Johannes Sachslehner - Abbazia

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Wer immer in österreichisch-ungarischen Landen an Fernweh litt und vom Süden träumte, dachte an Abbazia (Opatija). Abbazia – das war die klangvolle Metapher für die große Sehnsucht, für das kakanische Paradies schlechthin. Man schwärmte vom milden Klima Abbazias und von seiner Exklusivität, von seinen „Strandseebädern“und Prachthotels, von seinen modernen Kuranstalten und luxuriösen Villen. Hier traf sich die vornehme Gesellschaft aus Wien, Prag und Budapest; man logierte im „Quisisana“ oder im „Kronprinzessin Stephanie“, promenierte am Strandweg nach Lovrana und dinierte im „Adriaclub“. Gestützt auf umfangreiches Quellenmaterial schildert Johannes Sachslehner in diesem reich illustrierten Band den Aufstieg Abbazias von der kleinen „klimatischen Winterstation“ der k. k. priv. Südbahn-Gesellschaft zum mondänen Seebad an der Österreichischen Riviera, einfühlsam zeichnet er das Bild einer versunkenen Zauberwelt

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Julius Glax verlegt ab 1885/​86 seine Winteraufenthalte und ab Sommer 1887 seinen ständigen Wohnsitz nach Abbazia; gemeinsam mit seinem Freund Graf Benedikt Giovanelli, dem Statthaltereirat von Triest, arbeitet er die Kurordnung für Abbazia aus, die zur Grundlage des Landesgesetzes vom 4. März 1889 wird, mit dem der Ort das Kurstatut verliehen erhält. Im Oktober 1887 wird er von Schüler zum „dirigierenden Arzt der Kuranstalten der k. k. privileg. Südbahn-Gesellschaft“ berufen und als solcher den Aufstieg Abbazias vom „Kurort-Baby“ zum „Weltkurort“ entscheidend mitgestalten. Theodor Billroth würdigt 1888 in der Wiener klinischen Wochenschrift diese Entscheidung Schülers: „Die Südbahn hat an Herrn Professor Glax eine ungewöhnlich glückliche Acquisition gemacht, wozu man den Kurort nur beglückwünschen kann; es ist das ein Vorzug von Abbazia, den ich ganz besonders hervorhebe, und den meine Kollegen zu würdigen wissen werden.“ Gleich nach Amtsantritt drängt Glax auf den Bau einer neuen Wasserleitung vom Monte Maggiore, um den Kurort mit tadellosem Trinkwasser versorgen zu können, stößt hier aber auf den Widerstand Schülers, der zuerst die bestehende Wasserleitung zu den Hotels der Gesellschaft von den sogenannten „Klara-Quellen“ südlich von Abbazia durch weitere Bohrungen absichern möchte. Das Problem der Klara-Quellen ist, dass sie in „intermittierender“ Beziehung zum Meer stehen und bei gewissen Seewasserständen Brackwasser liefern (siehe dazu auch das Kapitel „Kur-Alltag mit grantigem Halden“). Die Wasserleitung von den Hochquellen des Monte Maggiore wird schließlich erst 1897 in Betrieb genommen, der in diesem Jahr projektierte Bau des Kanalisationsnetzes 1907 fertiggestellt.

1889 wird Julius Glax Mitglied der Kur-Kommission, 1899 übernimmt er als Kurvorsteher den Vorsitz in dieser Institution und führt diesen durch zwei Jahrzehnte hindurch bis 1919. Ob Unterhaltungsveranstaltungen für die Kurgäste oder Ausflüge in die Umgebung, ob der Ankauf eines Müllverbrennungsofens oder das Anlegen eine neuen Friedhofs – ohne Glax geht nichts; Abbazia ist Glax und Glax ist Abbazia. Zu seinen prominenten Patientinnen und Patienten zählen Kronprinzessin Stephanie, die Gattin Kronprinz Rudolfs, das rumänische Königspaar Carol I. und Elisabeth (Carmen Sylva), Prinz Peter KarageorgeviĆ, der spätere König von Serbien, Prinzessin Klementine von Sachsen-Coburg-Gotha und Fürst Johannes II. von und zu Liechtenstein sowie der eigenwillige Großherzog Adolph von Luxemburg. 1894 betreut Julius Glax die Söhne des deutschen Kaiserpaars während ihres Aufenthalts in Abbazia (siehe dazu auch das Kapitel „Kaisertreffen am Quarnero“) und auch Schauspielstar Alexander Girardi, der Liebling des Wiener Theaterpublikums, der nach der Auseinandersetzung mit seiner Frau Helene Odilon im Frühjahr 1897 Erholung in Abbazia sucht, legt Wert darauf, vom „Herrn Professor“ persönlich untersucht und betreut zu werden.

Eine zweite wichtige Personalentscheidung Schülers betrifft die Direktion der Hotels und Kuranstalten der Südbahn in Abbazia, und auch hier beweist er das richtige Gespür: Am 12. September 1889 ernennt er Anton Silberhuber (1839 – 1899), den Präsidenten des Österreichischen Touristenklubs und ehemaligen Inhaber eines Reisebüros in Wien, zum Direktor und bindet damit einen der besten Tourismus-Fachleute der Habsburgermonarchie in sein Imperium ein. Silberhuber ist seit 1881 Präsident des ÖTK, der unter seiner Leitung einen enormen Aufschwung genommen hat, und Chefredakteur der Österreichischen Touristen-Zeitung ; als Reisebegleiter Kronprinz Rudolfs hat er bei Hochtouren und Bergbesteigungen auch Kroatien kennen gelernt. Beinahe ein Jahrzehnt lang wird von nun an Anton Silberhuber die Geschicke Abbazias mitbestimmen; erst mit der Verpachtung der Südbahn-Hotels an die Internationale Schlafwagengesellschaft geht seine Ära zu Ende. Am 15. Juni 1898 verlässt er den Kurort und geht nach Wien, wo er noch als „Reisemarschall“ eine Nordlandfahrt Erzherzog Karl Ludwigs und der ihm bestens bekannten Kronprinzessin-Witwe Stephanie organisiert. Anton Silberhuber stirbt am 7. März 1899.

Nachfolger Silberhubers als Direktor der Kuranstalten wird der 38-jährige Wiener Alfred Pachler, der von der Internationalen Schlafwagengesellschaft aus dem Pariser Hotel Continental nach Abbazia berufen wird. Pachler, der in Paris als Direktor-Stellvertreter tätig war, bietet, wie die Hygiea rühmend schreibt, das „ungemein ansprechende Characterbild eines zielbewussten Mannes in der Vollkraft der Jahre, der mit den höchsten fachlichen Erfordernissen ausgerüstet ist. Zu diesen gehören zunächst Weltkenntnis, Gewandtheit im Umgange und gründliche Sprachenkenntnisse; diese Erfordernisse vereinigt Herr Director Pachler im ungewöhnlichsten Maße in sich. Die Liebenswürdigkeit seiner Umgangsformen sichert ihm das höchste Ansehen unter den distinguirten Curgästen.“ Das „Corps seiner Untergebenen“ zählt 180 Menschen; bald bewundert man Pachlers Geschick, mit dem er unter seinen Mitarbeitern Disziplin zu halten weiß.

Aus dem verträumten Fischerdorf ist innerhalb weniger Jahre ein mondäner Kurort - фото 24

Aus dem verträumten Fischerdorf ist innerhalb weniger Jahre ein mondäner Kurort geworden: Panoramablick auf den Quarnero mit Abbazia und Volosca. Photochromdruck, um 1890.

Zu jenen Autoren, die bereitwillig die Werbetrommel für die Vision Schülers rühren, zählt auch Amand von Schweiger-Lerchenfeld (1846 – 1910), ehemals k. u. k. Offizier und Veteran der Schlacht von Custozza 1866, der sich mit Talent und enormem Fleiß zum wohl führenden „Sachbuchautor“ der Monarchie emporgeschrieben hat. 1883 veröffentlicht er sein Buch Abbazia. Idylle von der Adria , das in geradezu hymnischer Weise das Loblied auf das „Paradiesesgestade“ am Quarnero singt und dessen „Befähigung zu einem Winterasyle“ nachdrücklich dartun möchte. Mit den Bauplänen der Südbahngesellschaft – er spricht diskret von einer „großen Unternehmung“ – zum ersten Hotel und zu einem „still gelegenen Sanatorium“ offensichtlich bereits vertraut, greift er der Zeit voraus und denkt sich den „freundlichen Platz mit Gästen aus nah und fern bevölkert“, geschickt streut er in seinen Bericht die Versatzstücke mediterraner Traumwelten mit ein; er zitiert antike Mythen, Lord Byron und Goethe am Strand von Taormina, im Mittelpunkt stehen die einzigartige Natur und schöne Frauen, immer wieder versteht er es, Bezüge zu bekannten und touristisch bereits erschlossenen Orten am Mittelmeer zu knüpfen: „Dieser Blüthenduft zu Abbazia ist ein einziger langwährender Athemzug, den der Süden über Meere und Länder haucht. Auch in dieser Richtung schweift die Erinnerung gerne aus und schließt den Zauberring, der um das Mittelmeer und seinen schönsten Golf – die Adria – herumläuft. So ein duftumhauchtes Lauschplätzchen am Gestade von Abbazia streicht Raum und Zeit aus ihrem Zusammenhange. Man denkt an Cannes, wo die laue Seebrise über die Halbinsel von La Croisette streicht und mit frischem Blüthen-Athem die Locken schöner Frauen bethaut; oder man gedenkt jener Zauberstunde, wo im Palmenschatten der ,Promenade des Anglais‘ zu Nizza das Herz von zwei Magneten zugleich sich angezogen fühlte, von leuchtenden Frauenaugen und den Kindern Florens in den im Abendwind aufschauernden Blüthenbeeten; oder man frischt die Erinnerung an jenen Genuß auf, den man während einer Raststunde in den Gärten von Sorrent empfunden, wo man den blauen Himmel nur zwischen goldrothen Orangen sieht, und im Frühling das Haupt in den Duftwolken von Millionen von Orangenblüthen sich badet.“ In Abbazia, so Schweiger-Lerchenfelds Resümee, habe man all die Vorzüge der anderen Orte gemeinsam „zur Hand, und keinen schönern Märchengarthen gibt’s, als den, welchen wir hier durchwandern“, wer sich die Kindlichkeit des Gemüts bewahrt und die „eitle Weltlichkeit“ abgestreift habe, könne so durch „die unendliche Tiefe der Ahnungen, welche der Naturgenuß in uns erweckt“, seinen geistigen Horizont „bis auf Sonnenweiten“ öffnen und ausdehnen. Abbazia, so das erklärte Ziel, könne so etwas wie ein nationaler „Haltepunkt“ werden, eine „Localität“, einzig in ihrer Art, in der sich die Sehnsucht eines ganzen Volkes kristallisiere, ein „Altar im großen Tempel der Natur“, nur „schwerlich“ aber „ein Tummelplatz für Weltkinder“ – eine Einschätzung, mit der sich der Naturschwärmer Schweiger-Lerchenfeld kräftig irren sollte. Ein „fieberhafter Aufschwung“, so meint er warnend, könne für Abbazia nur schädlich sein, man dürfe seine „keuschen Naturreize“ nicht durch „betäubenden Luxus“ ersticken und solle es nicht zu „jenem fashionablen Cannes“ auswachsen lassen, „wo nur die britischen Erzmillionäre und depossedierte Fürsten in ihre Zaubervillen unterkriechen“, denn dann hielte die „Langeweile ihren Einzug und ertödtete das naive Vergnügen“. Die „Begründung des erforderlichen Comforts“ will er durchaus zugestehen, „fashionablen Luxus“ lehnt er jedoch ab, seine Forderung daher: „Man verschone diesen traulichen Erdenwinkel mit Cercles und Clubs, mit Taubenschießen und Theater, mit rauschendem Festgepränge und verdächtigem Spielgelichter, das bisher noch jeden aufblühenden Curort discreditiert und unleidlich gemacht hat. (…) Im Übrigen mag Abbazia bleiben, was es ist: ein trauliches Asyl für Alle, die einen grünen, sonnigen Küstenstrich aus anderen Gründen aufsuchen, als jene Weltkinder, die ohne Spiel und Sport, ohne Residenz-Odeur und Demimonde nirgends auf dieser Welt existieren können, und wäre es das leibhafte mesopotamische Paradies der Bibel.“

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