Lieselotte Bestmann - Michelangelo – Der überhörte Weckruf

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Michelangelo war nicht nur ein begnadeter Bildhauer, Maler und Architekt, er war auch ein außergewöhnlicher Dichter und Denker.
Geht man auf der Suche nach dem inhaltlichen Zusammenhang seiner Fresken in der Sixtinischen Kapelle von den in seinen Gedichten formulierten Gedanken aus, so ergibt sich unter Einbeziehung der Auffälligkeiten seiner Bildformulierungen eine neue, erstaunliche Interpretation:
Der Deckenzyklus handelt – orientiert am biblischen Bericht – ausschließlich vom Menschen, seinem Verhalten in dieser Welt und damit seinem Einfluss auf die Entwicklung des Weltgeschehens.
Am Ende seines Lebens steht die Pietà Rondanini. Sie ist die Verkörperung der Botschaft des Künstlers an die Nachwelt, einer Botschaft, die zu keinem Zeitpunkt aktueller war als heute.

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Doch Julius II. gab keineswegs nach. Er wandte sich an die Stadtverwaltung von Florenz, die auf seine ersten beiden Schreiben nicht reagierte. Als der Papst jedoch in seinem dritten Breve mit Gewalt drohte, rief der damalige Gonfaloniere der Republik Florenz, Piero Soderini, Michelangelo zu sich und bat ihn nachzugeben, um nicht einen Krieg heraufzubeschwören und die Sicherheit des Landes aufs Spiel zu setzen. Michelangelo ließ sich nach anfänglichem Widerstreben schließlich dazu überreden, wieder Kontakt mit dem Papst aufzunehmen.

Julius II. war in der Zwischenzeit in den Krieg gezogen, hatte Bologna eingenommen und hielt sich in der Stadt auf. Michelangelo hoffte auf einen gut gelaunten Papst bei einem Zusammentreffen.

Condivi berichtet dazu: „Als er nun eines Morgens in Bologna angekommen war und in die Kirche San Petronio ging, um die Messe zu hören, da kamen Reitknechte des Papstes, die ihn erkannten und ihn vor Seine Heiligkeit führten, die gerade im Palast der Sechzehn zu Tisch saß. Als dieser ihn vor sich sah, sagte er zu ihm mit zorniger Miene: „An dir war es, zu kommen und uns aufzusuchen, du aber hast gewartet, bis Wir zu dir gekommen sind.“ Womit er andeuten wollte, dass Seine Heiligkeit, indem sie nach Bologna gekommen sei, welcher Ort viel näher bei Florenz liegt als bei Rom, gleichsam ihn aufgesucht habe. Michelangelo kniete nieder und bat ihn mit lauter Stimme um Vergebung, indem er sich entschuldigte, er habe nicht aus Böswilligkeit gefehlt, sondern aus Zorn, da er es nicht habe ertragen können, so fortgejagt zu werden, wie ihm geschehen war. Der Papst saß da, mit gesenktem Kopfe und erregter Miene, ohne etwas zu erwidern, als ein Monsignore, der vom Kardinal Soderini geschickt war, um ihn zu entschuldigen und zu empfehlen, sich ins Mittel legen wollte und sagte: „Eure Heiligkeit möge nicht auf sein Vergehen achten; denn er hat aus Unwissenheit gefehlt. Die Maler, außerhalb ihrer Kunst, sind alle so.“ Zornig antwortete ihm der Papst: „Du sagst ihm eine Grobheit, wie Wir sie ihm nicht gesagt haben. Der Unwissende bist du und der Elende, nicht er! Geh mir aus den Augen und zum Henker!“ Und als er nicht ging, wurde er von den Dienern des Papstes mit derben Püffen, wie Michelangelo zu erzählen pflegte, hinausgestoßen. Nachdem der Papst so seinen größten Zorn über den Bischof entladen hatte, rief er den Michelangelo näher heran, verzieh ihm und trug ihm auf, nicht von Bologna fortzugehen, ehe er ihm nicht einen anderen Auftrag gegeben habe.“27

21Condivi XXIV., S. 33.

22Acidini Luchinat, S. 108.

23Acidini Luchinat, S. 108.

24Condivi XXIV., S. 34.

25Condivi XXVIII., S. 37 f.

26Condivi XXIX., S. 38.

27Condivi, XXXII., S. 40 f.

Die Bronzestatue Julius II. in Bologna, San Petronio

Dieser Auftrag ließ nicht lange auf sich warten und lautete über eine große Bronzestatue von ihm in seiner Funktion als Papst, die ihre Aufstellung über dem Portal von San Petronio finden sollte. Michelangelo fertigte ein Tonmodell an, das den Papst thronend darstellte mit zum Segen erhobener rechter Hand. Auf Michelangelos Vorschlag, in die linke ein Buch zu legen, soll der Papst geantwortet haben „Was Buch! – Ein Schwert! Ich bin doch kein Gelehrter.“28 Dass Michelangelo die Bibel gemeint haben könnte, die Bibel, die für ihn persönlich das Buch der Bücher bedeutete, auf diese Idee schien der Nachfolger Jesu auf dem Stuhl Petri nicht gekommen zu sein. Er wählte spontan das Schwert. Auf die scherzende Frage des Papstes „Diese deine Statue, erteilt sie Segen oder Fluch?“ antwortete Michelangelo lächelnd: „Heiliger Vater, sie bedroht dieses Volk, wenn es nicht ruhig ist.“29

Diese überlieferten Wortwechsel zeigen zunächst, wie demütig Michelangelo sich beim Papst für sein vom Zorn bestimmtes Verhalten entschuldigte und wie berührt der Papst ihn anhörte. Doch dann wies dieser Papst, ebenfalls von Zorn überwältigt, den um Verteidigung Michelangelos bemühten Bischof auf äußerst schroffe Weise in seine Schranken zurück. Von der Geschichtsschreibung wird sowohl Michelangelo als auch Julius II. eine ausgesprochene und durchaus vergleichbare terribilità zugeschrieben.

Bemerkenswert ist die Antwort Michelangelos auf die Frage des Papstes, ob die rechte Hand der geplanten Statue zum Segen oder Fluch erhoben sei. Äußerst geschickt weicht Michelangelo einer direkten Entscheidung hierüber aus mit seiner Formulierung „Heiliger Vater, sie bedroht dieses Volk, wenn es nicht ruhig ist.“ Die rechte Hand drohend erhoben und in der linken auf Wunsch des Papstes statt der Bibel das Schwert würde diese Statue eindeutig die Kampfbereitschaft des Papstes signalisieren.

Italien war zu dieser Zeit nicht nur von ständigen Kämpfen der Stadtstaaten untereinander, sondern ebenso von den mit Waffengewalt durchgesetzten Machtansprüchen des Papsttums erschüttert. Hinzu kamen die Bedrohungen von außen, nicht zuletzt durch die immer weiter vordringenden Türken und damit des Islam. Michelangelo hat seine Gedanken zur Haltung des Papsttums der damaligen Zeit in seinem Gedicht Qua si fa elmi di calici e spade unmissverständlich zum Ausdruck gebracht:

Aus Kelchen läßt man Helm und Schwert hier schweißen;

Und Christi Blut ist’s, das die Kassen füllt,

Aus Kreuz und Dornen werden Speer und Schild,

Selbst Christus würde die Geduld hier reißen.

Doch herzukommen sollt‘ Er sich verbeißen,

Weil hier Sein Blut mehr als die Sterne gilt

Und Haut und Haar nicht Romas Habgier stillt -

Hier trifft Er nicht das Heil, das Er verheißen.

Käm je mich Lust an, Schätze zu verlieren,

Weil Werk und Wirkung mählich von mir weichen,

Tät der im Mantel, was Medusa tat.

Doch kann nur Armut in den Himmel führen,

Was wird aus uns, wenn dieses andere Zeichen

Das andere Leben schon zu Boden trat?

Übersetzung M. Engelhard30

Michelangelo unterzeichnete dieses Gedicht mit den Worten „Finis, Euer Michelagniolo in der Türkei.“ Während seines Aufenthaltes in Florenz vor der durch den Papst erzwungenen Abreise nach Bologna soll Michelangelo aus der Türkei der Bau einer Brücke von Konstantinopel nach Pera angeboten worden sein. Sein Freund Piero Soderini, Gonfaloniere der Republik Florenz, hatte Michelangelo von diesem Vorhaben entschieden abgeraten und zur Reise nach Bologna und damit zum Papst bewegt.31 Eine Zuordnung des Gedichtes in diesen Zeitraum liegt daher nahe.

Die beiden ersten Strophen dieses Gedichtes lassen die tiefe Erschütterung Michelangelos über die Entartung des Papsttums erkennen. In Strophe drei kommt seine Überzeugung zum Ausdruck, dass – sollte ihn je der Wunsch ankommen, auf Schätze zu verzichten, weil sein Werk und seine Wirkung von ihm gewichen seien – der Papst32 ihn sicherlich „mit Medusenblick zu Stein werden lassen würde“. In Strophe vier folgt dann sein persönliches Armutsbekenntnis, dem er bis an sein Lebensende treu blieb.

Michelangelo benötigte für die Vollendung und Aufstellung der Bronzestatue des Papstes sechzehn Monate und begab sich, nach kurzem Aufenthalt in Florenz, wieder dem Rufe des Papstes folgend, nach Rom.

Das Standbild Julius II., das von über dreifacher Lebensgröße gewesen sein soll, wurde drei Jahre später, nach der Rückkehr der Bentivoglio nach Bologna „von der Volkswut herabgeworfen und zerstört.“33

28Condivi XXXII., S. 41.

29Ebda.

30Michael Engelhard, Michelangelo, Gedichte, 10, S. 17 f.

31Condivi XXX., S. 39.

32Engelhard, Anm. 10, S. 403. Schon Engelhard vermutet in „Der im Mantel“ Papst Julius II. Der von ihm angenommenen späten Datierung auf 1512 kann hier nicht gefolgt werden.

33Condivi XXXII., S. 41.

Rückkehr nach Rom

Seine alte Werkstatt in Rom stand noch zur Verfügung, der Marmor aus Carrara lag noch auf dem Petersplatz, doch die Hoffnung Michelangelos, nun mit der Arbeit am Juliusgrabmal fortfahren zu dürfen, erfüllte sich nicht. Julius II. hatte zwischenzeitlich den festen Entschluss gefasst, zunächst Alt-St. Peter, das für die Aufnahme des Grabmals sich als zu klein erwiesen hatte, neu aufbauen zu lassen., und beauftragte mit der Ausführung dieses Vorhabens den Baumeister Donato Bramante.34

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