Philipp Sandermann - Grundkurs Theorien der Sozialen Arbeit

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Soziale Arbeit studieren
Diese kritisch­systematische Einführung gibt Studierenden einen Überblick zum Themenfeld Theorien der Sozialen Arbeit. Die Autoren ermuntern zu einer differenzierten und analytischen Auseinandersetzung mit dem aktuellen Theoriediskurs, bei dem neben dem Aussagegehalt der Theorien der Sozialen Arbeit vor allem ihre Plausibilisierungsstrategien sowie deren Grenzen im Mittelpunkt stehen.

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Die Alltagstheorie „Praxis Sozialer Arbeit ist überall dort, wo Sozialarbeiterinnen versuchen, Menschen zu helfen“, erscheint auf den ersten Blick sehr plausibel. Was aber, wenn Sie ein Team von drei Fachkräften in einem offenen Jugendclub haben, von denen nur eine Fachkraft ausgebildete Sozialarbeiterin ist, die anderen beiden sind Erzieherinnen? Betreiben die Erzieherinnen dann keine Praxis Sozialer Arbeit, sondern „Erziehung“? Oder machen diese dann notwendigerweise etwas anderes, ja gar weniger Anspruchsvolles? Was passiert, wenn ein Jugendlicher das heutige Gespräch mit einer der Fachkräfte gar nicht als hilfreich empfunden hat? Entsprach das Gespräch dann trotzdem Ihrem Verständnis von „Praxis Sozialer Arbeit“? Und was passiert, wenn die Sozialarbeiterin des Jugendclubs nach Dienstende nach Hause geht, um später am Abend zuhause mit ihrer Tochter ein einfühlsames Gespräch über deren derzeitige Ängste in der Schule zu führen? Betreibt sie dann dort immer noch praktische Soziale Arbeit, oder versucht sie einfach nur, ihrer Tochter als Mutter beizustehen? Oder würden Sie sagen: „Das kommt darauf an?“ Aber worauf? Und was macht eigentlich die eine der beiden Erzieherinnen, falls sie ein ähnliches Abenderlebnis mit ihrer Tochter haben sollte und sich dabei bewusst einer Gesprächsführung bedient, die sie auch tagsüber im Jugendclub oft anwendet? Ist das dann doch wieder Praxis Sozialer Arbeit, obwohl sie sich weder im Jugendclub aufhält noch überhaupt formal als Sozialarbeiterin ausgebildet oder angestellt ist?

Diese Fragen „aus der Praxis“ verdeutlichen, welche engen Grenzen sog. Alltagstheorien haben. Zugleich wird am gegebenen Beispiel aber auch nochmals deutlicher, inwiefern es nicht sinnvoll ist, von einer scharfen Trennung zwischen Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit auszugehen. Die verbreitete Annahme, Theorie und Praxis seien zwei Dinge, die an sich nichts miteinander zu tun hätten, ist zwar eine wesentliche Quelle für den Argwohn vieler Studierender gegenüber der Beschäftigung mit Theorie in ihrem Studium. Wir hoffen jedoch, mit unseren Ausführungen deutlich gemacht zu haben, dass diese Annahme bei genauerer Betrachtung nicht haltbar ist. Im Studium der Sozialen Arbeit scheint es zwar auf den ersten Blick die Möglichkeit zu geben, sich „nur mit Praxis“ zu beschäftigen. Wählt man diese Option, so sollte man allerdings nicht davon ausgehen, dass diese Beschäftigung sich jenseits von Theorie vollzieht, da man von Praxis nicht anders als theoretisch sprechen kann (und dieses Sprechen stellt im Übrigen zugleich auch schon wieder eine bestimmte Form von Praxis dar, die sich wiederum theoretisch entschlüsseln lässt usw.).

Je früher man diesen Gedanken im Laufe der eigenen Beschäftigung mit Sozialer Arbeit akzeptiert, desto leichter fällt es, sich darauf einzulassen, was von Studierenden der Sozialen Arbeit oft als Zumutung empfunden wird – obgleich es unseres Erachtens den zentralen Gewinn einer akademischen Ausbildung ausmacht: Sich auf die theoretische Auseinandersetzung mit dem einzulassen, was einen meist zunächst als Praxis interessiert.

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1. Warum kommen Sie sowohl im Zuge wissenschaftlichen als auch nichtwissenschaftlichen Sprechens über eine Beobachtung niemals ohne Theorie(n) aus? U. Was versteht Peirce unter einer „Abduktion“?

2. Was versteht Peirce unter einer „Abduktion“?

3. Was brauchen Sie konkret an theoretischen Vorstellungen, um überhaupt von einer „Praxiserfahrung in der Sozialen Arbeit“ sprechen zu können?

4. Welche Vor- und Nachteile sog. „Alltagstheorien“ lassen sich gegenüber wissenschaftlichen Theorien ausmachen?

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Joas, H., Knöbl, W. (2004): Was ist Theorie? In: Joas, H., Knöbl, W.(Hrsg.): Sozialtheorie. Zwanzig einführende Vorlesungen. Suhrkamp, Frankfurt/M., 13-38

1.2 Zum Unterschied zwischen Rezepten und Theorien der Sozialen Arbeit

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Theorien der Sozialen Arbeit haben das Ziel, Wissen zu Sozialer Arbeit zu generieren. Was dabei als „wertvolles“ Wissen gilt, ist durchaus umstritten. Weitgehende Einigkeit besteht jedoch darin, dass sich dieses Wissen nicht einfach wie ein Rezept „in der Praxis anwenden“ lässt. Das hängt einerseits damit zusammen, dass es insgesamt fraglich ist, ob rezeptartige Theorien überhaupt existieren. Diese grundsätzliche Diskussion werden wir im folgenden Kapitel aber nur streifen. Stattdessen werden wir uns auf einen zweiten Zusammenhang konzentrieren: Dass Theorien der Sozialen Arbeit keine einfach anwendbaren Rezepte sind, hängt ganz maßgeblich damit zusammen, dass sie auf einer zu abstrakten Ebene ansetzen, um eine solche Art von technologischen Ableitungen auch nur potenziell zu ermöglichen. Das wiederum entspricht ihrem Programm, wie wir im Folgenden zeigen werden.

Ebenso wie bei manchen Studierenden der Sozialen Arbeit pauschale Abwehrreflexe gegen Theorie zu finden sind, stößt man zuweilen auch auf eine buchstäblich umgekehrte Haltung, nämlich diejenige, dass mit Theorie gerade die große Hoffnung verbunden wird, sie könne die (spätere) Berufspraxis direkt anleiten. Die Vorstellung lautet dann in etwa: „Wenn ich die Theorie lerne, weiß ich, was ich in der Praxis zu tun habe!“

Die „Sprachspiele des theoretischen Wissens“ werden im Falle solcher Vorstellungen immer nur dort für relevant gehalten, wo sich „in ihnen der Gang der Handlung spiegelt“ (Dewe 2008, 168). Mit anderen Worten: Nur dort, wo in einer Theorie Auskünfte darüber getroffen werden, was in einer konkreten Handlungssituation zu tun ist, wird sie für voll genommen.

Die Idee, dass Theorien das praktische Handeln sozusagen rezeptartig anleiten können, ist zugegebenermaßen faszinierend. Denn wäre dies so, und wäre es auch im Falle von Theorien der Sozialen Arbeit so, dann würde eine ausführliche Beschäftigung mit Theorien im Studium reichen, um zu wissen, was man später in der Praxis zu tun hat. Eine Theorie der Sozialen Arbeit wäre dann als eine Art Technologie der Sozialen Arbeit zu verstehen. Damit wäre garantiert, dass bestimmte Ziele mit bestimmten Handlungen erreicht werden können, wenn man sich nur 1:1 an diejenigen Handlungen hält, welche die Theorie beschreibt.

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Ein Beispiel für eine rezeptartige Technologie der Sozialen Arbeit wäre bspw. eine Theorie, die eine Antwort auf die Frage zu bieten hätte: Wie bringe ich den vor mir in der Schulstation sitzenden Schulverweigerer dazu, ab der kommenden Woche wieder dauerhaft am Unterricht teilzunehmen?

Aus gutem Grund sind solche Theorien im vorliegenden Buch nicht zu finden. Zwar wird innerhalb der wissenschaftlichen Debatte zur Sozialen Arbeit viel über Praxis gesprochen und geschrieben. Dabei wird auch über das sog. „Theorie-Praxis-Verhältnis“ gestritten (May 2010, 17 ff.; Winkler 2017). Strittig ist in der wissenschaftlichen Debatte zur Sozialen Arbeit z.B., ob Theorien in der Pflicht sind, ethische und/oder (fach)politische Leitlinien für das Handeln in der Sozialen Arbeit bereitzustellen, oder ob sie dies zugunsten einer analytischen Wissensproduktion zu unterlassen bzw. hintanzustellen haben (Rauschenbach/Züchner 2012). Unstrittig ist jedoch, dass die Benennung ethischer und/oder fachpolitischer Leitlinien für das Handeln von PraktikerInnen nicht das Gleiche ist wie eine Erarbeitung von rezeptartigen Technologien (Kessl/Otto 2012).

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