Jörg H. Trauboth - Omega

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Der ehemalige Elitesoldat Marc Anderson und Inhaber der Hamburger Maritime Security Services lebt mit Karina Marie und der gemeinsamen kleinen Tochter Pia zusammen. Das Glück scheint vollkommen, bis der iranische Terrorist Ali Naz brutal an der Familie Rache nimmt. Marc fällt in eine tiefe Depression und wird seelsorgerisch begleitet. Nur eine letzte, alles entscheidende Hoffnung hält ihn am Leben. Ali Naz lockt ihn in eine Falle. Doch er hat Marc Anderson und sein Team unterschätzt. Marc erfährt nach einer langen Reise der Demütigung, dass auch im grausamsten Ende ein Anfang innewohnt.

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Nun wäre sie allein auf sich gestellt und würde mit ihrer seelsorgerischen, feinfühligen Arbeit beginnen. Jelkes Seelsorge hätte gar nichts mit Kirche oder irgendeiner Religion zu tun, sondern nur mit ihrer Sorge, einer aus dem Takt geratenen Seele zu helfen. Ihr Auftrag wäre erfüllt, wenn es gelänge, das seelische Gleichgewicht ihres Gegenübers wenigstens etwas wiederherzustellen und in das Leben zurückzuführen.

Sie hatte sich oft gefragt, ob der therapeutische Ansatz, eine fremde, vollkommen erschütterte Person in wenigen Stunden zu stabilisieren, nicht vermessen sei. Doch mit einer einfühlsamen Fragetechnik nach dem SAFER-Modell gelang es ihr meistens. Sie würde im ersten Schritt Stabilisieren, im zweiten helfen, die Situation zu Akzeptieren, sodann im dritten die Erkenntnis Fördern, dass extreme Verhaltensweisen normal seien. Sie würde im vierten Schritt daran arbeiten, Bewältigungsstrategien zu Entwickeln mit dem Ziel, fünftens verlorene Selbstständigkeit Rückzugewinnen.

Doch es gab Einsätze, in denen SAFER gar nicht gelingen wollte. Jelke traute sich dann, die bewährte Methodik mutig über Bord zu werfen, um mit ihrer ganz persönlichen empathischen Art und Lebenserfahrung Ruhe ins seelische Chaos zu bringen und alles zu tun, um ein posttraumatisches Belastungssyndrom zu verhindern.

Zuweilen, wenn die Erschütterung gar nicht so groß war, fungierte sie lediglich als Expertin für die notwendigen organisatorischen Folgemaßnahmen. Auch das gab es: Sozialarbeit ohne Seelsorge.

Nach zwei oder drei Stunden würde sie die Wohnung mit all ihren nagenden Zweifeln verlassen, ob sie hinter der Tür eine wirkliche Hilfe gewesen war. Vielleicht würde man sich nicht einmal an ihren Namen erinnern. Doch wenn sie beim Verabschieden ein gutes Gefühl hatte oder sogar später eine positive Rückmeldung bei der Notfallseelsorge eintraf, wäre es wieder da, das Gefühl der Dankbarkeit, dass man Menschen am empfundenen eigenen Abgrund helfen konnte und auch das der Demut, jeden geschenkten guten Tag ohne Leid genießen zu dürfen.

Wenn die Krisenintervention jedoch die eigene Psyche überfordern würde, könnte Jelke eine Supervision in Anspruch nehmen. Das war bisher nicht nötig gewesen.

Doch dieses Mal würde es ganz anders kommen. Schlimmer, als Jelke es sich je hätte vorstellen können.

картинка 9

Sie rasten mit Blaulicht zum Präsidium Richtung City Nord nach Winterhude. Der Beamte auf dem Beifahrersitz sprach mit der Leitstelle. Er drehte sich kurz zu Jelke und meinte:

»So geht das schon den ganzen Tag. Aber dieser Mord an einer jungen Frau und Mutter im Park schlägt alles. Hier läuft gerade eine Großfahndung. Hoffentlich erfolgreich!«

Dabei deutete er in den Himmel auf einen Polizeihubschrauber vom Typ Eurocopter 135 .

»Es gibt offensichtlich erste Hinweise. Sonst wäre der nicht in der Luft. Mit unseren Libellen erreichen wir in sieben Minuten jeden Punkt innerhalb Hamburgs.«

Jelke verzichtete darauf, Fragen zu stellen. Sie fragte sich selbst, wie viele Menschen wohl notfallseelsorgerisch in dieser Mordangelegenheit betroffen sein könnten, als die Meldung durchkam:

»Informieren Sie bitte die Notfallseelsorgerin Frau Jelke Lorberg. Wir versuchen, weitere Unterstützung zu bekommen!«

Der Wachhabende im Eingang des Präsidiums winkte Jelke kurz zu, man kannte sich, sie wurde erwartet. Die Türen öffneten sich, und Jelke eilte zum Büro von Kriminalhauptkommissar Ganter Holms.

Der große, graubärtige, gepflegte Mann begrüßte sie – sichtbar erleichtert über ihr schnelles Eintreffen.

Er mochte diese mittelgroße Frau mit dem blonden, gelockten und halblangen Haar über ihrer lilafarbenen Einsatzjacke und ihrer ruhigen und bestimmten professionellen Art. Sie ging ihm gerade bis zur Schulter, und trotzdem waren sie beide auf Augenhöhe bei ihrer gemeinsamen Arbeit.

Holms, Anfang fünfzig, war seit einigen Jahren Witwer und Jelke mit ihren gut dreißig Jahren immer noch Single. Er hatte einmal kurz überlegt, ob er sie nicht einmal privat zum Essen einladen sollte. Aber gleichzeitig fürchtete er, dass damit ihre Beziehung belastet werden könnte. Sie galten im Präsidium als psychosoziales Dream-Team für schwierige Fälle. Doch Jelke faszinierte ihn. Er war mit dem Thema noch nicht durch.

»Hallo Jelke, du hast es vielleicht schon gehört, in Blankenese wurde vor etwa einer Stunde eine junge Frau in der Nähe ihres Hauses bestialisch ermordet.«

Dabei zeigte er auf ein Foto auf seinem Schreibtisch.

»In ihrem Kinderwagen fehlt das Kind. Wir wissen, wer die Frau ist, und wir haben eine Videoaufzeichnung vom möglichen Attentäter. Bisher haben wir es nicht geschafft, den Ehemann zu erreichen. Deswegen fahren wir jetzt direkt zum Wohnhaus, bevor er es durch die Medien erfährt.«

Holms wollte sich gerade seine Schirmmütze greifen, als Jelke sich das Polizeifoto genauer ansah. Sie nahm es in die Hand, erschrak, schnappte nach Luft, wollte reden. Doch aus ihrem Hals kam nur ein leises Stöhnen.

Holms sah sie besorgt an und dann auf den blutdurchtränkten Kopf der Toten.

»Das solltest du dir besser nicht antun.«

Jelke wankte. Sie war jetzt kreidebleich. Holms sah, dass sie Gefahr lief, zusammenzubrechen. Er drückte sie sanft aber bestimmt auf den Stuhl.

Jelke versuchte wiederum, etwas zu sagen. Aber sie stammelte nur: »Ich kenne sie, sie ist, mein Gott, sie ist …«

Holms sah sich um.

Der nächste Wasserhahn befand sich am Ende des Flures. Er öffnete seine geliebte, etwas speckige Ledertasche, in der er wie immer eine Thermoskanne mit Tee in den Dienst brachte, und führte einen gefüllten Becher an ihren Mund.

»Beruhig’ dich, Jelke. Was meinst du? Du kennst sie?«

Jelke schaute zu ihm hoch. Ihre Augen waren voller Tränen. »Ja, Ganter. Es ist meine Freundin Karina Marie. Das Baby ist mein Patenkind.«

»Heiliger Strohsack! Auch das noch! Dann bist du draußen, Jelke! Sieht so aus, als bräuchtest du selbst Beistand.«

Er überlegte, wen er schnell heranrufen könnte, doch zunächst unterbrach er diese Gedanken.

»Wie heißt das Kind?«

Jelke riss sich zusammen.

»Pia, sie heißt Pia, mein Gott …«

»Pia Anderson, richtig?«

»Ja, die Tochter von Karina Marie und Marc.«

»Wie alt ist dein Patenkind Pia?«

»Acht Monate«, stammelte sie, »wisst ihr, wo das Kind ist?« »Nein, Jelke, das wissen wir nicht. Hast du ein Bild von Pia?« Sie wischte sich durch ihre nassen Augen, scrollte durch ihre Bildergalerie, während Ganter ihr über die Schulter schaute. Jelke, so schlecht es ihr gerade auch ging, war in dieser Phase ein unerwartetes Geschenk für die Ermittler.

Er zeigte auf ihr Handy: »Die beiden Bilder, Jelke, schick’ sie mir bitte auf mein Smartphone!«

Er eilte zu seinem Computer. Wenig später waren die Fotos von Pia Anderson im Netz des Polizeipräsidiums.

Jelke hatte das Gefühl, hilfreich sein zu können. Es tat ihr in diesen schrecklichen Minuten gut.

Er kam wieder zu ihr herüber. Sie schien etwas gefasster zu sein.

Behutsam legte er seine Hand auf ihre Schulter.

»Geht es etwas besser?«

»Danke, Ganter, ich muss das wohl durchstehen. Es ist eben einfach nur entsetzlich und unbegreiflich.«

»Hast du eventuell die Handynummer vom Vater des Kindes? Sein Büro ist nicht besetzt, seine mobile Nummer wird gerade aufgeklärt, aber so ginge es schneller.«

»Ist mir klar, Ganter«, sagte sie leise, immer noch unter dem Eindruck des katastrophalen Ereignisses, »es gibt nur ganz wenige Menschen, die seine Nummer kennen. Seit seinem Coup vor einem Jahr ist er auf Tauchstation.«

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