Magnus Dellwig - 1918 - Wilhelm und Wilson

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1918 - Wilhelm und Wilson: краткое содержание, описание и аннотация

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Der Erste Weltkrieg gilt als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Das wurde er vor allem durch sein Ende, das seit 1918 viele neue Konflikte schuf. «1918-Wilhelm und Wilson» spielt in der großen Politik. Es geht um die Fiktion eines Verhandlungsfriedens. Warum erst 1918? Erst dann lagen mit Wilsons 14 Punkte-Programm und dem Ende des Krieges zwischen Deutschland und dem bolschewistischen Russland neue Chancen vor, um die festgefahrenen Kriegsziele von Entente und Mittelmächten zu überwinden.

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Da ist dann der Mitteleuropäische Zollverein, der jetzt natürlich von Belgien bis in die Ukraine reicht. Da ist die Oberhoheit über die Polen und die Balten, indem der Kaiser vielleicht sogar König von Polen wird. Und dann verlangen sie von Frankreich bestimmt ein paar Kolonien. - So weit, so schlecht und nichts wirklich Neues.

Dann aber kommen die politisch erfahrenen Köpfe Stresemann und Rathenau auf die Idee und auf den Punkt, für die Durchsetzbarkeit der deutschen Ziele nicht mehr nur an eine siegreiche Westoffensive zu denken, sondern an - na was glaubt ihr? - an Woodys 14 Punkte!“

„Eine phantastische Idee, Eddy. Sollte es solch ein Gespräch mit den von dir genannten oder auch anderen, ähnlich hoffnungsvoll stimmenden Teilnehmern in Berlin wirklich dieser Tage geben, ja dann müssten wir genau das Gleiche tun: Wir hecheln Woodys 14 Punkte ganz akribisch, ganz emotionslos und von allen Seiten betrachtet durch.“

Louis Brandeis hat Oberst House Gedankenspiel mit großer Begeisterung aufgegriffen. Doch viel wichtiger ist, dass es auch den Präsidenten nicht kalt lässt. Wilson beugt sich in seinem Sessel vor und hebt den rechten Zeigefinger.

„Wir sollten vielleicht das mal versuchen: Unter den herrschenden Machtverhältnissen hier und heute, ich meine mit einem deutschen Diktatfrieden gegenüber Lenin, gestalten wir jeden einzelnen meiner 14 Punkte ganz kurz danach aus, was wir darunter verstehen und damit erreichen wollen. Und dann wechseln wir den Standpunkt. Wir fragen uns, was die Deutschen in einem Friedensvertrag durchsetzen wollen. Dabei meine ich aber eben nicht die Militaristen und Imperialisten des Kaisers, sondern einflussreiche Leute im Umfeld der Regierung. Ich meine diejenigen, die vielleicht wie wir darauf warten, dass in den nächsten Monaten der Moment kommen mag, in dem nicht mehr nur die Waffen über die Zukunft Europas entscheiden sollen.“

„Dass es hier bei ihnen so spannend werden würde, habe ich nicht im Traum gedacht, Mister President.“

Lippmann macht einen Scherz darüber, welche Sensation es bedeutete, falls der eben von Wilson und House entwickelte strategische Ansatz morgen in seiner Zeitung stünde. Louis Brandeis lacht laut auf und gibt mit einem strahlenden Lächeln zurück:

„Ja dann, lieber Walter, würdest du dich nächste Woche sicher auf einem unserer Schiffe wieder finden, die unsere US-Boys nach Frankreich hinüber fahren.“ Darüber muss auch der Präsident lachen.

„Gute Idee Louis, das merke ich mir für alle Dilettanten, aber mehr noch für die nun wirklich anstrengenden und lästigen Arroganzpinsel von den Republikanern hier in Washington, die unsere Friedenspolitik in den kommenden Monaten zu Fall bringen wollen.“

Im weiteren Verlaufe des Abends ist es wie schon am 3. Januar Edward House, der die Rolle des kreativen Schriftführers übernimmt. In Windeseile landen Notizen auf seinem Block. Er beginnt eine Seite mit der Überschrift „Wir“, auf der nächsten Seite steht einfach nur „Berlin“. Oberst House beginnt seine Aufzeichnungen auf der zweiten Seite. Dort steht nach einer weitere zwei Stunden währenden, ebenso angenehmen wie intensiv und engagiert geführten, dabei immer schonungslos offen ausgetragenen Diskussion:

1. Öffentliche Verträge: DR wird bereit sein, seine Herrschaft über Osteuropa offen zu legen, wenn wir uns beim Selbstbestimmungsrecht einigen. Lösung?!: Personalunion des Kaisers mit Polen und Baltikum; Bündnis aller neuen Staaten mit DR; ebenso Mitgliedschaft in Zollunion

2. Freiheit der Schifffahrt: DR will Flotte behalten; erreichbar bei Lösung zu 3.

3. Freier Handel: DR wird niemals auf Zollunion in Europa verzichten; Lösung für USA nur durch Kompensation zumutbar: Öffnung der Kolonialreiche gegen Öffnung Mitteleuropas.

4. Beschränkung der Rüstungen: Keine Zustimmung! Vielleicht Quoten möglich: Heer DR nicht größer als GB + F; Flotte DR mindestens 50 % GB - aber nur, wenn wir uns auch binden!

5. Kolonialer Ausgleich: Belgisch-Kongo, Marokko, Mesopotamien, Teilung portugiesischer Kolonien; abhängig von 7 + 8 - Belgien und Elsass-Lothringen.

6. Räumung Russlands: Für DR erledigt mit Brest-Litowsk; Frage, ob DR innere Selbstbestimmung gegen äußere Anlehnung und Bündnis bietet?

7. Belgien: Verzicht auf Annexion; äußere Anlehnung an DR Ziel; vielleicht militärische Neutralität bei Teilhabe an Zollunion?

8. Elsass-Lothringen: Rückgabe indiskutabel; Volksabstimmung in ethnisch strittigen Dörfern das Äußerste - vielleicht höchstens gegen wirtschaftlichen Einfluss auf Longwy / Briey.

9. Italien: Volksabstimmungen oder Expertenkommissionen denkbar - gegen Kompensation für ÖU auf dem Balkan.

10. ÖU: Innere Autonomie möglich; als Gesicht Wahren für Kaiser und Woodrow.

11. Balkan: ethnisch korrigierte Grenzen nur gegen Bündnis mit ÖU und DR.

12. Türkei: Innere Selbstbestimmung für arabische Völker; Gebietsverzicht in Arabien, südlich Kleinasiens nur bei Deal zwischen DR - GB möglich.

13. Polen: Grenze von 1914 für DR unantastbar; Osterweiterung Polens nach Ruthenien, Galizien bei Einfügen in deutschen Machtbereich.

14. Verband der Nationen: Kein Verzicht auf das Recht auf Krieg für die Mitglieder; Sonderrechte für Weltmächte.

Der Präsident hatte Oberst House am Abend dazu aufgefordert, das Blatt - aus dem inzwischen zwei geworden waren - mit sämtlichen Stichworten langsam und bedächtig vorzulesen. Gemeinsam mit Louis Brandeis und Walter Lippmann lauschte er still, beinahe andächtig der sonoren Stimme seines außenpolitischen Chefberaters. Etwas skeptisch kniff er, als Edward House geendet hatte, seine Lippen aufeinander und wiegte leicht den Kopf.

„Ein paar ganz schön harte Nüsse hast du uns da in das Hausaufgabenheft geschrieben, lieber Eddy. Doch ich bin froh darüber, dass wir für die Politik der USA einige sehr passende Antworten auf Deutschlands Weltmachtpolitik finden konnten. Das brauchst du uns aber nicht auch nochmals vorzulesen. Darauf werden wir bestimmt schon sehr bald wieder zurückgreifen.“

Der Präsident wirkt sehr nachdenklich. Doch sein Gesicht strahlt Ruhe und Zuversicht aus, als sei es seine Aufgabe stellvertretend für sein gesamtes Land ein Zeichen zu setzen und dort die innere Moral zu festigen.

„Freunde, ich sage euch: Es wird ein sehr spannendes Jahr 1918 werden. So ein Jahr hat die Welt noch nicht erlebt!“

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