Bernhard Leipold - Resilienz im Erwachsenenalter
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Resilienz ist in mehreren Fächern der Psychologie ein wichtiges Thema und auch außerhalb der Universi …
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Bewertung von Korrelationen
Ohne an dieser Stelle eine differenzierte Methodenkritik führen zu können, sollen einige Vor- und Nachteile korrelativer Studien genannt werden.
Querschnittsstudien sind vergleichsweise ökonomisch; mit Fragebogenstudien lassen sich Personen einer großen Altersspanne erfassen, was den Forderungen nach repräsentativen Stichproben leichter genügen sollte. Wenn man stattdessen medizinische Diagnosen stellt oder Interviews führt und die Ergebnisse anschließend mathematisch quantifiziert, ist das zwar aufwendiger, ändert aber nichts an der Aussagekraft. Es wird geprüft, ob es statistisch bedeutsame Zusammenhänge zwischen möglichen Stressoren und Kriterien gibt, und ob diese abnehmen (bzw. sich erklären lassen), wenn Moderatoren oder Mediatoren berücksichtigt werden.
Die Kritik, die hier angeführt wird, ist, dass man an die Kausalität nur unzureichend heranreicht, weil die Richtung der Interpretation offen und uneindeutig ist. Zudem kann soziale Unterstützung ihrerseits mit Extraversion oder Offenheit für neue Erfahrungen zusammenhängen (und manche sind geneigt, hier den Genen das Haupt-Erklärungspotential zuzusprechen), und/oder sie kann auf frühere Lernerfahrungen, Erziehungsstile oder berufliche Sozialisation zurückzuführen sein. Man kann sich zwar bemühen, möglichst viele Einflussfaktoren zu erheben und deren Rolle als Moderatoren bzw. Mediatoren in der statistischen Auswertung zu prüfen, aber es bleiben zu viele alternative Erklärungsmöglichkeiten übrig. Somit gilt die gängige Merkregel aus dem Statistik-Grundkurs, dass man aus Korrelationen keine Kausalität ableiten kann. Auch Veränderungen lassen sich in Querschnittstudien nicht beobachten. Umso wichtiger erscheint die Formulierung theoretischer Annahmen darüber, durch welche Faktoren sich welche Konsequenzen erklären lassen, d.h. die Formulierung von Annahmen der Wirkrichtung, die dann anhand der Stichprobendaten empirisch überprüft werden können (Pedhazur, 1997, Kap. 18; Schmiedek & Lindenberger, 2012).
In längsschnittlichen Studien kann man zwar die zeitliche Reihenfolge von Lern- und Entwicklungsprozessen berücksichtigen, aber zahlreiche Alternativerklärungen oft nicht ausschließen. Man hat neben dem hohen Erhebungsaufwand noch das Problem, dass mit zunehmender Studiendauer mit einem Stichprobenausfall zu rechnen ist. Wenn dieser nicht nach dem Zufallsprinzip geschieht und sehr groß ist, entstehen durch Selektionseffekte ernsthafte Probleme bei der Interpretation und Generalisierbarkeit der Ergebnisse. Emmy Werner (2007a, S. 54) erinnert daran, dass gerade in Längsschnittstudien zu Resilienz, die eine lange Zeitspanne umfassen und ins höhere Alter der Probanden hineinreichen, Personen mit der größten Resilienz überrepräsentiert sind, weil Personen mit höherer Vulnerabilität wegen Krankheiten nicht mehr teilnehmen können oder bereits gestorben sind. Wenn dies der Fall ist, muss man fragen, für welche Personengruppen die Ergebnisse der Längsschnittstudie repräsentativ sind.
Ebenso kann es sein, dass durch die mehrmalige Bearbeitung derselben Fragen Übungseffekte entstehen, d.h. dass die Beantwortung durch eine häufige Präsentation des Aufgabenmaterials erlernt wurde.
Gleichwohl ist es möglich, dass korrelative Studien Hinweise auf kausale Mechanismen geben, die sich in alternativen methodischen Zugängen wie Experimenten oder Interventionsstudien erhärten lassen.
1.5.2 Studien mit systematisch variierten Gruppen
Bei einem Experiment handelt es sich um eine Studie, bei der bestimmte Faktoren systematisch variiert werden, von denen man annimmt, dass sie eine zentrale Rolle bei der Vorhersage von bestimmten Zuständen spielen. Gleichzeitig wird versucht, störende Faktoren konstant zu halten. Menschen werden deswegen mitunter in Laborbedingungen untersucht, in denen nach Möglichkeit nur die zu untersuchenden Bedingungen variiert werden. Wenn alles andere vergleichbar ist und nur einer Gruppe ein Medikament oder eine Instruktion gegeben wird, einer anderen Gruppe aber nicht, können die möglichen Unterschiede in der sog. abhängigen Variable, nur auf die Manipulation zurückzuführen sein. Um diese Interpretation plausibel zu machen, ist die Randomisierung (zufällige Zuweisung) der zu untersuchenden Personen in die Experimental- oder Kontrollbedingungen die wichtigste Kontrollform. So sollten sich auch biografische Unterschiede, die die Personen mitbringen, auf die Gruppen gleichmäßig verteilen oder „ausmitteln“, damit möglichst eindeutig erkennbar wird, ob die systematisch herbeigeführte Variation der Bedingungen zu Veränderungen führt.
Interventions- vs. Evaluationsstudie
In entwicklungsorientierten Interventionsstudien wird der Versuch unternommen, geplante und gewünschte Veränderungen herbeizuführen, die Alterns- und Entwicklungsprozesse beeinflussen (Wahl et al., 2012). Man ist dabei bemüht, altersbezogene Abbauprozesse zu verlangsamen, zu kompensieren und bestimmte Fähigkeiten zu optimieren. In Evaluationsstudien werden die Effekte einer kritischen Bewertung unterzogen. Häufig führt man die Studien mit Kontrollgruppen durch, um einen Vergleichsstandard für die möglichen Effekte von Interventionen zu erhalten. In der angewandten Forschung ist eine zufällige Zuweisung zur Interventions- bzw. Kontrollgruppe z.B. aus ethischen Gründen nicht immer möglich, was dann die Interpretation der Intervention als Ursache von Verhaltensänderungen problematisch macht. Falls sich die Intervention über einen längeren Zeitraum erstreckt (z.B. Therapie), kann man schwer vermeiden, dass unkontrollierbare Nebeneinflüsse wirksam werden, was sich ebenfalls erschwerend auf die Interpretation der Befunde auswirkt.
Bewertung von Experimenten
Vergleicht man die Aussagekraft eines sauber kontrollierten Experiments (mit randomisierter Bedingungszuweisung) mit einer korrelativen Studie, so ist der empirische Nachweis einer kausalen Wirkung bestenfalls in einem exakten Experiment gewährleistet. Allerdings steckt der Preis dafür in einer künstlich geschaffenen experimentellen Situation, welche das Problem aufwirft, inwieweit das Ergebnis auf alltägliche Situationen übertragbar ist.
In der anwendungsbezogenen Forschung, wozu Studien zu Resilienz oder Gesundheitsförderung gehören, stößt man allerdings auf Schwierigkeiten. Manche Medikamente verändern ihre Wirkung, wenn gleichzeitig andere Medikamente eingenommen werden. Bestimmte Wirkungen von Interventionen zeigen sich vielleicht nur im Experiment, aber nicht mehr, wenn Personen ihren Alltagsaktivitäten nachgehen und sich in ihrem gewohnten Milieu befinden, das möglicherweise den erwarteten Effekten abträglich ist. Nicht zuletzt ist es häufig eine Kombination aus verschiedenen Behandlungsformen, die zu Synergieeffekten führt.
Es ist wichtig, die Wirkweise von Interventions- und Behandlungsformen unter vergleichbaren und unterschiedlichen Bedingungen zu replizieren, um dem komplexen Zusammenspiel der Prozesse, die zu Resilienz oder Vulnerabilität führen, gerecht zu werden. Man kann von einzelnen empirischen Studien nicht zu viel verlangen: Sie können nur in einem begrenzten Umfang spezifische Faktoren untersuchen und Bedingungen realisieren und hinterlassen Fragen, die in weiteren Forschungsarbeiten geklärt werden müssen. Gleichwohl bedarf es gut kontrollierter Studien, welche substanzielle Effekte aufzeigen und somit die Struktur der Resilienz genauer beleuchten.
Die zugegebenermaßen sehr knappe methodische Behandlung hatte den Zweck, auf einige Vor- und Nachteile der gängigsten Untersuchungsdesigns aufmerksam zu machen, weil im Folgenden empirische Befunde vorgestellt und diskutiert werden und es hilfreich erscheint, die Aussagekraft besser beurteilen zu können. Dies sollte eine gründlichere Auseinandersetzung mit Methoden der aktuellen Entwicklungspsychologie nicht ersetzen. Dazu sei beispielhaft auf die Arbeit von Schmiedek und Lindenberger (2012) verwiesen.
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