Carolin Philipps - Tuvalu

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Wenn der Sturm naht, bleibt dir nicht mehr viel Zeit: Doch kannst du deinem Schicksal wirklich entkommen?
Mitten im Südpazifik liegt die Inselgruppe Tuvalu. Dort lebt die 15-jährige Tahnee mit ihrer Familie. Sie ernähren sich von den Fischen aus der Lagune und von den Kokosnüssen, die vor dem Haus wachsen. Doch nun ist ihr Leben auf der Insel bedroht. Jedes Jahr von November bis April fegen Taifune über das Meer, die meterhohe Wellen verursachen. Sie zerstören die Häuser und lassen die Erde salzig und unbrauchbar werden. Eines Tages beschließt der Vater, mit der Familie auszuwandern. Tahnee hingegen möchte lieber bleiben …
Ein spannender und hochaktueller Roman über ein Zuhause, das vom Untergang bedroht ist.

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Nur einmal war es ihnen gelungen, sich davonzuschleichen. Tahnee, die sich auf Lakena sehr gut auskannte, hatte ihn auf einem kleinen Pfad durch den Dschungel auf eine Lichtung geführt. In der Mitte lag ein Hügel, der von Schlingpflanzen und Büschen überwuchert war.

Auf diesen Hügel steuerte Tahnee zu und fegte mit einem Palmwedel eine kleine Fläche frei, auf der die Blätter und Äste nicht fest verwurzelt, sondern nur aufgelegt waren. Darunter kamen runde Steine zum Vorschein, Stufen, die auf eine Art Terrasse führten.

Malaki streichelte andächtig über die Steine und traute sich kaum zu atmen. Er hatte sofort erkannt, was es war: ein marae , einer der heiligen Orte ihrer Vorfahren. Hier hatten die Priester den Göttern Opfer gebracht, um für einen Sieg im Kampf gegen die Feinde zu bitten oder um Schutz vor dem Aufbruch zu weit entfernten Inseln.

»Wie hast du diesen Platz gefunden?«, fragte er.

»Es war Großmutter. Sie ist darüber gestolpert, als sie auf der Suche nach Heilkräutern war. Die Götter haben ihren Fuß geführt, hat sie gesagt«, erzählte Tahnee. »Es gibt niemanden auf Lakena, der diesen Ort kennt.«

Sie zeigte ihm die fast drei Meter hohe und zwei Meter breite Korallenplatte, die die Großmutter vor Jahren unter den Dschungelpflanzen entdeckt hatte. »Es ist ein Schrein für einen unserer alten Götter«, erklärte sie. »Wahrscheinlich für Maui. Ursprünglich stand er mal aufrecht.«

Tahnee liebte diesen Ort, an dem sie schon so oft mit ihren Großeltern gewesen war. Und sie war glücklich, dass auch Malaki die besondere Stimmung spürte. Die meisten Nanumeaer wollten von den alten Göttern nichts mehr wissen, seitdem die Missionare die Tempel und Schreine als Teufelswerk beschimpft und zerstört hatten.

Eng umschlungen saßen sie auf den Stufen des marae . Aber irgendwie fühlte es sich eigenartig an, zusammen hier zu sein, an einem Ort, an dem die Geister der Vorfahren noch zu spüren waren. Der Vorfahren, die auch die Freundschaften zwischen Cousins und Cousinen verboten hatten. Und so waren sie kurz darauf schon wieder von dort aufgebrochen und auf getrennten Wegen zum Haus der Großmutter zurückgekehrt. Niemand schien ihre Abwesenheit bemerkt zu haben.

Am nächsten Tag fuhren die Helfer wieder nach Hause und auch Tahnee machte sich auf den Rückweg. In zwei Tagen kam das Schulboot, das sie und alle anderen Jugendlichen, die eine Secondary School besuchten, auf die 350 Kilometer entfernte Insel Vaitupu bringen würde, da es auf Nanumea nur eine Grundschule gab.

Die Großmutter begleitete Tahnee an den Strand, wo ihr Kanu lag. Sie umarmte Tahnee, nahm ihre beiden Hände und sagte: »Pass auf dich auf! Und vergiss nicht, dass es Regeln gibt, die man nicht übertreten darf, ohne es hinterher zu bereuen, wenn es zu spät dafür ist. Regeln, die das Leben schützen und nur darum von unseren Vorfahren aufgestellt wurden.«

Tahnee schaute sie erschrocken an, wollte etwas sagen, aber die Großmutter schüttelte nur leicht den Kopf und ging davon, ohne sich noch einmal umzudrehen.

Tahnee stieg in ihr Boot, paddelte einige Meter vom Ufer weg und setzte dann ihr Segel. An der kleinen unbewohnten Insel Lefogaki in der Mitte der Lagune hielt sie an, zog ihr Boot zwischen die Mangrovenwurzeln und setzte sich dann in den Schatten unter den großen Pandanusbaum, um auf Malaki zu warten. Immer wieder hatten sie sich in den letzten zwei Ferienwochen davongeschlichen, waren in ihre Kanus gestiegen, um sich hier zu treffen.

Nur sehr selten kamen andere Boote vorbei. Außerdem gab es viele Kokospalmen und Mangrovenbäume, zwischen denen man sich verstecken konnte, sodass man vom Wasser her nicht zu sehen war.

Aber diesmal wartete Tahnee umsonst, Stunde um Stunde. Malaki kam nicht. Das war noch nie passiert. Irgendwie hatten sie es immer geschafft, sich beide davonzuschleichen.

Als die Sonne am Horizont tiefer sank, gab sie auf und segelte nach Hause. Sie zog ihr Boot an Land, machte noch einen Umweg an seinem Haus vorbei, dann zur Kirche, wo er sich meist mit seinen Freunden zum Volleyballspielen traf, in der Hoffnung, ihm zu begegnen.

Vergeblich.

Er war wie vom Erdboden verschluckt.

5

Am nächsten Abend fand wie immer zum Ende der Ferien ein großes Abschiedsfest, eine faatele , statt. Es war der letzte Abend, bevor die Schüler zurück ins Internat nach Vaitupu fuhren. In der großen Versammlungshalle war das Essen aufgebaut worden, zu dem jede Familie etwas beigetragen hatte: gegrillter und geräucherter Fisch, Krabben aus dem Ozean, geräucherte Vögel und ein im umu , im Erdofen, gebackenes Schwein, das in frische Bananenblätter eingewickelt wurde. Außerdem gab es reichlich Bananen, frisch und in toddy gedünstet, Papayas, pi , frischer Kokossaft, und in Kokosmilch gekochte Pulakaknollen und jede Menge Palmwein.

Als Tahnee mit ihrer besten Freundin Salesi in die Halle kam, waren fast alle Bewohner des Atolls bereits dort und unterhielten sich, Kinder liefen herum, die Stimmung war fröhlich wie immer bei einer faatele . Zu ihrer Erleichterung sah Tahnee Malaki bei seinen Freunden sitzen.

Nach dem Essen gruppierten sich einige Männer in der Mitte der Halle im Kreis um eine große Trommel. Die übrigen saßen auf den ausgelegten geflochtenen Matten auf dem Boden. Die Männer stimmten einen Gesang an und schlugen dabei mit den Händen auf der Trommel einen immer schneller werdenden Rhythmus. Sie wurden lauter und noch schneller, bis sie einen Höhepunkt erreichten und plötzlich abbrachen.

Dann begrüßte Tahnees Urgroßvater als ulu aliki , als Vorsitzender der Gemeinschaft, die Schüler und betonte, wie wichtig es sei, nicht nur das Wissen der westlichen Länder zu kennen, sondern auch die Traditionen der Nanumeaer. Das Wissen der Vorfahren dürfe nicht verloren gehen.

Schließlich kam der Teil des Abends, auf den vor allem Tahnee und ihre Freundinnen gewartet hatten. Sie trugen Kränze aus Blumen auf dem Kopf, bunte Kleider und darüber die traditionellen Grasröcke, die titi . Auch Arme und Beine waren durch Blumenbänder geschmückt, um den Hals trugen sie Muschelketten und Ringe aus Muscheln an den Ohren. Zum Gesang der Versammlung ließen sie ihre Hände, Arme und die Hüften kreisen.

Als Nächstes war Malakis Tanzgruppe an der Reihe. Mit ihren nackten Oberkörpern, auf denen die mit Kokosöl eingeriebenen schwarzen Tattoos glänzten, unterbrachen sie den Tanz der Mädchen, indem sie immer wieder dazwischensprangen, wilde Schreie von sich gaben und zur Freude der Zuschauer einen wilden Kriegstanz aufführten.

Tahnee hatte nur Augen für Malaki. Und er tanzte nur für sie. Für kurze Zeit vergaßen sie die vielen anderen Augen im Saal, die sie beobachteten.

Zur großen Verwunderung aller stand nach der Vorführung der ulu aliki erneut auf, hob seine Hand, und als alle ruhig waren, begann er mit ernster Stimme: »Wir leben seit Jahrhunderten auf diesem Atoll. Isoliert vom Rest der Welt. Unsere Vorfahren haben daher Regeln aufgestellt, damit unser Volk überleben kann. Diese Traditionen betreffen das Pflanzen von Pulakaknollen genauso wie den Schutz und die Aufteilung des Landes, von dem wir hier auf dem Atoll nur wenig zur Verfügung haben. Und sie betreffen das Zusammenleben der Familien und die Regeln und tapus , was die Heirat untereinander betrifft. Wir sind nur wenige Bewohner. Schon unsere Vorfahren wussten, dass ein Volk krank wird, wenn ein Mann und eine Frau, die zu eng miteinander verwandt sind, heiraten und Kinder bekommen. Dadurch werden Krankheiten viel häufiger in die nächste Generation vererbt. Darum haben unsere weisen Vorfahren ein tapu verhängt, das bis heute gilt und unser Volk stark gemacht hat: So wie Bruder und Schwester nicht heiraten dürfen, dürfen das bei uns auch nicht Cousin und Cousine bis in den dritten Grad. Darum sollen Cousin und Cousinen nur, wenn es nötig ist, miteinander reden und sich sonst aus dem Weg gehen, damit keine zu große Nähe entsteht. Und wenn sich jemand nicht an die Regeln hält, muss die Gemeinschaft sie durchsetzen zum Schutz für uns alle.«

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