Hansjörg Anderegg - Wohltöter

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Verliert der Zebrafisch eine Niere, lässt er eine neue wachsen. Warum nicht auch der Mensch?
So hat sich Chris Hegel, Kommissarin vom Bundeskriminalamt, ihren ersten Auslandeinsatz bei Scotland Yard nicht vorgestellt. Am Tatort, der Küste von Kent, gibt es Zeugen und eine Menge Fußabdrücke neugieriger Gaffer. Nur vom Toten fehlt jede Spur. Noch zweifelt sie an den Zeugenaussagen, als die Flut ein paar Meilen weiter westlich die halbnackte Leiche eines jungen Mannes anschwemmt. Narben am Unterleib deuten auf chirurgische Eingriffe hin, und was die Pathologin bei der Obduktion entdeckt, verschlägt der Kommissarin die Sprache. Es ist der Auftakt eines der spektakulärsten Fälle Scotland Yards. Und das dramatische Vorspiel zu einer Begegnung, die ihr Leben verändern wird.

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»Können wir loslassen? Wir haben nicht ewig Zeit.«

Die Pathologin schlug das Tuch soweit zurück, dass sie Kopf und Brust des Toten sehen konnten. »Männliche Leiche, 25 bis 30 Jahre alt«, begann sie. »Höchstwahrscheinlich Pakistaner aus dem Nordosten des Landes, Kaschmir vielleicht. Schürfungen am rechten Ellenbogen, beiden Unterarmen und am linken Schienbein.« Sie ergriff die rechte Hand des Toten und hielt sie Chris unter die Nase. »Abgebrochener Fingernagel am rechten Pollex und Index. Die Schürfungen hat er sich kurz vor seinem Tod zugezogen. Sonst keine äußeren Wunden.«

»An den kaputten Fingernägeln ist er wohl nicht gestorben«, brummte Rutherford.

»Sind wir schlecht gelaunt, Chief Inspector?«

»Keine Ahnung, wie du dich fühlst. Ich weiß nur, dass ich so schnell wie möglich wieder hier raus will. Also, woran ist er gestorben?«

Dr. Barclay neigte ihren Kopf, dass sie fast Chris‘ Wange berührte, und flüsterte ihr ins Ohr: »Was sagen Sie dazu, der DCI hat Angst vor Toten.« Laut antwortete sie: »Der Mann ist auf See ertrunken, und zwar eindeutig im Bereich der Themsemündung. Es muss schnell gegangen sein. Er hat sich nicht lange über Wasser halten können.«

»War er geschwächt, krank?«, fragte Chris.

Die Pathologin schenkte ihr ein warmes Lächeln, als sie antwortete: »Kann man wohl sagen. Wäre er nicht ertrunken, hätte ihn die fortgeschrittene Pneumonie getötet.«

Der Befund erstaunte Chris. »Tod durch Lungenentzündung? Ungewöhnlich bei einem so jungen Menschen.«

»Sie haben völlig recht, meine Teure. Aber dies ist kein gewöhnlicher junger Mann. Sein Immunsystem war erheblich geschwächt.«

»Drogen, HIV?«

»Nein, Medikamente. Immunsuppressoren.«

»Todkrank ertrunken, mal was Neues«, meinte der DCI kopfschüttelnd. Anzeichen, dass er ins Wasser gestoßen wurde?«

Dr. Barclay schüttelte ihren roten Pferdeschwanz. »Keine Hämatome, die darauf hindeuten. Er hat zwar alte Druckstellen an beiden Hand- und Fußgelenken, als hätte man ihn eine Weile gefesselt oder irgendwo festgebunden, aber die haben nichts mit seinem Tod zu tun.«

Rutherford rümpfte die Nase. »Also doch ein Unfall.«

»Oder eine Panikreaktion?«, vermutete Chris. Die abgebrochenen Nägel und Schürfungen deuteten für sie eher auf eine Flucht. »Vielleicht wollte er sich in letzter Minute festhalten und ist dann ins Wasser gestürzt.«

»Das wiederum kann ich mir sehr gut vorstellen«, pflichtete die Pathologin bei.

Rutherford schnaubte verächtlich. »Großartig. Halten wir uns doch an die Tatsachen: Es gibt offenbar keine Anzeichen von Gewalteinwirkung. Der Junge ist einfach ertrunken, wie du versicherst, Doctor. Damit ist der Fall wohl fürs Morddezernat erledigt.«

Dr. Barclay warf ihm einen eisigen Blick zu und wetterte: »Ich bin noch lange nicht fertig, Chief Inspector. Oder interessieren wir uns heute nicht für die Innereien?«

»Nicht wirklich. Mach es kurz.«

Sie schlug die Decke noch weiter zurück, legte den Unterleib des Toten frei. »Hier habe ich etwas Interessantes festgestellt, sehen Sie?«

Chris bemerkte zwei lange Narben zu beiden Seiten auf Taillenhöhe. »Operationsnarben«, rief sie überrascht. »Die linke sieht noch ziemlich frisch aus.«

Die Pathologin strahlte. »Dein süßer Sergeant hat eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe«, verriet sie dem DCI. »Vielleicht wissen wir auch, was man hier operiert hat?«

»Soll das ein Scheiß Quiz werden?«, gab Rutherford unwirsch zurück.

Dr. Barclay wartete schmunzelnd auf Chris’ Antwort. Sie tat ihr den Gefallen und sprach aus, was sie sofort vermutet hatte: »Nierentransplantation?«

»Bingo!«, freute sich die Ärztin.

»Man hat beide Nieren ersetzt?«

»Das nicht, sehen Sie selbst.«

Die Pathologin fasste ohne Vorwarnung in den Bauchhöhlenschnitt, zog das Gewebe auseinander, sodass sie das Innere der rechten Seite sehen konnten. Der DCI wandte sich angewidert ab, während Chris sich keine Blöße geben wollte. Sie brauchte keine medizinische Ausbildung, um festzustellen, dass die Niere auf dieser Seite fehlte. Wo das Organ liegen sollte, klaffte eine Lücke. Die Gefäße waren sauber verschlossen, die Wunden vernarbt. Man hatte diese Niere chirurgisch entfernt.

»Der junge Mann hat seine rechte Niere gespendet«, bestätigte Dr. Barclay. »Freiwillig oder unfreiwillig, das müssen Sie entscheiden.«

Sie schloss die Bauchdecke wieder und holte eine Nierenschale vom Arbeitstisch. »Das ist die andere Niere«, erklärte sie. »Und dieses Organ hat es in sich«, bemerkte sie dazu, während sie den Deckel entfernte.

Rutherford schaute nicht hin, und Chris konnte nichts Ungewöhnliches feststellen. Kein Wunder, hatte sie doch noch keine Niere gesehen, abgesehen von geschnetzelter Kalbsniere an Sahnesauce. Auch das nur einmal.

»Fällt Ihnen nichts auf?« Sie beantwortete die rhetorische Frage gleich selbst: »Das ist keine menschliche Niere.«

Rutherford fuhr herum, als wäre eine Bombe detoniert. »Was?«, rief er verblüfft.

»Du hast schon richtig gehört, Chief Inspector. Das hier ist keine menschliche Niere.«

»Was zum Teufel ist es dann?«

»Ich vermute, sie gehörte einem Sus domestica, bevor man sie dem Mann eingepflanzt hat.«

»Rede Klartext, verdammt.«

»Es ist wahrscheinlich die Niere eines gemeinen Hausschweins. Die Untersuchung steht noch aus.«

Chris starrte den blaugrauen Klumpen in der Schale an wie ein Wesen aus einer andern Welt. Ihr wurde übel beim Gedanken daran, einst etwas ganz Ähnliches gegessen zu haben. »Xenotransplantation«, murmelte sie bestürzt. »Das ist doch …«

»Verboten, nehme ich an«, ergänzte der DCI.

Die Pathologin runzelte die Stirn und schüttelte ärgerlich den Kopf. »So klar ist das leider nicht, wie vieles in unserem Rechtssystem. 1997 wurde die ›UK Xenotransplantation Interim Regulatory Authority‹, kurz UKXIRA, gegründet. Dieses übergeordnete und unabhängige Gremium sollte alle Aspekte und Aktivitäten im Zusammenhang mit der Verpflanzung von tierischem Gewebe und tierischen Organen auf den Menschen untersuchen und koordinieren. Die UKXIRA hatte das letzte Wort bei Forschungsprojekten und Transplantationen. Das Gremium wurde allerdings im Dezember 2006 stillschweigend aufgelöst. Seither ist es praktisch den einzelnen Forschungseinrichtungen überlassen, an welche ethischen und medizinischen Richtlinien sie sich bezüglich Xenotransplantation halten wollen.«

»Mit andern Worten, jeder macht, was er will«, schnaubte Rutherford.

Chris wollte nicht glauben, was sie hörte. »Sie sprachen von Forschungseinrichtungen«, sagte sie unsicher. »Was bedeutet das aber für Spitäler und Kliniken? Führen die solche Transplantationen tatsächlich durch?«

»Mir ist bisher nur ein Fall bekannt«, lächelte die Ärztin mit einem Blick auf den Toten. »Und der war nicht sehr erfolgreich. Nein, die klinische Anwendung ist nicht erlaubt. Wer diese Schweineniere einem ursprünglich gesunden jungen Mann eingepflanzt hat, gehört hinter Gitter, wenn Sie mich fragen.«

Die Pathologin bedeckte den Toten wieder, warf die Gummihandschuhe in den Abfalleimer und packte Chris plötzlich am Arm. »Gilt unsere Verabredung noch?«, fragte sie lauernd.

Der unerwartete Angriff warf Chris völlig aus dem Gleichgewicht, schnürte ihr die Kehle zu. »Welche Verabredung?«, wollte sie fragen, doch sie sah die Ärztin nur entgeistert an.

»Sie wollten mir alles über sich erzählen«, flüsterte die Frau nahe an ihrem Ohr, bevor sie den Arm losließ.

Der DCI wandte sich zum Gehen. »Wenn das alles ist, wir haben zu tun. Kommen Sie Sergeant.«

Chris zwang sich, nicht aus dem Saal zu rennen. Draußen bedankte sie sich hastig bei ihrem Vorgesetzten. »Ich weiß nicht, was in sie gefahren ist«, murmelte sie errötend. »Wir haben keine …«

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