vorurteile ab und gibt eine Orientierungshilfe, die dem Reisenden einige Fettnäpfchen erspart.

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Aufgrund der klimatischen Verhältnisse war es für die Aborigines nicht nötig, eine Vorratshaltung zu betreiben, wie wir sie aus Europa kennen. Auch den Anbau von Pflanzen kannten sie nicht. Eine Ausnahme machten zwei Stämme im heutigen Victoria , die Aal-Farmen bewirtschafteten und dafür ein komplexes System von Bewässerungsteichen entwickelten.

Der Bumerang

Den Bumerang verbindet man gemeinhin mit Australien, aber auch in Afrika, Amerika und Asien werden ähnliche Hölzer als Jagdwaffen eingesetzt. Bumerangs bestehen aus Holz oder Knochen. Zurückkehrende Bumerangs werden zur Jagd auf Vogelschwärme eingesetzt. Der eigentliche Jagdbumerang („ Kylie “) hat nicht die typische Bumerang-Form; er ist viel größer und schwerer als die heutigen Sportbumerangs und kehrt auch nicht zurück. Ein guter Jäger kann ein Kylie bis zu einhundert Meter weit werfen und so auch Kängurus erlegen.

In den 1930er-Jahren wurde der zurückkehrende Bumerang als Sportgerät entdeckt. Weltweit finden heute Meisterschaften in verschiedenen Disziplinen statt. Dabei werden Bumerangs (mittlerweile auch aus Kunststoff) in verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Flugeigenschaften verwendet.

Wasser sicherte das Überleben der Aborigines, daher galt jeder Platz, an dem es ständig oder zeitweise Wasser gab, als heilig. Nach Regenfällen in der Wüste sammelt sich Wasser in Senken, Wasserlöcher füllen sich, Gras sprießt und durch das Wachsen der Vegetation vermehren sich die Wildtiere. Bestimmte Pflanzen deuten darauf hin, dass sich nicht weit unter der Oberfläche Wasser befindet, in anderen Pflanzen sammelt sich Wasser. Endete die Regenzeit und das Wasser ging zurück, gruben die Aborigines danach. In der Hochtrockenzeit gab es immer noch die ständigen Wasserlöcher in den Gebirgszügen.

Zu bestimmten Jahreszeiten legten die Aborigines regelmäßig kleine Buschfeuer. Dabei verbrannten sie hohes Gras und dichte Dschungelpflanzen, wodurch das Land für die Jäger wieder zugänglich wurde. Auf dem abgebrannten Boden wuchs frisches, grünes Gras nach und lockte Wildtiere an. Außerdem verhinderte das gezielte Abbrennen das Entstehen großer Buschfeuer. Dieses „ farming with fire “ war der einzige aktive Eingriff der Aborigines in die Natur.

Soziales Zusammenleben im Clan

Für Frauen und Männer galt bei den Aborigines eine strenge Arbeitsteilung. Jeder war für bestimmte Aufgaben zuständig, die sich gegenseitig ergänzten. Die Frauen sammelten täglich Früchte, Wurzeln und Samen und fingen kleinere Tiere wie Echsen und Schlangen. Daneben lehrten sie die Kinder, Jungen wie Mädchen, welche Früchte man essen kann und wie man kleine Tiere aufstöberte und fing. Ihre Arbeit trug den größten Teil zur Ernährung des Clans bei und war unverzichtbar.

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Aborigines auf der Jagd, Zeichnung von Tommy McRae (19. Jahrhundert)

Die Aufgabe der Männer war die Jagd. Sie fiel nicht so regelmäßig an wie die der Frauen, erforderte aber Kondition, Kraft und Technik. Das Wasserholen war ebenfalls Aufgabe der Männer.

Die Männer dominierten die Gruppe. Sie übernahmen Führungsaufgaben, trafen wichtige Entscheidungen und bestimmten zum Beispiel die Partner für die Kinder. Für die Kindererziehung war mehr oder weniger die ganze Großfamilie zuständig. Waren die Männer tagelang auf der Jagd, kümmerten sich die Frauen allein um die Kinder.

Frauen und Männern gemeinsam oblag die Verantwortung, das Stammesgesetz zu bewahren und danach zu leben. Ihre Traditionen pflegten sie in Ritualen, die ebenfalls streng nach Geschlechtern getrennt durchgeführt wurden. Auch für kleinere medizinische Behandlungen waren die Frauen zuständig. Sie kannten sich mit Pflanzen und Heilkräutern aus, stellten aus Kräuterextrakten Getränke her und vermischten bestimmte Pflanzen zu einer Paste, die auf Wunden aufgetragen wurde.

Handelte es sich um lebensbedrohende Krankheiten oder schwere Verletzungen, glaubten die Aborigines, dass Zauberei und böse Geister die Ursache des Unheils waren. Für die Behandlung solcher Fälle waren spezielle „ spiritual doctors “ (meist Männer) zuständig. Diese Medizinmänner nahmen durch bestimmte Rituale Verbindung zur spirituellen Welt auf, um eine Heilung zu bewirken. Sie wurden von klein auf in die Geheimnisse ihrer Zunft eingeführt und von den alten Medizinmännern ausgebildet.

Ein Stammesoberhaupt kannten die Aborigines nicht. Die Gruppe der alten Männer, zu denen man meist mit Beginn der Grauhaarigkeit gehörte, bestimmte in einer Zeremonie die Nachfolger der „Ältesten“ („ elders “). Die Ernennung erfolgte dabei unabhängig von besonderer Leistung, sondern eher aus verwandtschaftlichen oder machtpolitischen Gründen.

Jagende Aborigines Zeichnung von Tommy McRae Die Ältesten wurden von allen - фото 17

Jagende Aborigines. Zeichnung von Tommy McRae

Die Ältesten wurden von allen Stammesmitgliedern verehrt. Sie übernahmen die Führung des Stammes, bestimmten Gesetze und trafen gemeinsam Entscheidungen. In ihnen ruhte das gesamte Wissen über die Traditionen und Rituale des Clans, denn es gab keine Schriftsprache. Ihr Wissen gaben die Ältesten in Form von Geschichten („ storytelling “) an die jüngere Generation weiter. Auch Geschehnisse wurden so von Generation zu Generation weitererzählt.

Ältere Frauen genossen ebensolchen Respekt und konnten durchaus viel Macht und Einfluss haben. Auch heute gibt es in den Aboriginal Communities noch die Ältesten. Die jungen Leute erweisen ihnen immer noch großen Respekt, jedoch mit abnehmender Tendenz.

Verwandtschaftssystem der Aborigines

Das Verwandtschaftssystem der Aborigines unterscheidet sich grundlegend von westlichen Kulturen. In Europa kennen wir das „Eskimo-System“: die Kernfamilie, bestehend aus Vater, Mutter und Kindern. Bei den Aborigines ist das „Iroquois-System“ verbreitet: Alle Schwestern der Mutter werden ebenfalls als Mütter bezeichnet, alle Brüder des Vaters gelten als Väter. Die Kinder des Bruders des Vaters und die Kinder der Schwester der Mutter sind damit ebenfalls Brüder und Schwestern.

Als „Onkel“ und „Tante“ wird man nur bezeichnet, wenn das Geschlecht in der Elterngeneration wechselt. Es gibt also nur auf der mütterlichen Seite Onkel und nur auf der väterlichen Seite Tanten, und nur die Kinder der bezeichneten Onkels und Tanten gelten als Cousins und Cousinen. Dieses System spielt für Eheschließungen eine wichtige Rolle, denn nur Cousins und Cousinen dürfen untereinander heiraten. Solche „Kreuzcousinen-Heiraten“ kennen auch andere Kulturen.

Familie ist traditionell wichtiger als der Einzelne An der Tankstelle in - фото 18

Familie ist traditionell wichtiger als der Einzelne. An der Tankstelle in Billiluna

Fremde aus anderen Stämmen können einfach aufgenommen und in das Verwandtschaftssystem eingegliedert werden (etwa durch Heirat), es wird nicht nach Blutsverwandtschaft unterschieden. Jedes Stammesmitglied ist in diesem System mit allen anderen verwandt.

Für Heiratsregeln, aber auch für Rituale ist jedoch die folgende Unterscheidung wichtig: Die Angehörigen eines Stammes werden in zwei Gruppen oder Hälften („ Moieties “) eingeteilt. Nur jemand aus der anderen „ Moiety “ oder aus einem anderen Stamm darf geheiratet werden. Die Frau spricht immer eine andere Sprache als der Mann. Die Kinder erlernen zuerst die Sprache der Mutter, später die des Vaters.

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