Reinhold Rieger - Martin Luthers theologische Grundbegriffe

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Eine Einführung in den Umgang mit Luthers Schriften
Dieses Lehrbuch bietet eine Auswahl der wichtigsten theologischen Grundbegriffe Luthers, dargeboten anhand von Zitaten, die in der Weimarer Ausgabe nachgewiesen werden.
Es füllt die Lücke zwischen Konkordanzen und systematisierenden Darstellungen der Theologie Luthers und ist für Studierende, aber auch für PfarrerInnen oder ReligionslehrerInnen gedacht.

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|17|3. Die weltlichen Ämter und Aufgaben dürfen nicht gegenüber den geistlichen und kirchlichen abgewertet werden (10I.1, 310, 9–13; 30III, 505). Denn jedes Amt kommt von Gott (33, 515, 37–41). Auch bei weltlichen Ämtern ist keines besser als das andere, da bei allen der Glaube und Geist gleich ist (17II, 55, 6–11). Ein Grund dafür ist, dass das Gebot der Nächstenliebe vor Gott alle gleich macht und alle Unterschiede der Stände, Person, Amt und Werke aufhebt (17II, 101, 18f.).

4. Die Ämter Christi: Das Amt Christ ist ein doppeltes: richten und rechtfertigen, töten und beleben, verdammen und retten. Durch das Gericht demütigt er die Hochmütigen, durch die Gerechtigkeit erhöht er die Demütigen (5, 299, 22–24). Luther unterscheidet die Person Christi von seinen Ämtern. So wird Christus nach Jes 9,6 Ewigvater genannt nicht seiner Person nach, sondern gemäß seinem Amt, seinem andauernden väterlichen Wirken für uns (19, 159, 21–31; vgl. 45, 294, 28; 295, 26; 52, 476, 22). Christi Amt ist, dass er gesandt ist vom Vater zu uns Menschen, das Werk unserer Erlösung auszurichten (46, 98, 22f.). Dies war ein knechtliches Amt, weil er gesandt war in Dienst und Demut, darin er sich aller seiner göttlichen Herrlichkeit entäußerte (45, 633, 19–21). In der Auferstehung erfährt Christus eine Verwandlung des Amts aus diesem Dienststand zu seiner Herrlichkeit und zu ewigen Regiment (21, 474, 37–39). Es genügt nicht, Christi Person als Gott und Mensch zu kennen, der Glaube richtet sich auch auf das Amt Christi (45, 295, 30–34). Dies tut er zuerst durch seine Predigt: Er ist um keines anderen Amts willen, als zu predigen das Wort Gottes, gekommen (7, 22, 19f.). Christus hat zwei Ämter: Jetzt auf Erden richtet er sein Predigtamt aus, wozu er vom Vater gesandt ist, und das geht seine Menschheit an. Danach geht er zum Vater, dann richtet er das andere Amt aus, dass er uns den heiligen Geist in unsere Herzen sende (10I.2, 283, 29–33). Luther nennt meist das Priestertum und das Königtum die beiden Ämter Christi: Durch sein Königreich und seine Herrschaft beschirmt er uns vor allem Übel in allen Dingen, aber durch seine Priesterschaft beschirmt er uns vor allen Sünden und Gottes Zorn, tritt vor uns und opfert sich selbst, um Gott zu versöhnen (10I.1, 717, 24–718, 2; vgl. 7, 27, 1–16; 10I.1, 720, 14–721, 2; 56, 15–34). Das Priesteramt kann auch als ein dreifaches Amt aufgefasst werden, das von Christus auf die Christen übergeht: Opfer, Gebet, Verkündigung (12, 308, 27–309, 7; vgl. 7, 28, 6–11). Obwohl Christus den Christen seine Ämter übergibt, sind nicht alle Ämter von ihm abgeleitet (11, 258, 14–18).

5. Luther warnt davor, dass wir nicht Gott in sein Amt greifen, der allein rächen und vergelten will (17II, 58, 32f.). Dadurch würde die christliche Freiheit zerstört (18, 112, 15–27; 122, 36f.).

6. Wem das Predigtamt aufgelegt wird, dem wird das höchste Amt aufgelegt in der Christenheit (11, 415, 30f.; 12, 319, 28–32). Es ist begründet in der heiligen Schrift, dass nicht mehr ist, als ein einziges Amt zu predigen Gottes Wort allen Christen allgemein, dass jeder reden, predigen und urteilen möge und die anderen alle verpflichtet sind, zuzuhören (8, 498, 15–21).

7. Berufung in das Amt: Ein Amt darf man sich nicht anmaßen, sondern nur nach der Berufung, in ein geistliches Amt durch die Gemeinde, ausüben (47, 193, 3–7).

8. Grenzen des Amts: Die Vergebung der Schuld steht weder in des Papsts, Bischofs, Priesters noch irgendeines Menschen Amt oder Gewalt, sondern allein auf dem Wort Christi und dem eigenen Glauben, denn Gott wollte nicht unseren Trost, unsere |18|Seligkeit, unsere Zuversicht auf Menschenwort oder -tat bauen, sondern allein auf sich selbst, auf seine Worte und Taten (2, 716, 13–18).

9. Strenge des Amts: Wo wir im Amt und Obrigkeit gehen, da soll und müssen wir scharf und streng sein, zürnen, strafen usw., denn hier müssen wir tun, was uns Gott in die Hand gibt und tun heißt. Bei dem, was außer dem Amt geht, da lerne jeder für sich selbst, dass er sanftmütig sei gegen jedermann (32, 316, 30–34; vgl. 401f.).

10. Auch das Christsein ist ein Amt (45, 540, 2; 609, 13).

📖 Jan Aarts, Die Lehre Martin Luthers über das Amt in der Kirche, 1972. Karin Bornkamm, Christus – König und Priester. Das Amt Christi bei Luther, 1998. Wilhelm Brunotte, Das geistliche Amt bei Luther, 1959. Holsten Fagerberg, Art. Amt VI.1, in: TRE 2, 1978, 553–562. Harald Goertz, Allgemeines Priestertum und ordiniertes Amt bei Luther, 1997. Martin Honecker, Luthers Verständnis des Amtes im ökumenischen Disput, in: Athina Lexutt, Hg., Relationen, 2000, 321–334. Hellmut Lieberg, Amt und Ordination bei Luther und Melanchthon, 1962. Gerhard Müller, Allgemeines Priestertum aller Getauften und kirchliches Amt in der Reformationszeit, in: KD 52 (2006) 98–104. Regin Prenter, Die göttliche Einsetzung des Predigtamtes und das allgemeine Priestertum bei Luther, in: ThLZ 86 (1961) 321–332. Reinhard Schwarz, Martin Luther – Lehrer der christlichen Religion, 2015, 263–287. 479–494. Wolfgang Stein, Das kirchliche Amt bei Luther, 1974.

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Analogie

Im Griechischen heißt Analogie nach Luther Verhältnis, Vergleich, Gleichnis, Ähnlichkeit (56, 119, 18; 453, 4f.).

1. Analogie ist nicht eine aktive Angleichung durch den Verstand, sondern eine passive in der Sache oder eher keines von beidem, sondern wodurch eine Sache mit der anderen zusammenspielt und ihr angeglichen wird (56, 453, 14–16).

2. Analogie des Glaubens: Nach Paulus muss alles auf dem Glauben aufbauen: Gemäß der Vorschrift Röm 12,7, dass die Prophetie nach der Analogie des Glaubens erfolgte, soll der in der Schrift gegebene Sinn nach dem buchstäblichen Verstand behandelt werden (14, 561, 21–23), damit nicht der Glaube und seine Regeln vernachlässigt werden (56, 119, 18f.). Auf diesen grundlegenden Glaubenssinn kann eine Allegorie aufbauen, die sich aus ihm ableiten muss (16, 68, 25–28). Wer nach Allegorien suchen will, der sehe sich vor, dass er sie auf die Analogie des Glaubens beziehe (16, 214, 3f.; 29, 376, 14f.). Der wahre Verstand und Gebrauch der heiligen Geschichten und ihr Beispiel sollen gemäß der Analogie des Glaubens behandelt werden (30III, 540, 7f.). Alles, was nicht ausdrücklich in der heiligen Schrift gesagt ist und als offenbart gelten soll, muss sich durch Analogie des Glaubens auf die heilige Schrift beziehen und ihren Sinn offenbaren (43, 226, 8f.; vgl. 42, 667, 18–22; 44, 97, 36f.). Die Analogie des Glaubens trägt zur Eindeutigkeit der Interpretation bei (44, 427, 28–31). Christus und die Apostel haben Allegorien nach der Analogie des Glaubens gebraucht und so die Kirche erbaut (42, 367, 33–36; 368, 35f.; 377, 20–22). Auch das Verständnis der Anwesenheit Christi im Abendmahl gründet auf der Analogie des Glaubens, da der Glaube sich auf Unsichtbares bezieht (30III, 132, 4. 26). Die Sprüche und Taten der Heiligen sind der Regel oder Analogie des Glaubens gemäß zu beurteilen (54, 114, 31f.). Wichtiger als das grammatische Verständnis der heiligen Schrift ist ihr Verstehen nach der Analogie des Glaubens (31II, 178, 23–25).

|19|3. Luther warnt auch vor der Analogie weltlicher Dinge für Geistliches: (39II, 94, 11f.). Schon in der Grammatik gebe es ungewöhnlichen Sprachgebrauch, der nicht durch Analogie erklärbar sei (39II, 94, 13f.). Der heilige Geist hat seine eigene Grammatik. Die Grammatik gilt allgemein, aber wenn die Sache größer ist, als sie durch grammatische und philosophische Regeln erfasst werden kann, muss sie beiseite gelassen werden. Nach der Grammatik gilt die Analogie: Christus ist geschaffen. Also ist Christus ein Geschöpf. Aber in der Theologie gilt nichts weniger, denn die Sache ist unaussprechlich und unfassbar (39II, 104, 24–105, 4).

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