Timo Storck - Ich und Selbst

Здесь есть возможность читать онлайн «Timo Storck - Ich und Selbst» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ich und Selbst: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ich und Selbst»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

In der Psychoanalyse ist die Betrachtung, wie «ich» «mich selbst» erlebe, von besonderer Bedeutung. Dazu ist zu untersuchen, wie unter dem Begriff des Ich psychische Funktionen oder Fähigkeiten gefasst werden und unter dem Begriff des Selbst die Vorstellungen, die sich jemand von sich selbst macht. Damit verbunden sind verschiedene Akzente in unterschiedlichen psychoanalytischen Richtungen, v.a. in der Ich-Psychologie oder der Selbstpsychologie. Zudem sind u.a. Konzepte psychischer Struktur oder struktureller Fähigkeiten relevant. Im vorliegenden Band wird eine kritische Prüfung dieser Konzepte und Richtungen vorgenommen, illustriert an der Untersuchung eines Fallbeispiels in verschiedenen Betrachtungsweisen.

Ich und Selbst — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ich und Selbst», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Narzissmus bei Freud bedeutet eine libidotheoretische Konzeption von »Selbstliebe« in Form einer Besetzung von Aspekten der Innenwelt, hier noch etwas unklar zwischen einer Besetzung des introjizierten Objekts oder einer Besetzung des Selbst – wobei zu beachten ist, dass auch das Objekt immer Teil der subjektiven Innenwelt ist, es sind ja Objektvorstellungen, um die es hier geht. Später wird Kohut eine eigenständige Entwicklungslinie des Narzissmus beschreiben, in der dieser nicht nur Derivat des Libidogeschehens ist ( картинка 12 Kap. 4). Bei Freud hat das Verhältnis von Objektbesetzung und Identifizierung eine hohe Bedeutung für die Entwicklungspsychologie: Zum einen, wie bereits erwähnt, spielt es eine Rolle bei der Bewältigung ödipaler Konflikte, aber auch in der Frühzeit der Entwicklung, wenn es darum geht, dass der »Schatten des Objekts […] auf das Ich« (Freud, 1917e, S. 435; vgl. Bollas, 1987) fällt. Gemeint ist damit, dass ein (relativer) Verlust (zum Beispiel in der Erfahrung von Abwesenheit) dazu erforderlich ist, um sich innere Bilder der anderen zu machen. In ganz frühen Prozessen ist mit einer solchen Erfahrung, die das Aufrichten des Objekts im Inneren erforderlich und möglich macht, dann eben auch die Ausbildung einer, vom Objekt getrennten, aber auf dieses bezogenen Selbstrepräsentanz verknüpft, deren Merkmal es nicht zuletzt ist, »sich selbst« in verschiedenen Situationen mit unterschiedlichen anderen über die Zeit als »die selbe« erleben zu können.

Dabei lassen sich hinsichtlich der Internalisierungsprozesse zum einen die Verinnerlichung von Beziehungen, Selbst und anderem sowie des sie verbindenden Affekts und zum anderen die Verinnerlichung psychischer Funktionen unterscheiden, also zum Beispiel das Vermögen zur Affektregulierung, Realitätsprüfung o. ä. Mit letzterem wären dann die Ich-Funktionen berührt ( картинка 13 Kap. 3zu Ich-Funktionen; картинка 14 Kap. 4zu strukturellen Fähigkeiten).

2.4 Das Ich als psychische Instanz

Ab 1920 taucht das Ich als Teil des Instanzen-Modell des psychischen Apparates auf, was einen wichtigen Wendepunkt darstellt: »Erst in den zwanziger Jahren wurde die Ich-Psychologie ausdrücklich als ein legitimes Kapitel der Analyse definiert.« (Hartmann, 1952, S. 157) Es gebe hier eine »Renaissance des Ich-Begriffs« (a. a. O., S. 158) (gemäß der frühen Überlegungen zur hemmenden Wirkung und damit der Grundlegung der Ich-Funktionen) und nun könne innerhalb der Psychoanalyse von einer »explizite[n] Ich-Psychologie » (Hartmann, 1950, S. 119) gesprochen werden. Oben ist bereits deutlich geworden, dass ein wichtiger Grund für die Entwicklung des Instanzen-Modells die Einsicht gewesen ist, dass die Abwehr unbewusst von statten gehen muss, um zu wirken. Das bedeutet, dass unbewusste Anteile des Ichs konzipiert werden müssen: Das Ich ist weiterhin »Stätte des Konflikts«, es spürt die und vermittelt zwischen den Ansprüchen der übrigen Instanzen und der Außenwelt. Entscheidend ist, dass das Ich nun »als ein System von Funktionen definiert« wird (Hartmann, 1956, S. 281). Daher ist in der weiteren Konzeptentwicklung oft davon die Rede gewesen, dass das Ich mehr oder minder ein deskriptiver Begriff für die Summe der Ich-Funktionen ist: »Ich« ist, was das Ich tut. Fonagy und Target (2003, S. 70) meinen allerdings, es bestehe »nicht einfach aus einer Ansammlung von Mechanismen, sondern bildet eine kohärente Struktur, deren Aufgabe darin besteht, die miteinander rivalisierenden Anforderungen des Es, des Über-Ichs und der äußeren Realität zu meistern.« Offensichtlich hat die Definition des Ichs als Summe seiner Funktionen also Vor- und Nachteile: Damit kann einer Verdinglichung entgangen werden (in der das Ich zu einer Art Homunculus würde, der prüft und steuert), andererseits bleibt zu fragen, ob man das Konzept dann überhaupt braucht und man nicht statt dessen von »strukturellen Fähigkeiten« oder ähnlichem sprechen sollte ( картинка 15 Kap. 5.1.5). Die metapsychologischen Gesichtspunkte (vgl. Freud, 1915e, S. 281; ökonomisch, dynamisch-topisch) werden nun um einen strukturellen ergänzt (Hartmann, 1956, S. 280).

Im Instanzen-Modell, das eine Antwort auf den Sitz der Abwehr und das Wirken der psychischen Zensur gibt, geht es um das triebhafte, körpernahe und »asoziale« Es und das Über-Ich als internalisierte Gewissensfunktion, als »Repräsentanz unserer Elternbeziehung« (Freud, 1923b, S. 264) unterschieden. Das Über-Ich gibt vor »So sollst du sein« beziehungsweise »So darfst du nicht sein« (a. a. O., S. 262), was in Kapitel 4 bei der Diskussion des Ich-Ideals wieder aufgenommen werden wird ( картинка 16 Kap. 4). Ferner ist das Ich »der durch den direkten Einfluß der Außenwelt unter Vermittlung von W-Bw veränderte Teil des Es« (a. a. O., S. 252), es ist »eine Art Fassade des Es, ein Vordergrund« (1926e, S. 222). Oben war bereits zum Thema geworden, dass in der frühsten Thematisierung das Ich als eine Art Antwort gegenüber dem Primärprozess als unvermitteltem Erregungsablauf konzipiert wird. Hier taucht etwas ähnliches auf der Ebene der Instanzen auf. Im Gedanken, das Ich sei ein veränderter Teil des Es, folgt Freud der Annahme, »daß das Ich aus der Frustration von Triebwünschen hervorgeht«, es »nimmt auf der Grundlage der Natur jener Objekte, deren das Kind unter dem Druck der Realität entsagen muß, Gestalt an« (Fonagy & Target, 2003, S. 70f.). Erneut muss hier darauf hingewiesen werden, dass sich Teile dieses konzeptuellen Modells auf das beziehen, was heute als das Selbst bezeichnet würde (Selbstrepräsentanz aus der Erfahrung von Begrenzung und Differenz), und andere Teile auf das, was als Ich oder Struktur bezeichnet würde (Funktionen, die sich bilden, um die Realität und ihre Anforderungen zu bewältigen).

Das Ich ist »eine[.] zusammenhängende[.] Organisation der seelischen Vorgänge in einer Person« (Freud, 1923b, S. 243) oder, andernorts, »eine Organisation, ausgezeichnet durch ein sehr merkwürdiges Streben nach Vereinheitlichung, nach Synthese« (1926e, S. 223). Hier wird erneut der Gedanke deutlich, dass das Ich im Instanzen-Modell in erster Linie durch seine Funktionen definiert wird. Das ist auch der Fall, wenn Freud kennzeichnet, am Ich hänge das Bewusstsein, es beherrsche »die Zugänge zur Motilität, das ist: zur Abfuhr der Erregungen in die Außenwelt« und von ihm gingen »die Verdrängungen aus« (1923b, S. 243). Als Sitz der Abwehr verstanden, »haben [wir] im Ich selbst etwas gefunden, was auch unbewußt ist« (a. a. O., S. 244).

Auch im Instanzen-Modell zeigt sich der Gedanke des Ichs als Niederschlag aufgegebener Objektbesetzungen. Freud meint, »daß der Charakter des Ichs ein Niederschlag der aufgegebenen Objektbesetzungen ist, die Geschichte dieser Objektwahlen enthält« (a. a. O., S. 257). Hier steht Freuds Annahme zum Ausgang des Ödipuskonflikts im Hintergrund, in der er annimmt, dass die Rivalität mit dem Vater um die Nähe zur Mutter und die daraus erwachsenen Konflikte dadurch (kompromisshaft) bewältigt werden, dass der Junge sich mit dem Vater identifiziert (und die sexuelle Liebe zur Mutter aufgibt, d. h. diese »Objektbesetzung«). Im Zuge von Identifizierungen kommt es zu einer »Ichveränderung« (a. a. O., S. 274) und das »Ich [bildet] sich zum guten Teil aus Identifizierungen […], welche aufgelassene Besetzungen des Es ablösen« (a. a. O., S. 277) (vgl. Storck, 2018b, S. 73ff., zur Perspektive ödipaler Konflikte jenseits starrer familialer oder geschlechtlicher Positionen).

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ich und Selbst»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ich und Selbst» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ich und Selbst»

Обсуждение, отзывы о книге «Ich und Selbst» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x