John Mair - Es gibt keine Wiederkehr
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Ursprünglich hatte Desmond geplant, die Blondine von der Party wegzulotsen, doch schon bald zeigte sich, dass dies äußerst knifflig würde; deshalb beschloss er, stattdessen den Schnurrbart loszuwerden. Die einfachste Methode bestand darin, ihm beim Abfüllen bis zur Bewusstlosigkeit zur Hand zu gehen – beim Blick in seine bereits glasigen Augen vergleichsweise unkompliziert. Leider besaß der Offizier einen robusten Magen, wenn ihm schon der Kopf fehlte, und Desmonds Großzügigkeit steigerte allenfalls seine Streitsucht und sein Misstrauen.
Die Blondine wurde fröhlicher und fröhlicher.
«Tisky, Liebling, ich glaube, ich bin beschwipst! Glaubst du nicht auch, dass ich ein ungezogenes Mädchen bin?»
«Ich werde dich verhauen!» rülpste der Schnurrbart und grabschte ungeschickt nach ihr. Desmond schob ihn beiseite.
«Also bitte, denken Sie immer daran, dass Sie für die Freiheit kämpfen, nicht für die Freizügigkeit. Möchten Sie noch einen Drink?»
Der Schnurrbart schwankte auf ihn zu.
«Ich kämpfe für mein Land, jeder kämpft für sein Land. Was tun Sie denn so?»
«Nun, ich dürfte Ihnen das eigentlich gar nicht verraten, aber ich arbeite in der Propagandaabteilung des Rüstungsministeriums.»
«Oh bitte, verraten Sie mir doch ein Staatsgeheimnis», kreischte die Blondine und schüttete ihm ihr Glas über den Ärmel.
«Tja, das sollte ich wirklich nicht tun, fürchte ich, aber ich weiß ja, dass ich mich auf euch verlassen kann.» Er lehnte sich vertrauensvoll nach vorn. «Ich habe in letzter Zeit an einem eigenen Projekt gearbeitet, einem Propagandageschoss.»
Der Schnurrbart blinzelte misstrauisch.
«Wassndas?»
«Das werden Sie gleich erfahren. Eigentlich eine ganz einfache Konstruktion, sie basiert auf dem Prinzip der Pfeifenorgel. Wir bohren ganz spezielle Löcher in ein Metallgeschoss, und wenn der Luftstrom nach dem Abfeuern durch diese Löcher entweicht, entsteht ein Propaganda-Ton. Gerade haben wir zehn Millionen angefertigt, die ‹Freieieieieieieieieiheit› pfeifen, wenn sie hinter den Linien des Feindes zu Boden gehen. Stellen Sie sich vor, was das für die Moral der Nazis bedeutet, wenn sie beim Klang unserer herrlichen Parole vor die Hunde gehen!»
Die Dunkelhaarige vertiefte sich in diesen Gedanken. «Aber müsste das Wort nicht auf Deutsch erklingen, damit sie es verstehen?»
«Da haben Sie vollkommen recht. Sie haben die Schwachstelle dieses Programms erkannt. Ein Fehler der Bürokratie – keiner im Ministerium hat auf diesen Punkt geachtet, bis die Geschosse fertig waren, und nun möchte man sie den Japanern verkaufen, die sie gegen Amerika einsetzen könnten. Wir bräuchten mehr Leute wie Sie; ich könnte Ihnen eine Stelle in meiner Abteilung besorgen.»
Der Schnurrbart kam ins Grübeln. Beinahe konnte man die schweren Panzerketten seiner Gedanken hören, wie sie der Spur hin zu einer Idee folgten.
«Aber ich meine …», setzte er an.
Desmond fuhr hastig fort.
«Ein weiteres Projekt, das wir kürzlich abgeschlossen haben, betrifft einen Giftgaszylinder, der das Gas in Form von Wörtern ausströmen lässt – so wie Himmelsschreiben mit Rauch. Das Kabinett ist sich aber noch nicht einig; sie können sich nicht entscheiden, ob sie schreiben wollen: ‹Wir lieben die Deutschen, ehrlich› oder ‹Geschieht euch recht, ihr Faschisten-Bande›.»

Einer der Männer sagte: «Ihre Kontaktliste ist verschwunden, Sir, und auch von dem Geld für spezielle Ausgaben ist nichts zu finden. Alles andere scheint am Platz zu sein.» Ein Zweiter ergänzte: «Ich finde keine Fingerabdrücke, aber ich habe eine der Kugeln aus der Tür.» Der Dritte, ein hochgewachsener Mann mit breitem Kreuz in elegantem Anzug, forderte scharf: «Geben Sie mir die Kugel. Durchsuchen Sie die Wohnung gründlicher, und machen Sie weiter, bis Sie etwas Brauchbares gefunden haben. Aber keinen Lärm! Ich berichte an die Zentrale.» Er wandte sich zum Telefon, doch der erste Mann unterbrach ihn, respektvoll, aber bestimmt: «Bitte rühren Sie das Telefon nicht an, Sir, es könnte angezapft sein. Fünfzig Meter die Straße herunter gibt es eine Telefonzelle.» Der große Mann nickte wohlwollend. «Gut. Also machen Sie weiter.» Lautlos wie eine Katze glitt er durch die Wohnungstür .

Das Gespräch hatte sich der Politik zugewandt, und der Schnurrbart reagierte gereizter.
«Die Roten? Kann die Roten nich ausstehn. Hab einen in der Offssiersmesse … Mieser Typ, trinkt nix, liest dauernd Bücher. Will sich bei den Kamraden einschleimen, aber die mögen ihn nich. Oh nein! Sie lieben Offssiere, die sie re…spektieren können … natürliche Autorität … sowas in der Art. Dieser Rote … alles eine Sorte, denkt nur ans Geld. Schwatzt immer von Lohn und Lehmshal…tungskostn, denkt an nix andres.»
Er rülpste, erschöpft von seinem Vortrag. Desmond pflichtete ihm bei.
«Ich weiß. Die Arbeiterklasse ist schlicht und einfach furchtbar. Hätten sie Badezimmer, würden sie darin Kohlen lagern, wenn sie denn Kohlen bekämen. Was haben sie getan, als sie nach dem letzten Krieg im Geld schwammen? Nun, sie kauften sich Konzertflügel, zündeten darunter ein Feuer an und nahmen darin ihr Bad.»
Der Schnurrbart schob sein Gesicht nahe an Desmonds heran, sein Atem war Alkohol.
«Sie sind ein Roter. Ich weiß es. Ich kann sie riechen.»
«Die Roten würden Sie überall riechen, glaube ich.»
«Wollen Sie mich beleidigen, heh? Sie wollen Prügel?»
Er versuchte, sich aufzurichten, und wäre beinahe vornüber gestürzt. Seine Stimme klang breiig und wütend. Der Wirt gab seinem zweiten Barkeeper, einem stämmigen jungen Mann mit der Statur eines versoffenen Bauern, ein Zeichen, und der Mann steuerte ihre Ecke an. Desmond fand, es sei an der Zeit, sich zurückzuziehen.
«Mag keine Roten», wiederholte der Schnurrbart. «Mag Sie nich!» Sein Schluckauf war unüberhörbar.
Desmond fühlte, wie die Dunkelhaarige ihn sanft am Arm zog. Er beugte sich zu ihr.
«Geben Sie ihm einen Stoß», verblüffte sie Desmond, «er kann nichts vertragen, das ist mit ihm los. Er braucht einen kräftigen Stoß.»
Desmond hatte eine bessere Idee. Er fasste den Mann an der Schulter und drehte ihn herum.
«Schauen Sie, da drüben steht einer Ihrer Freunde. Ich glaube, er will Ihnen einen Drink spendieren.»
Der Schnurrbart torkelte und starrte mit glasigen Augen ins Durcheinander, während Desmond die beiden Mädchen an den Armen fasste und nach draußen zog.
«Wo ist Jimmy? Wir haben Jimmy verloren!» kreischte die Blonde.
«Keine Sorge; gehen wir anderswo hin. Taxi!»
«Oh ja, Tisky, gehen wir! Ich hole Jimmy!»
Ein Taxi hielt. Desmond schob die beiden rasch hinein und bat den Fahrer, sie zu einem netten und lauten Ort zu bringen.
«Armer Jimmy! Er wird beleidigt sein», sagte die Blonde.
«Erst durch Ferne wächst die Liebe», entgegnete Desmond.
«Sie hätten ihm einen kräftigen Stoß geben sollen», sagte die Dunkle. «Er denkt nicht kreativ.»
Die Vorstellung des Taxifahrers von etwas Nettem und Lautem entpuppte sich als ein Keller in der Nähe des Leicester Square, der wie ein Münchner Bierpalast aufgemacht war. In Friedenszeiten war man hier stolz aufs deutsche Ambiente, auf den Tisch kamen Frikadellen und zweierlei Arten Gemüse unter dem Namen Königsbürger Klops mit Brat Kart. und Wirsingkohl . Der Name machte das Gericht zwar nicht schmackhafter, rechtfertigte aber offenbar eine Verfünffachung des Preises. Seit dem Krieg jedoch gab man sich alle Mühe, das Dekor als austro-tschechisch durchgehen zu lassen; und das Tiroler Orchester intonierte gelegentlich den Sambre-et-Meuse -Marsch und die Marseillaise als Verneigung vor kontinentaler Feierkultur. Die Speisekarte hatte man ein wenig zu gründlich reformiert, sie enthielt jetzt Delikatessen wie Mitteleuropäische Wurst mit Sauerkraut à la Danubienne . Die Stammgäste des Lokals waren überwiegend sehr junge Offiziere der Luftwaffe, die offenbar gut miteinander bekannt waren.
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