Marc Bensch - Die unverhoffte Genesung der Schildkröte

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Der Journalist Paul Gram hat ein ambivalentes Verhältnis zum Begriff der Wahrheit. Seine jüngste Story über Mauscheleien zwischen lokaler Wirtschaft und Stadtverwaltung ist komplett erfunden – und doch wahr. So wahr jedenfalls, dass sie das Leben eines kriminellen Unternehmensbosses, eines frustrierten Detektivs, eines rachsüchtigen Schwindlers und eines Buchhalters mit gesichtslähmungsbedingtem Dauerlächeln komplett aus den Fugen bringt. Es entspinnt sich ein rasantes und intrigenreiches Verwirrspiel – bis einer der Protagonisten erkennt, dass sie alle nur Teil einer Geschichte sind. Die Figuren gehen auf die Barrikaden, und der Erzähler ruft in seiner Not den Leser zur Hilfe.
Ein ungewöhnlicher und intelligenter Roman über Schein und Sein, über Selbstbestimmung und Fremdsteuerung und über den Kampf des Erzählers mit seinen Geschöpfen.

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Dann drang Essensgeruch in seine Nase. Er schnupperte, drehte sich um, erblickte den Vater, der seine Neugierde registrierte.

»Du hast hoffentlich Hunger mitgebracht? Ich habe Bœuf Stroganoff kommen lassen. Spezialität meines Lieblingsküchenmeisters.«

Matthias Caspars Magen begann erwartungsfroh zu knurren. »Was soll das? Willst du auf Sonntagstisch machen? Sind wir plötzlich wieder eine Familie?«

»Nein, ich pflege bei meinen Geschäftsessen einen gewissen Stil. Ganz abgesehen davon glaube ich nicht, dass jemand, der seine Frau und seine kleine Tochter sitzen gelassen hat, in der Position ist, mir Vorträge über Familientraditionen zu machen. Oder, Herr Caspar?«, antwortete Hermann Liebenich.

Matthias Caspar schnaubte, schließlich hatte der Vater seine Enkelin nur ein einziges Mal besucht, zur Taufe, und danach nie wieder Anläufe unternommen, sie wiederzusehen – Anläufe, die Matthias Caspar selbstverständlich mit aller Macht torpediert hätte. Er schnaubte, aber er erwiderte nichts. Er war solcher Diskussionen mit seinem Vater vor langer Zeit müde geworden.

Die Zeitung lag schon auf dem Tisch bereit. Hermann Liebenich nahm zwei Bissen des Essens. Dann tupfte er sich mit der Serviette den Mund ab, trank einen Schluck Wein und warf seinem Sohn die Ausgabe hin. »Hast du gestern Zeitung gelesen?«

Matthias Caspar ließ seine Gabel erst noch ein drittes und viertes Mal in seinem Mund verschwinden, bevor er das Besteck weglegte. Eines musste er seinem Vater lassen: Geschmack besaß er.

»Seite vierundzwanzig oben«, befahl der.

Matthias Caspar las, ohne erkennen zu lassen, was in seinem Kopf vorging. Als er fertig war, legte er die Zeitung beiseite und aß weiter, trank seinerseits einen großen Schluck Wein, betrachtete Glas und Inhalt, schwenkte, trank einen weiteren Schluck und nickte anerkennend.

»Du steckst also in Schwierigkeiten? Hast die Kon­trolle verloren? Passiert dir doch sonst nicht«, spottete er schließlich.

Hermann Liebenich ging nicht darauf ein. »Ich möchte, dass du herausfindest, was dieser Journalist weiß und von wem er es weiß. Und wie du dir vorstellen kannst, ist es eilig. Deswegen nutze ruhig alle Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, wenn du verstehst, was ich meine.«

Matthias Caspar lächelte. Schwieg wieder für ein paar Sekunden. »Also ich habe das richtig verstanden: Du bittest mich um Hilfe. Mich. Es ist dir also auf einmal nicht mehr unsäglich peinlich, dass ich Privatdetektiv bin?«

»Siehst du, mein Sohn, du gehst da von falschen Annahmen aus. Es war mir nie peinlich, was du gemacht hast. Alles, was ich getan habe, diente nur einem Ziel: dich anzuspornen, etwas aus deinem Leben zu machen.«

Findest du das nicht auch amüsant: Wie Menschen, die sich nahestehen oder nahestehen sollten, einander die dreistesten Lügen an den Kopf werfen? Lügen, die ihnen im Umgang mit Fremden niemals in den Sinn kämen? Sei es, weil sie den anderen nicht verletzen wollen. Oder weil sie just das bezwecken. Oder sei es, weil sie nicht in die Verlegenheit kommen wollen, etwas erklären zu müssen.

Es dürfte dir bewusst sein, dass Hermann Liebenich ein geübter Lügner ist, wobei er sich eher als Wahrheitsbeuger oder Wahrheitserneuerer sieht. In der Regel jedenfalls. Denn ihm ist schmerzhaft bewusst, dass seine Beteuerungen meilenweit von jeder Wahrheit entfernt liegen. Die Tatsache, dass sich sein Sohn mit Händen und Füßen dagegen gewehrt hat, in seine Fußstapfen zu treten, ist die bitterste Enttäuschung seines Lebens gewesen. Zugeben würde er das niemals.

Und dann lacht ihn Matthias Caspar aus. Weil er seinem Vater natürlich kein Wort glaubt. Kannst du dir vorstellen, wie sehr er deswegen kocht?

»Warum ich? Hast du nicht irgendwelche Schergen, die sich um Probleme wie diese normalerweise kümmern?«

»Ich brauche jemanden, dem ich absolut vertrauen kann.«

Matthias Caspar lachte erneut. »Und das bin ich?«

»Ja, weil es um die Familienehre geht. Und letztlich um dein Erbe. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass du bei deinem Gehalt und bei der Höhe deiner Unterhaltszahlungen ein kleines Zusatzhonorar ganz gut gebrauchen könntest.«

Diesmal lachte Matthias Caspar nicht. »Dir ist aber schon klar, dass ich nicht einfach einen Nebenjob annehmen kann. Ich müsste mir das von meinem Chef genehmigen lassen.«

»Lass das mal meine Sorge sein«, erwiderte Hermann Liebenich und schenkte Wein nach.

Seinen Sohn wunderte die Antwort kein bisschen. »Ich muss mal auf die Toilette«, log er und ging davon, den Torkelnden mimend.

Den Weg kannte er, das renovierte Bad noch nicht. Er setzte sich auf die Schüssel, schloss für eine halbe Minute die Augen, schlug sich zweimal kräftig auf die Wangen, atmete wie schon vorhin in seinem Auto tief durch und kehrte an den Esstisch zurück, an dem sein Vater die ganze Zeit über regungslos dagesessen hatte und dies noch immer tat, als sein Sohn in sein Blickfeld zurückgekehrt war.

»Na gut. Dann weih mich mal ein. Und lass kein Detail aus.«

Sie saßen danach noch eine Stunde zusammen, Matthias Caspar hatte irgendwann darauf bestehen müssen, keinen Wein mehr nachgeschenkt zu bekommen. Er erbat sich Bedenkzeit und bekam sie bis zum nächsten Morgen.

Dabei wusste er längst, dass er zusagen würde. Er wusste es, weil dieser Auftrag genau dem entsprach, was der Job des Privatdetektivs ihm verheißen hatte, als er sich entschied, das Angebot auszuschlagen, stellvertretender Leiter seines Hauptstadtreviers zu werden, als er beschloss, den Polizeidienst mit all seiner Ödnis und Routine zu verlassen. Nichtsahnend, dass eine neue Ödnis und Routine, eine sehr ähnliche, nur auf ihn wartete. Und nun offenbarte ihm ausgerechnet sein Vater einen Ausweg, selbst wenn es nur ein temporärer war.

Er war schon fast zur Haustür hinaus, da drehte er sich noch einmal um. »Ich möchte mein altes Kinderzimmer sehen.«

Hermann Liebenich zögerte, machte dann aber den Weg frei. Er ließ seinen Sohn die Treppen hinauf ins Dachgeschoss vorgehen.

Dort, wo früher Sportlerposter gehangen hatten, stand jetzt eine kleine Bar vor einer holzvertäfelten Wand. Gegenüber hing eine elektronische Dartscheibe, in der Mitte des Raumes stand ein Pool-Billard-Tisch. Matthias Caspar guckte sich um, ohne ein Wort zu sagen.

Stattdessen durchbrach sein Vater die Stille. »Was hast du erwartet? Ein Museum? Dein altes Zeug steht unten im Keller, wenn du es haben möchtest. Aber du hast dich ja bislang nicht dafür interessiert.«

Matthias Caspar nahm die weiße Kugel in die Hand und ließ sie in Richtung Loch rollen. Sie blieb an der Kante hängen.

Er verließ sein altes Reich eilig und drehte sich nicht mehr um, auch nicht, als er auf der Treppe im Gehen doch noch einmal den Mund öffnete. »Sag Vater, wie viele ungenutzte Räume hast du in diesem Haus?«

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