Lothar Schöne - Mord oder Absicht?

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Mord oder Absicht?: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein Mann namens Frederick Reinhardt wird ermordet. Er war eine Leitfigur der Aufgewachten, einer Gruppierung also, die sich politisch und moralisch gern über die von ihnen sogenannten Schlafschafe erhebt. Warum wird eine so noble Gestalt in den ewigen Schlaf geschickt? Musste er einen brutalen Tod erleiden, weil er edle Absichten hatte? Oder gibt es noch andere Gründe?
Julia Wunder und ihr Assistent Vlassi versuchen eben das herauszufinden und befinden sich bald in einem Morast aus Verdächtigen. Nur gut, dass der Mainzer Kollege Lustig sich einen sprechenden Hund angeschafft hat. Dieser Columbo scheint mehr zu wissen …

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„Wenn Sie ihn sehen würden“, sprach Volker Born weiter, „würden Sie nicht denken, dass der so ungewöhnliche Gedanken hervorbringt. Er sieht ganz unscheinbar aus.“

„Ein Typ wie Albert Einstein?“, wollte Vlassi wissen.

„Na ja, nicht ganz, sein Haar ist nicht weiß und flattert nicht durch die Gegend, er ist relativ jung, etwa Mitte vierzig, sein Haupt ist kurz geschoren, und er trägt einen Vollbart, der seinem Gesicht einen schwarzen Rahmen gibt.“

In Vlassis Oberstübchen klickte es: „Trägt er eine Brille, eine randlose Brille?“

„Ja, genau, so eine Intellektuellen-Brille, wie wir früher sagten.“

In dem Moment kam die Kellnerin mit dem bestellten Schlupfkuchen. Sie stellte die Teller auf den Tisch und wünschte guten Appetit. Doch genau der schien Vlassi vergangen. Er rutschte auf seinem Stuhl zusammen, wirkte auf einmal wie ein Zwerg, und sein Gesicht verfärbte sich ins Weißliche.

„Was ist denn mit Ihnen los?“, fragte Born mit besorgter Stimme, „macht Sie der Anblick des Kuchens krank?“

Vlassi antwortete nicht, es schien geradezu, als wollte er überhaupt nicht mehr reden. Doch nach einer Weile bewegte er den Kopf verneinend hin und her.

„Was ist denn?“, wiederholte Volker Born, dessen Neugier erwacht war.

Es dauerte einen weiteren langen Moment, bis Vlassi stockend mitteilte: „Ich bin … aufgewacht …“

„Aufgewacht, was soll das heißen?“, unterbrach ihn Born.

Vlassis Gesicht sah nun nicht mehr nur weiß aus, es wirkte geradezu tot.

„Ich bin aufgewacht“, wiederholte er, „ich habe … mich erinnert … dieser Mann heißt Reinhardt …“

„Sehr richtig. Frederick Reinhardt heißt er“, bestätigte Volker Born, „kennen Sie ihn?“

Vlassi ließ einen Ton hören, der sich nach Verzweiflung anhörte: „Ja … meine Erinnerung … ist wieder da … ich weiß … wieder alles …“

Er machte eine Pause, um dann mit bitterer Miene zu erklären: „Ich habe diesen Mann ermordet.“

7 Da erfreut sich jemand eines

üblen Rufs

Während Vlassi auf ungewöhnliche Art seine Erinnerung wiederfand, saßen in Eltville im Café Schwab zwei Männer zusammen und unterhielten sich angeregt bei Kaffee und Kuchen. Sie hatten sich gerade über den Mord in Frankreich ausgetauscht, jene Enthauptung, begangen von einem Islam-Anhänger, und einer der beiden nicht mehr ganz jungen Männer im Café sagte gerade: „Die Ablehnung unserer Werte, der Meinungsfreiheit vor allem, ist bei den Islamisten doch gang und gäbe.“

Der andere stimmte ihm zu: „Nicht nur bei den Islamisten. In Frankfurt haben sich muslimische Mütter beschwert. Ihre Kinder seien durch den Besuch eines Klosters beschmutzt worden.“

„Tatsächlich? Da sieht man mal, dass diese Leute in unserer Gesellschaft nicht angekommen sind und vermutlich auch gar nicht ankommen wollen.“

Die beiden Männer schienen sich einig in der Beurteilung der Lage. Nachdem sie unisono von ihrem Kaffee getrunken hatten, sagte der eine: „Übrigens, der Bursche, den du mir geschickt hast, hat sich als Hallodri entpuppt.“

Sein Tischnachbar wusste sofort Bescheid: „Hallodri würde ich ihn nicht gerade nennen, obwohl mir das Wort gefällt.“

„Wie würdest du ihn denn nennen?“

„Also Kommissar Spyridakis ist doch eher ein schusselig-verträumter Typ.“

„Verträumt? Mein lieber Wolfgang, der Mann wollte mir weismachen, dass er seit Jahren unter Gedächtnisschwund leidet.“

Der Angesprochene nickte: „Ich habe mich schon oft gefragt, wie dieser Mensch in den Polizeidienst geraten konnte, aber Gedächtnisschwund …“

Sein Gegenüber trumpfte auf: „Gedächtnisschwund zieht sich nicht über Jahre hin. Das ist unmöglich. Obwohl ihm schließlich doch etwas einfiel. Mit dir will er vor langer Zeit mal Kaffee getrunken haben …“

„Vor langer Zeit? Seltsam“, überlegte der andere. „Du weißt ja, er ist ein Kollege meiner Tochter, und es ist noch gar nicht so lange her, dass wir hier in diesem Café zusammengesessen haben.“

Bei den beiden Männern handelte es sich um Wolfgang Hillberger und Dr. Niebergall, die sich mal wieder zu einem Kaffeeplausch getroffen hatten.

„Ich musste ihn hinauswerfen“, sagte Niebergall, „ich hatte das Gefühl, dass er sich einen Spaß machen wollte. Und ich habe ihm den Teufel empfohlen, mit dem er offenbar auf gutem Fuß steht.“

Hillberger ließ ein leises Lachen hören: „Etwas rabiate Methode, mein lieber Ernst, aber das wird er verkraften.“

„Durch Alkohol meinst du?“, fragte Dr. Niebergall.

„Nein, nein, der Spyridakis ist so gut wie abstinent, der trinkt doch meist nur diese scheußlichen Gesundheits­tees.“

Niebergall legte den Kopf leicht nach hinten: „Da liegt er eigentlich richtig. Bloß keinen Alkohol.“

Hillberger streckte den Kopf vor: „Du wirst mir doch jetzt nicht mit deiner Familiengeschichte kommen?“

Dr. Niebergall nahm mit der Gabel den Rest seiner Schwarzwälder Torte und führte ihn zum Mund, um ihn sich genüsslich auf der Zunge zergehen zu lassen. Dann sagte er: „Die Familiengeschichte ist immer sehr wichtig, ich weiß, wovon ich rede. Sie verfolgt uns bis ins fünfte Glied.“

Wolfgang Hillberger konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen: „Bis ins Glied, noch dazu ins fünfte?“

Niebergall verstand die Ironie in seinen Worten: „Ich spreche als Psychiater, lieber Wolfgang. Psychiater wissen über diese Dinge mehr als Schulmeister.“

„Aber natürlich, mein lieber Ernst, und ich weiß ja auch, dass du familiär … wie soll ich sagen …“

„Du kannst es ruhig aussprechen“, nahm ihm Niebergall das Wort, „ich bin vorbelastet.“

„Und diese Vorbelastung gereicht dir zur Ehre“, erwiderte Hillberger und griff zu seiner Tasse.

„Ich heiße aus gutem Grund Ernst Niebergall, mein Vorfahr, auf den du anspielst, dagegen Ernst Elias Niebergall. Der zweite Vorname ist mir erspart geblieben. Elias war ein Trinker vor dem Herrn und mit Sicherheit auch ein Schnorrer.“

„Mag sein, Ernst. Aber du vergisst das Wichtigste. Er war ein Dichter. Er hat den Datterich geschrieben! Ein Schauspiel, das ich zu meiner aktiven Zeit in der Schule mit Vorliebe durchgenommen habe.“

„Was gibt es am Datterich durchzunehmen?“

„Ich bitte dich!“, entgegnete Hillberger, es ist ein wunderbares Theaterstück, das immer wieder ansehenswert ist.“

„Es ist ein Stück, das einen Trinker und Schnorrer darstellt. Soll das für Schüler vorbildhaft sein?“

„Mein lieber Ernst“, sagte Hillberger, „du siehst das zu eng. Wenn wir literarische Werke nur unter dem Gesichtspunkt beurteilen, welche Figuren im Mittelpunkt stehen und welche Schwächen …“

„Nenn’ mir andere Gesichtspunkte!“, rief Niebergall aus.

„Na ja, man könnte zum Beispiel fragen, wie der Datterich in diese Situation gekommen ist …“

Wieder unterbrach Dr. Niebergall seinen Freund: „In diese Situation? Durch eigenes Verschulden natürlich.“

Hillberger blieb gelassen: „Der Datterich ist unter die Spießbürger in Darmstadt verschlagen worden, wo er doch die Freiheit und das ungebundene Leben liebt. Der Wein ist ihm nicht nur Trost in dieser Umgebung, er ist ihm Heimat.“

„So also kann man seinen Alkoholismus rechtfertigen“, stellte der Psychiater sarkastisch fest.

„Ich will dich überhaupt nicht überzeugen, Ernst, aber wenn wir die Kunst unter dem Fallbeil der Moral beurteilen – da müssen wir uns von vielen großen Werken verabschieden.“

„Ja, soll denn die Kunst ohne Moral daherkommen?“, fragte der Ururur-Enkel des Datterich-Erfinders.

„Die Kunst soll nicht moralisieren“, erwiderte Wolfgang Hillberger, „das überlassen wir den Pfaffen. Die Kunst soll darstellen, was ist, und die Genießer dieser Kunst dürfen es beurteilen.“

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