Manfred Rebhandl - Tatort Gemeindebau
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»Bei da Mitzi woas a Schlagl, hod da Sohn dazöd, und bei da Vyslozil wahrscheinli de Pumpn«, wiederholte die Gummi-Hilde, was wir ohnehin alle wussten.
»Wer wohl die Wohnung kriegt?«, wechselte die Christl das Thema.
»Gsindel. Keiner, der es sich leisten kann, zieht freiwillig da her.«
»So schlimm, wie du tust, ist es auch wieder nicht«, entgegnete die Christl mit ihrem Talent zum Schönreden.
»Geh schau da au, wie marod unsa Zinsburg beinaund is. Grod vurige Wochn hob i mi wieda bei de Wiena Wohnen wegen meine Fensta beschwert«, ereiferte sich die Suchanek-Elfie.
»Und wos hoben s’ gsogt?«
»Dass i woatn muass. Sie hom ka Göd.«
Die Zuckerwatte hatte sich vertraulich zu mir herübergebeugt. »Meinst, dass mir die Nichte von der Erni den neuen Eiskasten überlässt?« Der Kühlschrank, den sie meinte, war erst vor zwei Wochen geliefert worden. Die Entscheidung für den Gerätetyp war schwierig gewesen. Erni hatte sich letztendlich von Stani, unserem Haus- und Hofelektriker, gegen ein kleines Trinkgeld beraten lassen.
»Red halt mit ihr. Wenn sie selber keine Verwendung dafür hat, wird sie schon mit sich handeln lassen.« Die Zuckerwatte grinste zufrieden. Auf ihrer Zahnprothese schimmerten Reste vom korallenroten Lippenstift, mit dem sie sich immer schminkte. Ehrlich gesagt hätte mich schon interessiert, wie sie den Eiskasten zahlen wollte, wo ihr doch immer noch ein Stück vom Monat übrigblieb, wenn ihre Rente aufgebraucht war. Aber das war ein Thema, über das man von der Erika selber keine Auskunft bekam. Da würde ich schon die Elfie oder die Gummi-Hilde fragen müssen.
Als ich etliche Tage danach um halb acht zur Siebenerstiege kam, war die Arbeit schon in vollem Gange. Dabei war die Erni grad erst eine Woche unter der Erde. Pappelwolle wirbelte durch den Hof. Eine Schar Tauben pickte nach den Brot- und Semmelwürfeln, die die alte Pospischil jeden Morgen auf der Wiese neben den Coloniakübeln ausstreute. Dass diese Luftratzen Krankheiten verbreiteten und deshalb nicht gefüttert werden durften, war ihr einfach nicht beizubringen. Als ich vor der Eingangstür stand, kamen mir zwei Männer mit Ernis Diwan entgegen. Die Sessel und der Schlafzimmerkasten standen schon auf der Ladefläche des Kleinlasters, der im Hof geparkt war. Ein fleckiger Teppich hing über der Klopfstange, auf der wir als Kinder immer so lange herumgeturnt hatten, bis uns die Hausmeisterin mit einem giftigen »Schleichts eich« vertrieben hatte. Die Küchenkastl, auf die Erni seinerzeit so lange gespart hatte, standen im Dreck, Kochtöpfe und Deckel ragten aus einer Schachtel.
Ich ging weiter. Der Anblick hatte mich trübsinnig gemacht. Im dritten Hof schnaufte ich die Elferstiege zur roten Toni, einer der letzten aufrechten Sozialdemokratinnen im Bau, hinauf, für die ich montags und donnerstags einkaufen ging. Nach der Hüftoperation fiel ihr das Stiegensteigen schwer. Zwar gab es einen Aufzug im Haus, allerdings erst ab dem Halbstock, zu dem man sieben Stufen überwinden musste.
Die Toni war schon angezogen und ließ mich hinein. Auf dem Esstisch stand neben ihrem ausgeschlagenen Steinguthäferl eine Kaffeetasse. »Hast heut schon Besuch g’habt?«
»Da Stani woa do. Er hod mir des Fernsehkastl gricht. De Senda san imma ausgfoin.«
Ich griff nach der Einkaufsliste.
»Bei da Erni wird de Wohnung ausgramt.«
»Hob i gsehn«, antwortete ich und überflog, was die rote Toni notiert hatte.
»Da Stani muass olle Leitungen mochn, bevua de neichn Mieta eiziagn.«
»I weiß, seine Firma hat ja einen Vertrag mit der Gemeinde«, nickte ich.
»Oba ins Heim geh i ned.«
»Wieso ins Heim?«, fragte ich, die Türschnalle bereits in der Hand.
»Da Stani hod gmand, dass i’s durtn bessa häd, wäu de oidn Wohnungen komplett renoviert g’hern. Er sogt, dauernd gibt’s Scherereien, amoi mit de Leitungen, daun wieda mitn Strom …« Die Toni kam mir richtig aufgelöst vor. »Solang wir zsammhelfen, brauchst du gar nirgends hin«, beruhigte ich sie und setzte mich noch ein bisserl zu ihr. Einkaufen konnte ich später immer noch.
Natürlich hatte die Erni eine Lücke hinterlassen. Mir fehlten vor allem ihre trockenen Kommentare, mit denen sie uns so oft zum Lachen gebracht hatte. Trotzdem kam es mir nach wenigen Treffen vor, als wäre Dragica schon immer dabei gewesen. »Hobts g’hert?«, sagte sie, noch bevor sie sich niedergesetzt hatte. Ihre dunklen Augen funkelten. Ich stellte gerade den letzten Kegel für das Mensch ärgere Dich nicht-Spiel auf und wartete auf die angekündigte Neuigkeit.
»Bei altes Frau Novacek hot’s Untersuchung geben.«
»Wie?« In meinem Magen rumorte es.
Der Tratsch, mit dem Dragi aufwartete, kam immer direkt von der Quelle. Denn sie war nicht nur mit Rosl, der Ordinationshilfe des praktischen Arztes in unserem Gemeindebau, befreundet, sondern putzte auch regelmäßig dort. So erfuhren wir nicht nur das, was die Suchanek-Elfie aus dem Wartezimmer berichtete, sondern auch einiges von dem, was sich hinter der gepolsterten Tür im Behandlungszimmer abspielte.
»Na, waßt eh. Tote hom s’ ausgroben und aufgschnitten.«
»Exekution«, sagte die Zuckerwatte fachkundig.
»Exhumierung«, verbesserte ich sie. Den Fachausdruck kannte ich aus Kreuzworträtseln.
Die Erika warf mir einen bösen Blick zu.
Dragi hatte sich eine neue Zigarette angezündet und ließ den Rauch aus ihren Nasenlöchern strömen.
»Haben s’ was gfunden?«, fragte ich.
Dragica ließ sich Zeit und nahm einen weiteren tiefen Zug von ihrer Memphis. »Ihr Nichte hat glaubt, irgendwas stimmt ned. Sie sogen, a Sparbuch is weg und Goldschmuck is a nimmer do. Dabei hat altes Novacek ihrer Nichte Sochen zagt, kurz bevor sie is gstorben. Olles woa bei Unterwäsch versteckt.«
»Da schaun die Einbrecher doch immer gleich als Erstes nach«, warf ich ein. Solche ermittlungstechnischen Details wusste ich aus den Krimis, die ich haufenweise las.
»Was hat jetzt die Untersuchung ergeben?«
Dragicas Blick hatte sich verfinstert. »Nix. Oba Doktor woa sehr grantig. Das weiß i von Rosl.« Die Ex-Jugoslawin hatte schon öfter erzählt, dass Rosl, Trabeks Sprechstundenhilfe, unter den Launen des Arztes litt. Offenbar hatte sie sich wieder einmal bei der Putzfrau ausgeweint.
»Und wieso war er zwida?«
»Na hot er Theater g’hobt. Wenn ana sogt, Doktor orbeit nix gut …«
Ich beugte mich vor und stieß dabei einen blauen Kegel um. »Wär es gscheiter, wenn ma nicht einmal ordentlich untersucht, ob bei der Erni nachg’holfn worden is?«
»Nicht wahr!« Die Zuckerwatte-Erika hatte die Augen weit aufgerissen. Auch die anderen schauten mich überrascht und entsetzt an.
Ich ärgerte mich über meine unbeherrschte Bemerkung. Wie sollte ich den anderen das ungute Gefühl erklären, das mir, seit Erni gestorben war, keine Ruhe mehr ließ? Dragi winkte ab. »Nema Einbrecher, nema Mörda! Is nix aussekumma, gaunze Aufregung umsunst.«
»Eh kloar, hob i mia jo glei denkt«, sagte die Gummi-Hilde und legte die Würfel auf das Spielbrett.
»Aber der Schmuck ist weg!«, wandte die Christl ein, deren nachdenklicher Blick auf mir ruhte.
»Den hom s’ am End beim Ausraman übasegn«, erklärte die Gummi-Hilde und würfelte einen Sechser. »I hob a wos in an Etui auf de Unterseitn von an Ladl pickt.«
Mir fielen die Küchenkästen aus Ernis Wohnung ein, die damals im Dreck neben dem Mistkübel gelagert waren.
»Dann hat das Mädl Pech gehabt!« Die Zuckerwatte überholte meinen gelben Kegel mit ihrem roten.
»Womöglich hat sich ein Mistkübler über den Fund gfreut«, spekulierte ich. Aus einem der offenen Fenster hörte man Geschirr klappern. Ein Hund bellte.
»Wieso hob i ned so viel Glick?«, raunzte Dragi und schmiss Erikas Kegel knapp vor dem Ziel aus dem Spiel.
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