Bernhard Leipold - Resilienz im Erwachsenenalter
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Resilienz ist in mehreren Fächern der Psychologie ein wichtiges Thema und auch außerhalb der Universi …
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Donaueschingen im März 2015
Bernhard Leipold
1 Einführung
Das vorliegende Kapitel führt zunächst in das Konzept der Resilienz ein. Resilienz wird im Folgenden schwerpunktmäßig aus Sicht der Psychologie behandelt und es werden damit verbundene Frage- und Problemstellungen vorgestellt. Dies geschieht insbesondere aus entwicklungspsychologischer Sicht, wobei das Erwachsenenalter im Vordergrund stehen wird. Nach der Einführung in das Problem werden historische Vorläufer der aktuellen Resilienzforschung vorgestellt und ein vorläufiges Arbeitsmodell vorgeschlagen, das sich als ordnender Rahmen zur Untersuchung von Resilienzphänomenen eignet, und anhand dessen die Vielzahl an Studien und Befunden zum Thema Resilienz im weiteren Verlauf des Buches dargestellt, vertieft und diskutiert wird. Schließlich werden methodische Zugänge eingeführt, die zur Beurteilung der Aussagekraft der zahlreichen nachfolgend dargestellten empirischen Studien beitragen.
1.1 Psychische Widerstandsfähigkeit und positive Entwicklung trotz widriger Umstände
Zahlreiche Publikationen und Überblicksarbeiten zur psychischen Resilienz beziehen sich auf die amerikanische Entwicklungspsychologin Emmy Werner und machten ihre Untersuchungen, insbesondere die an Kindern auf der Hawaii-Insel Kauai, zu den weltweit bekanntesten zum Thema (Werner, 1993, 2007b). In einer Längsschnittstudie über einen Zeitraum von mehreren Jahren wurde gezeigt, dass sich Kinder, die teilweise auch mehreren bedrohlichen sozialen, körperlichen oder biologischen Faktoren ausgesetzt waren (z.B. Armut, Komplikationen bei der Geburt), im Durchschnitt erwartungsgemäß ungünstiger entwickelten als Kinder, die nicht mit vergleichbaren Risikofaktoren konfrontiert gewesen waren. Vor diesem Hintergrund ist es geradezu bemerkenswert, dass es dennoch manchen Kindern gelang, sich trotz zahlreicher Risikofaktoren positiv zu entwickeln, d.h. sie wurden später nicht auffallend delinquent und zeigten auch kaum psychische oder gesundheitliche Beeinträchtigungen.
Resilienzbegriff
Man spricht in der Psychologie von Resilienz, wenn eine erfolgreiche Anpassung gelingt, obwohl widrige Umstände vorliegen (Greve & Staudinger, 2006; Masten & Wright, 2010; Masten et al., 1990). In einem allgemeineren Sinn bezeichnet Resilienz auch die Fähigkeit, mit Veränderungen umgehen zu können, lässt sich dann aber kaum von Konzepten wie Coping/Bewältigung, Plastizität oder Selbstregulation unterscheiden.

Medienlink: Einführung in die Resilienz: Bei dem folgenden Beitrag handelt es sich um ein Interview mit dem Psychologen Denis Mourlane, in dem einige zentrale Facetten des Resilienzkonzepts vorgestellt werden. Es informiert anhand von alltagsnahen Beispielen sehr anschaulich, durch welche psychischen Prozesse resiliente Personen gekennzeichnet sind. http://www.management-radio.de/karriere-management-resilienz/
Der Resilienzbegriff wird außerhalb der Psychologie auch in Disziplinen wie der Ökologie und der Soziologie verwendet. Wir konzentrieren uns in diesem Buch jedoch auf die psychologischen Verwendungen, die bei genauerer Betrachtung trotz gemeinsamer Elemente doch sehr unterschiedliche Akzente setzen.
Ein Blick auf die ursprüngliche Wortbedeutung von „Resilienz“ ist aufschlussreich, weil es hier schon mehrere und durchaus unterschiedliche Facetten sind, die mit dem Begriff verbunden werden. „Resilienz“ wurzelt im lateinischen Verb resilire und kann übersetzt werden mit „zurückspringen, abprallen, abspringen“, aber auch mit „sich zusammenziehen, sich verkleinern, schrumpfen“. Das klingt sportlich, verweist aber gleichzeitig auf Zurücknahme und Bescheidung. Ein verwandter Begriff, resistere, bedeutet „sich widersetzen, Widerstand leisten“. Heute würde man dabei an den Umgang mit „Krisen“ oder „Stress“ denken. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass Resilienz kein Trumpf ist, der wie im Skat bei gutem Blatt von oben runter gespielt wird, um der Gegenpartei keinen Stich zu lassen. Die Verhältnisse liegen anders und es gibt keinen Anlass zu einem Durchmarsch: Resilienz bedeutet vielmehr, dass gravierende Bedrohungen, Schäden oder Verluste vorliegen (Filipp & Aymanns, 2010) und man dennoch die Kraft besitzt, Widerstand zu leisten. Die Bewältigung von alltäglichen Aufgaben und Bagatellen ist nicht gemeint.
Resilienz ist möglich und oft auch wahrscheinlich, wenn Individuen über gewisse soziale oder individuelle Ressourcen verfügen, wie es mittlerweile zahlreiche empirische Befunde belegen (Glantz & Johnson, 1999; Masten & Wright, 2010). Menschen, die zeitweise in schwierigen familiären und finanziellen Verhältnissen leben, können sich durchaus positiv entwickeln und die Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen, erfolgreich bewältigen. Es konnte eine große Variationsbreite in der Anpassung an Herausforderungen beobachtet werden. Risikofaktoren wie gesundheitliche Beeinträchtigungen, familiäre Armut, Arbeitslosigkeit oder migrationsbedingte soziale Isolation können bewältigt und gravierende langfristige psychische Beeinträchtigungen vermieden werden.
Entwicklungspsychologische Perspektive
Allerdings sollte man einräumen, dass eine Bewältigung im späteren Lebensverlauf, also im mittleren und höheren Erwachsenenalter, unter extremen Belastungen nicht immer gelingt und individuelle Anstrengungen häufig auch scheitern. Vieles erledigt sich ja im Alter nicht einfacher als in der Jugend, und es waren Vertreter der Psychologie der Lebensspanne, die mit Nachdruck darauf hingewiesen haben, dass die Entwicklung von Gewinnen und Verlusten differenziert voneinander betrachtet werden sollten (P.B. Baltes, 1987). Resilienz aus einer entwicklungspsychologischen Sicht bedeutet, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren und Ressourcen, die koordiniert werden müssen, zur Widerstandsfähigkeit beitragen, und sich zum Teil mit dem Alter systematisch verändern. Im Folgenden wird unter der entwicklungspsychologischen Perspektive hauptsächlich verstanden, dass es um Veränderungen von individuellen Anpassungsprozessen geht.
Resilienz beruht auf dem Zusammenspiel von persönlichen Kompetenzen (z.B. Strategien der Bewältigung, persönliche Zielstruktur) sowie sozialen Strukturen und kulturellen Förderungsangeboten (z.B. Familie, Freizeit und Beruf; Weiterbildungs- und Interventionsangebote), die zur Verfügung stehen und ihrerseits die Entwicklung von individuellen Bewältigungskompetenzen kanalisieren und beeinflussen können (Brandtstädter, 2001).
Während sozialpsychologische Zugänge stärker die Rolle der sozialen Interaktion bei Resilienz fokussieren und persönlichkeitsorientierte Ansätze häufiger von stabilen Eigenschaften (Dispositionen) und individuellen Unterschieden handeln (vgl. auch Kap. 1.3und 3.1), wird Resilienz hier als Gegenstand von Entwicklung im Erwachsenenalter konzipiert. Resilienz wird also im Folgenden nicht als eine stabile Eigenschaft aufgefasst, über die manche Menschen in einem höheren Ausmaß verfügen als andere: Vielmehr wird sie als ein Produkt des Zusammenspiels vieler Ressourcen und psychischer Prozesse verstanden, die sich ihrerseits entwickeln. Resilienz ist ein temporärer Zustand, der erklärungsbedürftig ist. Im günstigen Fall bedeutet Resilienz eine positive Anpassung im Sinne einer Weiterentwicklung („Man wächst mit seinen Krisen.“), oder sie bedeutet, dass der Status quo in gewissen Lebensbereichen aufrechterhalten werden kann, obwohl andere beeinträchtigt sind (Leipold & Greve, 2009; Staudinger et al., 1995). Im weniger günstigen Fall wird der Schaden begrenzt, was durchaus auch als Erfolg gewertet werden kann. Ausschließliche Verluste oder Abbauprozesse in schwierigen Lebenssituationen werden in der Regel nicht als Formen von Resilienz bezeichnet.
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