Friedrich Schmidt-Roscher - Gol

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Wenige Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft in Brasilien, liegt die Leiche einer jungen Frau auf dem Rasen des Estádio Conde Rodolfo Crespi in São Paulo. Kurz darauf verschwindet der Pokal des Weltfußballverbandes aus der Suite eines Luxushotel. Ein bekannter Sportjournalist wird aus der Kathedrale in Curitiba entführt. Haben die Verbrechen etwas miteinander zu tun? Fieberhaft ermittelt die Spezialeinheit Gol, um den Pokal rechtzeitig vor dem Eröffnungsspiel zu finden und die Kapitaldelikte aufzuklären. Auch Christian Forte, der Seelsorger der deutschen Nationalmannschaft und Barbara Schuster werden in den Fall verwickelt. Sie folgen einer rätselhaften Nachricht, die sie tief in die brasilianische Provinz zu ausgewanderten Pfälzern führt.

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„Ich war ja auch ein paar Mal in Stuttgart in einem Gottesdienst der Landeskirche. Da ist zu wenig Rhythmus für mich. Hier in Brasilien beten die Leute nicht nur mit dem Kopf, sie beten mit dem ganzen Körper, auch mit ihren Gefühlen“, meinte Cacau.

„Das mag ja alles stimmen“, sagte Forte. „Mir fehlt in diesen Pfingstgottesdiensten ein wenig die Ruhe und die Andacht.“

Sie waren die einzigen Gäste im Hotelrestaurant. Die anderen Tische waren leergeräumt. Ein Kellner saß weiter hinten vor einem großen Fernsehschirm. Er zappte sich durch die Kanäle bis er einen Nachrichtensender fand.

„Für mich muss ein Gottesdienst zu Herzen gehen“, sagte Cacau. „In Deutschland sind die Gottesdienste oft ein bisschen steif. Bei uns in Brasilien ist mehr Lebensfreude, vor allem bei den ‚Pentecostales‘.“

Forte wollte gerade nach den finanziellen Unregelmäßigkeiten bei einigen Gemeinden fragen, als er erstarrte. Im Fernsehen sah er das Bild eines Mannes. Er rannte zum TV-Apparat. Der Kellner sah ihn erstaunt an. Forte bat ihn, den Ton lauter zu stellen. Im Fernsehen zeigten sie ein Foto des Mannes, der ihm in der Kirche den Umschlag gegeben hatte. Der Mann hieß Max de Lima und war tot. Die Sprecherin sprach davon, dass er Opfer einer Gewalttat geworden war und die Polizei ermittelte. Forte war geschockt. Er hätte gerne noch mehr gehört, doch inzwischen sprach sie über das Trainingslager der Nationalmannschaft und Bilder der Seleção flimmerten über den Schirm.

„Ist alles in Ordnung? Sie sehen ganz bleich aus,“ fragte Cacau besorgt.

„Ich kann es einfach nicht fassen. Eben haben sie gesagt, dass dieser Mann, dieser de Lima tot ist. Ich habe ihn am Mittwoch in Curitiba in der Basilika gesehen. Dann kamen Polizisten und haben ihn verhaftet. Und jetzt ist der Mann tot.“

Der Spieler des VfB Stuttgart fragte auf Portugiesisch den Kellner. Dann wandte er sich an Forte: „Der Mann hier sagt, dass der Journalist tot in Curitiba gefunden wurde. Sturz vom Fabrikgebäude. Die Männer, die ihn mitnahmen, waren keine Polizisten. Sie hatten die Uniformen gestohlen.“

„Es waren keine Polizisten?“

Cacau räusperte sich: „Leider kommt das in Brasilien vor. Es gibt immer noch viel Gewalt. Max de Lima ist ein bekannter Sportjournalist. In den letzten Jahren hatte er Probleme mit dem Alkohol. In einer Pfingstgemeinde ist er wieder geheilt worden und hat bei einem Sender wieder als Journalist gearbeitet.“

„Soll ich mich bei der Polizei melden? Wo müsste ich dann hin?“

„Für Mordermittlung ist die Polícia Civil zuständig.“ Der Fußballer zögerte. „Ich weiß nicht, ob ich Ihnen empfehlen soll, mit der Polizei Kontakt aufzunehmen. In Brasilien ist der Polizeiapparat manchmal etwas unangenehm. Sie müssen entscheiden, ob Sie sich das zumuten wollen.“

Forte nickte. Ihm war der Appetit vergangen. Gedankenverloren verabschiedete er sich von den beiden Männern und lief den gepflasterten Weg zu seinem Ferienappartement. Das rot angestrichene Holzhaus war in vier Appartements unterteilt. Neben Monsignore Braun wohnten hier noch zwei Physiotherapeuten. In der kleinen Wohnung zog er seine Schuhe aus und legte sich auf das Bett. Die Geschichte mit dem Journalisten ging ihm nicht aus dem Kopf. Er musste unbedingt mehr über Max de Lima herausfinden. In seinen Laptop gab er den Namen des Journalisten in die Suchmaschine ein. Er fand 26790 Einträge. Leider waren fast alle Artikel auf Portugiesisch. Die meisten Einträge beschäftigten sich mit seinem gewaltsamen Tod. Was sollte er nun tun? Er holte den Umschlag aus dem Schrank und nahm den Zettel heraus. Was bedeutete die Abfolge von Buchstaben und Nummern? Ihm kam ein Gedanke. Konnten das Nummernschilder sein? Er ging ins Internet, um sich über brasilianische Nummernschilder zu informieren. Es war eine falsche Fährte. Sorgfältig legte er den Umschlag wieder in den Schrank. Konnte man der Polizei in Brasilien trauen?

Kapitel 14

Montag 9. Juni, vormittags, Rua Brigadeiro Tobias

Ernesto Ribao war normalerweise ein ausgeglichener Mann. 37 Jahre Karriere im brasilianischen Polizeiapparat der Polícia Civil in São Paulo schaffte man nicht ohne gute Verbindungen zu den richtigen Leuten und ein hohes Maß an Gelassenheit. Doch heute war das Gesicht des Direktors der DHPP rot vor Zorn. So glühte er höchstens, wenn er mal wieder mit seinem Sohn stritt, der vor einem Jahr sein Studium geschmissen hatte und nun auf Kosten seiner Eltern lebte.

Um 9:03 Uhr rief die Sekretärin von Ribao bei dem Capitão an. Zusammen mit Gil sollte er um halb zehn beim Direktor antanzen. Mit rotem Gesicht warf Ribao zwei Tageszeitungen auf seinen Schreibtisch. Zweimal schlug er mit seiner Faust auf das Papier und brüllte: „Haben Sie das gelesen? Woher wissen die Zeitungen vom Diebstahl des WM-Pokals? Da kann doch nur einer von unsern Leuten gequatscht haben! Was bezahlen die Schmierfinken für die Weitergabe von Dienstgeheimnissen? Wenn ich das Schwein erwische, dann kann er was erleben!“

Die beiden Kommissare standen schweigend in sicherer Entfernung vor dem rauchenden Vulkan. Mineiro betrachtete intensiv seine Schuhe und schwieg. Gil bemühte sich dem Polizeidirektor nicht in die Augen zu schauen. Sie wussten, wenn ein Mann in seiner Position so außer sich war, dann war Widerspruch zwecklos. Fünf Minuten später hatte sich Ribao wieder im Griff:

„Jetzt hören Sie auf, wie zwei Schüler nach unten zu blicken! Haben Sie eine Idee, wer das den Zeitungsleuten gesteckt haben könnte?“

Gil schwieg und wartete auf die Einlassung des Capitão. Der räusperte sich: „Also Chef, tut mir leid, ich habe keine Ahnung. Ich lese morgens keine Zeitung. Können Sie uns informieren, was in dem Artikel steht?“

Schnaufend nahm der Direktor der Polícia Civil eine Zeitung in die Hand und suchte auf dem Schreibtisch seine Lesebrille.

Während er suchte, meinte die Kommissarin: „Wir haben natürlich die Sache ganz vertraulich behandelt. Ich habe noch nicht einmal zu Hause über diesen Fall gesprochen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es einer von uns war.“

„Heute Morgen um 8:15 Uhr ruft mich der stellvertretende Innenminister aus Brasilia an. Der stellvertretende Innenminister persönlich! Wie peinlich! Er wurde vom Präsidenten des Weltfußballverbandes angerufen. Der Schweizer hat die brasilianischen Polizei im Allgemeinen und unsere Abteilung konkret scharf kritisiert.“ Ribao schlug eine Seite auf. Nun hatte er die Lesebrille gefunden.

„Hier steht in fetter Schrift: ‚Schande – WM-Pokal gestohlen. São Paulo. Ist der Fußballpokal wirklich weg? Kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft in Brasilien gibt es große Aufregung. Der berühmte Pokal, den unsere Mannschaft bisher fünf Mal erringen konnte, ist aus dem Tresor eines Luxushotels verschwunden. Gestern erreichte uns diese Nachricht. Können unsere Sicherheitsbehörden nicht einmal einen Fußball-Pokal schützen? Wo ist der Pokal? Die Polizei weiß mal wieder von nichts!‘“

„Chef“, meldete sich Mineiro, „wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, dann hat die Zeitung einen Hinweis erhalten. Das könnte doch bedeuten, dass sich irgendwer mit einem Schreiben bei der Redaktion gemeldet hat. Es muss keine undichte Stelle bei der Polizei geben, es können auch die Täter gewesen sein.“

„Das heißt, wir müssen unbedingt mit den Redaktionen der Zeitungen Kontakt aufnehmen, vielleicht ist das eine heiße Spur“, ergänzte Gil.

In den nächsten Minuten informierten sie ihren Chef über den Stand der Ermittlungen. Sie berichteten auch über den toten Journalisten. Ribao, dessen Gesicht inzwischen wieder eine gesündere Farbe angenommen hatte, dachte einen Augenblick nach. „Überlassen sie die Sache mit dem Journalisten der Polícia Civil in Curitiba. Für das Image unseres Landes hat das Auffinden des Pokals absolute Priorität.“

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