Daniel de Roulet - Kamikaze Mozart

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Fumika, japanische Musikstudentin in Berkeley, verliebt sich in den Schweizer Physiker Wolfgang, der im Team von Robert Oppenheimer an der Atombombe baut. In Japan hat ihre Familie für sie einen Mann bestimmt, den sie noch nie gesehen hat und der Kamikaze-Anwärter bei der Luftwaffe ist. Nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor wird Fumika mit den andern 130 000 «feindlichen Elementen» interniert. In der Wüste von Santa Fe, wo die Internierten beim Bau von Wolfgangs Reaktor eingesetzt werden, sehen sie sich wieder. Wolfgang hat sich inzwischen ganz in den Dienst der «Bombe gegen die Nazis» gestellt, und die Liebe zu einer «Feindin» bringt ihn jetzt in Schwierigkeiten. «Kamikaze Mozart» ist ein virtuoser Roman über das Wettrennen um die Atombombe: von Lise Meitners Entdeckung der Atomspaltung über den nicht mehr kriegsnotwendigen Abwurf der Atombombe bis zur Kernschmelze in Lucens 1969, in der die Schweizer Träume von der «Bombe» untergingen.

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Und plötzlich zeigen sich wieder menschlichere Gefühle. Die Erinnerung an das erste Mal, als er Heidi geküsst hat, offenbart ihm erneut die Gewissheit, dass der andere existiert, doch jeder in seiner eigenen Welt. Schließlich findet er sich damit ab. Spät in der Nacht, während er an seiner Doktorarbeit schreibt, das Fenster vor dem Sternenhimmel geöffnet, beschließt er, diese ins Leere gehende Zärtlichkeit den Zustand der Einsamkeit zu nennen.

Ende 1938 eröffnet Professor Scherrer seinem Schützling, die nächste Station seiner Laufbahn sei Kalifornien. Er werde zu Professor Robert Oppenheimer nach Berkeley gehen. Zunächst aber schickt er ihn in einer Sondermission nach Stockholm.

An einem Novembermorgen in aller Frühe klopft seine Gotte an die Tür. Sofort malt Wolfgang sich das Schlimmste aus. In der Familie hat sich ein Unglücksfall ereignet, der ihm indes nicht wirklich nahegeht. Seine Schwester Gamma hat sich an ihrem sechzehnten Geburtstag das Leben genommen. Auf dem Friedhof von La Chaux-de-Fonds verabschiedet er sich von ihr und nutzt die Gelegenheit, um Familie und Heimatstadt Auf Wiedersehen zu sagen. Bald wird er im Zug sitzen und durch das Deutschland von Reichskanzler Hitler nach Schweden fahren. Die Avenue Lèopold-Robert versinkt schon im Schnee, das Cafè Moreau, Schauplatz seiner Rendezvous, kommt ihm recht armselig vor. Heidi Stähelin, die er bei der Beerdigung trifft, spricht ihm mit trauriger Miene ihr Beileid aus. Er nimmt es ohne innere Betroffenheit entgegen. Die Wege seiner beiden anderen Schwestern sind inzwischen vorgezeichnet. Alpha wird Lehrerin werden, Beta Krankenschwester. Sein Vater wird untröstlich bleiben und seine Mutter die Frau eines unglücklichen Provinzbuchhändlers, die sich ihren Sohn als Dirigenten oder notfalls als Physikprofessor an der Neuenburger Universität zurechtfantasiert.

Er kann ihr nur versprechen, oft zu schreiben und sich nie mehr mit Nazistudenten zu prügeln. In Zürich glaubte er, ein paar jungen Hitzköpfen erklären zu müssen, dass ihr Hitler ein Taugenichts sei, der nicht einmal die Universität besucht habe. Daraufhin kam es zu einer Schlägerei, von der Wolfgang Spuren zurückbehalten hat, die seiner Mutter gar nicht gefallen.

Am Bahnsteig lässt Frau Steinamhirsch den Tränen, die sie bei der Beerdigung zurückgehalten hat, freien Lauf, während ihr Sohn ihr hinter der beschlagenen Fensterscheibe liebevoll, aber verlegen winkt. Ihm wäre es lieber, diese Frau mit dem schwarzen Hutschleier würde weniger Gefühl und mehr wohlgesittete Zurückhaltung zeigen. Im letzten Moment schiebt er das Fenster herunter und wirft Mama mit den Fingerspitzen einen Kuss zu.

7

Stockholm

An Heiligabend des Jahres 1938 lernt Wolfgang in Stockholm im Haus eines ehemaligen Assistenten von Professor Scherrer Lise Meitner kennen. Ein Fest zu Ehren mehrerer im schwedischen Exil lebender Wissenschaftler. Die kleine weißhaarige Frau lächelt ihm zu, während sie ihr Glas auf das Wohl der Wissenschaft hebt. Sie kommt gerade aus Deutschland. Dort ist sie eine renommierte, bewunderte Forscherin. Wovon ihr das verschmitzte Lächeln geblieben ist. Er hätte sie gern zur Freundin.

Am späten Nachmittag begleitet er sie zurück in ihr Hotel. Da es schon dunkel ist, hakt sie sich bei ihm unter, um auf dem vereisten Bürgersteig nicht auszurutschen, und erkundigt sich unterwegs nach Professor Scherrers Arbeiten zum Beschuss von Atomen mit Neutronen. Dann schlägt sie vor, die Fortsetzung des Gesprächs auf den nächsten Tag zu verschieben.

Sie verabreden sich für den späten Vormittag zu einer Skiwanderung. Als Wolfgang sich mit Kusshand verabschiedet, fallen ihm Lises eiskalte Finger auf und mehrere braune Flecken auf ihrem Handrücken. Ein Laborunfall oder Alterszeichen?

Am nächsten Tag kommt sie ohne Skier und im dunklen Mantel, mit Kragen und Ohrschützern aus Hasenfell. Er in Golfhosen, eine wollene Pudelmütze auf dem Kopf. Sie verbirgt ihre Augen hinter einer großen schwarzen Brille. Eine kleine, agile Frau von fünfzig Kilo. Sie ist sechzig, Wolfgang einundzwanzig. Ein gemeinsamer Ausflug durch die weiße Landschaft eines Wintermorgens. Er gleitet auf seinen Skiern, sie geht zu Fuß neben ihm her, bewegt sich mit kleinen Schritten über den gefrorenen Schnee, der den riesigen Stadtpark überzieht. Djurgarden bedeutet Hirschgarten.

Er läuft wie ein Karibu, ein Elch, wie ein Hirsch, Steinamhirsch, den Kopf in die Höhe gereckt, die beiden Stöcke so gleichmäßig schwingend wie möglich. Er fürchtet, sich lächerlich zu machen. Lise kaum außer Atem, er schweißgebadet. Professor Scherrer möchte, dass sie an der ETH lehrt, Wolfgang soll sie dazu überreden. Statt zu antworten, stellt sie Fragen.

Eine kleine Atemwolke weht aus ihrem Mund und verwandelt sich sogleich in glitzernde Eiskristalle. Die Schatten ziehen sich etwa zehn Meter in die Länge. So sieht der mittägliche Sonneneinfall auf dem Schnee am Weihnachtstag aus.

Andere aus der Stadt kommende Paare gehen an ihnen vorbei. Verliebte Gespräche oder Familiendiskussionen. Man wirft ihnen belustigte Blicke zu. Eine verkehrte Welt. Das Gegenteil wäre besser zu verstehen: sie auf Skiern, er nebenher laufend.

Kurz vor dem Park sind sie an einem Kino vorbeigekommen, an dem ein Plakat verkündete: «Von einer Narbe entstellte Frau sinnt auf Rache.» Die Hauptdarstellerin heißt Ingrid Bergman. Wolfgang kennt sie nicht. Lise hat den Film gesehen: Die Frau mit der Narbe. War von der Geschichte ergriffen. Sie selbst hat Angst um ihre Augen, die sie mit einer riesigen schwarzen Brille schützt. Besonders beeindruckt sie die Jugendlichkeit der dreiundzwanzigjährigen Schauspielerin, die kurz vor dem Sprung nach Hollywood steht. Lise sagt:

«In Kalifornien treffen Sie sie vielleicht.»

Er bemüht sich, das Gleichgewicht zu halten, will auf seinen Skiern locker wirken, während Lise unbekümmert Fragen stellt, sich die Antworten anhört, kein bisschen angestrengt wirkt, sich auf ihre Gedankengänge konzentriert. Sie bittet ihn, eine Hypothese zu formulieren. Wohin entweicht seiner Meinung nach die Energie eines aufgebrochenen Atoms? Das sei eine fast philosophische Frage, antwortet er. «Nein, eine von Beweisen und bestimmten Berechnungen», sagt sie. Und da sie immer schneller geht, hat er Mühe, ihr zu folgen. Es ist fast, als befänden sie sich in einem Unterrichtsraum, als wären da weder das Weiß der Natur noch die weihnachtlichen Spaziergänger. Nur sie, er und die Wissenschaft.

Sie will eine Formel notieren und schlägt vor, an einem gefällten Baumstamm anzuhalten, von dem andere bereits den Schnee gewischt haben. Aus einer ihrer Manteltaschen zieht sie einen kleinen spitzen Bleistift und ein Blatt kariertes Papier hervor. Ohne die Sonnenbrille abzunehmen, schreibt sie die Gleichung mit den von ihr vermuteten Werten auf, während er, ganz außer Atem, bewundernd den Kopf schüttelt.

Bis zum Frühjahr war Lise Meitner Professorin in Berlin. Nach Hitlers Einmarsch in Österreich hatte sie gerade noch Zeit, nachts mit zehn Mark in der Tasche und der Hilfe einiger mutiger Kollegen, darunter Professor Scherrer, zu fliehen.

Sie und er im Schnee, über das karierte Blatt Papier gebeugt, beschäftigt mit einer sehr ernsten, für den wissenschaftlichen Fortschritt bedeutsamen Sache. Sie liest die Ziffern und Buchstaben noch einmal laut vor, dann zieht sie ihre Handschuhe wieder an. Bei dieser Kälte kann man unmöglich längere Zeit einen Stift halten. Sie erwähnt das Einsteins Theorie innewohnende Paradox, schlägt vor, weiterzugehen, um nicht auf der Stelle zu erfrieren. Und über die Frage nachzudenken: Wohin entweicht die Energie des aufgebrochenen Atoms?

Beim kleinsten Anstieg läuft er mit V-förmig gespreizten Skiern, wie ein Pinguin. Lise gewinnt an Vorsprung, wartet oben auf dem Hügel nicht auf ihn. Abwärts ist er schneller und holt sie wieder ein.

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