Johannes Sachslehner - Abbazia

Здесь есть возможность читать онлайн «Johannes Sachslehner - Abbazia» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Abbazia: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Abbazia»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Wer immer in österreichisch-ungarischen Landen an Fernweh litt und vom Süden träumte, dachte an Abbazia (Opatija). Abbazia – das war die klangvolle Metapher für die große Sehnsucht, für das kakanische Paradies schlechthin. Man schwärmte vom milden Klima Abbazias und von seiner Exklusivität, von seinen „Strandseebädern“und Prachthotels, von seinen modernen Kuranstalten und luxuriösen Villen. Hier traf sich die vornehme Gesellschaft aus Wien, Prag und Budapest; man logierte im „Quisisana“ oder im „Kronprinzessin Stephanie“, promenierte am Strandweg nach Lovrana und dinierte im „Adriaclub“. Gestützt auf umfangreiches Quellenmaterial schildert Johannes Sachslehner in diesem reich illustrierten Band den Aufstieg Abbazias von der kleinen „klimatischen Winterstation“ der k. k. priv. Südbahn-Gesellschaft zum mondänen Seebad an der Österreichischen Riviera, einfühlsam zeichnet er das Bild einer versunkenen Zauberwelt

Abbazia — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Abbazia», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать
Vorsichtige Annäherung an das Meer das Bad Algraphie von Stephanie Glax aus - фото 27

Vorsichtige Annäherung an das Meer: das Bad. Algraphie von Stephanie Glax aus dem Mappenwerk „Abbazia“ (1906).

Der erfahrene Kurort-Kenner Billroth spart denn auch nicht mit konstruktiver Kritik, was Details der Ausstattung und Organisation im Hotel Quarnero betrifft: „Der jetzige Raum für die gemeinschaftlichen Mahlzeiten ist als Table d’hôte-Saal eine Unmöglichkeit. Er muss mit der Wandelbahn zusammen allgemeines Gesellschaftslokal werden, in welchem unter keiner Bedingung geraucht werden darf. Es gehören Tische mit Zeitungen, Journalen und eine Bibliothek hinein, Billard und Spieltische. Die sogenannte Wandelbahn muss in einen Wintergarten umgewandelt werden. Dann wird dieses Gesellschaftslokal mit seinem Ausblicke aufs Meer nicht seines Gleichen haben. Die sämtlichen Zimmer unten rechts vom Eingange, wo jetzt das Lesezimmer und die kleinen Salons für die Separatdiners sind, müssen Restauration werden, wo geraucht werden darf, denn der deutsche Mann setzt sich gern Abends mit einer Flasche guten Weins und mit der Zigarre zu Anderen zum Plausch zusammen. Der Table d’hôte-Saal muss nach oben verlegt werden, wo auch außer der Table d’hôte-Zeit (1/​2 2 und 6 Uhr) gefrühstückt und à la carte gespeist werden kann und wo nie geraucht werden darf. Der große Saal in der Villa Angiolina mit seiner Terrasse muss zum Café werden; an die Stelle des unnützen Podiums gehört ein nobles Buffet. Es wäre sehr wünschenswerth, dass die erwähnten Veränderungen bald eintreten; denn es ist eine Illusion, dass sich diese Verhältnisse durch den Bau des neuen, großen Hotels ändern werden, weil dasselbe aus lokalen Gründen nie durch einen gedeckten Gang mit dem Hotel Quarnero verbunden werden kann.“

Drei Jahre später wird der britische Entdeckungsreisende Sir Richard Francis Burton ähnliche Forderungen erheben (siehe unten); auch dessen Wunsch nach einem professionellen Hotelmanagement nimmt Billroth schon vorweg: „Es fehlt ein im großen Style durchgebildeter Maître d’hôtel, der vom Buffet aus wie in den großen Schweizer Hotels in Frack und weißer Halsbinde die Table d’hôte (sie mag aus 2 oder 40 Personen bestehen) dirigiert und jedes kleinste, formelle Versehen sofort bemerkt und behebt. Jetzt sind nur Österreicher, Ungarn, Polen und Berliner im Hotel, die sich in die sogenannte Gemütlichkeit der Menage fügen. Separatdiners sollten nur außerhalb der Table d’hôte-Zeit und theurer servirt, wenn sie nicht mehr Gänge haben als die Table d’hôte, weil sie besonderes Service brauchen.“ Für einen „europäischen Kurort“, wie er angestrebt sei, müsse man sich eben in die „internationalen Sitten“ fügen und offensichtliche Fehler vermeiden, dazu gehörten etwa das der „chaotische Zustand“ an der table d’hôte oder die Beleuchtung der Hotelkorridore durch Petroleumlampen (siehe dazu auch Kapitel „Kuralttag mit grantigem Helden“).

Eingedenk seiner Aufgabe, Abbazia als neues Reiseziel zu propagieren, kommt Billroth auch auf die Preise zu sprechen und holt dazu, rechtfertigend, weit aus: „In jedem Ort der Welt, Petersburg, London, Nizza, Monte Carlo nicht ausgenommen, kann man als Fremder bei gleichen Ansprüchen billiger leben als in Wien. Man zahlt im Hotel Quarnero 16 – 18 fl. für ein kleines, 26 – 28 fl. für ein großes Zimmer per Woche; für die Verköstigung im Abonnement 4 fl. Eine eigentliche Pension, d. h. Pauschalbeträge für Wohnung und Verköstigung zusammen, kann es dort so lange nicht geben, als das Hotel von der Südbahn direkt verwaltet wird und der (sic!) Restaurant für sich arbeitet. Das wäre auch noch zu bessern. Man muss für Wohnung, Beköstigung, Erleuchtung, Vino nostrano, Service etwa täglich 10 fl. rechnen, was ja der Fremde in Wien, wenn er behaglich, aber dabei bescheiden leben will, für die gleichen Bedürfnisse auch aufwenden muss. Viel billiger kann man es in Abbazia unter den gegebenen Verhältnissen nicht verlangen.“

So kritisch Billroth in manchen Details ist und so bereitwillig er auch einräumt, dass es „noch viel in Abbazia zu thun gibt“, so entschieden hält er an seiner großen Vision fest: dass Abbazia „einen Weltruf begründen“ werde. Voraussetzung dafür sei der Bau einer Uferpromenade und das Anlegen entsprechender Straßen – damit revidiert er seine unbedachte Behauptung von den „trefflichsten Straßen“ im Hanslick-Brief –, aber auch die Errichtung eines Fußweges hinauf auf den Monte Maggiore und einiger mit Bänken versehener Schutzhäuser entlang dieses Pfades.

Billroth schließt seinen „offenen Brief“ an den Herrn Dr. Wittelshöfer mit einer persönlichen Impression, die verrät, dass der Pionier der Bauchchirurgie, der eben mit einer „Modifikation“ der Magenresektion die Fachwelt beeindruckt hat, auch ein feiner Genießer ist: „Wer an einem sonnigen Dezembertag in Moschenizza in lustiger Gesellschaft im Freien Risotto, Scampi und Maroni arostiti mit dem feurigen Wein von Ika gefrühstückt hat, das herrliche Landschaftsbild der Ufer des Quarnero vor sich, der wird meine Liebhaberei für diesen südlichen, heimlichen Winkel unseres herrlichen Landes begreifen. Ich wünsche Ihnen gleich fröhliche, erfrischende Tage, wie ich sie in unserem Abbazia verlebt habe.

Ihr Th. Billroth“

Villa am Meer bei Abbazia Gemälde von Lea von Littrow um 1912 Galerie - фото 28

Villa am Meer bei Abbazia. Gemälde von Lea von Littrow, um 1912. © Galerie Kovacek & Zetter, Wien.

Theodor Billroth bleibt Abbazia buchstäblich bis zum Tode treu: Er stirbt hier am 6. Februar 1894 an Herzversagen. Seine Verdienste bleiben unvergessen: Am 26. Oktober 1907 wird die Gedenktafel für Theodor Billroth enthüllt, Julius Glax würdigt in seiner Rede noch einmal die Bedeutung des Chirurgen für den Aufstieg Abbazias, als Freund Friedrich Schülers, des Gründers der Österreichischen Riviera, habe er seine ganze Aufmerksamkeit, seine Liebe und seine Sorgen dem jungen Abbazia gewidmet.

Schon 1890 können Josef Rabl und Anton Silberhuber in ihrem Führer Wintercurort und Seebad Abbazia stolze Bilanz ziehen: „Und so sind denn für die Gestade des heiligen Jacob neue Tage des Glanzes erschienen. Tage eines beispiellosen, fast märchenhaften Aufschwunges, dessen segensreiche Consequenzen sich nicht alleine auf die Küste, sondern allmälig auch auf andere Theile des so traurig-verarmten, aber an eigenthümlichen Naturschönheiten überreichen Istriens erstrecken dürften.

Die Bucht von Preluca einst berühmt für den Thunfischfang Photochromdruck um - фото 29

Die Bucht von Preluca, einst berühmt für den Thunfischfang. Photochromdruck, um 1890. Die steil aufgerichtete „Leiter“ diente den Fischern als „Beobachtungsstation“ – von ihnen aus spähten sie nach der Ankunft eines Thunfischzuges. Gefangen wurden die Thunfische in großen Netzen, genannt „Tonnara“.

Die Geschichte der Menschheit aber wird die Schöpfung von Abbazia als eine humanitäre und civilisatorische That feiern, und den Namen ihres Urhebers, des General-Directors Friedrich Schüler, der Unvergänglichkeit überliefern.“

Volosca mit der zweitürmigen Jesuitenkirche die Theodor Billroth so gar nicht - фото 30

Volosca mit der zweitürmigen Jesuitenkirche, die Theodor Billroth so gar nicht ins südländische Bild passen wollte.

Конец ознакомительного фрагмента.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Abbazia»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Abbazia» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Eduard Vilde - Suguvend Johannes
Eduard Vilde
Reinhard-Johannes Moser - Der Kuss der Schwarzen Papua
Reinhard-Johannes Moser
Johannes Sachslehner - 1918
Johannes Sachslehner
Johannes Sachslehner - Rosen für den Mörder
Johannes Sachslehner
Johannes Sachslehner - Das nationalsozialistische Wien
Johannes Sachslehner
Johannes Sachslehner - Alle, alle will ich
Johannes Sachslehner
Johannes Sachslehner - Unterirdisches Österreich
Johannes Sachslehner
Johannes Sachslehner - Der Henker
Johannes Sachslehner
Johannes Sachslehner - 365 Schicksalstage
Johannes Sachslehner
Johannes Sachslehner - Zwei Millionen ham'ma erledigt
Johannes Sachslehner
Hans Heidsieck - Frauenraub in Abbazia
Hans Heidsieck
Отзывы о книге «Abbazia»

Обсуждение, отзывы о книге «Abbazia» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x