Niki Lauda - Reden wir über Geld

Здесь есть возможность читать онлайн «Niki Lauda - Reden wir über Geld» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Reden wir über Geld: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Reden wir über Geld»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Niki Lauda, Formel-1-Experte, Pilot, Unternehmer und Werbeträger hat nichts zu verschenken und das nicht nur in seiner T V-Werbung für ein Geldinstitut: Seine Freunde und Geschäftspartner kennen den so erfolgreichen wie vermögenden Ex-Sportler und Unternehmer als besonders sparsam, und als Mann der weiß, wie sich Geld vermehren lässt. Zum ersten Mal spricht er darüber, und belegt seine Einsichten über Geldanlagen, Kredite, Steuern oder die Tugend der Sparsamkeit mit Erfahrungen aus seinem schillernden Leben. Die Einsicht zum Beispiel, dass bei allen, die reich werden wollen, das innere Bedürfnis, Geld zu bewahren, größer sein muss, als das innere Bedürfnis, Geld auszugeben.

Reden wir über Geld — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Reden wir über Geld», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Mit 18 flog ich aus der Schule und begann eine Mechaniker-Lehre. Das war für einen Lauda zwar eine ziemliche Schande, aber für mich war es okay. Ich liebte ja Autos.

Ich kam in eine Volvo- und BMW-Werkstatt und lernte alles über Motoren. Meine Karriere bekam aber relativ rasch einen Knick. Denn eines Morgens um 7 Uhr kam ein aufgeregter Geschäftsmann und wollte rasch einen Ölwechsel, weil er um 8 einen wichtigen Termin hatte. Ich fuhr das Auto über eine Grube, stieg darunter und versuchte, die Mutter der Ölwanne aufzukriegen. Leider drehte ich die Schraube in die falsche Richtung. Die Ölwanne war kaputt, und es gab einen riesigen Wirbel, weil der ganze Motor ausgebaut werden musste. Das dauerte zwei Tage, der Kunde tobte wie ein Irrer.

Fortan wurde ich wie der größte Trottel behandelt, die Mechaniker schickten mich nur noch zum Wurstsemmelholen. Da ich die Bestellungen – Extrawurst, Wiener, Krakauer, Braunschweiger, Dürre, mit und ohne Gurkerl – dauernd verwechselte, schmissen sie mir reihenweise die Schraubenschlüssel und andere Dinge nach.

Ich war endgültig das schwarze Schaf in der Familie. Mein Vater steckte mich daraufhin in die Maturaschule, die hatte den Ruf, dass sie auch die hoffnungslosesten Söhnchen noch irgendwie durchbrachte. Eine Zwischenprüfung in Englisch – es war die einzige, die ich ablegte – brachte mir so viel »Erfolgshonorar« von der begeisterten Verwandtschaft ein, dass ich mit dem Geld einen gebrauchten VW Cabrio kaufen konnte, der genauso alt wie ich war – Baujahr 1949! Er hatte einen Vergaser, einen halboffenen Motordeckel und breite Räder, war also für die normalen Straßen nicht zugelassen. Ich ließ ihn auf das Gut meiner Großeltern in Niederösterreich schleppen, lackierte ihn, nahm ihn auseinander, baute ihn wieder zusammen. Ich düste dort herum wie ein Wahnsinniger. Ich baute sogar eine Sprungschanze und sprang mit dem Käfer Rekord – 22 Meter weit!

Meine Passion für Autos und Technik teilte im ganzen Lauda-Clan nur einer mit mir, und das war mein Onkel Heinz. Er war Staatsmeister im Gocart-Fahren. Immer wenn er ein neues Gocart bekam, durfte ich damit 2.000 Touren im Kreis fahren. Dem Onkel war das zu langweilig, erst wenn ich es eingefahren hatte, gab er Vollgas damit. Mit ihm bin ich später auch zu meinem ersten Formel 1-Rennen am Nürburgring gefahren. Er war der Mentor für meine großen Ambitionen.

Mein Schulnachbar war der Peter Draxler, Sohn des damaligen Rapid-Präsidenten und legendären Wiener Geflügelhändlers. Wir waren bildungsmäßig ungefähr auf demselben Niveau, aussichtslose Fälle alle beide. Sein Vater hatte einen nagelneuen weißen Austin Mini Cooper S als Zweitwagen in der Garage stehen, und ich überredete Peter aus lauter Fahrgeilheit, ihm die Schlüssel für eine kleine Spritzfahrt zu klauen. Ich war 18 und hatte gerade einmal den Führerschein. Wir kurvten rauf auf die Wiener Höhenstraße, auf der Brücke war Raureif. Ich mit voller Post in die Kurve, da erwischte der Mini den Randstein. Totalschaden!

Peter hatte Riesenfedern vor seinem Vater, und mir war der Unfall peinlich. »Wenn du ihm den Mini schnell abkaufst, merkt er es gar nicht«, erklärte Peter und nannte mir auch gleich den Preis: 38.000 Schilling.

Für mich gab es nur einen Weg, zu diesem Geld zu kommen, und der lief über Oma Emmi. Sie wohnte nach der Scheidung von meinem Großvater bei uns im Haus und so ging ich rauf zu ihr in den ersten Stock und erzählte ihr, dass ich ein Grundstück kaufen könnte auf dem Kahlenberg. Es würde 38.000 Schilling kosten.

Der Gedanke, dass ihr Enkelsohn im Alter von 18 bereits an eine Investition in Grund und Boden dachte, gefiel ihr. Wir fuhren rauf auf den Kahlenberg, ich zeigte irgendwohin und sagte: »Schau, Oma, dort wäre das Grundstück!« Darauf sie: »Ein Grundstück, das macht Sinn.« Am übernächsten Tag wollte sie nochmal rauf auf den Kahlenberg und ich zeigte ihr wieder den Platz. »Oh, Niki, du hast sogar Rasen gemäht am Grundstück!« Die Oma war ganz entzückt, fuhr mit mir auf die Bank und überreichte mir 38 blaue Scheine.

Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, aber für seinen schrottreifen Mini hätte ich nie so viel Geld bekommen. Ich brauchte ihn, weil ich nämlich in der Autorevue gelesen hatte, dass Staatsmeister Fritz Baumgartner, der schnellste Mann auf Minis, seinen Wagen verkaufte. Mein Plan war, den Unfall-Mini zu reparieren und gegen diesen Renn-Mini einzutauschen.

Ich trat beim Hendlkönig an, und der Alte willigte sofort ein, mir den Mini um 38.000 Schilling zu verkaufen. »Mein Sohn wird dich zur Garage führen.« Draxler hatte keine Ahnung, dass sein Zweitauto auf der Höhenstraße im Graben lag.

Ich habe dann noch ein zweites Mal geschwindelt in meinem Leben. Meine Eltern bestanden nämlich auf einen Schulabschluss, dabei hatte ich in der Maturaschule das Lernen längst aufgegeben und weiter an meiner Rennfahrer-Karriere gebastelt. Ich dachte logisch nach. Und kam zu folgendem Schluss: Da ging es einzig und allein um die Ambitionen meiner Eltern, denen konnte geholfen werden …

Kurz hatte ich mir die möglichen rechtlichen Folgen vor Augen geführt, gelangte dann aber zur Überzeugung, dass die Fälschung eines Maturazeugnisses für den Hausgebrauch keine so große Sache sei. Eine Schülerin aus meiner Klasse überließ mir ihr Original, meldete den Verlust ihres eigenen Zeugnisses und kriegte ein Duplikat. In der Bank hinter mir saß ein Kollege, der meinte: »Ich kann dir das Zeugnis umbauen.« Er nahm Radiergummi und Tintentod, löschte den Namen der Schülerin aus und schrieb Andreas N. Lauda an die Stelle. Mit diesem wirklich miserabel gefälschten Zeugnis fuchtelte ich vor den Augen meiner Eltern ein paar Mal hin und her; alle waren happy. Es ertönte ein einziger Jubelruf: Der Niki hat maturiert! Ich hab’s dann zerrissen und konnte mich wichtigeren Dingen zuwenden.

Dem ersten Geldgeschäft meines Lebens zum Beispiel: Den reparierten Mini tauschte ich dann tatsächlich gegen den Mini des Staatsmeisters ein. Baumgartner wollte aber für das Rennauto noch 20.000 Schilling extra, obwohl der Motor kaputt war. Ich lud ihn in die Pötzleinsdorfer Straße ein, was meine Bonität drastisch erhöhte. Dort bauten wir den Motor des dunkelblauen Wagens mit weißem Dach nach und nach zusammen und schliffen die Ventile ein. Mein erstes Rennauto dürfte um die 100 PS gehabt haben, beim ersten Rennen, 1968 in Mühlacken, landete ich gleich auf Platz zwei.

Als Baumgartner unsere altehrwürdige Villa erblickt hatte, gab es für ihn keinen Zweifel, dass er die 20.000 Schilling auch irgendwann bekommen würde. So bin ich – nach einem abenteuerlichen finanziellen Seiltanz – ein Rennen nach dem anderen gefahren. Porsche, Formel V, Formel 3, Formel 2.

Der Oma beichtete ich später, dass ich kein Grundstück gekauft hatte mit ihrem Geld. Sie war kurz sehr böse, verkraftete es dann aber schnell. Meine erste Investition – halt nicht in ein Grundstück – war ja auch kein schlechtes Geschäft gewesen.

Baumgartner aber pilgerte irgendwann zu meinem Vater in die Firma und verlangte seine 20.000 Schilling. Der alte Herr machte einen Tango. Er zahlte schließlich unter der Bedingung, dass ich mit dem Rennfahren sofort aufhöre. In Wirklichkeit hatte ich schon zwei Siege in der Tasche. Ich war kein Seicherl mehr.

Wenn mich meine Kindheit etwas gelehrt hat, dann das: Du musst deinen eigenen Weg gehen, auch gegen Widerstände. Das Geld folgt dann schon. Es folgt aber naturgemäß denen, die vorausgehen, nicht den Herumirrenden, die nicht wissen, was sie wollen. Nur so hatte ich den Sprung in den Rennsport geschafft, wo ich bald sehr viel Geld verdienen sollte. Durch diese Erfahrung war ich Jahrzehnte später als Airline-Gründer auch gerüstet für den Kampf gegen die mächtige AUA.

Es war der Sommer 1968, ich fühlte mich endlich unabhängig und zog aus der Pötzleinsdorfer Villa aus, um in einer winzigen Salzburger Wohnung zu hausen. Ich hatte mich für den steinigen Weg entschieden.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Reden wir über Geld»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Reden wir über Geld» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Reden wir über Geld»

Обсуждение, отзывы о книге «Reden wir über Geld» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x