die Hyperonymie, der Hyperonymie (Plural ungebräuchlich, Betonung auf -mie )
Adjektiv: hyperonym
das Supernym, des Supernyms, die Supernyme (Betonung auf -ny(m) -, Trennung: Su-per-nym )
die Supernymie, der Supernymie (Plural ungebräuchlich, Betonung auf -mie )
Adjektiv: supernym
(Der Inhalt des Zeichens/das Zeichen) gehen ist hyperonym/supernym zu (zum Inhalt des Zeichens/zum Zeichen) spazieren . (Das Zeichen) gehen ist (ein) Hyperonym/Supernym von/zu (dem Zeichen) spazieren . (Die Zeichen) gehen und spazieren stehen im Verhältnis der Hyperonymie/Supernymie zueinander.
2.3/3 Antonymantonym/Antonym
ZeichenZeichen, das inhaltlich den GegenbegriffGegenbegriff eines anderen darstellt. Es steht zum Gegenbegriff im Verhältnis der AntonymieAntonymie.
Hauptfälle:
allgemeiner konträrer GegensatzGegensatzkonträrerkonträrer Gegensatz (‘nicht zugleich A und B’), z. B.: Dreieck – Kreis ( ‘etwas ist nicht zugleich Dreieck und Kreis’) sitzen – stehen grün – rot
kontradiktorisch-konträrer = komplementärer GegensatzGegensatzkontradiktorisch-konträrerkontradiktorisch-konträrer GegensatzGegensatzkomplementärerkomplementärer Gegensatz (‘nicht zugleich A und B, nicht-A ist B’), z. B.: wahr – falsch (‘etwas ist nicht zugleich wahr und falsch, und was nicht wahr ist, ist falsch’) sinnvoll – sinnlos männlich – weiblich Leben – Tod
polar-konträrer GegensatzGegensatzpolar-konträrerpolar-konträrer Gegensatz (‘nicht zugleich A und B, A und B als Enden einer Skala’), z. B.: jung – alt neu – alt dick – dünn wachen – schlafen
KonverseKonversen, z. B.: kaufen – verkaufen borgen – leihen geben – nehmen
Beispiel:
X kauft von Y, Y verkauft an X
das Antonymantonym/Antonym, des Antonyms, die Antonyme (Betonung auf – ny(m) -, Trennung: Ant-onym oder An-to-nym)
die Antonymie, der AntonymieAntonymie (Plural ungebräuchlich, Betonung auf -mie )
Adjektiv: antonym
die Konverse, der Konverse, die KonverseKonversen
(…) jung ist antonym zu (…) alt . (…) alt ist antonym zu (…) jung . (…) jung ist (ein) Antonym zu/von (…) alt . (…) jung und alt sind Antonyme (voneinander) …
2.3/4 WortfeldWortfeld
Menge von inhaltsverwandten Wörtern, die einen bestimmten begrifflichen oder sachlichen Bereich abdecken.
Beispiele:
WortfeldWortfeld ‘Pferd’: Schimmel, Rappe, Fuchs, Falbe, Stute, Hengst, Wallach, Fohlen, Füllen, Pferd usw.
Wortfeld ‘sich fortbewegen’: gehen, laufen, spazieren, stolzieren, kriechen, krabbeln usw.
2.3/5 WortfamilieWortfamilie
Menge von inhaltsverwandten Wörtern mit gleicher oder ähnlicher BasisBasis.
Beispiele:
binden, Band, Binde, Gebinde, Bund, bündeln, bündig, Binder
fangen, Fang, Fänge, Fänger, einfangen – aber nicht auch anfangen , da -fang- in an-fang(-en) bedeutungsmäßig nicht mit dem StammmorphemMorphemStamm-Stammmorphem fang- der Wortfamilie verwandt ist. Verwandtschaft besteht lediglich auf der Ausdrucksseite, auch bei der Formenbildung: fäng-st – anfäng-st, fing – anfing. So auch bei kommen, ankommen, Ankunft, Niederkunft, die eine Wortfamilie bilden, allerdings ohne bekommen, das zwar ebenfalls das Stammelement -komm- aufweist, aber wiederum ohne Bedeutungsverwandtschaft mit dem Stammmorphem komm- der Wortfamilie. – Wörter wie anfang(en), bekommen usw. sind lexikalisierte BildungenBildunglexikalisiertelexikalisierte Bildung, ▶ Nr. 5.5/13.
2.4 BedeutungsübertragungBedeutungsübertragung und BedeutungswandelWandelBedeutungs-Bedeutungswandel
2.4/1 MetapherMetapher
Übertragung eines Zeichens aus seinem eigentlichen Bedeutungszusammenhang in einen anderen, wobei der Übertragung Ähnlichkeiten der äußeren Gestalt, der Funktion und Verwendung usw. zugrunde liegen, ohne dass ein direkter Vergleich ausgedrückt wird.
Beispiele:
Der Himmel weint.
das Silber seiner Haare
Kopf der Familie
Die metaphorische Übertragung kann sich im Lauf der Sprachgeschichte verfestigen und zu Bedeutungswandel führen. Man spricht dann von lexikalisierter MetapherMetapherlexikalisiertelexikalisierte Metapher. Zum Beispiel bedeutete Kopf ursprünglich ‘gewölbte Schale’ (so noch in Pfeifenkopf ); aufgrund der äußeren Ähnlichkeit wurde das Wort auf ‘Haupt’ übertragen. Weitere Beispiele:
begreifen ‘anfassen, abtasten’ >Größerzeichen (lies: »wird zu«) ‘verstehen’
Grund ‘Unterlage’ > ‘Ursache’
hell ‘in Bezug auf Farbton’ > ‘auch in Bezug auf Tonhöhe usw.’
die Metapher, der Metapher, die Metaphern (Betonung auf -ta- )
Adjektiv: metaphorisch (Betonung auf -pho- )
2.4/2 MetonymieMetonymie
Übertragung eines Zeichens aus seinem eigentlichen Bedeutungszusammenhang in einen anderen, wobei die Übertragung auf Dingen und Erscheinungen beruht, die in einem äußeren (ursächlichen, räumlichen, zeitlichen u.ä.) Zusammenhang stehen.
Beispiele:
Schiller lesen (‘Schillers Werke’)
Samt tragen (‘Kleidung aus Samt’)
eine Flasche trinken (‘Flüssigkeitsmenge, die in eine Flasche passt’)
Die metonymische Übertragung kann sich im Lauf der Sprachgeschichte verfestigen und zu Bedeutungswandel führen. Man spricht dann von lexikalisierter MetonymieMetonymielexikalisiertelexikalisierte Metonymie. Zum Beispiel wurde Kragen (mit der Bedeutung ‘Hals’) zur Bezeichnung für das Kleidungsstück, das diesen Körperteil umschließt (die alte Bedeutung ist noch erhalten in Kopf und Kragen [ riskieren o.Ä.]).
In diesen Zusammenhang gehört auch die SynekdocheSynekdoche mit ihren Haupttypen Pars pro Totound Totum pro parte:
eigener Herd ‘eigener Haushalt’, England ‘Großbritannien, Vereinigtes Königreich’ ( Pars pro TotoPars pro Toto [ein Teil steht für das Ganze])
Amerika ‘USA’ ( Totum pro ParteTotum pro Parte [das Ganze steht für einen Teil])
die Metonymie, der Metonymie, die Metonymien (Betonung auf -mie, Trennung: Met-ony-mie oder Me-to-ny-mie )
Adjektiv: metonymisch (Betonung auf -ny- )
die Synekdoche, der Synekdoche (Betonung auf -nek- ), die Synekdochen (Betonung auf -do- , Trennung: Sy-nek-do-che oder Syn-ek-do-che )
Adjektiv: synekdochisch (Betonung auf -do- )
das Pars pro Toto, des Pars pro Toto
das Totum pro Parte, des Totum pro Parte
2.4/3 BedeutungserweiterungErweiterungBedeutungs-Bedeutungserweiterung
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