John Mair - Es gibt keine Wiederkehr

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Es gibt keine Wiederkehr: краткое содержание, описание и аннотация

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Im Affekt und halb aus Versehen tötet der britische Boulevardjournalist Desmond Thane seine Geliebte – ohne freilich zu ahnen, dass sie für eine internationale Geheimorganisation tätig war. Deren Agenten und Profikiller sehen ihre politische Verschwörung in Gefahr. Also müssen sie Thane aus dem Weg schaffen, um jeden Preis und auf ihre Weise …

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Desmond musterte Anna mit jener aufdringlichen Neugierde, die man normalerweise nur Eingeborenen entgegenbringt. Wie sie da halb entblößt vor ihrer Ankleidekommode kauerte, schien sie ihm älter als sonst, und die Struktur ihrer Kehle und der Gesichtshaut wirkten mit einem Mal rau gegenüber der Zartheit ihrer Schultern. Ihr Nacken schien allmählich kräftig zu werden, und Desmond vermutete jetzt sogar, die aufrechte Haltung des Rückens müsse das Ergebnis bewusster Anstrengung sein. Kaum erinnerte er sich noch daran, dass sie zu alledem auch Verstand und Persönlichkeit besaß: Für ihn war sie jetzt eine klug konstruierte Puppe, gekrönt mit einer hübsch glänzenden Perücke. Seine Gedanken nahmen eine Wendung ins Hämische, und er überlegte, wie er sie wohl verletzen könnte.

Es war jetzt acht Uhr abends, die Dunkelheit brach an. Anna trat ins Zimmer. Sie strich sich übers Haar und drängte:

«Ich muss bald aufbrechen. Zum letzten Mal: Hast du mir irgendetwas zu sagen?»

«Nichts, was dich interessieren könnte.»

Sie hob ihre Stimme: «Sag jetzt, was du zu sagen hast; ich werde dich nicht wieder fragen.»

«Sprich nicht so laut. Geh, wenn du willst: Ich halte dich nicht auf.»

Seine Ferse stieß gegen den Rand des Tisches und brach einen Splitter aus dem polierten Holz, aber er schien das nicht zu bemerken. Gegen das schwindende Licht im Fenster nahmen sich seine Konturen mit den hängenden Schultern und dem vorgestreckten Kopf aus wie die Silhouette eines bizarren Vogels. Abermals verspürte Anna eine Unsicherheit, einem Zucken im Körper vergleichbar; sie beschloss, sofort aufzubrechen, früher als geplant. Und so trat sie an den Schreibtisch und schob Desmond zur Seite.

«Entschuldige, ich muss hier etwas einstecken.»

Sie öffnete eine der Schubladen und zog ein kleines, in Leder geschlagenes Büchlein heraus, das mit einem Metallschloss versehen war. Desmond riss es ihr aus der Hand und sprang vom Tisch.

«Ah, ein Tagebuch! Wer hätte gedacht, dass du so etwas führst!»

Er schob es sich in die Tasche und näherte sich demonstrativ der Tür. Anna erbleichte und fauchte ihn an:

«Lass diese Albernheit! Gib es mir auf der Stelle zurück!»

«Nicht, bevor ich gelesen habe, was du über mich schreibst. Ich schicke es dir morgen zurück.»

Ihm war klar, wie kindisch er sich aufführte, und doch schämte er sich nicht. Anna zitterte förmlich vor Wut, und er genoss das – jedenfalls in Bezug auf Anna seltene – Gefühl der Überlegenheit. Dann aber griff sie blitzschnell in ihre Handtasche und zog eine kleine Pistole hervor, die sie auf ihn richtete.

«Nun gib mir das Buch zurück!»

Desmond konnte ein spontanes Lachen nicht unterdrücken. Die Szene wirkte so lächerlich und unwirklich wie in einem schlechten Film, und von der Waffe fühlte er sich so wenig bedroht wie von einer Steinzeitaxt im Museum. Scherzhaft riss er die Hände in die Höhe und schlenderte auf sie zu.

«Meine liebe Anna, jetzt siehst du aber albern aus! Die Rolle des Flintenweibs steht dir überhaupt nicht. Bist du sicher, dass du sie auch geladen hast?»

«Gib mir das Buch, oder ich werde schießen.»

Da überkam ihn Zorn auf dieses melodramatische Getue, mit einem raschen Griff schlug er ihr die Pistole aus der Hand, dann packte er sie an ihrem seidenen Halstuch. Er riss kräftig daran und zischte:

«Sei doch keine verdammte Idiotin!»

Sie presste ihn von sich und rammte ihm ein Knie mit aller Gewalt in die Leisten. Er stolperte und riss Anna mit sich auf den Boden. Blind vor Wut rollte er das Halstuch zusammen, bevor er mit aller Kraft daran zog. Erneut traf ihn Annas Knie. Um den Schmerz zu betäuben, zerrte er an der Seide, bis die Adern seiner Handgelenke hervortraten. Und während ihr Leib sich unter seinem Griff wand, fragte er sich in einem sehr entlegenen Winkel seines Hirns, wie lange ihr Kampf wohl noch andauern würde. Auch als sie sich nicht mehr regte, lag er noch auf ihr und drehte das Halstuch fester und fester. Da wusste er schon, dass sie tot war.

Als Desmond vom Boden aufstand, war es vollkommen finster. Er spürte keinerlei Empfindung, griff zur Pistole und nahm wieder auf der Ecke des Schreibtisches Platz, verharrte dort vollkommen regungslos. Es dauerte ein wenig, dann erfüllte ihn Stolz auf seine eigene Kälte; er wanderte im Zimmer auf und ab, stolperte über Möbelstücke und führte Selbstgespräche. Dabei mied er die Ecke, in welcher der Leichnam lag.

«Gut, gut, wer hätte das gedacht! Ich vermute, dafür wird man mich hängen. Glück gehabt, dass wir nicht in Amerika leben: Beim elektrischen Stuhl dauert es eine halbe Stunde, und am Ende stirbt man bei der Autopsie, heißt es jedenfalls. Wer war das gleich nochmal mit der Vermutung, dass der Kopf nach der Enthauptung noch ein paar Minuten lebt und etwas wahrnimmt? Man hört ja sogar, man könne zu Tode gekitzelt werden oder am Niesen sterben. Ein Tyrann könnte das an seinen Feinden ausprobieren, ihr lächerlicher Todeskampf würde ihre Ansichten öffentlich diskreditieren. Wenn jemand beim Hängen zu tief fällt, wird der Kopf abgerissen – man sagt ja, die Leute fallen zu tief, wenn der Henker zu tief ins Glas geschaut hat … Arme alte Anna! Anna wie? Annabell mit dem Totenglöckchen … Vielleicht sehe ich ganz anders aus, jetzt, da ich ein Mörder bin? Mal nachschauen.»

Er zog den Vorhang zur Seite, schaltete eine Leselampe ein und betrachtete sein Abbild im Spiegel, während er sich wie ein Mannequin verrenkte und posierte.

«Wie immer, fürchte ich – sehe halt nicht aus wie ein grober Kerl. Wenn ich mich präsentiere, sehe ich aus wie ein Römer … der schändlichste Römer von allen: Einer, den man auf seinem Schild nach Hause trägt, das Gesicht nach unten, und alle Wunden auf dem Rücken, dazu ein paar Stiche in die Seite vom Zickzacklaufen.»

Er probierte verschiedene Gesten aus und schnitt passende Grimassen, wobei er Annas Pistole auf imaginäre Gegner richtete oder durch seine Tasche hindurch zielte wie ein amerikanischer Gangster. Dann aber fiel er schlagartig in die Wirklichkeit zurück; vor sich sah er eine bleiche, zerzauste Gestalt, die sich auf groteske Weise im Spiegel eines nur schwach erleuchteten Zimmers angrinste, während ein erstarrender Leib halb verdeckt hinter dem Sofa lag.

«Mein Gott!» stöhnte er und erschrak jetzt wirklich.

Er schaltete sämtliche Lampen ein, nahm vorsichtig Platz und versuchte, seine Lage zu überdenken. Kein Gewissen regte sich, auch kein Mitleid mit Anna – wie erwartet hatte der Tod seine Zuneigung ausgelöscht –, doch er fürchtete sich jetzt vor den schmutzigen und langsam näher rückenden Konsequenzen, die ihm drohten, sobald die Polizei eingeschaltet würde. Einige Minuten lang atmete er tief, um sich zu beruhigen, bis sein Verstand wieder halbwegs normal funktionierte.

Zunächst einmal hatte ihn niemand kommen sehen, und bei der Dunkelheit draußen konnte er nahezu sicher sein, das Haus auch wieder ungesehen verlassen zu können. Tatsächlich war ihm niemals irgendjemand in diesem Haus begegnet, möglicherweise war Annas Etage sogar die einzige bewohnte im gesamten Gebäude. Wenn er es recht bedachte, gab es zudem keinerlei Möglichkeit, Anna mit ihm in Verbindung zu bringen. Er hatte sie keinem seiner Freunde gegenüber erwähnt, denn er schätzte Männer nicht sonderlich, die mit ihren Liebschaften prahlten. Er glaubte ohnehin, dass ein eisernes Schweigen in diesen Dingen ein sehr viel größeres Renommee einbrachte als selbstgefällige Anekdoten, jedenfalls wenn man so töricht war und es darauf anlegte.

Anna, da war er sich sicher, war von ähnlicher Diskretion; und selbst wenn sie eine enge Vertraute besessen haben sollte, schien es unwahrscheinlich, dass die Zeit ausgereicht hätte, dieser von seinem angekündigten Abendbesuch zu erzählen. Er hatte Anna nie geschrieben, ihr nie signierte oder anderweitig zurückverfolgbare Geschenke überreicht, und sie hatte ihn keinem Menschen vorgestellt. Scotland Yard konnte ihn eigentlich gar nicht ausfindig machen. Am besten also, er verließ unverzüglich die Wohnung.

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