Karin Ackermann-Stoletzky - Was meine Mutter früher erzählte

Здесь есть возможность читать онлайн «Karin Ackermann-Stoletzky - Was meine Mutter früher erzählte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Was meine Mutter früher erzählte: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Was meine Mutter früher erzählte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

„Meine Mutter erzählte mir früher immer …“ So beginnen die Geschichten in diesem Buch. Und dann nimmt die Autorin ihre Leser mit auf eine Reise in die Welt vor rund 60 Jahren: auf den beschwerlichen Fußweg in die Schule, in die immer aufgeräumte Schusterwerkstatt des Vaters oder die lecker duftende Küche der Großmutter. Die kleinen Erzählungen für Menschen mit Demenz werden ergänzt durch anregende Fragen, Interaktionsmöglichkeiten und Gesprächsvorschläge – ideal zum Vorlesen und Ins-Gespräch-Kommen, ob im Pflegeheim oder zuhause, zu zweit oder in der Gruppe.

Was meine Mutter früher erzählte — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Was meine Mutter früher erzählte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Nix“, hat Hans gestammelt. Aber Fräulein Schneider hat ihn nur streng angeschaut, und dann hat er den Frosch aus der Tasche geholt und auf die Hand gesetzt. Der Frosch war dick und dunkelgrün, und beim Quaken blähte sich sein Hals ganz weit auf. Plötzlich ist er mit einem großen Satz genau auf die Brust von Fräulein Schneider gesprungen. Da hat die aber geschimpft! „Los, fangt den ein!“, hat sie gerufen, und wir sind alle über Tische und Bänke auf Froschjagd gegangen. Ich hätte ihn sogar erwischen können, aber ich mochte ihn nicht anfassen. „Wenn du dich nicht traust, kriegst du nie einen Prinzen!“, hat Hans gerufen und gelacht. Dann hat er seinen Frosch selbst wieder eingefangen und aus dem Klassenzimmer befördert. Natürlich nicht, ohne ihn mir vorher noch mal unter die Nase zu halten und zu fragen: „Und, willst du ihn nicht mal küssen? Vielleicht wird es ja was!“ Fräulein Schneider hat fast gelacht, ich hab es genau gesehen, aber dann hat sie schnell ein strenges Gesicht gemacht und mahnend „Hans!“ gesagt. Zur Strafe musste er dann zu Hause 30 Mal auf seine Tafel schreiben: Ich darf den Unterricht nicht stören.

„So war das in der alten Zeit“, hat meine Mutter dann oft gesagt. „Lang ist es her, und doch erinnere ich mich, als wäre es gestern gewesen!“

картинка 13 Biografische Fragen

Können Sie sich auch an Streiche aus Ihrer Kindheit erinnern? Was haben Sie so angestellt?

Haben Sie in der Schule auch schon mal eine Strafe bekommen? Wenn ja: Welche?

Welche Charaktereigenschaften wurden Ihnen als Kind nachgesagt? Waren Sie schüchtern, wagemutig oder gar frech? Hatten Sie einen Spitznamen?

Hatten Sie ein Kuscheltier oder eine Lieblingspuppe? Welchen Namen hatte es/​sie?

Welche Spiele haben Sie mit anderen Kindern gespielt?

картинка 14 Dekorationsideen

Legen Sie Schiefertafeln und Griffel, Schulhefte und Füller bereit. Beschreiben Sie diese mit kurzen Texten in Sütterlinschrift oder Normalschrift. Das Sütterlin-ABC finden Sie im Internet, z. B. hier: www.suetterlinschrift.de. Die Sütterlinstube „übersetzt“ Ihnen Texte aus der aktuellen Schriftsprache in die Sütterlinschrift: www.suetterlinstube-hamburg.de

Der Frühling kommt

„Als ich ein Kind war“, hat meine Mutter oft erzählt, „da war das Jahr so unglaublich lang! Wie dehnte sich damals die Zeit von einem Geburtstag bis zum nächsten, wie krochen die Tage dahin von Weihnachten bis Ostern! Irgendwie scheint es mir immer so, als wäre die Zeit für Kinder eine andere als die, die wir Erwachsenen erleben.

Ich fieberte jedes Jahr darauf, dass endlich der Frühling kommen möge. Der Winter in Ostpreußen war lang und hart, mit so viel Schnee, dass man darin versank. Aber wenn das Eis auf den Seen und Flüssen eine Wasserschicht bekam, wenn die Krähen sich wieder auf den Äckern sammelten und die Sonne immer mehr Löcher in die Schneedecke wärmte, dann wussten wir: Der Frühling kommt. Meist ging das ganz schnell. Nur wenige Tage dauerte es, bis die endlos lange Starre des Winters sich in eine strahlende Frühlingspracht verwandelt hatte.

Wenn die Sonne dann immer mehr an Kraft gewann, wenn sich die ersten Schneeglöckchen durch die Schneedecke trauten, dann war das wie eine Erlösung für mich. Endlich! Ich sehnte jeden grünen Fleck herbei und sprang vor Freude über jeden Krokus mindestens zwei Meter hoch – so kam es mir jedenfalls vor. Dann kamen bald die Kiebitze und später die Stare und Störche. Im Wald roch alles nach Frühling, und wenn die Morgensonne durch das erste Grün der Bäume fiel, dann wusste man, dass die lange Zeit des Winters endlich vorüber war.

Winter ade sangen wir dann in der Schule. Das ging so:

Winter ade!

Scheiden tut weh.

Aber dein Scheiden macht,

Dass mir das Herze lacht!

Winter ade!

Scheiden tut weh

Winter ade!

Scheiden tut weh.

Gerne vergess ich dein,

Kannst immer ferne sein.

Winter ade!

Scheiden tut weh.

Winter ade!

Scheiden tut weh.

Gehst du nicht bald nach Haus,

Lacht dich der Kuckuck aus!

Winter ade!

Scheiden tut weh.

Ich wartete besonders auf die Weidenkätzchen. Oft stand ich dann am Baum und schälte die kleinen, weichen Kätzchen aus der braunen Schale, die sie schützend umgab. Ich streichelte sie vorsichtig, und es kam mir fast so vor, als würde ich das Fell einer echten Katze berühren.

Wenn im März dann endlich die Kälte wich, wenn Märzwind und Sonne die nassen, lehmigen Wege trockneten und sich die ersten wilden Narzissen, Veilchen und Buschwindröschen zeigten, dann war ich so glücklich, dass ich laut singen musste. „Anni ist wieder im Frühjahrsrausch!“, spottete mein Bruder Walter dann.

„So war das in der alten Zeit“, hat meine Mutter dann oft gesagt. „Lang ist es her, und doch erinnere ich mich, als wäre es gestern gewesen!“

картинка 15 Biografische Fragen

Wo sind Sie groß geworden, in der Stadt oder auf dem Land?

Wie war der Frühling in der Stadt? Wie war der Frühling auf dem Land?

Waren Sie als Kind am liebsten draußen in der Natur oder lieber in Ihrem Elternhaus?

Fallen Ihnen Frühlingslieder oder Frühlingsgedichte ein? Frühlingslieder und Texte zur Anregung finden Sie zum Beispiel im Volksliederarchiv: www.volksliederarchiv.de/​fruehlingslieder

картинка 16 Dekorationsideen

Stellen Sie Körbchen mit Frühlingsblumen in die Tischmitte, und verteilen Sie wilde Frühjahrsblüher und Weidenkätzchenzweige auf dem Tisch. Die Wildblumen und Kätzchenzweige sollten in Reichweite der ZuhörerInnen liegen. Anfassen und beschnuppern ist ausdrücklich erwünscht! Das Ganze können Sie durch eine Duftschale mit Frühlingsdüften ergänzen (z. B. Maiglöckchen).

Fragen zur Dekoration

Kennen Sie diese Blumen hier?

Mögen Sie den Duft?

Wie der Pastor beinah von der Kanzel fiel

„In unserer Kirche hing rechts oben eine hölzerne Kanzel an der Wand“, erzählte meine Mutter mir einmal. „Zu der musste man über eine Treppe hinaufsteigen. Wenn wir mal allein in der Kirche waren, war es unser größter Spaß, heimlich dort hinaufzugehen und zu predigen. „Liebe Gemeinde, ich sage euch, ihr solltet immer nett zu euren Kindern sein! Und Süßigkeiten solltet ihr auch nicht verbieten!“ Wenn wir dabei erwischt wurden, gab es natürlich einen riesengroßen Ärger, aber wir machten es trotzdem immer wieder.

Jeden Sonntag stieg unser Pastor zur Predigt hinauf, während wir noch ein Lied sangen. Dann schlug er die große Bibel auf und begann mit seiner Sonntagspredigt. Und alle Zuhörer waren still und ernst und hörten ihm zu, auch wenn es manchmal schwerfiel. Denn er redete so lange und so langweilig!

Einen Sonntag werde ich aber immer im Gedächtnis behalten, und zwar den, als der Pastor fast von der Kanzel gefallen wäre!

Die ganze Gemeinde sang gerade „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“, als Pastor Jakobs flott nach oben schritt und in die Kanzel stieg. „Ach je!“, schrie da plötzlich die alte Frau Schneider und zeigte nach oben: Da sah man den Fuß von Pastor Jakobs unten aus der Kanzel ragen. Wahrscheinlich war ein Brett morsch geworden, jedenfalls war er durchgebrochen! Zuerst waren wir alle sehr erschrocken, aber dann hörten wir von oben das tiefe, laute Lachen unseres Pastors, und wie eine Welle schwappte das Lachen durch die ganze Kirche.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Was meine Mutter früher erzählte»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Was meine Mutter früher erzählte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Was meine Mutter früher erzählte»

Обсуждение, отзывы о книге «Was meine Mutter früher erzählte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x