Bernhard Leipold - Resilienz im Erwachsenenalter

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1.2 Fragestellungen und Inhalte des Buches

In diesem Buch geht es insbesondere um folgende Fragen: Wie kann Resilienz gelingen? Von welchen Faktoren und Prozessen hängt Resilienz ab? Wie entwickelt sich Resilienz im Erwachsenenalter und Alter (Reich et al., 2010)? Zur ansatzweisen Beantwortung dieser durchaus schwierigen Fragen sollen insbesondere drei Bereiche bzw. Blickwinkel genauer beleuchtet werden, die als zentral für die Genese und Beurteilung von Resilienz angesehen werden:

1 Die Risikofaktoren, die tatsächlich zu einem gravierenden Problem werden können und die individuellen Bewältigungskompetenzen herausfordern (z.B. ernsthafte Veränderungen des Gesundheitszustands, Entwicklungsaufgaben und kritische Lebensereignisse, Zustände des Ungleichgewichts; Kap. 2).

2 Die Kriterien, nach denen beurteilt wird, inwieweit Resilienz vorliegt (Konzepte wie erfolgreiches Altern, Baltes & Baltes, 1990; Baltes & Carstensen, 2003; positive Entwicklung, Brandtstädter, 2011; persönliches Wachstum und Lebenssinn, Ryff, 2013; Ryff & Singer, 1998; Kap. 2).

3 Die strukturellen Merkmale von Bewältigungsprozessen (Prozesse der Adaptation), über die Menschen verfügen, um mit ihren Problemen umzugehen. Es wird untersucht, wie die Bewältigungsprozesse funktionieren, womit diese zusammenhängen und inwieweit hier Regelmäßigkeiten zu beobachten sind, wenn Individuen ihre Reserven nutzen oder ausbauen, um den Risiken und Anforderungen zu begegnen ( Kap. 3).

Resilienz aus entwicklungspsychologischer Perspektive (Greve & Staudinger, 2006) befasst sich mit den altersbezogenen Veränderungen der Risikofaktoren und der adaptiven Prozesse.

Das Buch möchte zu einem besseren Verständnis beitragen, wie das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren zu Resilienz führt oder eben nicht. Zwei Konzepte sind bereits angeklungen, mit anhand derer nun Resilienz genauer bestimmt werden soll: Gleichgewicht und Prozesse der Adaptation.

Herstellung von Gleichgewicht

Ungleichgewichtszustände oder Stress verursachen adaptive Prozesse bzw. fordern sie heraus. Sind beispielsweise die eigenen Ziele blockiert und die gewohnten Handlungen führen nicht zur Lösung eines Problems, wird ein solcher Zustand als unangenehm bzw. als Bedrohung oder Herausforderung interpretiert. In zwei entwicklungspsychologischen Theorien sind die Vorstellungen zu Gleichgewicht (Äquilibration; Piaget 1975) bzw. Ist-Soll-Diskrepanzen (Brandtstädter, 2011, S. 102) zentrale Elemente. Ungleichgewichtszustände sind Störungen, und es werden Prozesse der Regulierung angenommen, die korrigierend eingreifen und ausbalancieren (Piaget, 1974, S. 14). Wenn ein Zustand des Gleichgewichts (wieder) hergestellt wurde, werden die Prozesse nicht (mehr) beansprucht.

Gleichgewicht, ein allgemeines und grundlegendes Konzept in Piagets Entwicklungstheorie, beschreibt die balancierten Zustände, die durch Prozesse der Anpassung hergestellt wurde. Im Gleichgewichtskonzept wird auch ein wichtiger Mechanismus dessen auf den Punkt gebracht, was Resilienz ausmacht: Resilienz wurde über eine erfolgreiche Anpassung trotz widriger Umstände (z.B. Entwicklungsprobleme) definiert und der Vergleich mit einer Wiederherstellung von Gleichgewicht liegt nahe.

Das Bild der Waage veranschaulicht diese abstrakte Annahme, die wichtig für das Verständnis dafür ist, wie Resilienz funktioniert. Das angemessene Verhältnis, das durch Entwicklungsaufgaben oder kritische Lebensereignisse ins Ungleichgewicht gebracht wurde und durch adaptive Prozesse ständig wiederhergestellt (balanciert) wird, ist in Abbildung 1.1dargestellt. Das Ungleichgewicht ist hier kaum sichtbar. Das kann daran liegen, dass keine Entwicklungsprobleme vorliegen oder daran, dass die adaptiven Prozesse wirksam waren. Formen des Ungleichgewichts, womit hier zunächst sämtliche Formen von Stress, Problemen, Schwierigkeiten bezeichnet werden, welche die Kräfte eines Organismus deutlich beanspruchen, finden sich im Erwachsenenleben in vielfältigen Ausprägungen. Der Weg aus der Arbeitslosigkeit oder der Umgang mit einer nicht heilbaren Erkrankung sind zwei Beispiele, bei denen körperliche und psychologische Prozesse beansprucht werden. Albrecht Dürer gibt in seinem Holzstich dem Reiter eine stark strapazierte Waage zur Hand ( Abb. 1.2). Er zeigt bewegtes und zu Ende gehendes Leben, und dass viele Krisen, zumindest Wind und Wetter, auf die Waagschalen wirken.

Abbildung 11 Beinahe balancierte Waage Abbildung 12 Nicht balancierte - фото 9

Abbildung 1.1: Beinahe balancierte Waage

Abbildung 12 Nicht balancierte Waage Albrecht Dürer 1498 Die vier - фото 10

Abbildung 1.2: Nicht balancierte Waage (Albrecht Dürer, 1498: Die vier apokalyptischen Reiter, Ausschnitt)

Insbesondere zwei psychologische Prozesse sind von Bedeutung, wenn es darum geht, Anpassung zu lernen oder zu trainieren, wie es ein Ziel praktischer Ansätze zur Förderung von Resilienz ist: die des Wollens (Erhöhung bzw. Mäßigung der eigenen Ansprüche) und die des Könnens (erfolgreiche Bewältigung im Sinne kognitiver Meisterung der Probleme). Das Verhältnis von zielbezogenem Handeln (Brandtstädter, 2011) und kognitiver Bewältigung (Piaget, 1974; Meumann, 1908) ist auch entscheidend für Resilienz.

Das erinnert an Platons Metapher der Mischung von Lust und Vernunft, in der das Gute im menschlichen Leben zu suchen ist (Gadamer, 1978/1997), in seinem Dialog „Philebos“: Weder ein Leben in Lust noch ein Leben in Vernunft ist gut, sondern nur ein aus beiden gemischtes. Erfolgskriterien für Resilienz, die das Angemessene zum Maßstab haben, haben mit dem Mittleren zwischen Extremen zu tun. Entscheidungen, die in schwierigen Situationen getroffen werden müssen, schließen einen Moment der Ungewissheit mit ein (Gadamer, 1978/1991, S. 196). Der Mensch setzt sich Maßstäbe und verbindet sein Handeln mit bestimmten Ansprüchen. Die Anwendung einer Technik erfordert mitunter Übung und fachmännische Erfahrung; häufig sind dabei bestimmte Konsequenzen des menschlichen Handelns nicht vorauszusehen, etwa wenn Interventionen zu unerwünschten Nebeneffekten führen. Was angemessen ist, lässt sich erst beurteilen, wenn man sich auf Kriterien geeinigt hat, wonach beurteilt werden soll. Zum Schwierigen und mitunter Spannenden des Lebens gehört neben der Erfahrung von Schwierigkeiten und Verlusten die (psychologische) Auslotung durch kognitive und motivationale Prozesse. Ein besseres Verständnis der Funktionsweise der adaptiven Prozesse kann möglicherweise dazu beitragen, dass man sie gezielt beeinflussen und optimieren kann.

Prozesse der Adaptation

Aus einer entwicklungspsychologischen Perspektive sind gerade die alterskorrelierten Veränderungen der biologischen Wachstums- und Abbauprozesse, die Veränderungen der sozialen Erwartungen an alternde Menschen und die systematischen Veränderungen der persönlichen Werte- und Zielstruktur inklusive des Anspruchsniveaus von Interesse (Baltes et al., 2006). Diese Veränderungen, die teilweise auch unverhofft eintreten können, etwa wenn man Opfer eines Verkehrsunfalls mit bleibenden Schäden wird, werden in diesem Buch genauer beleuchtet.

Aber was genau tun Menschen in prekären Situationen, wenn sie sich bemühen, die Umstände den eigenen Bedürfnissen anzupassen? Wie werden Pläne geschmiedet? Was passiert auf psychologischer Ebene, wenn man sich mit seiner Situation abfindet – oder besser gesagt: abfinden muss? Einen relativ breiten Raum sollen die psychologischen Prozesse der Adaptation erhalten: persönliche Ziele, Erwartungen der Selbstwirksamkeit, individuelle Kontrollüberzeugungen und emotionale Begleitumstände zählen dazu. Von diesen und weiteren Prozessen des Denkens und Problemlösens, der Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitssteuerung hängt es ab, inwieweit Individuen ihre Krisen und Herausforderungen meistern und auch langfristig bewältigen können (vgl. das „flexible Selbst“, Brandtstädter, 2007a).

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