Conny Bischofberger - Eisschwimmen

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Auf einer schwedischen Schäreninsel denkt Isabella Mahler, Kolumnistin und Interviewerin der größten Tageszeitung Österreichs, über ihr Leben nach. Mit 58 hat sie vieles erreicht, doch war das schon alles? Eine Reise durch vier Länder führt sie auch an den Ort, der mit ihrer dunkelsten Erinnerung verknüpft ist. Zurück in Wien, stellt sie sich dem Schmerz und kommt ihren wahren Gefühlen näher. Sie gehören einem Mann, der die Kälte liebt und dem Isabella schließlich bis an eine scheinbar unüberwindbare Grenze folgt.

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Isabella schrieb zu dieser Zeit gerade unzählige Mails an einen Fremden. Österreich-Geschäftsführer bei Amnesty International. Sie hatte den Mann im Fernsehen gesehen und war von seiner Stimme elektrisiert gewesen. Nach zehn Jahren das erste Mal wieder verliebt – in ein Phantom, wie sich herausstellen sollte. Prinz kommentierte den Mailverlauf wie ein spannendes Experiment, der Ausgang schien für ihn klar. »Irgendwann wird er sich aus seiner Deckung herauswagen und seine Frau betrügen.« Eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass dem NGO-Aktivisten die Angelegenheit doch zu heiß werden könnte, räumte er allerdings ein.

Er selbst war auch verliebt gewesen. In eine attraktive Staatsanwältin, die sich mit Prinz zwar regelmäßig verabredete, jedoch nie einen Zweifel daran ließ, dass sie ihrem Verlobten treu bleiben würde. »Der teuerste Wangenkuss meines Lebens«, zog er sarkastisch Bilanz über seine Bemühungen. Die Nächte mit Jay hatten ihn bereits ein kleines Vermögen gekostet. Dinner in Luxusrestaurants, dazu Jahrgangschampagner, Prinz hatte alle Register gezogen. Noch immer hielt er es keineswegs für unwahrscheinlich, dass die Angebetete sich eines Tages erkenntlich zeigen und schwach werden könnte.

Isabella hörte ihm gern zu. Ihr erging es ähnlich. Sie hatte ihre ganze Energie in die Sache gelegt, zu mehr als gefühlvollen Mails und einem Kuss im Regen hatte es allerdings nicht gereicht.

So bildeten sie eine Art Schattenpaar, das Hoffnung auf Nähe mit jemand Unerreichbarem teilte, aber auch die Angst davor. Es verband sie das Wissen um die Aussichtslosigkeit und die Frage, wie sie sich so verstricken lassen konnten in Gefühle, die ihnen an sich fremd waren. Irgendwo dazwischen waren Isabella und Prinz langsam Freunde geworden.

»Lust auf Weiß gespritzt bei HH?« Isabella richtete gerade die automatische Antwortfunktion ihres Mailprogramms ein, als seine WhatsApp-Nachricht einlangte. Knapp und mit meist englischen Codes, so kommunizierte Prinz am liebsten. TD kommentierte er etwa, wenn sein Angebot für ein IPO – Initial Public Offering – ein paar Sekunden zu spät rausgegangen war. Es stand, beabsichtigt übertrieben, für Total Disaster . CCT war eine schmeichelhafte Bezeichnung für Isabella, wenn er, zumeist aus selbstsüchtigen Gründen, seinen Charme bei ihr spielen ließ. Es bedeutete Coolest Cat in Town . Manchmal nannte er sie auch TM, Tough Monkey . Isabella bedankte sich manchmal mit YSFN für hingenommene Terminverschiebungen. You’re so flexible and nice . So hatte sich mit der Zeit eine Art Geheimsprache zwischen ihnen entwickelt. Mit HH war Hengl-Haslbrunner gemeint, ein Wiener Traditions-Heuriger in der Döblinger Iglaseegasse.

»Why not?«, schrieb Isabella, obwohl sie weder gepackt noch die diversen Corona-Einreise-Links ausgefüllt hatte. Einen Gurgeltest musste sie auch noch machen, den verlangten die Briten, obwohl sie bereits genesen und geimpft war. Wahrscheinlich als Strafe dafür, dass Österreich noch immer nicht aus der Europäischen Union ausgetreten war.

Mach ich alles morgen, dachte Isabella, und fischte noch die interessantesten Magazine aus dem meterhohen Zeitungsstoß auf ihrem Schreibtisch. Lesestoff für unterwegs. Es war Samstagabend, ihr Flug nach Göteborg ging erst am Sonntagnachmittag.

Im Schatten eines weitverzweigten Walnussbaumes schenkte Prinz ihr später an einem der Holztische im Innenhof Soda mit Weißwein ein. »Das Soda zuerst«, erklärte er. »Cheers!« Sie stießen eine Spur zu fest mit ihren Gläsern an, lachten eine Spur zu laut, wie sie fast alles übertrieben, auch das Trinken.

»Schon im Reisefieber?«, fragte Prinz und zelebrierte den ersten Schluck.

»Gar nicht«, sagte Isabella. Sie war sehr müde. »Eigentlich würde ich lieber in Wien bleiben.«

»Ist normal«, fand Prinz, »morgen wird es dich noch Überwindung kosten, aber dann wirst du es lieben! Ich beneide dich.«

Isabella genoss seine Bewunderung und das Prickeln des Weines auf ihrer Zunge. Gleich würde sie eine Leichtigkeit spüren und dem Gedanken, an diesem Abend für lange Zeit das letzte Mal in ihrem eigenen Bett zu schlafen, keine weitere Aufmerksamkeit mehr schenken.

»Was hältst du von Speck?«, fragte Isabella. »Mir ist gerade eingefallen, dass ich heute noch gar nichts gegessen habe.« Speck hatte sie schon als Kind allen Süßigkeiten vorgezogen. Auf die Frage, ob sie gerne ein Stück Schokolade möchte, hatte Bella, wie sie als Kind genannt wurde, der Überlieferung nach stets mit »Lieber ein Speckbrot!« geantwortet.

Prinz winkte den Kellner herbei. »Einmal Brettljause für zwei. Und noch eine Karaffe Wein.«

»Morgen um diese Zeit sitze ich schon im Flieger«, überlegte Isabella laut und rollte ihre Augen.

»Ryanair, my favourite«, grinste Prinz. Er hatte sich eines Tages geschworen, nie mehr mit Billig-Airlines zu reisen und es auch durchgezogen. Isabella war das vollkommen egal, sie konnte sich jeder Situation anpassen. Und wenn es der Mittelsitz im Flieger zwischen zwei Übergewichtigen oder, wie es neuerdings hieß, Mehrgewichtigen sein sollte.

Einmal waren sie und Prinz schon gemeinsam verreist. Drei Tage Barcelona, Brainstorming für eine Buchidee. Prinz fand, dass Gedanken nur dann ihre Richtung änderten, wenn man sie in einer ungewohnten Umgebung spielen ließ, vorzugsweise am Meer. Er hatte sich um die Flüge gekümmert (nicht Ryanair), sie das Hotel gebucht. Zwei getrennte Suiten im fürstlichen Avenida Palace , Dachterrasse mit Pool und 360-Grad-Blick über Barça inklusive. An einem der Abende waren sie einander nach vielen Tapas und noch mehr Cavas zum ersten Mal nähergekommen. Es war keine zärtliche Geste gewesen, sondern eher Isabellas Alkoholspiegel geschuldet, dass sie sich im Taxi zum Hotel an seiner Schulter angelehnt hatte. Prinz jedoch hatte sie auf den Mund geküsst.

Isabella war so überrascht gewesen, dass sie den Kuss gar nicht erwidern oder gar genießen konnte. Sie war sich damals nicht sicher, ob ihr das leidtat.

Am nächsten Morgen stand etwas zwischen ihnen.

»Weißt du noch, was du gestern gemacht hast?«, hatte Isabella gefragt und seinen Blick gesucht.

»Was denn?« Entweder spielte er das Unschuldslamm, oder er hatte wirklich keine Ahnung.

»Du hast mich geküsst.«

»Really?«, fragte er. Seine grünen Augen blieben ernst. »Es ist mir peinlich, aber ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern. Sorry.«

Okay, dachte Isabella, so leicht sollte er jedenfalls nicht davonkommen.

»Schade, dass du dich entschuldigst«, lächelte sie treuherzig, »und es offenbar nur ein Versehen war.«

Da stellte Prinz seine Espressotasse ab. »Du musst wissen, dass ich keine Beziehung anstrebe. Mir reichen schon zwei kaputte Ehen und die Sache mit Jay. Ich möchte, dass zwischen uns alles so bleibt, wie es ist. Easy going.«

Das wollte Isabella jetzt genauer wissen. »Ich strebe auch nichts an, was landläufig Beziehung genannt wird«, erklärte sie, »aber das Küssen fand ich eigentlich ganz schön.«

Prinz wurde deutlicher. »Küssen führt unabdingbar zu Sex. Sex macht alles kompliziert. Vor allem aber macht Sex süchtig.«

Isabella überlegte, ob er mit These Nummer zwei recht haben könnte. »Blödsinn«, lachte sie dann, »ich glaube das nicht.« Sie ließ offen, was sie genau meinte. Der Hinweis auf die Sucht aber hatte sie neugierig gemacht.

Kurz versuchte sie sich vorzustellen, wie es wäre, Sex mit Prinz oder überhaupt je wieder Sex zu haben. Sie fühlte nichts, jedenfalls nicht für Prinz. Deshalb sagte sie: »Also ich hab nichts dagegen, wenn wir das mit dem Sex bleiben lassen.«

»Great«, erwiderte Prinz.

Inzwischen stand ein Holzteller mit Speck, Braten, Pfefferoni und Kren zwischen ihnen. Isabella hatte Hunger, aber keinen Appetit.

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