„Nicht zu glauben“, erwiderte der Präsident. „Was für eine tolle Geschichte. Kann es sein, dass ich darüber einmal eine Akte gelesen habe?“
„Das kann sehr gut sein, Mr. President, denn der deutsche Anderson und seine zwei Kampfbrüder haben an der Seite unserer SEALs auch zwei unserer Piloten in Afghanistan gerettet. Ihr Vorgänger hat die Jungs hier im Oval Office ausgezeichnet. Daher vermutlich Ihre Kenntnis.“
„Warum holen wir den Prachtkerl nicht auch auf die SUNDOWNER“, warf der Präsident lachend ein.
„Ich denke, Mr. President“, entgegnete der Stabschef, „wir sollten seine Frau die Arbeit auf dem Schiff machen lassen.“ „Sehe ich auch so“, ergänzte der Sicherheitschef, um ernst fortzufahren: „Aber ich würde gern einen Sicherheitsring um das Schiff sehen.“
Der Präsident schaute etwas überrascht zu Chuck.
„Was meinen Sie damit?“
„Ich möchte parallel ein U-Boot zur unauffälligen Begleitung haben. Damit wäre die Absicherung Ihrer Familie perfekt.“
David schaute ihn entgeistert an.
„Kein gutes Urlaubsgefühl mit einem Sehrohr in der Nähe“, sagte er.
Der Präsident blickte zu seinem Schwiegersohn hinüber.
„Was denkst du, Robert?“
„Ich finde, die Bedrohungslage ist sehr überschaubar, und wir haben mit den SEALs mehr als genug Sicherheit an Bord.“ „Okay, ich schlage einen Kompromiss vor“, lenkte der Präsident ein. „Bringt meinetwegen Kräfte in Stellung, die bei Bedarf schnell vor Ort sein können. Das reicht mir vollkommen. Das Sicherheitskonzept werden wir natürlich ändern, wenn meine Frau und ich am Ende eurer Atlantik-Überquerung ebenfalls an Bord sind. So, und jetzt genug mit der Sicherheit. Hoffen wir auf gutes Wetter und eine ruhige See. Vielen Dank, meine Herren!“
Die vier Männer wollten gerade das Oval Office verlassen.
„Chuck und John, können Sie bitte noch einen Augenblick bleiben?“
Der Präsident verschloss selbst die Tür.
„Da ist noch etwas, Chuck. Wie Sie wissen, haben wir ein Gästeehepaar an Bord. Ich halte Halim Mansur für einen untadeligen US-Bürger. Aber er ist bekennender Muslim. Sie wissen, was wir hier für ein Thema im Land haben. Machen Sie also einen tiefen Background-Check von den Mansurs. Ich hoffe, dass ihr nichts findet, was gegen deren Teilnahme an dieser Reise spricht. Meine Tochter hat das Ehepaar ausdrücklich eingeladen. Die beiden helfen ihr im Augenblick sehr. Das möchte ich belohnen.“
„Yes, Mr. President!“
„Ach – und John, die Reise kostet mich eine Stange Geld. Prüfen Sie, wieweit es eine Mischkalkulation mit unserem Security-Haushalt gibt.“
„Bin schon dabei.“
In diesem Augenblick klingelte grell ein Alarmton auf dem Handy des Sicherheitschefs.
„Ich habe noch etwas für Sie, Mr. President. Eben kommt herein, dass es in Teheran offensichtlich eine Führungskrise gibt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.“
„Schon wieder diese Mullahs? Danke, Chuck! Bleibt am Ball!“
Auf dem Heimweg fragte Jane Mayer ihren Mann: „Und wie findest du wirklich diesen Vorschlag?“
Robert schaute aus dem Fenster und sagte nach einigem Zögern:
„Dein Vater ist großartig. Ich wünschte, ich hätte so viel Zuneigung vom Präsidenten auch bei meiner Arbeit im Weißen Haus.“
„Robert, das kann doch hier ein Anfang für alles sein.“
Er drehte sich zu ihr und blickte sie kühl an:
„Gib uns einen kleinen Break, bevor wir sehr eng vierzehn Tage auf dem Schiff zusammen sind. Ich möchte gern für mich nachdenken. Ich werde morgen schon den Koffer packen und mit meinen europäischen Jägerfreunden auf die Jagd gehen. Ich werde anschließend direkt nach Lissabon kommen. Ich brauche das einfach für mich.“
ICH, ICH, ICH , dachte sie.
„Das wäre kein guter Start, Robert. Die Kinder werden nach dir fragen und Jelly Bean wird dich vermissen. Der Hund darf auch mitkommen. Muss deine Reise wirklich sein, Robert?“ Er nickte.
„Willst du wirklich, dass ich mit den Kindern und dem Hund allein zum Schiff fliege? Die gemeinsame Vorfreude ist doch so wichtig.“
„Jane, meine Entscheidung steht.“
„Das ist nicht gut, Robert, gar nicht gut. Aber ich werde dich auch dieses Mal nicht aufhalten können. Tu, was du nicht lassen kannst!“
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