Alberto Nessi - Terra matta

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In kurzen pointierten Anekdoten und Episoden, wie man sie sich abends in der Runde erzählt, wenn die Rede auf interessante Figuren oder spannende Ereignisse der Region kommt, welche jeder einheimische kennt, berichtet Nessi vom traurigen Leben und wilden Aufbegehren des Tonio Boldini, der für die Republikaner in den Spanischen Bürgerkrieg ging; berichtet er von den harten Handarbeiten in dem Tabakmanufakturen des frühen 20. Jahrhunderts, wie die Frauen zwar zart mit den kostbaren Tabakblättern umgehen konnten, in ihren Streiks aber auch entschlossen mit den Padroni umzugehen wussten; berichtet er von den Hungersnöten Mitte des 19. Jahrhunderts, und wie 300 Mann unter der Führung des Mattirolo aus den Tälern in die Ebene stiegen, um die Lagerhäuser den Armen zu öffnen. Diese Erzählungen sind Poesie, so dicht und farbig diese nur sein kann, und Geschichte, so hart und lehrreich jene für das einfache Volk ja war.

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Die Stille der Landschaft wurde von einem Krähenschwarm durchbrochen: Dort waren zwei Schatten, neben dem Kreuz von Fontanella. Der eine war der von Eugenio Bianchi, der als Kind wenige Tage nach seiner Geburt aus dem Hospital von Como auf diese Seite herübergebracht worden war. Mit einem Freund ging er nach Maslianico, um Ölkuchen zu holen.

Als sie Mattirolo erblickten, blieben sie stehen und verfluchten die elenden Zeiten; sie hatten keinen Mais auftreiben können. Was konnte man nur tun?

Nachdem er am Abend die Herrschaften von Sagno aufgesucht hatte, klopfte Mattirolo an die Tür des Herrn Bertola, Bürgermeister von Vacallo. Und als der Richter aus dem Speisezimmer herausgekommen war, das Licht auf die Truhe im Flur gestellt und die Türflügel einen Spalt weit geöffnet hatte, schlüpfte er hinein, machte die Tür wieder dicht und liess sich die Gewehre der Gemeinde aushändigen, die schliesslich mit dem Geld der Adligen angekauft worden seien, und auch er, Luigi Pagani, Sohn des Domenico, sei ein Adliger von Vacallo; er solle nicht so viel Aufhebens machen, denn er habe heute Abend vor niemandem Angst, wolle lediglich den Vielfrassen ein biss­chen auf die Pelle rücken.

Der Bürgermeister liess nicht locker: Und dann die regierungsrätliche Abordnung, die schon zu Verhandlungen in Mailand sei. Und der Mais, der niemandem verweigert werde, und sie, die allesamt mit drinhangen würden. Und hin und her … Da blitzte im trüben Schein des Flämm­chens ein Dolch auf, und Mattirolo drohte Bertola, er werde ihn da an der Tür festnageln und dann weggehen. Da sagte der Bürgermeister:

«Wenn’s so steht – du weisst, wo sie sind.»

Mattirolo ergriff eine Schultervoll Gewehre und machte sich mit seinen Leuten auf zur Schenke von Grazioso, wo bereits die aus Sagno und Vacallo um die Tische herum bei einem Becher Wein und Brot für ein paar Groschen warteten, ganz aufgeregt, als wär’s ein Fest. Oder aber sie warteten im Freien, längs der kleinen Strasse, an die Mauer gelehnt, die Pfeife rauchend, währenddem Graziosos drei Töchter herunterkamen, um zuzuschauen und ein wenig zur Hand zu gehen.

Er kam mit den Waffen, einem Säcklein Bleikugeln und zwei Schüsseln Pulver, die er auf die Theke stellte. Diejenigen, die ein Gewehr hatten, luden es.

Er wollte, dass auch Grazioso ihm seines gebe, und begann zu lachen, weil der Wirt Ausflüchte machte: Aber! Wo sie doch sogar die Gewehre von den Gemeinden hätten!

Also zog Grazioso seine alte Feuersteinknarre vom Mili­tär hervor. Und der Zug machte sich auf den Weg.

Nach dem Tag in der Ziegelbrennerei von Sant’Antonio war Quartin in den Stall eines Nachbarn gegangen, um ein wenig zu plaudern, als um die acht herum einer völlig ausser Atem hereinkam und sagte:

«Rennt, rennt! Da sind ganz viele, die Zeug holen gehen beim Marnetta!»

Als er in Gorla anlangte, sah Quartin vor Angiolinas Wirtshaus einen grossen Auflauf. Es waren wohl um die zweihundert gewesen, einige mit geschultertem Gewehr, andere mit einem Stock oder einer Hacke, dazu ein paar Neugierige, die hergekommen waren, um zu schauen, was zum Teufel da gespielt werden sollte.

Er erkannte Matto aus Vigino, bei dem während des Nachtessens der jüngere Mattirolo plötzlich den Kopf in die Küche gestreckt hatte, um ihn zu fragen, ob er einen Halben mit ihm trinken komme; zahlen werde er. Da war auch Ventura, dem der Scherer eben den Bart rasiert hatte, weil’s Samstag war, ferner Cavallasca, der in einem solchen Durcheinander nie fehlte, und Rossinelli aus Coldrerio mit einer Knarre, geladen mit Amselschrot.

Er sah auch Legría und Giacinto, die nach der Arbeit in der Ziegelbrennerei die Brüder Dones getroffen hatten. Sie waren bewaffnet und hatten sich ihnen angeschlossen bis Balerna, wo der Friedensrichter vergeblich gerufen hatte: «Zurück, zurück! Das ist euer Abend nicht! Geht nach Hause!» Er erkannte Giuseppe, der seine Geliebte in Gorla hatte und voll Bange war um sie; er traf Marco Solcà, den man später dabei beobachtete, wie er sich schleunigst davonmachte zum Hause des Pächters des Herrn Matti aus Chiasso, um ihm zu berichten von dem, was sich gerade ereignete. Und alle grüssten sich, klopften sich mit der Hand auf die Schulter, es war ein grosser Rummel.

In der Wirtschaft, die von einer Laterne und dem Kamin­feuer erhellt war, ass jemand Kuttelsuppe, andere unterhielten sich und tranken dazu einen Becher Wein, wieder andere schliesslich waren verlegen oder aufgeregt.

Der Wirt hatte viel zu tun und ging hin und her mit dem fiasco und den Bechern. Mit einem Ohr hörte er den Gesprächen der Männer zu, die, wie es schien, die Revolution machen wollten. Er war es gewesen, der den Spion Solcà benachrichtigt hatte, welch letzterer nach einer gewissen Zeit wieder auftauchte und sich von neuem der Gesellschaft anschloss, als sei nichts gewesen.

Überall hatte es welche, im Hof des Wirtshauses, unterm Vordach, draussen auf der Strasse; sie lehnten sich gegen den Stall und sassen auf den Mäuerchen. Weitere stiessen noch zu ihnen, andere verschwanden, tauchten wieder auf.

Einer schwang eine Axt und rief dabei:

«Gehen wir die Türen der Weinkellerei von Capolago einschlagen, um zu trinken!»

Nun waren es an die dreihundert.

Mattirolo feuerte einen Schuss ab in die Luft, in der Hoffnung, die Gefährten Waldarbeiter würden es hören, ebenso die Kärrner aus dem Muggiotal, die sich zu dieser Stunde gewiss schon in die Ställe eingeschlossen hatten, um sich etwas aufzuwärmen, zu plaudern und zu dösen, während ihre Frauen Hanf und Leinen spannen.

Dann fragte er die Bande, wo man hingehen wolle: Mar­netta, den wollten sie lieber in Ruhe lassen; er war nur ein Einzelner und ausserdem war auch er ein armer Teufel mit Frau und Kindern, die erschrecken würden. (Doch Mar­netta war schon nach Mendrisio gegangen, um Gewehre zu holen, und er hatte seine Männer rings ums Haus aufgestellt, nachdem er die Säcke in die Meierei und in die Kirche von Villa hatte bringen lassen.)

Nach Chiasso? Lohnte sich gar nicht, davon zu reden.

Da griff Moscianella in die Debatte ein. Er hatte den lieben langen Tag Wagen voll Ware nach Capolago geschafft. Und Mattirolo: «Hört, liebe Freunde! Gehen wir nach Capolago, wo es so viele Herren hat, die wir ausplündern können, solche, die den Mais auf dem Boot wegführen lassen, aus dem Bezirk hinaus.»

Die Menge setzte sich in Bewegung.

Der Anführer versuchte zusammen mit seinen Helfern ein bisschen Ordnung ins Ganze zu bringen: «In Vor- und Nachhut die mit einem Gewehr, die mit den Stöcken in die Mitte! Und wehe dem, der irgendwem etwas zuleide tut oder in irgendeinen Laden in Mendrisio eindringen will – ich brenne ihm eins auf den Pelz! Wir müssen leise durch den Ort gehen. Pfeifen aus und Maul zu! Besser immer zwei und zwei auf dem Weg!»

Ein hinkender Papiermacher aus Vacallo bildete das Schluss­licht.

Auch Kinder waren dabei; sie liefen im Dunkeln hin und her. Als der Schuster seinen Buben unter ihnen fand, versetzte er ihm zwei Tritte in den Hintern, nahm ihn bei der Hand und schleppte ihn nach Hause. Das war kein Abend für Kinder, dieser nicht.

«Und die Wagen? Die Säcke?»

«Wir werden die Säcke schon aufstöbern. Wir wollen einzig die Ware beschlagnahmen, dann werden wir sie durch die Regierung an die Bedürftigen verteilen lassen.» Um die Wankelmütigen zu überzeugen, zog Mattirolo ein Papier aus der Tasche und erklärte, dies sei der Befehl des Kommissärs. Der grösste Teil konnte ohnehin weder lesen noch schreiben und vertraute ihm.

Während in der Wirtschaft «Del Giardino» zu Mendrisio das samstägliche Kartenspiel tresette zwischen dem Spezereihändler, dem Kaufmann, dem Anwalt und den Brüdern Beroldingen in vollem Gang war, platzte im Eilschritt der Amtsdiener des Regierungskommissärs herein und schlug Alarm: ein Schreiben aus Chiasso sei eingetroffen, das von Unruhen spreche, und Marnetta sei aus Villa gekommen, um Hilfe zu erbitten. Die Honoratioren verharrten im ersten Augenblick völlig sprachlos mit ihren Karten in den Händen, dann fassten sie sich und trafen ihre Vorkehrungen.

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