Daniel de Roulet - Kamikaze Mozart

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Fumika, japanische Musikstudentin in Berkeley, verliebt sich in den Schweizer Physiker Wolfgang, der im Team von Robert Oppenheimer an der Atombombe baut. In Japan hat ihre Familie für sie einen Mann bestimmt, den sie noch nie gesehen hat und der Kamikaze-Anwärter bei der Luftwaffe ist. Nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor wird Fumika mit den andern 130 000 «feindlichen Elementen» interniert. In der Wüste von Santa Fe, wo die Internierten beim Bau von Wolfgangs Reaktor eingesetzt werden, sehen sie sich wieder. Wolfgang hat sich inzwischen ganz in den Dienst der «Bombe gegen die Nazis» gestellt, und die Liebe zu einer «Feindin» bringt ihn jetzt in Schwierigkeiten. «Kamikaze Mozart» ist ein virtuoser Roman über das Wettrennen um die Atombombe: von Lise Meitners Entdeckung der Atomspaltung über den nicht mehr kriegsnotwendigen Abwurf der Atombombe bis zur Kernschmelze in Lucens 1969, in der die Schweizer Träume von der «Bombe» untergingen.

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Sie glaubt ihm nicht, sagt, er sei ein schlechter Lügner, nimmt ihn nicht besonders ernst. Einmal wirft sie den Kopf zurück.

«Sie sind entzückend, Wolfgang.»

Von diesem Augenblick an redet er sich ein, sie könnte seine zweite Freundin werden. Trotz des Alkohols aber hat er nicht den Mut, einer Frau, die älter ist als seine Mutter, eine Liebeserklärung zu machen. Behutsam ergreift er die Hand, die sie ihm reicht, verbeugt sich nach preußischer Manier. Lises Finger sind warm geworden und die Flecken verschwunden. Es steckte also kein Laborunfall dahinter. Auch nicht das Alter.

Sie verabschiedet sich mit wohlwollendem Lächeln. Trotz des Angebots aus Zürich wird sie Schweden nicht verlassen.

«Und Sie, Wolfgang, was für Pläne haben Sie?»

Da er nächste Woche nach Berkeley fahren wird, zu Oppenheimer, wünscht sie ihm viel Glück bei diesem brillanten Marxisten.

8

Berkeley

Februar 1939. Wolfgang überquert den Atlantik und den nordamerikanischen Kontinent. Professor Scherrer hat ihn vorbereitet: «Robert Oppenheimer ist ein toller Bursche, Sie werden sehen.» Und um ihn im Spektrum menschlicher Typen einzuordnen, hat er gesagt: «185 Zentimeter und 51 Kilo, 34 Jahre, Professor für theoretische Physik in Berkeley und am Caltech.»

Am Tag seiner Ankunft stellt Wolfgang sich bei Oppenheimers Sekretärin vor. Berkeleys Wiesen blühen in der Sonne, die Luft ist mild, die Mammutbäume sind riesig. Er spürt, dass er Kalifornien mögen wird. Die junge Frau, die sein Einführungsschreiben entgegennimmt, verschwindet im Nebenraum. Der Professor empfängt seinen Gast auf europäische Art mit einem kräftigen Händedruck und einer angedeuteten Umarmung. Als er Wolfgangs leichten Akzent hört, stellt er seine Fragen in perfektem Französisch. Er nimmt einen Stapel Papiere von einem Stuhl, bittet ihn, sich zu setzen, bleibt selbst aber stehen, unruhig. Er ist so mager, dass man das Gefühl hat, ihn im Profil zu sehen. Mit seinen unterschiedlich hohen Schultern wirkt er etwas schief gebaut. Sein Haar ist leicht gelockt, eher gewellt. Am stärksten aber fällt das intensive Blau seiner Augen auf und die in seinem Lächeln lauernde Ironie.

Sie unterhalten sich über Lise Meitner. Oppenheimer kennt Hahns Artikel über den Beschuss von Uran mit Neutronen.Wolfgang berichtet ihm von ihrem Gespräch in Stockholm. Es sei Lise Meitner gewesen, die den Begriff Spaltung erfunden und am Weihnachtsabend an Hahn geschrieben habe.

Oppenheimer zufolge hat ihr Briefpartner die Entdeckung umgehend veröffentlicht, und zwar unter seinem Namen. Meitner habe er nicht als Mitautorin des Artikels angeben können, da sie als Jüdin im Exil lebe. Seit einigen Tagen sei der Text sogar in Japan bekannt. In den Vereinigten Staaten habe er eine geradezu kopernikanische Revolution ausgelöst. Einstein soll dem Präsidenten der Vereinigten Staaten geschrieben und von einer neuen Möglichkeit berichtet haben, eine Bombe von unerhörter Sprengkraft zu bauen. Kernspaltung.

Zunächst habe er Zweifel an dieser Hypothese gehabt, sagt Oppenheimer, ja, Zweifel, wie Descartes, fruchtbare Zweifel. Doch nachdem er das Experiment in seinem Labor wiederholt habe, sei er zu einem glühenden Anhänger der Kernspaltung geworden. Voller Enthusiasmus wandert er in seinem Büro auf und ab. Auf jedem Tisch, jedem Stuhl stapeln sich Unterlagen, aufgeschlagene Bücher, offene Ordner. Auch an den über und über mit Blättern behängten Wänden ist kein Fleckchen mehr frei. In einem Regal entdeckt Wolfgang französische Romane, Aragon, Claudel, Martin du Gard. Auf Deutsch die dicken Bände von Marx’ Kapital. Auf Englisch John Steinbeck. An einer verschmierten Wandtafel stehen die abschließenden Berechnungen des Meisters über die Wirkung der Kernspaltung. Der Faktor zehn hoch sechs steht für das Verhältnis von Dynamit und Uran. Die Gleichung ist mit gelber Kreide doppelt unterstrichen. Ein Wert, der noch genauer zu berechnen wäre, nicht wahr? Für den Anfang wäre das eine interessante Sache, die er Wolfgang anvertrauen könnte.

«Was sagen Sie dazu, Steinamhirsch?»

Oppenheimer fügt der Aufgabe einige Arbeitsanweisungen hinzu. Er will nicht Herr Professor, sondern Oppie genannt werden. Jeden Freitag erwartet er ihn zum Mittagessen in seiner auf einem Hügel gelegenen Villa, zum Treffen der Professoren, Assistenten und Gastwissenschaftler. Man soll ihn ruhig so oft stören wie nötig, ohne Furcht vor seiner Sekretärin.

Wolfgang ist angetan von diesem neuen Arbeitsstil, der sich völlig von den preußischen Sitten an der Zürcher Hochschule unterscheidet. Auf väterliche und zugleich zwanglose Art nimmt Oppie ihn beim Arm, um ihn mit seinen anderen Assistenten bekannt zu machen. Jedem einzelnen stellt er ihn als den Mann vor, der kürzlich Lise Meitner begegnet ist. Und fügt hinzu: «Die Frau, der wir die Kernspaltung verdanken.»

Ein sympathisches Team. Alle bewundern Oppie und scheuen sich nicht, ihm zu widersprechen, wenn er sich bei Einzelheiten ihrer Biografie irrt. Unter einem Mammutbaum draußen im Park, neben dem Gebäude für theoretische Physik, schildert Oppie seinem neuen Assistenten nun auch seinen eigenen Lebenslauf.

Er stammt aus einer jüdischen Familie. Am Ende des 19. Jahrhunderts kam sein Vater aus Deutschland in die Vereinigten Staaten und machte mit dem Verkauf von Futtermaterial für Bekleidungen ein Vermögen. Oppie studiert in Harvard und Cambridge, schreibt anschließend in Göttingen seine Dissertation über die Quantentheorie kontinuierlicher Spektren. Er liebt Frankreich, hat Freunde in England, schwärmt von Korsika, spricht Holländisch, hat die spanischen Republikaner gegen die Faschisten unterstützt, reitet und erleidet von Zeit zu Zeit einen Nervenzusammenbruch. Will er Wolfgang schmeicheln, als er über die Schweiz sagt: «Nie in meinem ganzen Leben habe ich produktiver gearbeitet als in den wenigen Monaten in Zürich mit Pauli und Scherrer. Ich träume davon, Berkeley zu einem ähnlichen Ort wie eure ETH zu machen.»

Als Wolfgang abends das Buch liest, das Oppie ihm geliehen hat, L’Espoir von Malraux, notiert er sich daraus einen von einem früheren Leser unterstrichenen Satz: «Er sah aus wie ein junger Einstein und gleichzeitig wie ein zu groß gewachsener Chorknabe.»

Eine Woche nach seiner Ankunft in Berkeley schickt er seiner Mutter einen langen Brief, in dem er ihr seinen neuen Chef mit so überschwänglichen Worten beschreibt, dass sie sich in ihrer Antwort besorgt erkundigt, ob er neben dem so verherrlichten Gelehrten da drüben in Kalifornien vielleicht auch eine wie auch immer geartete Erfüllung seines Liebeslebens gefunden habe.

1939, 1940, 1941. Wolfgang ist hingerissen von der Bucht von San Francisco. Endlich Platz, große Weiten, die Unendlichkeit des Meeres statt der Schweizer Berge, die ihm den Blick auf den Horizont verstellten. Hier findet er, was er schätzt: ein geregeltes Leben, intelligente Kollegen, eine wissenschaftliche Herausforderung fern allen Säbelrasselns. Europa versinkt im Krieg, Wolfgang beginnt seine Tage mit zwei Stunden Geigenspiel.

Freitags freut er sich auf das Mittagessen bei Oppie. Dessen Haus in den Hügeln liegt an einem Hang mit Blick auf die Bucht. An den getäfelten Wänden Navajoteppiche, mexikanische Silberschmiedearbeiten. Eine herzliche Atmosphäre, in der jeder über den Stand seiner Forschungen berichtet. Die Gäste stellen sich selbst vor. Einige kommen von der Ostküste, andere aus Australien oder Großbritannien. Wolfgang hat den Eindruck, die theoretische Physik schreite mit großen Schritten voran. Man braucht ihr nur auf dem Fuß zu folgen.

Im Dezember 1941, nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor und dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, ruft der Chef seine Mitarbeiter zusammen. Aus seiner kleinen Ansprache geht hervor, dass die Wissenschaftler in Friedenszeiten in ihren Forschungen frei gewesen seien, sich jedoch in Kriegszeiten in den Dienst der Demokratie stellen müssten. Da nun ein anderes Klima herrsche, würden Forschungsergebnisse nicht mehr in internationalen Zeitschriften publiziert, sondern unterlägen der militärischen Kontrolle.

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