Bernhard Leipold - Resilienz im Erwachsenenalter

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Es werden nun zwei methodische Zugänge anhand ihrer Grundidee vorgestellt. Wir unterscheiden zunächst nur korrelative Studien von Experimentalstudien, in denen Personen bestimmten Gruppen zugewiesen werden. Dabei wird die jeweilige Argumentationsstruktur erläutert und auf Vor- und Nachteile hingewiesen, ohne dass fortgeschrittene Statistik- und Methodenkenntnisse vorauszusetzen sind. So können die Befunde zumindest in Grundzügen nachvollzogen werden.

1.5.1 Korrelative Studien

In korrelativen Studien werden Ausprägungen von Merkmalen erhoben, wie man sie zum Zeitpunkt der Messung vorfindet, und in einer statistischen Auswertung miteinander in Beziehung gesetzt. Wenn mehrere Personen zu einem Messzeitpunkt befragt werden, lassen sich Korrelationen (Eid et al., 2013, Kap. 15) zwischen Variablen berechnen.

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So lässt sich z.B. ermitteln, ob es in der untersuchten Stichprobe einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß einer gefühlten Belastung und regelmäßiger sportlicher Betätigung gibt. Sport könnte also zu Resilienz beitragen, indem er den „Kopf frei macht“ und von temporären Schwierigkeiten ablenkt. Andererseits ist es aber auch nicht unplausibel, dass eine geringere Belastung die sportliche Aktivität begünstigt.

Querschnitt Längsschnitt

Wenn zudem Menschen unterschiedlichen Alters untersucht werden und das Lebensalter mit sportlicher Aktivität oder gefühlter Belastung korreliert wird, spricht man auch von Querschnittstudien. Um eine Längsschnittstudie (Schmiedek & Lindenberger, 2012) handelt es sich dann, wenn Ausprägungen oder Merkmale derselben Studienteilnehmer zu mehreren Untersuchungszeitpunkten erhoben werden (mindestens zweimal, besser häufiger). Man kann dann von Veränderungen oder Verläufen sprechen, z.B. von einem Genesungsverlauf nach schwerer Krankheit. Auch längsschnittliche Studien sind Korrelationsstudien, weil die Vorhersage der Veränderungen über die Zeit auch auf Korrelationen beruht.

Korrelative Studien zählen zu den am häufigsten durchgeführten in der aktuellen psychologischen Resilienzforschung. In korrelativen Studien werden beispielsweise das Ausmaß möglicher Stressoren (z.B. chronische Erkrankungen, finanzielle Engpässe, erfahrene Gewalt), aber auch mögliche protektive Faktoren (z.B. individuelle Ressourcen wie Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, soziale und emotionale Unterstützung, Medikamente oder eine Therapie) zu einem oder zu mehreren Untersuchungszeitpunkten erhoben. Man kann damit zeigen, ob etwa das Ausmaß eines oder mehrerer (wahrgenommener) Risiken mit einer unerwünschten Konsequenz wie einer erhöhten Depressivität korreliert.

Das Vorliegen von Risiken und unerwünschten Folgen oder Begleiterscheinungen wird in vielen Studien als Ausgangspunkt herangezogen, um sich dem Resilienzproblem zu nähern. Man interessiert sich für statistisch bedeutsame Zusammenhänge zwischen Risiken und Konsequenzen, die in querschnittlichen und längsschnittlichen Studien untersucht werden. Als Hinweis für Resilienz wird es gewertet, wenn sich zeigen lässt, dass die Zusammenhänge zwischen Risiken und Konsequenzen geringer werden bzw. sich ganz auflösen, wenn bestimmte protektive Faktoren oder adaptive Prozesse vorliegen. Im Folgenden werden zwei Wirkmechanismen der adaptiven Prozesse vorgestellt, die üblicherweise als Mediation und Moderation bezeichnet werden (Baron & Kenny, 1986; Eid et al., 2013). Auf diese Unterscheidung wird hier kurz eingegangen, weil die Begriffe in vielen Studien (teilweise unterschiedlich) verwendet und als empirische Evidenz dafür herangezogen werden, inwieweit die adaptiven Prozesse den Zusammenhang zwischen möglichen Risiken und Konsequenzen regulieren. Es handelt sich um verfeinerte korrelative Auswertungsmethoden.

Mediation

Wenn eine Mediation vorliegen soll, erwartet man, dass, methodisch ausgedrückt, erstens ein bedeutsamer Zusammenhang zwischen einem Prädiktor (z.B. Risiko, Stressor, wahrgenommene bedrohliche Situation) und einem Kriterium (z.B. Depressivität) besteht, d.h. es muss eine Korrelation zwischen beiden Größen bestehen (Baron & Kenny, 1986). Zweitens muss die potentielle Mediatorvariable (die „vermittelnde“ oder erklärende Variable, z.B. Coping, soziale Unterstützung) sowohl mit dem Prädiktor als auch mit dem Kriterium korrelieren. Wenn in einer Studie noch drittens gezeigt werden könnte, dass ein Risiko mit sozialer Bewältigung (z.B. die Suche nach emotionaler Unterstützung) korreliert und soziale Bewältigung mit weniger Depressivität einhergeht, wären die Voraussetzungen für eine Mediation erfüllt. Wenn sich nun darüber hinaus zeigen lässt, dass die soziale Unterstützung über den eben beschriebenen Weg dazu führt, dass der Zusammenhang zwischen Risiko und Depressivität geringer wird bzw. gar nicht mehr vorhanden ist (d.h. statistisch bedeutungslos ist), würde man soziale Unterstützung als Mediator interpretieren. Mit sozialer Unterstützung steht und fällt in diesem Beispiel der Zusammenhang zwischen Risiko und Depressivität. In Abbildung 1.4ist eine Mediation anhand eines weiteren Beispiels dargestellt.

Abbildung 14 Beispiele für Mediation und Moderation Meditation Schwarzer und - фото 13

Abbildung 1.4: Beispiele für Mediation und Moderation

Meditation: Schwarzer und Knoll (2007) haben gezeigt, dass das Ausmaß an erhaltener sozialer Unterstützung nach einer schweren Operation nicht direkt mit einer Symptomreduktion zusammenhängt (der Pfad von sozialer Unterstützung zu der Reduktion körperlicher Krankheitssymptome war nicht signifikant), sondern über den Weg der Selbstwirksamkeit. Sie interpretieren, dass Selbstwirksamkeit durch soziale Unterstützung mobilisiert wird und diesen Zusammenhang vermittelt.

Moderation: Der Zusammenhang zwischen Stress und eingeschränkter Funktionstüchtigkeit ist bei Personen, die über wenige Ressourcen verfügen, besonders stark. Bei Personen mit vielen Ressourcen ist er hingegen schwächer.

Moderation

Nun ist es aber fraglich, inwieweit Risiken tatsächlich mit sozialer Unterstützung zusammenhängen bzw. zu deren Erhöhung führen, wie man genauer formulieren müsste. Es kann doch sein, dass Menschen in einer ähnlichen Risikosituation sind und über ein mehr oder weniger gutes soziales Netzwerk verfügen, ohne dass man annehmen muss, dass das Risiko die soziale Unterstützung mobilisiert. In diesem Falle kann man in der Studie prüfen, ob ein Moderator vorliegt.

Wenn unterschiedlich starke statistische Zusammenhänge zwischen Risiko und Kriterium vorliegen, je nachdem, wie eine dritte Variable (eben der Moderator, z.B. die soziale Unterstützung oder andere Ressourcen) ausgeprägt ist, kann man sagen, dass die Drittvariable den Zusammenhang moderiert. Wenn man, anders ausgedrückt, zwei Gruppen unterscheiden kann, wobei in der einen mit wenig sozialer Unterstützung das Risiko mit Depressivität korreliert, in der anderen mit viel Unterstützung nicht, dann wird die soziale Unterstützung als Moderator bezeichnet.

Kausalität

Hinter den Begriffen „Mediation“ und „Moderation“ steht letztlich die Frage nach (bzw. das gewichtige Problem) der Kausalität. Man würde gerne die relevanten Faktoren und Prozesse kennen, um zu verstehen, warum sich Vulnerabilität oder Widerstandskraft entwickelt. Es geht um das Verhältnis von Ursache und Wirkung und um die wissenschaftstheoretische Diskussion des hinreichenden und notwendigen Grundes. Neben dem reinen Erkenntnisinteresse bemüht man sich auch um das kausale Verständnis der Ursachenketten, um die Entwicklungsverläufe nach Möglichkeit positiv zu gestalten.

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