Marta Fata - Mobilität und Migration in der Frühen Neuzeit

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Wie lerne ich historisch zu arbeiten? Fakten, Fakten, Fakten!? Ganz sicher nicht nur. Geschichte zu verstehen bedeutet vor allem, historische Ereignisse analysieren, einordnen und bewerten zu können. Das Buch gibt anhand der Migrationsgeschichte Mitteleuropas zwischen 1500 und 1800 eine Einführung in die Arbeitsweisen, die Methodik und die Denkweisen der Geschichtswissenschaft.

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Die Einführung verfolgt das doppelte Ziel, Fragen, Forschungsansätze und Theorien der historisch ausgerichteten Migrationsforschung an ausgewählten Migrationsereignissen zu exemplifizieren, um so zugleich einen Überblick über die frühneuzeitlichen Wanderungsbewegungen zu bieten. Nach der Vorstellung der wichtigsten Forschungsansätze und -theorien der Migrationsforschung in Kapitel 1 werden in Kapitel 2 die neuen Rahmenbedingungen der Migrationen und Mobilitätsformen im 16. Jahrhundert dargestellt. In Kapitel 3 wird die Bevölkerung als eine zentrale Kategorie des im 16. Jahrhundert beginnenden staatstheoretischen und ökonomischen Denkens herausgearbeitet, worauf die in Kapitel 4 dargestellten Methoden und Praktiken der obrigkeitlichen Migrationssteuerung basierten. In den Kapiteln 5 bis 10 wird den spezifischen Triebkräften, Formen und Folgen von Migrationen sowie den Handlungsmöglichkeiten und Strategien der Migranten nachgespürt, bevor in Kapitel 11 Aspekte der Integration behandelt werden.

[1] https://www.unhcr.org/dach/wp-content/uploads/sites/27/2017/03/Genfer_Fluechtlingskonvention_und_New_Yorker_Protokoll.pdf(23.07.2019).

[2]Bade, K. J., Historische Migrationsforschung, in: IMIS-Beiträge 2002, H. 20, S. 21.

[3]Hahn, S., „Es gab noch nie so viel Migration wie heute (früher waren die meisten Menschen sesshaft)“, in: M. Haller (Hg.), Migration und Integration. Fakten oder Mythen?, Wien 2019, S. 39 f.

[4]Schmoller, G., Der moderne Verkehr im Verhältnis zum wirtschaftlichen, socialen und sittlichen Fortschritt, hier zit. nach Hahn wie (Anm. 3), S. 40.

[5]Oltmer, J., Migration, in: J. Dülffer u. W. Loth (Hg.), Dimensionen internationaler Geschichte, München 2012, S. 253.

II.Begrifflich-historiografische Grundlegung

1.Begriffe, Theorien und Typologien

1.1Der Migrationsbegriff im Wandel der Zeit

Sucht man nach dem heute allgemein verbreiteten Wort und Begriff „Migration“ in der Vormoderne, so entpuppt sich dieses Vorhaben als keineswegs einfach. Einer der Gründe dafür ist im historischen Wandel des Begriffs selbst zu suchen.

In den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen lateinischen Schriften fehlte das Wort migratio im Sinne einer räumlichen Bewegung. Dagegen stand vagatio in der Bedeutung von Herumschweifen, womit das „fahrende Volk“ und Bettler am Rande der Gesellschaft gemeint waren. Das Wort peregrinatio wiederum bezeichnete sowohl den inneren Lebensweg des Menschen als auch die konkrete Pilgerschaft zu heiligen Orten und zu Orten der Wissenschaft mit dem Ziel des Studiums in der Fremde. Wie das von Johann Heinrich Zedler redigierte und zwischen 1732 und 1754 herausgegebene Universallexikon, das wichtigste Nachschlagewerk des deutschen Sprachraums während der Aufklärungszeit, belegt, wurde migratio sehr lange in der aus dem römischen Recht übernommenen Bedeutung des Auszugs aus einem Pacht- und Mietverhältnis verwendet.[6] Das Wort „Wanderung“ wurde im Lexikon unter dem Lemma „Reisen“ als Synonym aufgeführt, das das Bereisen fremder Orte aus unterschiedlichen Gründen – von Neugier bis zum Erwerb neuer Kenntnisse – bezeichnete. Lediglich im Zusammenhang mit dem Eintrag „Zug“ tauchte die spätantike Völkerwanderung auf. Auch im „Grammatisch-kritischen Wörterbuch der hochdeutschen Mundart“ von Ernst Johann Christoph Adelung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war „Wanderung“ in der Bedeutung der Völkerwanderung aufgeführt.[7] Die im Wörterbuch erfassten Verben „auswandern“, „einwandern“ und „fortwandern“ stellten wiederum zwei für die Zeit typische Formen der Migration in den Vordergrund: die Walz der Gesellen und die grenzüberschreitende Wanderung der Untertanen.

Bis heute gibt es keine kohärente Definition von Migration. Zwar wurde der Begriff als Entlehnung der angelsächsischen Forschung im Zuge der Etablierung einer modernen Migrationsforschung gebräuchlich, doch wird unter Migration im engeren Sinne häufig nur der dauerhafte Wohnortwechsel, also die grenzüberschreitende Aus- und Einwanderung verstanden. Im weitesten Sinne subsumiert man dagegen unter Migration jeden ständigen und vorübergehenden Wechsel des Wohnsitzes wie etwa das Pendeln zur Arbeit und Ausbildung oder die saisonale Arbeitswanderung.

In Anbetracht der Vielschichtigkeit der Bedeutung und der Vielfalt der Formen erscheint der von der Soziologie angewandte Doppelbegriff „Mobilität und Migration“ als eine sinnvolle Überbrückung der Definitionsdefizite. In der Soziologie wird zwischen horizontaler, d. h. räumlicher, und vertikaler, also sozialer Mobilität unterschieden. Unter räumlicher Mobilität versteht man jede Bewegung im Raum, während Migration im Sinne der dauerhaften Verlegung des Lebensmittelpunktes als ein Sonderfall der Mobilität gilt. Jochen Oltmer hat, diese soziologische Definition aufgreifend, Migration für die historische Forschung konkretisiert und wie folgt beschrieben:

Migrationen sind Formen der Mobilität, die weitreichende Konsequenzen für die Lebensverläufe der Wandernden haben und aus denen sozialer Wandel resultiert. Migration kann das Überschreiten politisch-territorialer Grenzen bedeuten. Aber auch räumliche Bewegungen innerhalb eines staatlichen Gebildes lassen sich als Migration fassen; denn auch sie können es erfordern, dass Migrantinnen und Migranten sich mit wirtschaftlichen Gegebenheiten und Ordnungen, kulturellen Mustern sowie gesellschaftlichen Normen und Strukturen auseinandersetzen, die sich zum Teil erheblich von denen des Herkunftsortes unterscheiden.[8]

1.2Erklärungsmodelle, Forschungsansätze und Theorien

Die Zeiten des obrigkeitlichen Beobachtens und Beschreibens von Wanderungsbewegungen wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts immer mehr durch das wissenschaftliche Interesse an Ursachen und Formen der Migration abgelöst. Ein Anstoß hierzu ging von den staatlichen Bestrebungen aus, zunehmende Wanderungsbewegungen besser zu verstehen, um diese zugleich im Dienst der eigenen ökonomischen und nationalen Ziele lenken zu können. Der deutsche Kartograf und Demograf Ernst Georg Ravenstein, zwischen 1855 und 1875 im topografisch-statistischen Amt des britischen Kriegsministeriums in London tätig, formulierte 1885 die These, dass sich Wanderungen zwischen Migranten abgebenden und Migranten aufnehmenden Regionen abspielen und bestimmten Gesetzmäßigkeiten unterliegen.[9] Diese fasste er in sieben Beobachtungen zusammen:

1.

Die Mehrheit der Wanderer legt nur eine kurze Entfernung zurück.

2.

Migration erfolgt in Etappen, und jede Etappe führt den Wanderer in Richtung eines Gravitationszentrums. Landbewohner ziehen demzufolge in die nächstgelegene Stadt mit einem schnellen ökonomischen Wachstum. An die Stelle jedes Abwanderers rückt zugleich ein Zuwanderer, wobei Migration – analog zu den Gravitationsgesetzen – mit zunehmender Distanz vom Herkunftsort abnimmt.

3.

Ab- und Zuwanderungen weisen ähnliche Charakteristika auf.

4.

Jeder Migrationsstrom wird durch eine Gegenströmung kompensiert.

5.

Wanderer, die weite Entfernungen zurücklegen, wenden sich in der Regel den sich dynamisch entwickelnden Industriezentren zu.

6.

Bewohner der Städte wandern weniger als die Landbevölkerung.

7.

Frauen sind unter den Kurzstreckenmigranten häufiger zu finden als Männer.

Aufgrund dieser Gesetzmäßigkeiten machte Ravenstein fünf Migrantengruppen aus, die von ihm als regionale Migranten, Kurz- und Langstreckenmigranten, Etappenmigranten und temporäre bzw. saisonale Migranten typologisiert wurden. Die Frage, warum Menschen von ihrem Herkunftsort an einen anderen Ort wandern, beantwortete er im Fall der Binnenmigration mit der Hoffnung der Menschen auf einträgliche Arbeit in Gebieten mit besser entwickelten Ressourcen. Im Fall der grenzüberschreitenden Abwanderung beantwortete er dies dagegen mit der Überbevölkerung, welche die Wanderer in der Hoffnung auf eine einträgliche Arbeit in Gebiete mit unterentwickelten Ressourcen führt.

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