Lieselotte Bestmann - Michelangelo – Der überhörte Weckruf

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Michelangelo war nicht nur ein begnadeter Bildhauer, Maler und Architekt, er war auch ein außergewöhnlicher Dichter und Denker.
Geht man auf der Suche nach dem inhaltlichen Zusammenhang seiner Fresken in der Sixtinischen Kapelle von den in seinen Gedichten formulierten Gedanken aus, so ergibt sich unter Einbeziehung der Auffälligkeiten seiner Bildformulierungen eine neue, erstaunliche Interpretation:
Der Deckenzyklus handelt – orientiert am biblischen Bericht – ausschließlich vom Menschen, seinem Verhalten in dieser Welt und damit seinem Einfluss auf die Entwicklung des Weltgeschehens.
Am Ende seines Lebens steht die Pietà Rondanini. Sie ist die Verkörperung der Botschaft des Künstlers an die Nachwelt, einer Botschaft, die zu keinem Zeitpunkt aktueller war als heute.

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34Condivi XXVII., S. 36 f.

Der Auftrag zur Neugestaltung der Decke der Sixtinischen Kapelle

Für Michelangelo hatte Julius II. eine ganz andere Aufgabe vorgesehen: Die Neugestaltung der Decke der Sixtinischen Kapelle. Damit schloss Julius II. an das Erbe seines Onkels Sixtus IV. an, unter dessen Pontifikat diese Kapelle erbaut und die er im unteren Bereich mit einem umlaufenden Freskenzyklus durch die damals berühmtesten Maler hatte ausschmücken lassen. Die Decke überzog ein blauer Sternenhimmel.

Michelangelo war schockiert und wehrte sich entschieden gegen die Übernahme dieses Auftrags mit der Begründung, er sei kein Maler, sondern Bildhauer. Doch Julius II. ließ sich nicht von seiner Entscheidung abbringen. Der Papst selbst schlug die Darstellung der zwölf Apostel vor, doch nach ersten Überlegungen und Entwürfen trat Michelangelo erneut in dieser Angelegenheit an den Papst heran mit der Begründung, dass das Ganze eine „armselige Sache“ (una cosa povera) werden würde. Der ungehaltene, fast zornige Papst soll geantwortet haben „Dann mach, was du willst.“ Die Aufgabe, die ihm auf die Schultern gelegt wurde, war gewaltig.

Doch Michelangelo beugte sich schließlich dem wie ein Befehl anmutenden Wunsche des Papstes. Immer wieder in Erstaunen versetzt das beinahe unglaubliche Vertrauen, das Julius II. in die Fähigkeiten dieses doch noch sehr jungen und auf dem Gebiet der Malerei vollkommen unerfahrenen Bildhauers setzte.

Vorbereitende Arbeiten

Vor Beginn der Ausmalung musste das riesige Tonnengewölbe so eingerüstet werden, dass im unteren Bereich die Gottesdienste reibungslos weiter durchgeführt werden konnten und keinerlei später sichtbare Mauerlöcher für eventuell erforderliche Stützbalken zurückbleiben würden. Eine außerordentlich schwierige Aufgabe, an der der zunächst beauftragte Baumeister Bramante scheiterte. Michelangelo löste auch dieses Problem.

In der Zwischenzeit gelang Michelangelo die Anwerbung von Gehilfen, die ihm bei der Ausführung der Fresken zur Hand gehen sollten. Zu diesem Zeitpunkt muss die grundlegende Idee für die inhaltliche Gesamtgestaltung des Deckenraumes im Kopfe Michelangelos bereits ausgereift gewesen sein (Abb. 1). Als Struktur für das Zentrum der Decke, den Deckenspiegel, wählte Michelangelo neun querrechteckige Bildfelder in rhythmisch zwischen klein und groß wechselndem Format, beginnend an der Eingangswand mit einem kleinen und endend an der Altarwand ebenfalls mit einem kleinen Rechteck, dazwischen dann die großen Bildfelder.

Das gesamte auszugestaltende Deckengewölbe wurde mit einem gemalten, wie aus hellem Marmor gemeißelt wirkendem Architektursystem überzogen: Zehn Gurtbögen überspannen die Tonnenwölbung und trennen die Bildfelder des Deckenspiegels voneinander. Ein umlaufendes gemaltes Gesims begrenzt die großen Bildfelder und schafft neben den kleinen Bildfeldern Raum für weitere Gestaltungsmöglichkeiten. Die Mitte des zwischen den Schmalseiten der kleinen Bildflächen des Deckenspiegels und des Gesimses entstehenden Raumes füllt ein bronzefarbenes Medaillon aus und seitlich vor den begrenzenden Gurtbögen zeigen sich auf dem hier vorspringenden Gesims auf wie zu Hockern ausgebildeten Podesten an den vier Ecken der kleinen Bildfelder die berühmten Ignudi, nackte Jünglingsgestalten, in heftigster Bewegung. Dieses umlaufende Gesims rahmt die Zone mit den Bildfeldern des Deckenspiegels ein, während die durchlaufenden Gurtbögen die Verbindung zu der darunter liegenden Zone herstellen. Auch in diesem Bereich sind die Gurtbögen unterhalb der die Ignudi tragenden Gesimsvorsprünge zu besonderen Bildträgern ausgestaltet: Auf einem von vergoldeten Balustern gestützten vorspringenden Podest scheinen sich jeweils zwei kleine nackte Kinder in lustiger Zweisamkeit ihres Lebens zu freuen. Lediglich im Eingangsbereich deuten sie durch statischere Haltung und hochgereckte Arme stärker das Motiv des Stützens an. Ihre farbliche Gestaltung lassen sie wie wunderbare kleine Marmorskulpturen wirken. Sie dienen unterhalb der Medaillons der seitlichen Begrenzung der dort zur Aufnahme der sieben Propheten und fünf Sibyllen vorgesehenen Throne.

Ganz anders ist die Gestaltung des Raumes unterhalb der Schmalseite der großen Deckenfelder. Dort schneiden Stichkappen ein, deren Spitzen durch einen marmorfarbenen, gemalten Widderkopf mit dem umlaufenden Gesims verbunden sind und den jeweils seitlich verbleibenden Raum in zwei Dreiecke teilen. Diese zwei dunkel eingefärbten Dreiecke dienen der Aufnahme von zwei nackten, bronzefarbenen Jünglingsgestalten in unterschiedlichsten Stellungen – von versuchter Kontaktaufnahme mit dem gleich gestalteten Gegenüber über wildes Aufbäumen und Stemmen gegen die sie beengenden Begrenzungen bis hin zu müder Resignation.

Die Grundflächen der Stichkappen leiten dann über zu den sich oberhalb der Fensterrundungen befindlichen Lünetten, deren Grundflächen an die vorhandene Wanddekoration anschließen.

An den Stirnseiten der Kapelle dienen Gewölbezwickel nicht nur der architektonischen Gestaltung der mittig vorgesehenen Propheten-Throne, sondern bilden gleichzeitig große Freiflächen für die Aufnahme weiterer Bildformulierungen.

Der Beginn der Freskierung

Michelangelo begann mit der Ausführung der Fresken des Deckenspiegels an der Eingangswand, nicht – wie zu erwarten gewesen wäre – mit dem ersten kleinen Bildfeld, sondern mit dem folgenden großen und der Darstellung der Sintflut. Die Arbeit an diesem gewaltigen Werk stand kurz vor der Vollendung, als Michelangelo zu seiner Bestürzung feststellen musste, dass die gesamte Bildfläche von Salzausblühungen und einer Art Schimmelbildung überzogen war und rettungslos verloren schien. Sofort informierte er den Papst und verlangte nochmals die Entbindung von dieser Aufgabe, da seine Leistung nun den Beweis für seine Unerfahrenheit auf dem Gebiet der Malerei geliefert habe. Doch der Papst entsprach keinesfalls dem Drängen Michelangelos, sondern schickte den erfahrenen Architekten Giuliano da Sangallo in die Sixtinische Kapelle, um den Schaden zu begutachten. Sangallo konnte die Ursachen der entstandenen Ausblühungen erklären und Maßnahmen zu deren Beseitigung vorschlagen.

Das Fresko war nicht verloren und Michelangelo erhielt den Befehl vom Papst, seine Arbeit unverzüglich wieder aufzunehmen. Er entließ nach Quellenberichten seine Gehilfen, die er vermutlich für die durch unrichtige Zusammenstellung des Putzuntergrundes entstandenen Schäden verantwortlich machte.35

35Ross King, Michelangelo und die Fresken des Papstes, Albrecht Knaus Verlag, München, 2003, S. 121 ff.

Die Ungeduld des Papstes

Der Papst interessierte sich offensichtlich lebhaft für das, was dort an der Decke der Kapelle entstand. Condivi berichtet: „Während er malte, wünschte Papst Julius öfters die Arbeit zu sehen, wobei er auf einer Holzleiter hinaufstieg und Michelangelo ihm die Hand reichte, um ihm auf das Gerüst hinaufzuhelfen. Und heftig, wie er von Natur war, und ungeduldig zu warten, da ja erst die Hälfte fertig war, nämlich von der Tür bis zum halben Gewölbe, wollte er, dass er die Arbeit aufdecken sollte, obwohl sie noch unvollendet und noch nicht die letzte Hand angelegt war. Die Meinung und die Erwartung, die man von Michelangelo hatte, zog ganz Rom hin, diese Sache zu sehen, und auch der Papst ging hin, bevor sich noch der Staub, der sich beim Abbrechen des Gerüstes erhoben, gelegt hatte.“36

36Condivi, XXXVII., S. 47.

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