Friedrich Schmidt-Roscher - Gol

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Wenige Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft in Brasilien, liegt die Leiche einer jungen Frau auf dem Rasen des Estádio Conde Rodolfo Crespi in São Paulo. Kurz darauf verschwindet der Pokal des Weltfußballverbandes aus der Suite eines Luxushotel. Ein bekannter Sportjournalist wird aus der Kathedrale in Curitiba entführt. Haben die Verbrechen etwas miteinander zu tun? Fieberhaft ermittelt die Spezialeinheit Gol, um den Pokal rechtzeitig vor dem Eröffnungsspiel zu finden und die Kapitaldelikte aufzuklären. Auch Christian Forte, der Seelsorger der deutschen Nationalmannschaft und Barbara Schuster werden in den Fall verwickelt. Sie folgen einer rätselhaften Nachricht, die sie tief in die brasilianische Provinz zu ausgewanderten Pfälzern führt.

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Schon bei der Fahrt aus der Stadt waren die Polizisten in einen Stau auf dem achtspurigen Autobahnring geraten. Selbst mit Blaulicht kam Mineiro nur schleppend voran. Die Straßen waren einfach verstopft. Der gestiegene Wohlstand der Mittelklasse machte sich auf den Autobahnen bemerkbar. Als sie die Mautstation hinter sich gelassen hatten, griff Gil nach der Akte auf dem Rücksitz und blätterte sie durch.

„Kanntest du diesen Max de Lima?“

Mineiro schüttelte den Kopf. „Nicht persönlich. Aber vom Fernsehen. Vor vier Jahren bei der Weltmeisterschaft in Südafrika berichtete er für „O Globo“ aus dem Quartier der Nationalmannschaft.“

„Er war also richtig berühmt.“

„De Lima war ein bekanntes Gesicht. Bis vor ein paar Jahren. Dann ist er abgesackt.“

„Wie abgesackt?“

„Der Fernsehsender hat ihm gekündigt. Keine Ahnung warum. Auf jeden Fall war er seinen Job als Sportreporter los.“

Der Nissan überholte am Berg einen Sattelschlepper. Die Straße führte an einem Laubwald vorbei.

„Hier steht, dass die Leiche des Sportreporters am Freitagmorgen um 6:27 Uhr vom Sicherheitsdienst einer Firma im Süden Curitibas entdeckt wurde. Der Tote lag unterhalb eines Fabrikgebäudes.“

„Es war nicht klar, ob es Selbstmord, Unfall oder Mord war. Zunächst dachten die Ermittler an Selbstmord. Aber es gibt keinen Brief und die Stellung des zerschmetterten Körpers war ungewöhnlich.“

Gil schaute zum Fenster hinaus. Auf der linken Seite lag ein einsames Gehöft. Ein paar Kühe standen auf der Weide. Die Temperaturanzeige des Autos zeigte 17 Grad an. Sie blätterte weiter in der Akte. „Die Ermittler in Curitiba scheinen eher von Mord auszugehen. Das Gebäude ist zehn Meter hoch. Eine Sicherheitsleiter führt hinauf. Es ist unklar wie de Lima auf das Gelände der Firma Bosch Brasilia kommen konnte. Es fehlt der Bericht der Pathologie.“

„Warum sollte ein Mann aus São Paulo sich in Curitiba umbringen?“ Mineiro grinste.

Auch heute trug er wieder seine Uniform. Gil war zur Jeans mit bequemem Shirt umgestiegen. „Gibt es schon Hinweise auf die Täter?“

„Im Bericht nicht. Den habe ich gestern Nachmittag zugesandt bekommen. Möglicherweise sind die Kollegen schon weiter.“

„Was sagt deine Frau zu dem Einsatz am Samstag?“

„Hör mir bloß auf! Sie war stinksauer und machte ein böses Gesicht. Heute Abend sind wir zum 50. Geburtstag einer Freundin meiner Frau in ein libanesisches Restaurant in Zentrum eingeladen. Schon vor einem Monat haben wir zugesagt. Monica befürchtet, dass ich es nicht rechtzeitig schaffe.“

Um 12:32 Uhr trafen die beiden Ermittler in der Zentrale der Polícia Civil in Curitiba ein. Der moderne Zweckbau aus den siebziger Jahren war vor zehn Jahren durch einen futuristischen Anbau ergänzt worden. Der wachhabende Polizist war über die Besucher informiert und wies ihnen den Weg.

Als sie anklopften, machte ihnen Hauptkommissar Antonio Coelho die Tür auf.

„Dann muss der Fall ja wirklich wichtig sein, wenn sogar die Spezialermittler aus São Paulo hier in die Provinz kommen.“

Gil zuckte einen kurzen Augenblick zusammen. Ausgerechnet der Typ. Vor zwei Jahren hatte sie mit Coelho eine Fortbildung in der Polizeiakademie in Santos gemacht. Die unangenehme Erinnerung an diesen Typen, der ihr nach einem feucht-fröhlichen Abend an die Wäsche wollte, war noch ekelhaft frisch. Sie hatte ihm ins Gesicht geschlagen.

„Wir hätten uns auch eine schönere Beschäftigung für heute denken können“, knurrte Mineiro.

Coelho gab Mineiro die Hand und nannte seinen Namen. Er tat so, als würde er Gil nicht kennen. Sie übersah seine ausgestreckte Hand. Der Kommissar bot ihnen einen Platz an und setzte sich hinter seinen Schreibtisch. „Ich vermute, dass ihr das Material gelesen habt, das meine Sekretärin gestern Nachmittag gemailt hat. Zunächst sah es so aus, als ob sich Max de Lima dort an der Fabrikhalle das Leben genommen hätte. Aber die Lage seiner zerschmetterten Gliedmaße war ungewöhnlich.“ Er räusperte sich. „Bei der Obduktion fand der Pathologe einige Hämatome an seinem Körper. Er wurde im Gesicht und in den Unterleib geschlagen. Der Abschlussbericht fehlt noch. Doch mit hoher Wahrscheinlichkeit ist er keines natürlichen Todes gestorben.“

Er legte einige Schwarzweißfotos auf den Schreibtisch. Gil schaute sich die Bilder von der Leiche und dem Tatort zusammen mit Mineiro aufmerksam an.

„Wisst ihr schon etwas über den Todeszeitpunkt?“ Mineiro gähnte verstohlen.

„Soll ich euch einen Espresso bringen lassen? Die Fahrt war bestimmt anstrengend, so wie ihr ausseht.“ Coelho ging an das Telefon.

„Wo waren wir stehengeblieben? Ach so, ja. Also die beiden Sicherheitsleute fanden die Leiche am Freitagmorgen neben einer alten Fabrikhalle der Firma Bosch, die im Augenblick nicht mehr genutzt wird. Die Täter konnten davon ausgehen, dass der Tote nicht sofort entdeckt wird. Es war mehr oder minder Zufall, dass die Leute bei ihrer Kontrolle von der normalen Route abgewichen sind. Der Tote sieht nicht so gut aus. Ratten haben an ihm genagt.“

Gil schüttelte sich. „Können die Pathologen schon etwas zum Todeszeitpunkt sagen?“

„Wie gesagt steht der Bericht noch aus. Gestern Abend habe ich mit einem Arzt telefoniert. Er meinte die Nacht war relativ kalt. Die Temperatur der Leiche war gesunken. Aber noch keine Leichenstarre. Vermutlich kam er zwischen Mitternacht und vier Uhr früh zu Tode. “ Coelho schwieg. Dann sagte er: „Warum seid ihr als Spezialeinheit eingeschaltet worden?“

„Na, weil sie euch eben nichts zutrauen.“ Mineiro grinste. „Seid ihr nicht darüber informiert, dass alle Verbrechen, die im Zusammenhang mit Fußball stehen, bei der zentralen Erfassungsstelle in der Hauptstadt gemeldet werden müssen. Ich gehe davon aus, dass eure Staatsanwaltschaft dies ordnungsgemäß gemacht hat. Die Zentrale hat sich mit unserem Staatsanwalt in Verbindung gesetzt, da der Journalist de Lima in São Paulo wohnt. Unsere Aufgabe ist nicht nur zu helfen, dass der Fall gelöst wird. Die brasilianische Regierung will in den Tagen mit so vielen Besuchern aus aller Welt verständlicherweise gut dastehen und braucht keine negative Schlagzeilen.“

„Das wird sich bei Max de Lima kaum vermeiden lassen“, warf Gil ein. „Wo wohnte der Journalist in Curitiba?“

„Er war hier im Stadtzentrum im Hotel Flora abgestiegen. Ein einfaches Hotel, zwei Sterne. Am Sonntag kam er an und buchte für vier Tage. Der Mann an der Rezeption hat erzählt, dass de Lima in der Nacht von Montag auf Dienstag nicht im Hotel war. Er kehrte erst am Dienstagabend wieder ins Flora zurück. Wir haben noch keine Ahnung, was er in dieser Zeit machte. Am Mittwochmorgen verließ er das Hotel mit unbekanntem Ziel und tauchte dort nicht mehr auf. Gestern durchsuchten zwei Kollegen von der Spurensicherung sein Zimmer und überprüften sein Gepäck. Viel war es nicht. Ein kleiner Handkoffer, dreckige und saubere Wäsche, Kulturbeutel, eine Tageszeitung, Hose, Hemd, ein Foto seiner drei Söhne. Es wurden keine Rechercheunterlagen gefunden.“

Mineiro und Gil sahen sich an. Die Kommissarin sagte. „Ist es vorstellbar, dass ein Journalist wie de Lima ohne Laptop, Tablet oder Mobiltelefon reist?“

Coelho verdrehte die Augen: „So weit waren wir auch schon, dazu brauche ich keine Spezialermittler. Eine Hotelangestellte hat uns versichert, dass er definitiv einen Laptop dabei hatte. Er fragte nach Wlan. Doch die elektronischen Geräte sind alle verschwunden.“

„Oder die Mörder haben sie geklaut!“ Mineiro rieb seine Wange. „Sicher habt ihr das Hotelpersonal schon gefragt. Haben die etwas mitbekommen?“

Der Polizist aus Curitiba schüttelte den Kopf: „Die Hotelangestellten haben nichts gesehen. Ich vermute, dass er den Laptop und das Mobiltelefon dabei hatte, als er weg ging. Er war praktisch nicht im Hotel, sondern ist weggegangen und war mehr als zwei Tage verschwunden.“

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