Hansjörg Anderegg - Das letzte Steak

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»Fleischproduktion habe keine Zukunft«, verkünden die Anhänger von ›Feed the Planet‹. Genießen Sie Ihr letztes Steak.
Als die Sanitäter einen Mann aus dem Ammerkanal bergen steht schnell fest, dass er ermordet wurde. Die Stichwunde mitten ins Herz gleicht einem Mord bei der Konservenfabrik ›Sorinfood‹ an Englands Ostküste. Dies ruft Oberkommissarin Chris Hegel vom Bundeskriminalamt an den Tatort. Ihr bleibt keine Zeit, über Motiv und Täter zu spekulieren, denn der Verdächtige ist in den Gassen der Tübinger Altstadt unterwegs mit schussbereiter Glock Kaliber 9mm – ihrer Dienstwaffe!

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Da er weiter schwieg, beschloss sie, es mit der Schocktherapie zu versuchen. Sie zog eine der Porträtaufnahmen der Leiche aus dem Ammerkanal aus der Akte und schob sie ihm hin.

»Kennen Sie diesen Mann?«

Er zuckte zusammen, als hätte sie ihn geschlagen. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er das Foto an. Der Mund öffnete sich leicht, die Oberlippe zitterte fast unmerklich. Es war nicht bloße Überraschung, die sein Gesicht ausdrückte. Angst und Entsetzen sprachen aus seinen Augen.

»Was – ist mit Usko – ist er …«

Seine Stimme versagte. Er räusperte sich, bemühte sich, Haltung zu bewahren.

»Möchten Sie ein Glas Wasser?«, fragte sie leise, während sie ihn weiter genau beobachtete.

Er nickte stumm. Als sie ihm das Wasser reichte, schimmerten seine Augen, als hätte er geweint. Das Foto lag umgekehrt auf dem Tisch.

»Das ist Ihr Kollege, nicht wahr? Usko Mwilima.«

»Ist er tot?«, fragte er tonlos.

Die Spannung wich aus seinem Gesicht. Die Wangen schienen zu erschlaffen, die Mundwinkel zeigten nach unten. Er blickte sie unendlich traurig an. Der Tote musste ein enger Freund gewesen sein. Anders konnte sie sich sein Verhalten nicht erklären. Überraschung und Trauer waren nicht gespielt. Dennoch musste sie ihm weiter auf den Zahn fühlen, um sicher zu sein.

»Das haben Sie nicht gewusst?«, fragte sie hart zurück.

Er sprang entsetzt auf. »Nein!«, rief er. »Ich habe so etwas Schreckliches geahnt. Hier drin in meinem Herzen habe ich es gespürt.« Er schlug sich erregt an die Brust. »Seit Tagen hat er sich nicht gemeldet, und im Hotel hat man ihn auch nicht gesehen.«

»Setzen Sie sich bitte.«

Er sank auf den Stuhl, als hätte ihn alle Kraft verlassen. Sie wartete, bis er sich wieder unter Kontrolle hatte, dann forderte sie ihn auf, zu reden:

»Sie sollten mir jetzt alles erzählen, was Sie über Mr. Mwilimas Aufenthalt in Deutschland wissen.«

Eine Pause entstand, während er abwesend durch sie hindurchblickte.

»Wie ist er gestorben?«, fragte er schließlich.

»Ihr Kollege ist einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.«

»Warum?«

»Das wissen wir nicht, noch nicht. Erzählen Sie uns, was Sie über seine Recherche hier in Deutschland wissen. Vielleicht hilft uns das bei der Aufklärung.«

Er begann, stockend zu berichten. Mwilima arbeitete normalerweise als Einzelgänger, wie er selbst auch. Er war bekannt dafür, nichts über seine Stories zu enthüllen, bis er sie ›im Kasten hatte‹. Noch bis Montag letzter Woche wusste niemand in der Redaktion, dass er in Deutschland recherchierte. Dann kam sein Anruf, er brauche Unterstützung.

»Hat er Sie direkt angerufen, nicht die Redaktion?«

Nuuyoma nickte. »Wir sind – waren gute Freunde. Er vertraute mir mehr als allen andern. Aber darum ging es nicht. Ich glaube, er brauchte mich für Nachforschungen an der Uni. Er sagte, es ginge um Nahrungsmittel.«

»In Deutschland?«

»Das weiß ich nicht, aber die Uni hat damit zu tun. Ich nehme an, er hat eine Spur zu diesem Professor verfolgt. Den sollten Sie befragen.«

»Das geht leider nicht mehr. Jemand hat ihn vorher zum Schweigen gebracht.«

Ruhig und gefasst wartete er auf eine Erklärung.

»Die Nachricht scheint Sie nicht zu überraschen.«

Die Mundwinkel rutschten nach oben. »Ach – Sie glauben, ich hätte ihn umgebracht? Warum sollte ich einen wichtigen Informanten töten?«

»Ich glaube gar nichts. Ich stelle nur Fakten fest. Wir werden Ihre Alibis gründlich überprüfen, und wenn Sie etwas mit einem oder beiden Verbrechen zu tun haben, werden wir das zweifelsfrei feststellen. Davon können Sie ausgehen.«

»Mit deutscher Gründlichkeit, hoffe ich«, murmelte er ohne Ironie.

»Können wir weitermachen? Wie sollte Ihre Unterstützung denn aussehen?«

»Ich habe ursprünglich Agronomie studiert. Das ist die Wissenschaft von …«

»Von der Landwirtschaft. Bei uns gibt’s auch Schulen.«

»Sorry, ich wollte Sie nicht … Also, weil ich mich einigermaßen gut auskenne in der Nahrungsmittelproduktion, habe ich schon etliche Reportagen über kleine und größere Skandale in Namibia geschrieben. Wahrscheinlich brauchte er meine Hintergrundinformationen. Spezialwissen ist manchmal ganz nützlich, um die richtigen Fragen zu stellen.«

»Was Sie nicht sagen.«

Seine Geschichte klang bisher plausibel, doch er schaffte es immer wieder, sie mit solchen Bemerkungen zu reizen. Seltsam nur, dass sie es widerstandslos geschehen ließ.

»Ich möchte ihn sehen«, sagte er unvermittelt.

»Ihren Freund?«

»Ja, Usko.«

Sie nickte. »Ich werde sehen, was sich machen lässt. Hatte Mr. Mwilima Familie, Angehörige, die wir benachrichtigen müssen?«

Er schüttelte traurig den Kopf. »Ich war seine Familie.«

Sein Blick wirkte verloren, wie der des Jungen, der Rat bei der Mutter sucht. Sie wandte sich ab, blätterte scheinbar konzentriert in den Akten, bis er unsicher fragte:

»Sind wir fertig? Kann ich gehen?«

»Sie werden uns noch eine Weile Gesellschaft leisten müssen. Sie bleiben in Untersuchungshaft, bis wir Ihre Angaben überprüft haben. Ach ja – eine Speichelprobe brauchen wir noch.«

Rasch verließ sie das Zimmer, bevor er ihren Verstand mit einer neuen Variante von Betroffenheit vernebelte. Sven empfing sie mit besorgter Miene. Er hatte die Einvernahme durch die Scheibe verfolgt und schien nicht glücklich zu sein über das Ergebnis.

»Habe ich etwas falsch gemacht?«, fragte sie gereizt.

»Nein – und wenn, dann würde ich niemals wagen …«

»Lass das, du brauchst mich nicht aufzuheitern. Verrate mir lieber, was du von seiner Geschichte hältst.«

Er rümpfte die Nase. »Das ist es ja. Vieles deutet darauf hin, dass er die Wahrheit sagt und nichts mit den Morden zu tun hat. Ich habe seine Angaben laufend überprüfen lassen. Er ist tatsächlich wie angegeben direkt von Windhoek nach Frankfurt geflogen und dort im selben Hotel abgestiegen wie Mwilima. Zum Zeitpunkt der Tat am Ammerkanal will ihn ein Zimmerkellner in Frankfurt gesehen haben. Das müssen wir allerdings noch überprüfen. Für den Mord am Professor hat er bis jetzt kein Alibi, aber ich sehe auch weit und breit kein Motiv.«

»Was nicht heißt, dass es keins gibt.«

»Schon klar, und übrigens: Nach übereinstimmenden Aussagen aus Windhoek ist das seine erste Auslandreise seit zwei Jahren. Er kommt also für die Tat in England wohl nicht infrage.«

Oberstaatsanwalt Richter trat aus dem Lift. Er musste Svens letzte Bemerkung gehört haben, denn er eilte mit Riesenschritten auf sie zu, statt den Flur hinunter zur Führungssitzung.

»Die Tübinger Fälle hängen nicht mit dem Delikt in England zusammen?«, fragte er hastig mit einem Blick auf die Uhr. »Wir können die Interpol-Akte schließen und die Fälle nach Stuttgart abgeben, wo sie hingehören?«

»Das steht noch keineswegs fest«, antwortete Sven. »Wir wissen nur, dass der Verdächtige höchst wahrscheinlich nicht als Täter in England infrage kommt.«

»Auf so ein Ergebnis können Sie ja mächtig stolz sein«, knurrte Richter.

Er war in Kampfstimmung. Chris bereitete sich sofort auf einen scharfen Gegenangriff vor. Ihr Chef bemerkte jedoch, dass die Zeit drängte. Er drehte sich angewidert um und hetzte den Korridor hinunter zum nächsten Schlachtfeld. Sven verfolgte ihn mit giftigen Blicken.

»Ich fürchte, ihm steht bald echter Ärger ins Haus«, schmunzelte Chris.

»Hoffentlich.«

Während sie ins Büro zurückgingen, schaltete sie das Handy wieder ein. Das Display zeigte einen verpassten Anruf und vier neue Nachrichten an, alle von ihrer Mutter aus Potsdam. Ihr alter Vater lag mit Fieber im Bett. »Vater geht es nicht gut«, lautete die letzte Meldung. Vater geht es seit Langem nicht gut! , dachte sie bitter. Seit seine Demenz nicht mehr zu verbergen war, mussten sie seinem Zerfall tatenlos zusehen. Sein Umzug ins Heim hatte wenigstens das Leben ihrer überforderten Mutter erträglicher gemacht, aber seither fürchtete sich Chris vor Anrufen aus Potsdam. Jede Nachricht von Vater weckte neue Schuldgefühle. Sie müsste für ihn da sein und für Mama. Die meiste Zeit jedoch blendete sie Potsdam aus und lebte ihr eigenes Leben, als könnte der Mensch das Nest für immer verlassen und wegfliegen wie ein Vogel.

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