Carolin Philipps - Tuvalu

Здесь есть возможность читать онлайн «Carolin Philipps - Tuvalu» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Tuvalu: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Tuvalu»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Wenn der Sturm naht, bleibt dir nicht mehr viel Zeit: Doch kannst du deinem Schicksal wirklich entkommen?
Mitten im Südpazifik liegt die Inselgruppe Tuvalu. Dort lebt die 15-jährige Tahnee mit ihrer Familie. Sie ernähren sich von den Fischen aus der Lagune und von den Kokosnüssen, die vor dem Haus wachsen. Doch nun ist ihr Leben auf der Insel bedroht. Jedes Jahr von November bis April fegen Taifune über das Meer, die meterhohe Wellen verursachen. Sie zerstören die Häuser und lassen die Erde salzig und unbrauchbar werden. Eines Tages beschließt der Vater, mit der Familie auszuwandern. Tahnee hingegen möchte lieber bleiben …
Ein spannender und hochaktueller Roman über ein Zuhause, das vom Untergang bedroht ist.

Tuvalu — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Tuvalu», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Nachdem sie das letzte Haus passiert hatte, schaltete sie ihre Lampe wieder ein. Vorbei an Brotfrucht-, Pandanusbäumen und Kokosnusspalmen führte der Sandweg ins Innere der Insel. Etwas weiter Richtung Südstrand stand das Haus der Großeltern, das noch ganz im traditionellen Stil auf Pfählen und mit einem Dach aus Pandanusblättern gebaut war. Es war nach allen Seiten offen, sodass der Wind hindurchwehen konnte. Das machte das Leben bei großer Hitze angenehmer als in dem Haus aus Zement und Wellblech, das der Vater vor einigen Jahren für die Familie auf Nanumea gebaut hatte. Am Dach waren kunstvoll geflochtene Matten befestigt, die man herunterlassen konnte, um Schatten zu bekommen und den Regen abzuhalten.

So hatte das Haus zumindest bei ihrem letzten Besuch vor einer Woche noch ausgesehen. Jetzt lag einer der großen Kokosnussbäume, die das Haus umgaben, quer über dem Dach und hatte es unter seinem Gewicht zerdrückt. Die dicken Holzbalken waren zersplittert, als wären sie dünne Zweige, die Plattform, auf der das Haus gebaut war, lag in mehrere Teile zerbrochen darunter.

Tahnee stand für einen Moment regungslos da. Es war alles noch schlimmer als erwartet. Von dem Haus, in dem sie ihre Kindheit verbracht hatte, war nicht viel übrig geblieben. Es würde ein neues Haus gebaut werden, vielleicht sogar größer und schöner als das alte, nur ohne die vielen Erinnerungen, die in jeder Ecke des alten Hauses gewohnt hatten.

3

Die Großmutter stand allein an der Feuerstelle vor der Kochhütte und rührte in einem ihrer großen Töpfe. Als sie Tahnee sah, lächelte sie. »Ich wusste, dass du kommen würdest«, sagte sie und umarmte Tahnee.

Früher hatte es Tahnee manchmal erschreckt, wenn die Großmutter Dinge zu wissen schien, die sie eigentlich gar nicht wissen konnte. Sie besaß die Kraft ihrer Vorfahren, in die Zukunft zu sehen.

Tahnee klammerte sich an ihre Großmutter und fing an zu weinen. Lange standen sie da, fest umschlungen, bis Tahnee sich losmachte. Schließlich war sie hergekommen, um die Großmutter zu trösten. »Morgen kommen sicher auch Vater und Petala, um dein Haus wieder aufzubauen«, sagte sie, während sie sich die Tränen aus dem Gesicht rieb.

Großmutter nickte. »Gut so. Ich hoffe, auch dein Onkel Wawe und die Leute vom Dorf werden kommen, damit es schneller geht. Denn ich werde hierbleiben. Hier ist mein Zuhause, auch wenn Großvater nicht mehr zurückkommt.«

Tahnee schluckte. Dann riss sie sich zusammen und versuchte, sich und ihrer Großmutter Mut zu machen. »Er kennt das Meer und vielleicht befindet er sich längst an Bord eines dieser großen Fischfangboote. Er …«

Die Großmutter schaute sie an. »Wir wissen doch beide, dass sein Boot nur eine winzige Kokosnussschale war, mitten in den Wellen, so hoch wie der Kirchturm in eurem Dorf«, sagte sie leise. »Aber du hast recht, man soll die Hoffnung nie aufgeben.«

Schweigend saßen sie anschließend am Feuer und aßen Großmutters paw paw , ein Bananenbrei, der hier bei ihr am besten schmeckte.

»Lass uns schlafen gehen«, meinte die Großmutter nach dem Essen. »Die Männer werden morgen sehr früh hier sein und wir müssen die Mahlzeiten für sie vorbereiten.«

Sie hatte bereits einige der Schlafmatten aus dem zerstörten Haus in die Kochhütte getragen und so schliefen sie eng aneinander gekuschelt auf dem Boden ein.

Am nächsten Morgen wachte Tahnee vom Gegacker der Hühner auf, die draußen frei herumliefen. Die Großmutter bereitete vor der Kochhütte das Frühstück vor und graue Rauchwolken zogen zu Tahnee herüber. Tahnee sprang auf, schöpfte Wasser aus dem Eimer neben der Regentonne und wusch sich das Gesicht.

Dann nahm sie eine der leeren Kokosnussschalen und kletterte auf den Kokosnussbaum neben dem Haus, so wie sie das seit Jahren jeden Morgen machte, wenn sie hier war. Großvater hatte Stufen eingeschnitzt, sodass Tahnee schnell vorankam bis zur Spitze in zehn Metern Höhe. Dort hing eine ausgehöhlte Kokosnussschale, die den toddy genannten weißen, dickflüssigen Saft aus der eingeritzten Rinde auffing. Großmutter machte daraus Marmelade oder, wenn er gegoren war, Palmwein für die Erwachsenen.

Nach einem schnellen Frühstück, zu dem es neben den Resten vom gestrigen Abendessen Großmutters neuen Lieblingssalat aus Tomaten und Zucchini gab, machten sie sich auf den Weg zum Grundstück der Familie.

Jede Familie auf dem Atoll besaß hier auf Lakena ein Grundstück mit Obstbäumen und pits , riesigen mit kompostierter Erde aufgefüllten Gruben. Sie waren über Generationen ausgeschachtet worden bis zur Süßwasserlinse hinunter, die unterhalb der Insel lag, und waren der kostbarste Besitz einer Familie. In diesen pits wurden Taro und Pulakaknollen angepflanzt, die zu jeder Mahlzeit gehörten.

Als Tahnee und ihre Großmutter die pits erreichten, trafen sie auf Tahnees Urgroßonkel, der mit seinem Sohn Malaki gekommen war, um ebenfalls beim Hausbau zu helfen.

Tahnee zuckte zusammen, als Malaki so plötzlich vor ihr stand. Seit dem Sturm war nicht eine Minute vergangen, in der sie nicht an ihn gedacht hatte. Ging es ihm gut? Hatte er sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können? Und nun stand Malaki da und lächelte sie an. Am liebsten wäre sie zu ihm gelaufen und hätte ihn in den Arm genommen. Malaki, der das wohl ahnte, schüttelte warnend seinen Kopf. Darum nickte sie ihm nur kurz zu und begrüßte dann ihren Urgroßonkel, der aufgeregt auf die Großmutter einredete und sie kaum beachtete.

»Das Wasser in den pits ist salzig geworden. Salzig wie das Meer!«, sagte er.

»Es ist immer ein bisschen salzig. Die Pulakas vertragen das«, meinte Großmutter.

Aber er schüttelte den Kopf. »Es ist zu viel Salz. Das Meerwasser steigt jetzt schon durch den Boden bis nach oben. Wenn das so weitergeht, werden alle Pflanzen sterben. Und was essen wir dann? Schau dir die Bananen an!« Er zeigte auf eine große Staude, bei der sich die Spitzen der Blätter bereits braun gefärbt hatten. »Man kann ihnen beim Sterben zusehen, so schnell geht es.«

»Ich bin froh, dass ich meinen neuen Gemüsegarten habe«, sagte die Großmutter und lächelte Tahnee zu. Tahnee hatte ihr schon in den letzten Ferien aus dem Schulgarten Setzlinge von Tomaten, Bohnen, Salat und Zucchinis mitgebracht. Gemeinsam mit Onkel Wawe hatten sie ein Hochbeet gebaut, wo Großmutter ihr Gemüse nun salzfrei mit Regenwasser aus der Tonne züchten konnte.

Während der Urgroßonkel Großmutters kleinen Handwagen mit frischen Pulakaknollen füllte, lief Tahnee zu den Brotfruchtbäumen, um mithilfe einer langen Stange die Früchte abzuschlagen, die Großmutter zu Gemüsemus verarbeiten wollte.

Malaki folgte ihr, ebenfalls mit einer Stange in der Hand. Als sie ihn erschrocken ansah, meinte er nur: »Keine Angst! Deine Großmutter hat gesagt, ich soll dir helfen, weil sie eine Menge Früchte für die nächsten Tage braucht. Es werden viele Helfer für den Wiederaufbau ihres Hauses kommen …« Er zögerte kurz, dann fügte er leise hinzu: »Wann fährst du zurück?«

Tahnee zuckte mit den Schultern. »Ich weiß es noch nicht. Wenn Großmutters Haus fertig ist. Ich kann sie jetzt nicht allein lassen.«

Sie schaute sich etwas ängstlich nach ihrer Großmutter und Malakis Vater um. Aber die beiden waren in ihr Gespräch über die Versalzung der pits vertieft und beachteten sie gar nicht.

»Wir müssen vorsichtig sein«, sagte sie leise.

»Mach dir keine Sorgen. Niemand hat bis jetzt etwas bemerkt und das wird auch so bleiben.«

Die lauten Stimmen hinter ihnen hatten aufgehört. Als Tahnee sich umdrehte, sah sie, wie die beiden zu ihnen herüberschauten. Sie bückte sich hastig und fing an, die Brotfrüchte aufzusammeln.

Auf dem Rückweg zum Haus gingen Malaki und sein Vater vorweg, schwer bepackt mit Bananen und Brotfrüchten, während Tahnee und die Großmutter den Handwagen mit den Pulakaknollen zogen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Tuvalu»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Tuvalu» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Leonora Philipps - Hot Mama
Leonora Philipps
Carolin Löffler - Lust & Leidenschaft 6
Carolin Löffler
Leonora Philipps - Young adults
Leonora Philipps
Frank Springer - Philipps Entscheidung
Frank Springer
Carolin Frohmader - Die Zeitlinie
Carolin Frohmader
Carolin A. Steinert - Ardantica
Carolin A. Steinert
Carolin Emcke - When I Say Yes
Carolin Emcke
Отзывы о книге «Tuvalu»

Обсуждение, отзывы о книге «Tuvalu» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x