Albert Bremerich-Vos - Lehrerprofessionalität

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Für einen strukturierten, die Schülerinnen und Schüler kognitiv aktivierenden und konstruktiv unterstützenden Fachunterricht ist nicht nur fachliches, fachdidaktisches und pädagogisch-psychologisches Wissen nötig. Auch Überzeugungen im Hinblick auf die eigene Wirksamkeit, die «Natur» des Fachs und das Lernen, Freude am Fach und am Unterrichten sowie der umsichtige Umgang mit den eigenen Ressourcen spielen eine Rolle. In diesem Buch kommen neben groß angelegten Tests und Befragungen zu diesen Aspekten von Lehrerprofessionalität auch Fallstudien zur Sprache, vor allem zur Praxis des Deutsch- und Mathematikunterrichts. Es wird ein Bogen geschlagen vom Beginn des Lehramtsstudiums über das Referendariat bis hin zur Lehrerfortbildung.

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Holland (1997) legte eine allgemeine Berufswahl-Theorie vor, auf deren Basis er ein umfassendes Register der Berufe entwickelte. Watt & Richardson (2007) konzentrierten sich mit dem Fit-Choice-Modell dagegen auf die Berufswahlmotive angehender Lehrkräfte, die deshalb mit einem Instrument wie diesem differenzierter erfasst werden können. Für die Wahl des Lehrerberufs sind dem Modell zufolge die selbst eingeschätzten Fähigkeiten, individuelle Werte wie das intrinsische Interesse am Lehrerberuf und soziale Motive, die Einschätzung der beruflichen Anforderungen und der mit dem Beruf verbundenen Vorteile wesentlich. Bedacht wird auch, dass die Wahl eines Lehramtsstudiums durch frühere eigene Lehrerfahrungen und Einflüsse anderer motiviert sein kann.

Einige Beispiele für Teilskalen und Items zu Berufswahlmotiven:

• Wahrgenommene Lehrbefähigung: Ich habe die Qualitäten eines guten Lehrers/einer guten Lehrerin.

• Intrinsische Motivation: Mich interessiert der Lehrerberuf.

• Verlegenheitslösung: Ich war mir nicht sicher, welchen Beruf ich wählen sollte.

• Berufliche Sicherheit: Als Lehrer/in hat man eine sichere Stelle.

• Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Als Lehrer/in mit reduzierter Stundenzahl hätte man mehr Zeit für die Familie.

• Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: Ich arbeite gerne mit Kindern/Jugendlichen.

• Einfluss Dritter: Meine Familie findet, ich sollte Lehrerin werden.

Weitere Skalen beziehen sich auf Überzeugungen, z. B. im Hinblick auf Arbeitsbelastung und emotionale Beanspruchung, auf die Einschätzung des für die Berufsausübung notwendigen Wissens, der Bezahlung und des öffentlichen Ansehens des Lehrerberufs.

Die Fit-Choice-Skalen wurden in mehreren Ländern eingesetzt, u. a. im Rahmen einer großen international vergleichenden Studie, die sich auf Deutschland, Österreich und die Schweiz bezog. Zu Beginn des Wintersemesters 2011/12 befragten König, Rothland, Darge, Lünnemann & Tachtsoglou (2013) insgesamt 6400 im ersten Semester Studierende in diesen drei Ländern, die alle dort jeweils angebotenen Lehrämter anstrebten. Alle Skalen hatten ein siebenteiliges Antwortformat (von 1 = überhaupt nicht wichtig bis 7 = äußerst wichtig). In allen drei Ländern fanden die Motive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Interesse am Lehrerberuf, wahrgenommene Lehrbefähigung und sozialer Beitrag für die Gesellschaft die größte Zustimmung. Als eher wichtig wurden auch die extrinsischen Motive berufliche Sicherheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingestuft. Das Motiv Verlegenheitslösung dagegen erschien als nicht wichtig (ebd., S. 568, ähnlich bereits Terhart, Czerwenka, Ehrich, Jordan & Schmidt, 1994, S. 57).

Neugebauer (2013) fand, dass Studierende der nicht-gymnasialen Lehrämter das größte soziale Interesse artikulieren, gefolgt von Gymnasialen, die ihrerseits deutlich sozialer interessiert sind als sonstige Universitätsstudierende und erst recht als FH-Studierende. Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten ist bei Lehramtsstudierenden dagegen weniger ausgeprägt als bei Universitätsstudierenden, am seltensten wird es von Nicht-Gymnasialen genannt. Sie machen auch in geringerem Maß fachliches Interesse geltend, anders als die Gymnasialen, die sich hier statistisch von den sonstigen Universitätsstudierenden nicht unterscheiden. Schließlich: »Lehramtsstudierende insgesamt wählen ihr Studium erwartungsgemäß häufiger aus ›familiären Gründen‹ und aus ›Gründen der beruflichen Sicherheit‹. Der Vergleichsgruppe FH ist die berufliche Sicherheit allerdings noch wichtiger als den Lehramtsstudierenden.« (Ebd., S. 171f.)

Soll untersucht werden, wie Studienwahlmotive fachbezogen beschaffen sind, stellt sich das Problem, dass die Lehramtsstudierenden mindestens zwei Fächer studieren. Glutsch, König & Rothland (2018) unterschieden deshalb bei einem Teil der deutschen Stichprobe aus dem Drei-Länder-Vergleich (1365 Studienanfängerinnen und -anfänger, die ein Lehramt in der Sekundarstufe I oder in I/II anstrebten) insgesamt sechs Fächergruppen: Geistes- und Sozialwissenschaften (z. B. Geschichte und Politik); Sprachwissenschaften (z. B. Deutsch und Englisch); Mathematik/Naturwissenschaften; Geistes- bzw. Sozialwissenschaften und Sprachwissenschaften; Geistes- bzw. Sozialwissenschaften und Mathematik bzw. Naturwissenschaften; Sprachwissenschaften und Mathematik/Naturwissenschaften. Der Vergleich der Mittelwerte auf den Fit-Choice-Skalen ergab zwar einige statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Studierenden mit den verschiedenen Fächerkombinationen. So zeigten sich die Studierenden der Sprachwissenschaften intrinsisch motivierter als die anderen fünf Gruppen. Für sie – in der großen Mehrheit Frauen – waren auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die berufliche Sicherheit relevanter. Auf der Skala »Arbeit mit Kindern und Jugendlichen« hatten die Studierenden der Mathematik/Naturwissenschaften die niedrigsten Mittelwerte. Die Effektstärken waren aber jeweils gering und praktisch bedeutsame, systematische Unterschiede über alle Fächergruppen hinweg ließen sich nicht nachweisen. »Allgemein dominiert bei allen sechs Gruppen der intrinsische Wert [d. h. das Interesse am Lehrerberuf, A. B.-V.], gefolgt von dem Wunsch, mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zu wollen.« (Ebd., S. 475) Wurde nach Studiengängen (SI vs. SI/SII) differenziert, zeigte sich u. a. bei SI-Studierenden von Mathematik/Naturwissenschaften und der Geistes-/Sozial- und Sprachwissenschaften ein deutlich ausgeprägterer Wunsch, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

Eine Studie, in der 468 in München und Passau Studierende mit dem Erstfach Deutsch mit 880 anderen Studierenden verglichen wurden, legten Saalfrank, Weiß, Braune & Kiel (2011) vor. Sie fanden u. a., dass bei den Deutsch-Studierenden das fachliche Interesse stärker ausgeprägt war als bei den Studierenden mit anderem Erstfach. Die Differenzen waren zwar signifikant, aber offensichtlich praktisch unbedeutend (ebd., S. 46).

Über die Ergebnisse einer Befragung von 856 Referendarinnen und Referendaren, die überwiegend Mathematik studiert hatten, berichtete Klusmann (2011b). Deren Motive wurden nicht mit dem Fit-Choice-Instrument, sondern mit dem in wesentlichen Teilen vergleichbaren Fragebogen FEMOLA (Pohlmann & Möller, 2010) erhoben. Auch hier ergab sich im Durchschnitt eine hohe Motivation auf der Grundlage sozialen und pädagogischen Interesses, des fachbezogenen Interesses und der Selbsteinschätzung, als Lehrkraft erfolgreich zu sein. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die berufliche Sicherheit spielten ebenfalls eine, allerdings weniger bedeutende Rolle. Nicht-Gymnasiale zeigten ein höheres Interesse an pädagogisch-sozialen Aspekten als Gymnasiale (d =0.30), bei ihnen war auch die vermutete Leichtigkeit des Studiums ein stärkeres Motiv (d =0.60).

2.3 Zum Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Wahl eines Lehramtsstudiums, auf berufliches Befinden und auf den Erfolg von Lehrkräften

Inwieweit hängen das Handeln von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften, ihr beruflicher Erfolg und ihr Befinden von persönlichen Eigenschaften ab, die als weitgehend stabil anzusehen sind? Für eine Antwort auf diese Fragen wird gegenwärtig vor allem auf eine Theorie zurückgegriffen, wonach sich Persönlichkeit allgemein mithilfe von fünf Dimensionen, den sogenannten Big Five, beschreiben lässt: Neurotizismus (u. a. innere Unruhe, Ängstlichkeit, Reizbarkeit); Extraversion (Geselligkeit, Durchsetzbarkeit, Herzlichkeit); Offenheit (für Ideen, kreative Ansätze, durch Kunst evozierte Erfahrungen); Verträglichkeit (Wärme, Hilfsbereitschaft, Vertrauen); Gewissenhaftigkeit (Ordnungsliebe, Beharrlichkeit, Leistungsstreben). Es gibt eine Reihe von sehr umfangreichen, aber auch kurzen Fragebögen, die der Erfassung der Big Five und ihrer Facetten dienen (vgl. Rammstedt & Danner, 2016). Am bekanntesten ist das NEO-Fünf-Faktoren-Inventar (NEO-FFI), die deutschsprachige Fassung einer ursprünglich englischsprachigen Version (Borkenau & Ostendorf, 2008). Hier sind 60 Items zu beantworten, und zwar jeweils auf einer fünfstufigen Antwortskala von »starke Ablehnung« bis starke Zustimmung«. Einige Beispiele:

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