Lieselotte Bestmann - Michelangelo – Der überhörte Weckruf

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Michelangelo war nicht nur ein begnadeter Bildhauer, Maler und Architekt, er war auch ein außergewöhnlicher Dichter und Denker.
Geht man auf der Suche nach dem inhaltlichen Zusammenhang seiner Fresken in der Sixtinischen Kapelle von den in seinen Gedichten formulierten Gedanken aus, so ergibt sich unter Einbeziehung der Auffälligkeiten seiner Bildformulierungen eine neue, erstaunliche Interpretation:
Der Deckenzyklus handelt – orientiert am biblischen Bericht – ausschließlich vom Menschen, seinem Verhalten in dieser Welt und damit seinem Einfluss auf die Entwicklung des Weltgeschehens.
Am Ende seines Lebens steht die Pietà Rondanini. Sie ist die Verkörperung der Botschaft des Künstlers an die Nachwelt, einer Botschaft, die zu keinem Zeitpunkt aktueller war als heute.

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Michelangelo fühlte sich seit seiner frühesten Jugendzeit magisch angezogen von den in Florenz so reichlich anzutreffenden Bildwerken seiner Vorgänger. Er kannte sie alle, liebte vor allem die östliche Bronzetür des Baptisteriums, heute allgemein als „Paradiestür“ bezeichnet, weil Michelangelo nach Überlieferung Vasaris gesagt haben soll, sie sei so schön, dass sie an den Pforten des Paradieses stehen könnte.16 Er kannte seit seinem Aufenthalt in Bologna die Reliefs des Eingangsportals von San Petronio und vor allem – er kannte seine Bibel – sie war für ihn das Buch der Bücher, die Grundlage aller ihn so begeisternden Bildwerke der Vergangenheit und fast aller der von ihm selbst während seines langen Lebens geschaffenen Werke.

10Herbert Alexander Stützer, Die Italienische Renaissance, Abb. S. 207.

11Herbert Alexander Stützer, Die Italienische Renaissance, Abb. S. 79.

12Herbert Alexander Stützer, Die Italienische Renaissance, Abb. S. 93.

13Ascanio Condivi XXII., Dt. Übersetzung R.Diehl, S. 32.

14Ebda., S. 33.

15Zitiert nach Michael Engelhard, Michelangelo, Gedichte, Insel Verlag, Ausg. 1999, S. 376.

16Stützer, Die Italienische Renaissance, S. 72.

Unter dem Pontifikat von Papst Julius II.

1503 starb der seit 1492 amtierende Borgia-Papst Alexander VI., der wegen seiner Lebensführung, die er auch nach seiner Wahl zum Papst beibehalten hatte, zu den unwürdigsten Gestalten der Papstgeschichte zählt.17 In sein Pontifikat fiel das Auftreten Savonarolas, der eine durchgreifende Reform der Kurie und der Kirche gefordert hatte. Ihm folgte Pius III., der bereits nach einer Amtszeit von nur 26 Tagen verstarb.

Als sein Nachfolger wurde am 1. November 1503 Kardinal Giuliano della Rovere, ein Neffe des 1484 verstorbenen Papstes Sixtus IV., gewählt und nahm den Namen Julius II. an. Bereits sein Onkel, Papst Sixtus IV., hatte dem Ansehen des Papsttums und der Kirche durch seine Amtsführung, die von Simonie und Verschwendung beherrscht war, schwer geschadet. Unter ihm ging die Verweltlichung der Kirche weiter, für die er die Hauptverantwortung trägt.18

Papst Sixtus IV. ging es jedoch nicht nur um seinen persönlichen verschwenderischen Lebensstil und die Versorgung seiner Familienangehörigen mit Ämtern und Gütern, sondern auch darum, Rom, das kulturell und künstlerisch zu dieser Zeit keinem Vergleich mit Florenz standhalten konnte, wieder zu Glanz und Ansehen zu verhelfen. In seinem Auftrag wurde die nach ihm benannte Sixtinische Kapelle erbaut. Und er berief die seinerzeit berühmtesten Maler nach Rom, um diese Kapelle künstlerisch auszugestalten.

An dieses Bestreben Sixtus IV., Rom durch den Einsatz der besten Künstler an Anziehungskraft gewinnen zu lassen, schloss sich sein Neffe Giuliano della Rovere nach seiner Wahl zum Papst Julius II. unmittelbar an. Er rief kurz nach seiner Wahl Michelangelo, der trotz seiner jungen Jahre zwischenzeitlich zum berühmtesten Bildhauer der damaligen Zeit geworden war, von Florenz nach Rom. Und Michelangelo folgte dieser Aufforderung.

Condivi berichtet, dass Michelangelo in Florenz hundert Dukaten Reisegeld erhielt19. Offen bleibt, wer dieses Geld zur Verfügung stellte. Aus den Briefen Michelangelos wissen wir, dass er selbst Zeit seines Lebens in äußerst kargen, anspruchslosen äußeren Verhältnissen lebte, da er mit allen von ihm verdienten Mitteln auf Drängen seines Vaters die Familie in Florenz unterstützte.20

17Fischer-Wolpert, Geschichte der Päpste, S. 107.

18Fischer-Wolpert, S. 107.

19Condivi XXIII., S. 33.

20Zu den Briefen Michelangelos s. Linda Murray, Michelangelo.

Erster Plan für das Julius-Grabmal

Nach seiner Ankunft in Rom vergingen jedoch viele Monate bis es Julius II. einfiel, wie er Michelangelo zum Einsatz bringen könnte. Er entschloss sich schließlich, Michelangelo um Entwürfe für sein Grabmal zu bitten.21 Die von Michelangelo vorgelegten Pläne begeisterten den Papst sofort. Vorgesehen war ein freistehendes Mausoleum, im Untergeschoss ringsum mit Nischen für Figurenpaare, von denen jeweils die eine als Darstellung des positiven Prinzips das negative überwand,22 dazwischen Hermen und die Darstellung der freien Künste als gefesselte Gefangene und weitere, zum Teil überlebensgroße Statuen auf einer darüber liegenden Plattform. Weiter aufsteigend auf einer oberen Ebene dann zwei Engel, die sich auf einen Sarg stützten. Im Inneren des Grabmals sollte dann in einer Art kleinen Tempels in einem großen Marmorsarkophag der Leichnam des Papstes beigesetzt werden. Über vierzig Statuen wies der Plan aus, außerdem waren geschichtliche Darstellungen in Bronze und Halbrelief vorgesehen.23

Die Pläne und Entwürfe begeisterten den Papst so, dass er Michelangelo mit der Ausführung und der sofortigen Beschaffung des dafür erforderlichen Marmors beauftragte. Michelangelo erhielt von Julius II. 1000 Dukaten und begab sich nach Carrara, um das Brechen des Marmors, die Auswahl der Blöcke und den Transport zu überwachen. Condivi schreibt dazu: „Sobald der Marmor in genügender Menge gebrochen und ausgewählt war, schaffte er ihn zur Küste, ließ einen seiner Leute dabei, der ihn verladen lassen sollte, und ging selbst nach Rom. Und weil er sich einige Tage in Florenz aufgehalten hatte, fand er, als er ankam, dass ein Teil davon schon in Ripa angelangt war, wo er ihn ausladen und nach dem Sankt-Peters-Platz bringen ließ, hinter Santa Catarina, wo er neben dem Korridor seine Wohnung hatte. Die Menge der Marmorblöcke war groß, so dass sie, auf dem Platz ausgebreitet, die Leute in Erstaunen, den Papst aber in frohe Laune versetzten. Dieser erwies dem Michelangelo viele und ungemessene Gunst; so suchte er ihn, als er mit der Arbeit angefangen hatte, sehr oft in seinem Hause auf und unterhielt sich dort mit ihm über das Grabmal und andere Dinge nicht anders, als er es mit einem Bruder getan haben würde. Und um bequemer hingehen zu können, hatte er angeordnet, dass vom Korridor zu der Wohnung Michelangelos eine Zugbrücke geschlagen wurde, über die er unbemerkt kommen konnte.“24

Doch dann trat für Michelangelo schlagartig eine veränderte Situation ein. Der Rest des Marmors wurde in Ripa angelandet und Michelangelo begab sich auf den Weg zum Papst, um die zur Zahlung des Transportes erforderlichen Gelder abzuholen. Der Papst hatte ihm aufgetragen, sich, wenn er Geld benötige, immer direkt an ihn zu wenden. Dieses Mal erwies sich jedoch der Zutritt als schwierig und der Papst war beschäftigt. Michelangelo ging nach Hause und bezahlte die Leute aus eigener Tasche, um sie nicht in Not geraten zu lassen. Condivi berichtet dazu: „Als er nun eines anderen Morgens wiederkam und in das Vorzimmer trat, um Audienz zu erhalten, da stellte sich ihm ein Reitknecht in den Weg und sagte: „Verzeiht, ich habe den Auftrag, Euch nicht einzulassen.“ Es war ein Bischof anwesend, der, als er die Worte des Reitknechts hörte, ihn schalt und sagte: „Du scheinst nicht zu wissen, wer dieser Mann ist.“ – „Wohl kenne ich ihn“, versetzte der Reitknecht, „aber ich bin gehalten, das zu tun, was mir von meiner Herrschaft aufgetragen ist, ohne weiter zu fragen.“ Als Michelangelo (dem bis dahin niemals eine Tür verschlossen oder der Eintritt verwehrt worden war) sich so behandelt sah, antwortete er ihm, voll Empörung über den Vorfall: „Und Ihr werdet dem Papst sagen, wenn er mich von nun an braucht, möge er mich anderswo suchen!“ Er ging also nach Hause und befahl den beiden Dienern, die er hatte, seinen ganzen Hausrat zu verkaufen und, sobald sie das Geld dafür erhalten hätten, ihm nach Florenz nachzufolgen. Er selbst nahm die Post und kam um zwei Uhr nachts nach Poggibonsi, einem Kastell auf Florentiner Gebiet (…). Hier, als an einem sicheren Orte, legte er sich nieder.“25 Condivi berichtet weiter, dass kurz darauf fünf Eilboten von Julius eintrafen mit dem Auftrag, ihn zurückzubringen, wo immer sie ihn finden würden. Michelangelo weigerte sich entschieden und drohte ihnen sogar, sie erschlagen zu lassen. Auf das drängende Bitten der Eilboten hin las er den an ihn gerichteten Brief, mit dem der Papst ihn aufforderte, „sofort nach Rom zurückzukommen, bei Vermeidung seiner Ungnade.“ Michelangelo antwortete kurz: „Er werde niemals zurückkommen, und er verdiene es nicht, für seine guten und treuen Dienste eine solche Vergeltung zu erfahren, dass er von seinem Angesicht gejagt werde wie ein schlechter Kerl; und weil Seine Heiligkeit vom Grabmal nichts mehr wissen wolle, so sei er seiner Pflicht enthoben und wolle sich auch zu nichts anderem verpflichten.“26 Mit dieser schriftlich festgehaltenen Botschaft an den Papst mussten die Kuriere mit unerledigtem Auftrag nach Rom zurückkehren.

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