Carolin Philipps - Tuvalu

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Wenn der Sturm naht, bleibt dir nicht mehr viel Zeit: Doch kannst du deinem Schicksal wirklich entkommen?
Mitten im Südpazifik liegt die Inselgruppe Tuvalu. Dort lebt die 15-jährige Tahnee mit ihrer Familie. Sie ernähren sich von den Fischen aus der Lagune und von den Kokosnüssen, die vor dem Haus wachsen. Doch nun ist ihr Leben auf der Insel bedroht. Jedes Jahr von November bis April fegen Taifune über das Meer, die meterhohe Wellen verursachen. Sie zerstören die Häuser und lassen die Erde salzig und unbrauchbar werden. Eines Tages beschließt der Vater, mit der Familie auszuwandern. Tahnee hingegen möchte lieber bleiben …
Ein spannender und hochaktueller Roman über ein Zuhause, das vom Untergang bedroht ist.

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Tahnee war froh, dass die Großmutter keine Fragen stellte, denn sie wollte ihr keine Lügen erzählen. Vielleicht machte sie sich auch zu viele Gedanken, dass sie und Malaki aufgeflogen sein könnten. Mehr als ihre Rücken hatten die beiden nicht gesehen. Wenn sie in ihren Gesichtern hätten lesen können – ja, dann hätten sie jetzt ein großes Problem.

Als sie zurück zu Großmutters Haus kamen, waren bereits viele Helfer aus dem Dorf dabei, das alte Haus auseinanderzunehmen und alles, was noch zu gebrauchen war, auf einen Haufen zu legen.

Viel war es nicht. Daher mussten mehrere Bäume für neue Balken gefällt und Palmblätter für das Dach geschnitten werden, die von den Frauen dann zu dichten Matten zusammengeflochten wurden.

Auch ihre Eltern, ihr großer Bruder und andere Verwandte von den übrigen Inseln waren gekommen. Es war selbstverständlich, dass man nach einem Sturm den anderen half, sobald man mit der Reparatur seines eigenen Hauses fertig war.

Onkel Wawe und die Männer aus dem Dorf waren schon am frühen Morgen fischen gegangen und brachten Körbe mit frischem Fisch und Krebsen mit. Tahnee setzte sich zu den anderen Frauen, die dabei waren, neue Fuß- und Fenstermatten aus Palmwedeln zu flechten.

Sie unterhielten sich leise über Großvaters Verschwinden und die Hoffnung, dass er lebendig wiederkommen würde. Tante Haufia erzählte gerade von einem Mann, der nach vier Wochen in seinem Boot auf der Insel Samoa mehr als Tausend Seemeilen entfernt angeschwemmt worden war. Halb verhungert und verdurstet, aber lebendig.

Solange Großvater vermisst wurde, konnte man sich vorstellen, dass er noch lebte. Alles andere wurde ausgeblendet. Es machte keinen Sinn, sich Sorgen zu machen, solange auch nur eine Spur Hoffnung bestand. »Stellt euch nur vor, wie er sich freuen wird, wenn er sein neues Haus sieht!«, meinte Tante Haufia, die wie immer fröhliche Stimmung zu verbreiten versuchte, was ihr an diesem Tag aber nicht so ganz gelang.

Am Abend standen bereits die Grundpfeiler des neuen Hauses, und die ersten Bretter für die Plattform waren auch schon genagelt. Da die Kochhütte mit Lebensmitteln gefüllt und kein Platz zum Schlafen übrig war, gingen auch Tahnee und ihre Großmutter mit ins Dorf zurück, wo alle Helfer in den verschiedenen Häusern unterkamen, Tahnee und ihre Eltern im Haus von Onkel Wawe.

Als Tahnee am nächsten Morgen aufwachte, hörte sie lautes Rufen und Lachen von draußen. Einige Männer waren dabei, Fische für den neuen Tag zu fangen. Auch Malaki half mit. Während zwei Männer das riesige Netz im flachen Wasser quer zum Strand gespannt im Wasser hielten, trieben andere mit lautem Geschrei und viel Lärm die Fische ins Netz, indem sie mit den Händen auf das Wasser schlugen.

Tahnee setzte sich in den warmen Sand und schaute ihnen zu. Am liebsten hätte sie mitgemacht, aber ihre Mutter und ihre Tante sahen es gar nicht gerne. Fischefangen war Männersache.

Sie schaute auf das kristallklare, blaue Wasser, das in der Sonne geheimnisvoll glitzerte, die Palmen am Ufer, deren Wedel im Wind tanzten. Ein Paradies. Sie konnte sich nicht vorstellen, woanders zu leben.

Und doch konnte sich dieses Paradies innerhalb von Minuten in einen Albtraum verwandeln. Aus den kleinen Wellen wurden Monsterwellen, vom Sturm getrieben, die alles überschwemmten und mit sich rissen. Die das Trinkwasser in den Brunnen versalzten und die Ernte vernichteten.

»Gott ist böse auf uns«, hatte die Mutter ihr früher erklärt, als Tahnee fragte, warum auf einmal die Monsterwellen kamen. »Wir haben ihn verärgert.«

»Und was können wir machen?«

»Wir müssen noch mehr beten. Er wird uns erhören, wenn wir unsere Taten bereuen, und dann wird die Natur wieder unser Freund wie früher«, hatte die Mutter gesagt.

Tahnee war sich sicher gewesen, dass sie nichts getan hatte, was Gott so sehr verärgern konnte, dass er Monsterwellen schickte.

Der Vater hingegen hatte eine ganz andere Geschichte erzählt. Er fuhr damals noch auf den großen Containerschiffen als Seemann durch die Welt und brachte jedes Mal, wenn er Urlaub hatte, nicht nur unbekannte Dosennahrung und Süßigkeiten, sondern auch spannende Geschichten mit, von denen Tahnee nicht genug hören konnte.

Nur eine Geschichte machte ihr Angst. Sie handelte von dem riesigen Eisberg, der eines Tages vor seinem Schiff aufgetaucht war. Der Vater erzählte, dass das Eis im Süden der Erde am Schmelzen war und viele solcher Eisberge durch das Meer schwammen, langsam schmolzen und als Wasser ins Meer flossen. Und weil das eine unfassbar große Menge Wasser war, stieg der Meeresspiegel an. Und dann wurde es gefährlich für Inseln, die nur knapp über dem Meeresspiegel lagen wie Nanumea.

Es war damals nur eine Geschichte, die Angst machte, aber mit ihrem Leben auf Nanumea nicht viel zu tun hatte.

Doch als Tahnee in die Schule kam, erzählte die Lehrerin die gleiche Geschichte. Sie zeigte sogar Bilder von Eskimos, die im Eis lebten, und den Rissen im Eis, sodass sie keine Eisbären mehr jagen konnten und die Fische wegblieben, weil es zu warm wurde. Als Tahnee fragte, warum das Meer auf einmal anfing zu schmelzen, erzählte die Lehrerin von Ländern, die Tausende Seemeilen entfernt waren. Dort gab es Autos und Fabriken, die heiße, verschmutzte Luft in den Himmel pusteten und dadurch das Eis zum Schmelzen brachten.

Als Tahnee ihrer Mutter davon erzählte, die genau wie sie weder Autos noch Fabriken kannte, war ihre Antwort: »Warum auch immer die Monsterwellen kommen, nur Gott kann sie besiegen und darum müssen wir ihn bitten. Gott wird nicht zulassen, dass unsere Heimat von den Monsterwellen verschlungen wird. Er lässt uns nicht im Stich!«

Wie sehr wünschte sich Tahnee, sie könnte das immer noch wie früher glauben. Leider wusste sie selbst inzwischen, dass die Geschichten des Vaters und der Lehrerin keine Märchen waren, sondern im Gegenteil längst Teil ihres täglichen Lebens.

4

Drei Tage später war das Haus der Großmutter fertig, was mit einem großen Festessen für alle Helfer am letzten Abend gefeiert werden sollte. Onkel Wawe schlachtete ein Schwein, Großmutter ließ drei Hühner grillen, Fische wurden gefangen und gebraten. Die Frauen waren den ganzen Tag mit Kochen beschäftigt, und die Pulakaknollen, die bereits seit Tagen auf dem Feuer köchelten, damit sie essbar wurden, verarbeiteten sie zu Mus. Großmutter setzte frischen Palmwein an.

Vor dem Essen bedankte sie sich bei allen Helfern. Den Großvater erwähnte sie dabei mit keinem Wort. Nur Tahnee, die sie nachts oft leise weinen hörte, wusste, wie sehr sie ihn vermisste. Und solange es kein sichtbares Zeichen gab, dass er ertrunken war, würde sie wie Tahnee den letzten Rest an Hoffnung ganz tief in sich bewahren, auch wenn sie immer so tat, als würde sie nicht daran glauben.

Wie meistens in den letzten Monaten drehten sich auch während des Essens die Gespräche um die Stürme, die immer häufiger und heftiger auf die Insel trafen.

»Manchmal gehen die Sirenen. Und ich schaue zum Himmel und es gibt keine Wolke, keinen Wind, nichts bewegt sich. Und dann kommt ganz plötzlich der Sturm und dann die Wellen«, meinte Tolise, einer der ältesten Bewohner des Atolls. »Als mein Enkel das erste Mal aus der Schule kam und vom Klimawandel erzählte, habe ich es nicht geglaubt. Aber jetzt kann ich es sehen, jeden Tag. Es macht mir Angst! Wie lange können wir hier noch leben? Was wird aus meiner Familie, wenn unser Atoll im Meer versinkt? Wo werden wir hingehen?«

»Es sind unsichere Zeiten. Aber auf eines ist Verlass: auf unsere Gemeinschaft. Niemand wird alleinegelassen, wenn er in Not ist«, meinte Tahnees Vater und alle nickten.

Tahnee hörte nur mit halbem Ohr zu. Ihre Augen wanderten immer wieder zu Malaki hinüber. Obwohl sie den ganzen Tag so nahe beinander gearbeitet hatten, hatten sie kaum ein Wort miteinander sprechen können. Er war ihr Cousin dritten Grades und eine Freundschaft zwischen Cousin und Cousine war bis in den 3. Verwandtschaftsgrad verboten.

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