Bernd Wieland - Die Zecke

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Die Zecke – Jagdverhalten eines Finanzbeamten
Die Zecke ist ein satirischer Roman über das Leben des kleinen Finanzbeamten Hartmut Schminke, der Tag für Tag in seinem Büro hinter der Besuchertoilette hockt und auf seine „Opfer“ wartet. Selbst kleinere Störungen können Hartmuts Tagesform dabei erheblich beeinflussen.
Sein Leben gerät vollends aus den Fugen, als seine Frau beschließt, sich aus ihrem langweiligen Leben zu befreien: Raus aus dem häuslichen Betonbunker, eine schicke Eigentumswohnung muss her! Dieser ganz normale Spießerwunsch ist für Hartmut der bislang verwegenste Schritt seines Lebens.
Strategisch plant er einen unfehlbaren 10-Jahresplan mit einer bombensicheren Finanzierung. Doch nicht nur der drängende Kinderwunsch seiner Frau sabotiert Hartmuts Plan. Um nicht in der Schuldenfalle zu enden, muss sich selbst eine 'Zecke' wie Hartmut mit berufsmäßigem Sitzfleisch ungewöhnliche Maßnahmen einfallen lassen und erfährt, was es heißt, von den eigenen Kollegen der Betriebsprüfung seziert zu werden.

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Es war genau so, wie ich es vermutet hatte: Britta hatte ganze Arbeit geleistet und musste ihre Wohnung innerhalb von vier Tagen völlig umgekrempelt haben. In dem „Arbeitszimmer” standen ein Schreibtisch und ein Multifitness-Center mit Laufband. Außerdem lagen jede Menge Hanteln herum. Wahrscheinlichhätte ich mir schon beim leichtesten dieser Folterinstrumente einen soliden Bandscheibenvorfall geholt.

„Und was führen Sie hier für Arbeiten aus?”, fragte ich Britta. Sie erzählte mir ausführlich, dass sie fast den ganzen Tag, bevor sie zu den Aerobicstunden ginge, hart trainieren und nach Feierabend bis spät in die Nacht die Trainingspläne für die Mitglieder ausarbeiten würde. Für private Dinge bliebe überhaupt keine Zeit. Ich musterte sie, während sie sprach, verstohlen von der Seite.

Ihr Gesicht strahlte eine ungeheuere Lebensfreude aus. Ihre braunen Augen glänzten und wenn sie lachte, zeigte sich auf der Wange ein Grübchen. Ihre Unterlippe war einen Tick nach vorn gewölbt, irgendwie hatte das etwas sympathisch Freches. Wie ich befürchtet hatte, war sie mindestens einen Kopf größer als ich, da ließ sich nichts beschönigen. Und auch wenn ich mir Spezialschuhe aus Italien mit versteckten Absätzen kaufen würde, der Größenunterschied würde sich allenfalls mit Stelzen vertuschen lassen. Die meisten Frauen hatten mit kleineren Männern ja ein Riesenproblem. Das konnte man schon den Bekanntschaftsannoncen entnehmen: Nur bei molligen Frauen ab 50 hatten auch zu kurz geratene Dackeltypen wie ich noch eine Chance. Hauptsache sie waren tierlieb und treu.

Was Brittas sportliche Ambitionen anbelangte, war unübersehbar, dass sie täglich Gewichte stemmte wie ein Gabelstapler. Die breiten, kräftigen Schultern und sehnigen Arme sprachen für sich. Ich zog intuitiv die Ärmel meines grauen Pullis weiter nach unten, damit sie von meiner weichen, blässlichen Haut nicht auf die Substanz meines nicht vorhandenen Bizeps schließen konnte.

Wenn ich ehrlich war, hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie richtig Sport getrieben. Selbst als Zweijähriger wurde ich vom Kinderturnen disqualifiziert, weil ich die ganze Zeit nur Butterkekse gefressen und die ganze Turnhalle vollgekrümelt hatte. Sportlicher Ehrgeiz überfiel mich allenfalls, wenn es galt, die üppige Portion Gyros bei unserem Griechen zu vertilgen. Beim Völkerballspiel in der Schule war ich regelmäßig in der ersten Spielminutewie eine reife Tomate abgeworfen worden. Wenn eines der Mädchen einen Treffer brauchte, um wieder ins Spiel zu kommen, war es immer eine sichere Sache gewesen, auf mich zu zielen. Bis ich den Ball wahrgenommen hatte, war er auch schon an mir abgeprallt und ich auf die Verliererseite abgeschoben worden. Nie hat mir jemand einen Ball zugeworfen, damit ich wieder ins Spielfeld kam. Stattdessen musste ich für die anderen immer die Bälle holen, die zu weit weggekullert waren. Seit der Pubertät war mein Bauch immer rundlicher geworden und die Arme waren weich und dicklich.

Sie musterte mich jetzt: Ihr Blick fiel auf meine Arme und wanderte über meine Brust zu meinem Bauchnabel. Krampfhaft zog ich den Bauch ein, mit kaum merklichem Erfolg. Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn. Wenn ich sie jetzt nicht für mich einnahm, war es endgültig zu spät. Mein Mund war trocken. Hoffentlich hatte ich keinen Mundgeruch. Endlich brachte ich heraus: „Frau Werner, da sehe ich gar kein Problem mehr für Ihr häusliches Arbeitszimmer! Und was die Erstattung anbetrifft, ich denke, das kriegen wir noch diese Woche hin.”

Zwei Jahre später würde Herr Döll vom Rechnungshof die Akte Werner ziehen und die Genehmigung des Arbeitszimmers als unglaubliche Schlamperei anprangern. Der Kopf würde Herrn Döll mit den Worten beruhigen: Das Problem sei ihm bekannt, er werde sich für die Sachbearbeiterin, Frau Hoppe-Reitemüller, eine adäquate Lösung einfallen lassen.

Britta würdigte meine Rechtsauffassung auf ganz andere Weise. Sie strahlte dieses unglaubliche Britta-Strahlen. Dong!

Mein Blick fiel auf ihr Dekolletee: ziemlich kleiner Busen, schade. Oder täuschte ich mich? Naja, so klein auch wieder nicht.

Ich spürte, wie Brittas Anspannung nachließ – im Gegensatz zu meiner Anspannung, denn ich arbeitete in Gedanken fieberhaft daran, das Gespräch auf eine private Schiene zu bringen. Ich öffnete die Wohnungstür. Gleich wäre ich wieder draußen und alles wäre nur ein schöner, bunter Traum gewesen. Doch halt, das wargar nicht die Haustür! Mit einem Mal stand ich in einer großen Rumpelkammer. Das Zimmer war mit Kartons und Möbeln so vollgestellt, als stände ein Umzug an. Na, irgendwo mussten die Möbel aus dem Arbeitszimmer ja auch untergebracht worden sein. „Ziemlich voll hier”, entfuhr es mir. Dann besann ich mich jedoch auf meine Mission und stotterte: „aber auch ganz schön… gemütlich.” – Meine Zweifel schienen mir ins Gesicht geschrieben zu sein.

Aber Britta hatte alles im Griff und mit düsterer Miene sagte sie: „Sagen Sie es schon: Es sieht hier chaotisch aus! Eine Katastrophe! Ich habe vorher in einem Vier-Zimmer-Penthouse gewohnt, bis Tommy und ich beschlossen haben, vorübergehend getrennt zu wohnen. Nun leb’ ich schon seit eineinhalb Jahren in diesem Zustand. Und als ich Tommy gestern zufällig im Fitness-Studio traf, fragt der Scheißkerl mich doch glatt, ob ich schon wüsste, dass er nächste Woche heiraten würde!”

Sie begann leise zu schluchzen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und legte ihr meine Hand auf ihren Arm. Dann sagte ich: „Kommen Sie, ich kenn hier ganz in der Nähe ein kleines Café… Reden tut immer gut.” Als sie tatsächlich ohne Widerspruch ihre helle Windjacke von der Garderobe nahm, wusste ich, dass ich zumindest zweimal im Leben zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen war: Das erste Mal, als das Finanzamt zum Volkssturm aufrief und selbst versetzungsgefährdete Realschüler ohne mit der Wimper zu zucken eingestellt wurden und das zweite Mal, als Tommy, der Scheißkerl, Britta für immer verließ und ich just in dem Moment als Seelentröster zur Stelle war.

Heute, siebter Juni. Britta hatte tatsächlich noch in letzter Minute eine rote Ente auftreiben können. Eine Kommilitonin im 27. Semester hatte ihr ihre Ente geliehen. Der TÜV war zwar bereits seit zwei Monaten abgelaufen, aber es blieb keine Zeit mehr, nach einer anderen Ente Ausschau zu halten.

Vom Park aus war ich Britta, die die einmalige Chance genutzt hatte, sich für diesen Tag eine sündhaft teure, neue helle Wind­jacke zu kaufen, bis zum Parkplatz gefolgt. Die Scheiß-Ente sprang – wie von mir erwartet – natürlich nicht an. Dabei hatten wir in der „Geflügelfarm”, einer Entenfreak-Werkstatt auf dem Lande, noch die Zündkerzen austauschen lassen. Schadenfroh saß ich hinter einem Busch und genoss zu beobachten, wie Britta immer rasender wurde. Die Frau konnte sich aber auch wirklich aufregen! Kurz bevor Britta aufgeben wollte, erbarmte sich ein nickelbebrillter Citroën-XM-Fahrer mit Intellektuellen-Strubbel-Grauhaarmähne und schleifte die Ente an seiner rostigen Abschleppstange so lange auf dem Parkplatz hinter sich her, bis nach mehreren kleinen Explosionen das Entenherz wieder zu schlagen begann.

In Brittas Wohnung angekommen, zeigte sie mir das Arbeitszimmer und heulte mir etwas von Tommy, dem Scheißkerl, vor. Sie spielte ihre Rolle richtig gut. Bevor wir zu dem entscheidenden Satz mit dem kleinen Café um die Ecke kamen, sagte Britta: „Entschuldigen Sie mich, ich muss mal eben ins Bad.”

Eines muss ich schon sagen, selbst nach sieben Jahren verstand es Britta, mich immer noch zu überraschen. Nach einer Weile öffnete sich die Badtür: Da stand Britta in ihrem gelben, mittlerweile etwas verblichenen Biene-Maja-Nachthemd im Türrahmen und flüsterte lasziv: „Kleine Drehbuchänderung!” Schnell zog sie mich zurück ins Arbeitszimmer auf die Turnmatte.

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