Wilfried Schneider - Das Mitternachtsschiff

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Welch ein Vorhaben! Die Umsegelung Afrikas durch die Phöniker um 600 v.Chr. – eine bis heute unvorstellbare und abenteuerliche Reise ins Unbekannte. Historiker und Autor Wilfried Schneider lädt Sie ein zu einer kulturhistorischen Expedition in die Vergangenheit. »Kemet liegt in einem brennenden Nest und wird wie Ben-ben, der Vogel, wiedergeboren aufsteigen. Deine Fahrt hält mein Land im ewigen Gleichgewicht.« Der weinende Priester legte den Papyrus in die Truhe zurück. Die Worte hatte einst Neferheres geschrieben, die geheime Tochter des Pharao, die nun auf dem Weg in die Jenseitswelt war. Die Lotosblüte schickte der Villa am Fluss den Wind des Inneren Meeres. Kerifer-Neith blickte in das westliche Haus, in eine Welt, der auch nach dreißig Jahren noch seine Sehnsucht galt. »Die Macht hat unseren Traum getötet, Admiral. Kein Mensch unserer Zeit hat Größeres vollbracht als du, Phoinikos.« Und alles begann, als ein irres Weib in Zor den Tod beschwor.

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»Eines Tages hören sie zu. Zweimal habe ich auf einem Boot gesungen, das der Hapi in die Lotosblüte trug. Fünf Schiffe drehten heran, damit man mich besser verstehen konnte.« Er sang erneut, dieses Mal in alten kemetischen Worten, die er sehr leise sprach, dass kaum der Mann neben ihn in der Bank sie zu hören vermochte. Mit Mühe verstand der Admiral die schweren Verse über eine Seereise nach Punt. Er beugte den Kopf zu Pabener und konnte den Sinn nicht glauben, der aus dem Lied sprach. Es war die Klage von Männern, die Bauteile eines Schiffes vom Hapi in das Lazurwasser trugen, um Weihrauch aus diesem Land zu holen.

Wund sind unsere Füße vom Weg, den du uns schickst.

Noch sehen wir nicht die Stadt am Meer, doch wir dienen dir gern,

schöne Göttin Hatschepsut.

»Pabener!« Zimri-da ließ die Peitsche im Gürtel. Pabener war ein Freier, und der Admiral stand neben ihm. Das Lied brach ab. Der Ruderer bückte sich und nahm seinem Nebenmann die Arbeit, obwohl die Zeit dafür noch nicht gekommen war. Abdi-ashirta stieg zum Heck zurück und blickte über das im Lichte Res gleißende Wasser zum Ufer der Abendseite, das an diesem Tag nichts weiter war als eine sanft geschwungene, kaum wahrnehmbare Silhouette aus Sand und Fels.

Sie machten gute Fahrt, so hatten es Hir-Rectars Erdkundige voraus gesagt, die Strömung und Wind bis zum Ende der bekannten Welt als günstig schätzten. Er maß den Sonnenstand, wie Kerifer-Neith es gewünscht hatte, rollte einen Papyrus auf die Planken und schrieb seinen ersten Eintrag. An welcher Küste mochte die Kemet wohl fahren, wenn seine Zeichen den unteren Rand erreicht hatten? Die Bauern am Hapi schnitten bereits den Emmer, die Gelehrten in Zor hatten ihn mitteilen lassen, dass diese Zeit des Beginns zu spät sei, doch fehlte im Frühsommer noch ein Drittel der Ruderer.

»Pabener, weißt du mehr über Punt?«

»Ich weiß nur, was ich singe, Herr.«

Im Lied war von dem geweihten Tal gesprochen, das die toten Könige aufnahm. War Ueset der Ort, an dem die alten Seefahrer den Hapi verließen und ihr Schiff zum Lazurwasser trugen? Die Fahrten nach Punt um Weihrauch, dem Nebel der Götter! Hatten auch damals die Sidoner den Kemeten geholfen, wie Hir-Rectar es wusste? Der Gedanke entglitt, die Zeiten stimmten nicht. Als König Hiram Sidoner nach Punt schickte, war Hatschepsut längst in der westlichen Welt. Warum lebten die Fahrten nach dem Süden nicht in der Erinnerung weiter wie in Pabeners Lied? Oder lagen sie vergessen in den Gräbern des Wissens unter Zors Berghängen, geschützt vor den Augen der Feinde? Vor acht Königsgeschlechtern waren Kemeten nach Punt gefahren! Vor vielhundert Sonnenläufen! Der Admiral sah erneut zur Abendseite, seine Fantasie ließ ihn durch das karge Land zum Hapi ziehen, dessen Wasser zwischen grünen Ufern zum Inneren Meer flossen. Er versuchte sich Inu vorzustellen, die Siedlung im Süden, deren Namen das Lied erwähnte.

Und sie brachen auf,

das Schiff auf den Schultern,

die Hoffnung im Herzen.

Vier Tage Marsch zum Lazurwasser. Er wusste, dass dort einst Siedlungen lagen, die als Stützpunkte noch heute unwegsame Küstenregionen bewachten. Seine Hände pressten den Leib. Die Erregung hatte zu einem Krampf geführt. Paros, der Arzt, stolperte mit den Bewegungen der Kemet zwischen den Bänken hin und her, redete auf die Ruderer ein, gleich ob Freier oder Sklave.

»Herr, bitte antworte uns!« Die Steuerleute hatten das dritte Mal gefragt, ob sie wegen der starken Strömung näher zum Ufer halten sollten. Abdi-ashirta befahl dem Rudermeister, die Schlagzahl zu halbieren. Die Männer in den Bänken wechselten die Plätze. Die Schläfer, wie die Abgelösten von den Kameraden genannt wurden, starrten reglos vor sich hin, nahmen einen Schluck Wasser aus den Tageskrügen und lehnten sich stumm gegen das Holz.

Abdi-ashirta blickte in die Gesichter der Männer, die bei vielen schmal waren, mit den gebogenen Nasen von Sidonern. Zeitsklaven aus Gebal saßen neben Unfreien, die ihr erwachsenes Leben fast ausschließlich auf Schiffen verbracht hatten. Die fehlende Hoffnung prägte sie, wurden sie angesprochen, brauchten sie zwei oder drei Atemzüge sich dem Fragenden zuzuwenden. Es gab auch Gesichter, die anders waren als der Admiral sie von seinen Fahrten kannte. Er blickte Janhamu an, den Schlagruderer mit den trotzigen Lippen, dem er das Fleisch an die Brust geworfen hatte und dem er noch in der Nacht diesen besonderen Platz zugewiesen hatte. Neben ihm hockte der Schmächtige mit den breiten Wangenknochen, der bereits in der ersten Stunde der Fahrt von seinen künftigen Feldern und Hainen geschwätzt hatte. Er sah grobe Gesichter, deren Münder unhörbar fluchten, wenn Befehle ergingen. Manchen von ihnen hatten die Tore von Zors oder Sidons Kerkern erst in den letzten Tagen ausgespuckt. In einigen Bänken saßen auch Ungeeignete wie der weißbärtige Alte oder der Kerl mit dem krummen Leib, dessen Zähne denen eines alten Köters glichen. Abdi-ashirta ahnte in diesem Augenblick, da sein Inneres von Pabeners Lied in die Wirklichkeit zurückgekehrt war, dass der Erfolg dieser beispiellosen Expedition und das Leben selbst von den Ruderern abhingen. Abdi-ashirta musterte einzelne Männer, versuchte sich zu erinnern, woher sie kamen, freiwillig oder gezwungen, ob sie Familie hatten, ob sie Verbrecher waren. Er fühlte Unsicherheit, als ihm bewusst wurde, dass er seine Leute kaum kannte. Er bereute es, den Vorschlag Kerifer-Neiths brüskiert zu haben, ihnen Kupferplatten mit den Namen anzuhängen.

»Wer war das, der mein Lied getötet hat?«, fragte Pabener den Schlagruderer vor sich. Janhamu kratzte sich den Bauch. »Weiß nicht. Musstest doch nicht so kreischen! Wir hören es am dritten Tag. Dann sind wir weg vom Hafen und denen ausgeliefert. Ich sehe den mit der Peitsche keinen halben Mond lang.«

»Was?«, staunte Pabener. »Willst du fliehen?«

»Nicht nur ich. Ich hörte noch auf der Werft Gerüchte: Wir fahren nicht weit, dann drehen die Schiffe.«

Abdi-ashirta achtete nicht auf die Ruderer, die beiden Steuerleute schrien sich Hinweise zu. Pabener verschloss Janhamus Mund mit dem Finger.

»Dem müsste man die Peitsche quer ins Maul stoßen!«

Zimri-da hatte die Worte gehört. Er rief einen Soldaten und zeigte auf Talek. »Töte ihn!«

Abdi-ashirta hob die Hand, bemerkte aber die beruhigende Geste seines Vertreters. Zimri-da gab ein Zeichen. Der Soldat legte den nubischen Bogen ab. Mit ungeheurer Wucht hieb er die Lanze zwischen Taleks Beinen in die Planken. Der Ruderer brüllte, dass die Männer auf den anderen Schiffen zur Kemet sahen. Der Soldat ließ die Eisenklinge seiner Streitaxt vor Taleks Gesicht kreisen, deren Umrisse wurden zur Scheibe. In Todesangst warf sich der Ruderer zu Boden und hob flehend die Arme. Der Gardist, eine Elle größer, packte den Zitternden an den Gliedmaßen, drehte sich ein paarmal und ließ ihn los. Die Männer beugten sich zur Seite, ihr Kamerad schlug mit dem Kopf gegen eine Rückenstütze. Das Holz splitterte. Zimri-da nickte dem Soldaten zu, der wieder seinen Platz unter dem Segel einnahm. Der Gestrafte kroch benommen auf seinen Platz.

Abdi-ashirta erinnerte sich an Talek, die Ratte. Von seiner Verschlagenheit erzählte man sich sogar in Zors Spelunken. Kerifer-Neiths Beauftragter hatte ihn für wenig Münzen einem Schiffseigner abgekauft.

Die Soldaten grinsten amüsiert. Abdi-ashirta hatte einmal mit Kerifer-Neith in Menfe ihre Übungen in einer Arena verfolgt. Er wusste, dass sie in der Lage waren, in kurzer Zeit die Mannschaft als Leichen über Bord zu werfen. Sie hatten gelernt mit dem Daumen zu töten. Das wussten auch die Ruderer. Doch sie wussten auch, tötet man sie, tötet man das Schiff.

»Was geschieht, wenn in der unvorstellbaren Ferne die Angst vor der Weiterfahrt größer ist als die Angst vor dem Tod?«, hatte Abdi-ashirta den Priester gefragt. Da waren sie auf halbem Wege von Menfe zum Lazurwasser. Nach Zor war er nur einmal noch gekommen, seinen Aufenthalt hatte er auf die Ämter beschränkt und das Haus im Ostviertel gemieden, denn es gehörte nicht zu diesem Leben.

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