John Mair - Es gibt keine Wiederkehr

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Im Affekt und halb aus Versehen tötet der britische Boulevardjournalist Desmond Thane seine Geliebte – ohne freilich zu ahnen, dass sie für eine internationale Geheimorganisation tätig war. Deren Agenten und Profikiller sehen ihre politische Verschwörung in Gefahr. Also müssen sie Thane aus dem Weg schaffen, um jeden Preis und auf ihre Weise …

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Mit lang anhaltendem und unregelmäßigem Summen klingelte das Telefon.

Desmond verharrte regungslos, sein Herz hämmerte, und in seinem Schädel pochte eine Ader. Er hoffte, das Summen werde enden, doch der Ton blieb hartnäckig. Desmond überkam die schreckliche Vorstellung, Anna könne aufstehen und ans Telefon gehen, falls es nur lange genug läutete. Ein unwiderstehlicher Zwang drängte ihn, den Hörer abzuheben, nur um das Läuten zu beenden, und wie unter Hypnose näherte er sich bereits dem Schreibtisch, als der Ton schlagartig verstummte.

Jetzt war keine Zeit mehr zu verschwenden. Er wusste, dass ein unregelmäßiger Ton auf ein Ortsgespräch schließen ließ: Der Anrufer konnte also durchaus in einer Telefonzelle draußen vor dem Haus stehen und hinaufkommen, um nach dem Rechten zu sehen, da niemand an den Apparat ging.

Er löschte das Licht, zog die Wohnungstür hinter sich zu und ging behutsam die Treppe hinab, die Pistole in der Hand. Als er den Treppenabsatz im Erdgeschoss erreicht hatte, klingelte das Telefon wieder. Selbst draußen auf der Straße, eingetaucht in Dunkelheit, glaubte er den Ton noch ganz leise zu hören, immer und immer wieder.

DRITTES KAPITEL

Draußen im Dunkeln fühlte Desmond sich mutterseelenallein. Hinter ihm lag die Erinnerung an etwas, das er nicht an sich heranlassen wollte; vor sich sah er nur Angst, quälendes Warten und Rechtfertigungsversuche. Ginge er jetzt nach Hause, fände er dort einen gemütlichen Sessel und allerlei Bücher, die Tröstungen der Schönheit, Vernunft und Philosophie bereithielten. Nach kurzem Zögern schob er sich durch die Pendeltür ins Jolly Conscript .

Die Stimmung in der Kneipe war so heiter wie stets. In einer Ecke verteidigte ein junger Unteroffizier den Wert der Keuschheit gegen den derben Humor einer älteren Dirne, und er sah nicht gut dabei aus. In einer anderen Ecke hockten drei Männer in schwarzen Mänteln, die ihnen bis zu den Knöcheln reichten, sie tranken Whiskey und warfen sich aus den Mundwinkeln bedeutungsschwere Worte zu. Am Flipperautomat redeten ein indischer Student und seine hochschwangere blonde Frau auf einen begriffsstutzigen tschechischen Flüchtling ein und ließen ihn wissen, Freud, Marx und Einstein seien eigentlich nur verschiedene Ausprägungen der einen Lebenskraft – und ein italienischer Bauer sei klüger als alle drei zusammen. Ein Glatzkopf spielte Klavier, und zwei lesbische Frauen würdigten einen bedauernswerten Angestellten keines Blickes, der soeben versucht hatte, sie auf einen Drink einzuladen. Ein Besserwisser dozierte über den entscheidenden Sieg im Krieg: Man müsse lediglich ins Zentrum Chinas vorstoßen und dort die weltweit einzige Lagerstätte eines bestimmten unverzichtbaren Minerals in Besitz nehmen. Für all diese Menschen war die Kneipe Heimat, Wahrheit und Schönheit. Dafür war man bereit, in den Kampf zu ziehen.

Kaum war Desmond eingetreten, geriet er in einen kleinen Strudel bekannter Gesichter.

«Hallo Thane, wo haben Sie nur die ganze Zeit gesteckt?»

«Ach, ich hatte zu arbeiten. Wie geht’s euch? Gibt’s was zum Lästern?»

Die wohlkalkulierte Bitte sollte dem Fragesteller Ruhe verschaffen – und den anderen eine Menge einfacher Vergnügungen bieten. Wie erwartet brach ein Sturm von Gerüchten über Desmond herein.

Offenbar hatte Milly Peter verlassen, und Tony war jetzt mit Susan liiert; Matthew war ins Beschaffungsministerium der Streitkräfte übergewechselt und Paul hatte sich nach Frankreich versetzen lassen; John war bei einem Luftwaffeneinsatz gefallen, und von Nancy hieß es, sie sei in einen Fahrer ihrer Rettungswache verliebt; Mark widersprach irgendeiner Ansicht, weil die Deutschen brutale Bestien seien, er selbst aber Mitglied in der Königlichen Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten an Tieren ; und irgendjemandes Cousin hatte tatsächlich vor den Schranken des Gerichts ausgerufen: «Ich bin eine Feuersäule!» Und so ging es fort und fort. Desmond, der diesen Tratsch normalerweise goutierte, dachte nur: Stünde mir ein Engel mit Flammenschwert zur Seite, bräuchte er sich nicht über einen Mangel an Aufgaben zu beschweren.

Als endlich Ruhe einkehrte und man sich auf allgemeines Geplauder verlegte, blieb Desmond einsilbig; er suchte nach einem Vorwand, um sich wieder zu entfernen.

Weit hinten in der Kneipe bemerkte er ein großes blondes Mädchen, dessen schrille Stimme und grelle Kleidung die Ansehnlichkeit ihrer Figur ebenso wenig zu beeinträchtigen vermochten, wie die vollendeten Formen den Ausdruck einer großen Leere überspielen konnten. Sie war ein wenig angetrunken und damit ein Problem für ihre dunkelhaarige Freundin und den jungen Unteroffizier mit dem Zahnbürstenschnäuzer, der die beiden offenbar angeschleppt hatte. «Herunter, herunter bis zum Boden», dachte Desmond. «Wer kein Gewissen hat, hat auch kein Recht auf guten Geschmack.» Er entschuldigte sich etwas schroff, trat zu den dreien hinüber und klopfte dem Offizier auf die Schulter.

«Na sowas! Dass wir uns hier wiedertreffen! Schätze, Sie erkennen mich gar nicht mehr – wir sind uns vor dem Krieg in Cowes begegnet. Darf ich Sie und Ihre Freundinnen vielleicht auf einen Drink einladen?»

Nach Desmonds Berechnungen musste gerade dieser snobistische Tonfall den Schnurrbart gefügig machen, der offenbar niemals in Cowes gewesen war und der sich offensichtlich gern vor den Frauen in Szene setzte; etwaige Zweifel zerstreute man am besten mit Großzügigkeit.

«Äh, ja, danke», stotterte der Schnurrbart zögernd.

Desmond setzte nach.

«Lassen Sie doch einfach stehen, was Sie gerade trinken, und gönnen wir uns einen Champagner. Ich glaube, dieses Lokal hat einige sehr anständige Flaschen auf Lager, auch wenn es gar nicht danach aussieht.»

«Oh ja, aber gern», bat die Blonde.

«Das wäre wirklich sehr nett», sagte die Dunkelhaarige.

«Aber hallo», bekräftigte der Schnurrbart.

Geschafft. Während Desmond dem Barkeeper mit den Fingern ein Zeichen gab, spürte er förmlich die erstaunten und missbilligenden Blicke seiner Freunde, und er ahnte den Tadel in ihrem Geflüster. Ihn kümmerte das nicht im Geringsten; er fing an, sich großartig zu amüsieren.

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Der Mann, der neben dem Leichnam gekniet hatte, erhob sich wieder. «Sie ist kaum länger als drei Stunden tot», sagte er, «vermutlich weniger.» Er schrieb etwas in sein Notizbuch. Einer der anderen durchsuchte das Zimmer, fachkundig und ohne Hast, während der dritte den Türknauf und glatte Oberflächen auf Fingerabdrücke hin untersuchte .

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Alles, was Desmond über seine neuen Bekannten wissen wollte, fand er im Nu heraus. Die Blondine, deren Beitrag zur Konversation vornehmlich aus Kichern bestand, war, so versicherte ihm die Dunkelhaarige, in einer «waaahnsinnig verantwortungsvollen Position – Privat sekretärin bei einem wichtigen Manager in der Werbebranche». Desmond vermutete, das «privat» beziehe sich wohl eher darauf, dass die Frau des Managers von dieser Sekretärin nichts wissen durfte, und das sei dann auch schon alles. Die Dunkelhaarige war Kanadierin und im gleichen Unternehmen beschäftigt, zeichnete sich aber durch ein höheres Streben aus: «Sie machen sich ja überhaupt keine Vorstellung davon, Mr. Tisket» (Desmonds Pseudonym für diesen Abend), «in welch wundervollen Frieden Sie eintauchen, wenn Sie sich erst einmal ins astrale Denken vertiefen.» Der Schnurrbart war auf Wochenendurlaub vom Regiment («Darf nicht sagen, wo wir stationiert sind, oh nein, nein! Der Feind hört mit und so weiter, Sie kennen das ja, alter Knabe!») und sehr darum bemüht, als Offizier und Gentleman zu imponieren – zwei Rollen, die immer weniger miteinander in Einklang zu bringen waren, je betrunkener er wurde.

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