Wilfried Schneider - Das Mitternachtsschiff

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Welch ein Vorhaben! Die Umsegelung Afrikas durch die Phöniker um 600 v.Chr. – eine bis heute unvorstellbare und abenteuerliche Reise ins Unbekannte. Historiker und Autor Wilfried Schneider lädt Sie ein zu einer kulturhistorischen Expedition in die Vergangenheit. »Kemet liegt in einem brennenden Nest und wird wie Ben-ben, der Vogel, wiedergeboren aufsteigen. Deine Fahrt hält mein Land im ewigen Gleichgewicht.« Der weinende Priester legte den Papyrus in die Truhe zurück. Die Worte hatte einst Neferheres geschrieben, die geheime Tochter des Pharao, die nun auf dem Weg in die Jenseitswelt war. Die Lotosblüte schickte der Villa am Fluss den Wind des Inneren Meeres. Kerifer-Neith blickte in das westliche Haus, in eine Welt, der auch nach dreißig Jahren noch seine Sehnsucht galt. »Die Macht hat unseren Traum getötet, Admiral. Kein Mensch unserer Zeit hat Größeres vollbracht als du, Phoinikos.« Und alles begann, als ein irres Weib in Zor den Tod beschwor.

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»Gebaut, als sollten sie noch die Enkel der Heutigen bewohnen!«

»Und noch deren Enkel. Admiral. Am Ende deiner Fahrt gibt es hier einen Hafen und eine Stadt, die ihren Namen von mir erhalten wird. Ich werde dich in Menfe empfangen und du wirst einer von uns sein.«

Sie verließen die Gasse und bahnten sich ihren Weg durch die halbfertigen Stände der aus dem Landesinneren angereisten Händler, die das vom Palast großzügig an die Besatzungen verteilte Kupfer in ihren Schatullen zurück nach Bast und Menfe tragen wollten.

»Noch eine Stunde!«, rief ein Wanderhändler aus dem Delta und streckte seine dicken Finger in den Himmel. »Ich habe zu allen Göttern gebetet, die ich kenne, dass die Schiffe friedlich abfahren mögen.« Er zeigte seine Waren, als drängten sich schon feilschende Seeleute vor den Tischen. Die aber packten im Lager ihre Bündel für die ewige Reise und hatten sich noch nicht für den Marsch zu den Schiffen formiert. Ihr Gang über den für andere Besucher dann geschlossenen Markt sollte von dem Augenblick ablenken, in dem es kein Zurück mehr gab. Kandierte Früchte, mit einem Ölzweig gezeichnete Krüge, die verbotenen Wein enthielten, Heilsalben, geräuchertes Fleisch, Sandalen und Kleidungsstücke waren ein buntes Angebot an Dingen, von denen die Verkäufer glaubten, sie würden in den langen Tagen auf dem Meer benötigt.

Siedlungshelfer sperrten eine Gasse zum Strand, die Abfahrt war für die Stunde vor dem hohen Sonnenstand festgesetzt. Schon vor Tagen war verkündet worden, der Palast selbst wolle die Schiffe segnen. Abdi-ashirta hoffte, dass es doch der Pharao selbst sein möge, der den Beistand der Götter verkündete. Die Wachen drängten sich zu ihren Herren, denen sich das nach und nach herbeiströmende Volk ungebührlich genähert hatte.

»In Piramesses wärest du brotlos, Sakinu«, spottete der Priester, als er sah wie eng sich der Syrer an den Admiral hielt. »Dort leben die Niederen in Hazor und die Herren in der Oberstadt. Beide begegnen sich nie.«

Sie erreichten den Strand. Die Schiffe lagen einige hundert Ellen im Meer. An die Stege waren nun Transportboote gebunden.

»Warum sprichst du von Piramesse?« fragte Abdi-ashirta.

»Sollte ich lieber von Juna erzählen, von dem Ort, in dem Neferheres den uralten Ben-Vogel sucht, der sich zum Schlaf in ein brennendes Nest legt und morgens wieder geboren aus seiner Asche in den Himmel steigt?«

Abdi-ashirta wandte sich ab, er blickte auf die Schiffe, die den Männern im Spiel der leichten Wellen zunickten wie vertrauten Freunden. Der Himmel über dem Lazurwasser war ungewöhnlich grau, als schickten die Ostgebirge ihren Staub in das Land der Kemeten. Der Wind wehte als willkommener Gast über das Ufer, er schien nur darauf zu warten, die drei Schiffe auf ihren ersten Weg nach Süden zu treiben.

»Habt ihr gar euren Gott Taut auf der Seite, der euch den Schiffsbau lehrte und nun seinen Atem gibt?« fragte der Priester.

»Hätte Taut mit uns gelebt, wäre die Menfe nicht so klein geworden.«

»Ihr Kommandant erspart einiges an Ballast.«

Abdi-ashirta lachte. »Ich frage mich auch, wer den ausgesucht hat. Sein Leib ähnelt den Weinkrügen, die er vielleicht gern in seiner Nähe hat. Mit ihm könnten wir auch bei hohem Wasserstand nicht in der Lotosblüte fahren.«

Der Priester hob die Schultern und wies zum Meer. »In wenigen Stunden steigst du auf dein Schiff. Vielleicht spürst du das gleiche Gefühl wie der junge Kerifer Neith, der, eben zum Priester geweiht, zum ersten Mal den magischen Gang zwischen Chufus Haus und dem Heiligen Wächter betrat.« Entgegen seiner Gewohnheit sprach er leise und stockend. »Damals habe ich erfahren, dass der menschliche Gedanke ein Sandkorn ist. Vereinigt er sich mit dem Wissen und dem Willen der Götter, wird er zur Macht, die andere führt. Die Kemeten schufen sich in hunderten von Jahren die Götter, die tausende Gedanken in sich vereinten und weitergaben. Deine Ruderer, deine Schiffe und das Ziel werden eine Einheit sein. Wir beginnen, die neue Welt zu bauen und werden selbst zu Göttern. In den Augen unserer Vorfahren wären wir es schon heute, denn für sie gliche dieser Tag einer göttlichen Offenbarung. Ich weiß, du verstehst es nicht, ich rede anders über die Expedition Nechos als auf dem Dach in Bast. Die Götter sind die Gedanken und der Wille aller Menschen. Die Kraft der Vielen addiert sich nicht nur, sie potenziert sich zum Göttlichen. Vielleicht hast du es erfahren, wenn du irgendwann wieder an meiner Seite stehst.«

Kerifer-Neith forderte den Admiral auf, nicht über diese Worte nachzudenken. »Jetzt ist die Zeit des Handelns und nicht die der Magie! Schau auf dein Schiff!«, rief er mit gewohnter Stimme. Auf der Kemet richteten Männer gleichzeitig Mast und Segel auf. Der Priester wunderte sich darüber, wehrte aber Erklärungen des Admirals ab. »Ich bin ein Lernender, ich habe nun drei Jahre Zeit, die Geheimnisse des Schiffsbaus kennenzulernen. Auch wir Kemeten haben unsere Erfahrungen damit. Die Masten deiner Schiffe stehen auf zwei Beinen, so verteilen sie das Gewicht besser auf den Rumpf. Sie sind auch niedriger als die auf den Schiffen der Göttergleichen in jener Zeit, die lange vergangen ist. Eure Segel sind breiter. Deine Kajüte ist klein, nicht zu vergleichen mit den Kabinen unserer Königsboote. Ihr liebt den Prunk nicht, der den Männern den Platz nimmt. Die Rah hat Stangen, die miteinander verbunden sind. Deine Kemet trägt den Wasservorrat und die Nahrung für alle. Sie hat einen dicken Bauch, bei ihrer Rückkehr wird die Hälfte der Ruderer ins Wasser springen müssen, damit sie nicht im Hapi aufläuft. Du hörst, ich kann diese Schiffe höchstens ein Zehntel der Stunde lang beschreiben, alles andere wird deine Aufgabe sein, wenn wir in drei Jahren gemeinsam beginnen, Träume zu verwirklichen. Schiffe im Lazurwasser! So wie hier mag das Bild gewesen sein, da in alter Zeit, den heutigen Kemeten unbekannt, Schiffe nach Punt aufbrachen, in das Reich, das den Weihrauch in seinen Bäumen birgt. Punt – wir haben den Namen übernommen aus dem Land der Götter, das es für uns war. Punt – ein heiliger Ort, dessen Harze uns mit den Herren des Himmels verbinden. Unsere Garnisonen am Lazurwasser, die wir verstärken, werden die von Räuberbanden beherrschte östliche Wüste reinigen und den Künftigen eine sichere Seefahrt ermöglichen.« Kerifer-Neith wandte die Augen nach Süden, kreuzte die Arme und genoss Bilder, die nur er sah. »Einst lehrte mich ein weiser Mann aus dem Osten, da war ich noch ein Kind. Er berichtete mir eine uralte Geschichte aus den Städten zwischen den großen Strömen. Ich habe die Namen vergessen, sie wurden für Kemet nicht wichtig, die Zeit hat sie in mir verschüttet wie der Sand den Heiligen Wächter, der Chufus Gesicht trägt. Ich sprach die Worte, als ich unter Pharaos Haus zu den geweihten Räumen ging, allein mit einer Fackel, um zum ersten Mal die Überlieferungen der Alten zu sehen.

Wirbelnde Winde trugen den Adler

Durch die Wolken in die Nachtwelt der Götter.

Das Meer ward zum See,

der See zum Wassertropfen.

Auf dem Rücken des Adlers saß der Held des Epos. Wer es auch immer war, was er sah, prägte mich. Unsere Erde war eine winzige Kugel, ein Stern unter Sternen. Ich will forschen, Admiral, ich will alles wissen, was den Göttern eigen ist, ich will zu ihnen gehören, ich will ein Gott werden in der neuen Welt. Ich werde durch das Portal gehen und unsterblich sein.«

Abdi-ashirta sah in das Gesicht des Priesters, das die fanatischen Gedanken des Mannes widerspiegelte. Über Kerifer-Neiths Wangen liefen Tränen, es waren Tränen der Zorns, dass er die Zeit nicht zu beschleunigen vermochte, die ihn von der Erfüllung seiner Träume trennte. So hatte er ihn schon einmal erlebt, als Ptah-hotep Andeutungen über eine künftige kemetische Flotte mit einem verächtlichen Lächeln quittiert hatte. Er hatte den Hass gespürt, den Hass eines Mannes, dessen große Gedanken durch die Alltäglichkeit von Höflingen getötet wurden, die nicht fähig waren, Gewohntes zu verlassen. Der Priester stöhnte auf, als der Admiral ihn in die Welt des heutigen Tages zurückholte und mit beruhigender Stimme auf ihn einsprach.

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