Christiane Barckhausen - Tina Modotti
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Christiane Barckhausen näherte sich dieser beeindruckenden 'Frau des 20. Jahrhunderts' aus dem mit ihr empfundenen Widerstreit zwischen Kampf und Kunst.
Tina Modotti lebte beides.
Als Fotografin schuf sie Kunstwerke in Licht und Schatten, als Revolutionärin tauschte sie die Kunst gegen den organisierten Kampf für eine menschliche Welt.
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1897 oder 1898 ging Giuseppe Modotti mit Frau und drei Kindern nach Kärnten, wo der zweite Sohn Ernesto im Alter von dreieinhalb Jahren an »tuberkulöser Meningitis« starb. Die Gründe für eine Emigration mit der ganzen Familie können nur vermutet werden. 1897 hatte der Udinenser Sozialistische Kreis – geleitet unter anderem von Demetrio Canal – einen Streik der Spinnerei-Arbeiterinnen organisiert und unterstützt und wurde deshalb von den Behörden verboten. Gehörte Giuseppe Modotti zu diesem Kreis und wurde auch er auf eine schwarze Liste gesetzt? Fürchtete er, in der Heimatstadt keine Arbeit mehr zu finden? Versprach er sich in Kärnten bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Oder suchte er eine freiere Atmosphäre, in der er im Einklang mit seinen sozialistischen Ideen leben konnte? Wurde er möglicherweise sogar von seinen sozialistischen Genossen nach Kärnten geschickt, um dort unter den italienischen Arbeitern politisch aktiv zu sein?
Der erste Wohnort der Familie in Kärnten war die kleine, durch ihre Jagdwaffenproduktion bekannte Stadt Ferlach. Hier hatte man 1887 das erste Maschinenhaus errichtet, und es ist möglich, dass fähige Mechaniker aus der engeren und weiteren Umgebung gebraucht wurden. Giuseppes einziger Enkelsohn Tullio behauptete bis zu seinem Tode, sein Großvater sei in Österreich »Fabrikdirektor« gewesen. Dafür finden sich in den Archiven keinerlei Hinweise, und es dürfte sich hier um eine in der Familie überlieferte Legende handeln, die im Laufe der Jahre geschönt und ausgemalt wurde. Giuseppe Modotti selbst wies sich Jahre später im Hafen von New York bei der Befragung durch die Einwanderungsbehörden als »Ingenieur« aus.
Um die Jahrhundertwende geriet die Ferlacher Jagdgewehr-Industrie in eine tiefe Krise, und die Betriebe wurden auf die Produktion nützlicher Haushaltsgegenstände umgestellt. Eines der Fabrikgebäude wurde an einen Fahrradhersteller verpachtet, der die Rahmen seiner Fahrräder aus Bambus anfertigen ließ – eine in dieser Berglandschaft willkommene und sinnvolle Erfindung. In dieser Fahrradfabrik arbeitete Giuseppe Modotti im Jahre 1898, als seine Tochter Valentina geboren wurde. Die Familie wohnte in einem langgestreckten, einstöckigen Gebäude im Zentrum der Stadt. Die ältesten Einwohner Ferlachs erinnerten sich, als ich sie in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts befragte, noch gut daran, wie sie als Kinder die Polenta probierten, die von den italienischen Frauen oft im Freien zubereitet wurde.
Der Ferlacher Fahrradfabrik war kein langes Leben vergönnt, so dass die Familie Modotti um das Jahr 1900 nach St. Ruprecht übersiedelte, in einen kleinen, heute zur Stadt Klagenfurt gehörenden Ort. Hier brachte Assunta Mondini 1901 und 1903 ihre Kinder Yolanda und Benvenuto zur Welt und wurde bei beiden Entbindungen von der slowenischen Hebamme Mathilde Modric unterstützt.
Eine Besonderheit der Kärntner Arbeiterbewegung war ihr gelebter, praktischer Internationalismus – auch wenn die Arbeiter dieses Wort vielleicht noch nie gehört hatten. Italiener und Slowenen arbeiteten in dieser Region, die noch heute als »Dreiländereck« bekannt ist, Seite an Seite mit ihren österreichischen Kollegen. Sie alle waren, ungeachtet ihrer Nationalität, billige Arbeitskräfte, die der Willkür der Unternehmer nur begegnen konnten, wenn sie die Sprach- und Nationalitäten-Grenzen überwanden. So war es kein Zufall, dass gerade die Arbeiterbewegung jener Jahre besonderen Wert auf die Erziehung zur Solidarität und zum Miteinander legte und in der Praxis die spätere Losung der Kommunistischen Internationale, »Proletarier aller Länder, vereinigt euch«, vorwegnahm.
Tina Modotti hat noch Jahrzehnte später voller Begeisterung von den Mai-Kundgebungen erzählt, bei denen ihr Vater sie auf den Arm nahm, damit sie die Arbeiter mit den erhobenen Fäusten besser sehen konnte. Als sie 1905 nach Udine zurückkehrte, um dort wenig später, im Alter von zwölf Jahren, Fabrikarbeiterin zu werden, brachte sie nicht nur die Kenntnis der deutschen Sprache mit, sondern auch ein Gespür für soziale Ungerechtigkeiten und für die Notwendigkeit der internationalen Klassensolidarität. Es ist gut möglich, dass diese frühen Kindheitserfahrungen viele Jahre später, als sie sich zur Mitarbeit in der Internationalen Roten Hilfe entschloss, eine wichtige Rolle spielten.
Am 19. August 1905, elf Tage vor der Geburt seines letzten Sohnes, Giuseppe, nahm Vater Modotti zusammen mit seiner dreizehnjährigen Tochter Mercedes das Schiff nach Amerika. Dass ein Familienvater seine Frau so kurz vor der Entbindung allein ließ, ist mehr als erstaunlich. Entweder war Giuseppe Modotti gezwungen, das Land geradezu fluchtartig zu verlassen, oder er war alles andere als ein sorgender Ehemann und Vater.
Bei der Ankunft in New York gab er dem Einwanderungsbeamten zu Protokoll, er wolle zu seinem Bruder Francesco nach Turtles Creek reisen. Von dort aus siedelte er etwa zwei Jahre später nach San Francisco um, wo nach dem schweren Erdbeben von 1905 die Aufbauarbeiten in Gang kamen und er sich bessere Möglichkeiten erhoffte, das für die Übersiedlung der Familie nötige Geld zu verdienen. Im Jahre 1932 schrieb Tina Modotti in Beantwortung eines Fragebogens der Kommunistischen Internationale über die Jahre ihrer Kindheit, der Vater habe manchmal monatelang kein Lebenszeichen gegeben und auch kein Geld schicken können, so dass die Familie in Udine »praktisch von der Wohlfahrt« leben musste.
Der amerikanische Autor Robert D’Attilio hat herausgefunden, dass Giuseppe Modotti 1908 im Branchen-Adressbuch von San Francisco als Mitinhaber eines Geschäfts für »künstlerische Fotografie« eingetragen war und vermutet, dass die Fotografie in Tinas Leben schon sehr früh eine Rolle spielte. Italo Zannier berichtet von einem Besuch des Fotografen Pietro Modotti in New York im Jahre 1909. Es wäre denkbar, dass die beiden Brüder Giuseppe und Pietro Modotti damals planten, in San Francisco ein fotografisches Studio zu betreiben, und dass Giuseppe das gemeinsame Unternehmen vorausschauend anmeldete. Wenn es solche Pläne gab, so wurden sie jedoch nicht verwirklicht, denn schon im Jahre 1909 erschien Giuseppe Modotti im Adressbuch als Inhaber einer Werkstatt für die Herstellung und Reparatur von Maschinen.
Giuseppe Modotti konnte bei seiner Abreise aus Italien nicht ahnen, dass es 15 Jahre dauern würde, ehe er die Familie in Amerika wieder vereint sehen würde. Im Jahre 1913 hatte er gerade genug verdient und gespart, um seine Tochter Tina zu sich nach San Francisco zu holen.
Daheim in Udine war Tina seit ihrem zwölften Lebensjahr die einzige, die durch ihre Arbeit in einer Textilfabrik den Lebensunterhalt für Mutter und Geschwister verdiente. Sie hatte – nach eigenen Angaben – zum Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme vier Klassen der Grundschule absolviert. Einige US-amerikanische Modotti-Forscher/Innen bezweifeln allerdings, dass die in Udine zurückgebliebenen Mitglieder der Familie in Armut gelebt haben und halten dies für ein Element der »Legendenbildung«. Eine Gruppe von Forscherinnen aus Udine hat jedoch in den Archiven der Stadt Belege dafür gefunden, dass sowohl Tina als auch ihre Geschwister Valentina, Yolanda und Benvenuto auf Grund der Armut, die im Elternhaus herrschte, einen städtischen Zuschuss für Lehrmittel bekamen. Außerdem kamen sie in den Genuss der kostenlosen Schulspeisung, die damals pro Kind aus 100 Gramm Weißbrot, 25 Gramm Emmenthaler Käse und 15 Gramm rohem Schinken bestand. Belegt ist auch, dass Tina am 31. März 1909 gezwungen war, die Schule zu verlassen. Während ihrer vier Schuljahre hatte sie in allen Fächern gute Noten aufweisen können – mit Ausnahme der sogenannten »frauentypischen Verrichtungen«. Auch in der italienischen Sprache waren ihre Leistungen anfangs noch mangelhaft, was darauf hinweist, dass in der Familie hauptsächlich oder ausschließlich das »Friulano« gesprochen wurde.
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